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Do, 15:21 Uhr
18.04.2013

Wie immer: aus ganz Deutschland

Seit dem 9. März treffen im Kunsthaus Meyenburg die ruhigen und auf wenige Formen und Farben reduzierten Stadtansichten und Landschaften Alexander Dettmars auf die in sich ruhenden Skulpturen von Ernst Barlach und bilden auf faszinierende Weise eine Einheit...

Plastik von Barlach (Foto: I. Bergmann|Stadtverwaltung Nordhausen) Plastik von Barlach (Foto: I. Bergmann|Stadtverwaltung Nordhausen)
Die „Sitzende Alte“, Bronze (1933), von Ernst Barlach hält in der Ausstellung Zwiesprache mit Alexander Dettmars Bildern, die alle das Kloster „Zum Heiligen Kreuz“ in Rostock zeigen.

„Die Ausstellung hat in den ersten vier Wochen bereits über 1000 Besucher aus nah und fern ins Kunsthaus Meyenburg gezogen“, sagte jetzt Kunsthausleiterin die Susanne Hinsching. „Die ausgestellten Werke beeindruckten sowohl Besucher aus Berlin, München, Leipzig, Dresden, Duderstadt, Göttingen, Halle oder Kassel und Braunschweig.“ Viele dieser Besucher seien eigens für diese Ausstellung nach Nordhausen gekommen, so Hinsching.

Eine weitere Führung durch die Ausstellung, die noch bis zum 12. Mai im Nordhäuser Kunsthaus zu sehen ist, bietet sie am Sonntag, den 21. April, um 15 Uhr, an.

Gemeinsam ist den beiden Künstlern, die eigentlich drei Generationen trennen, dass sie in ihren jeweiligen Werken alles überflüssige reduzieren und sich auf die Darstellung des Wesentlichen beschränken. In ihren Werken – ob Malerei oder Skulptur – verschmelzen Inhalt und Form.

Die ausgestellten Werke von Barlach und Dettmar zeigen auch die Anziehungskraft der Natur, insbesondere Norddeutschlands, auch wenn die Gemälde Dettmars in anderen Regionen Deutschlands und Italiens entstanden sind, so seien ebenfalls Werke mit der Predigerkirche in Erfurt, dem Theater in Meinigen oder der Stiftskirche in Quedlinburg derzeit im Kunsthaus Meyenburg zu sehen, erklärt Hinsching. Ihnen gegenübergestellt sind „Das Wiedersehen“ oder „Der Sonnenanbeter“ von Ernst Barlach.

Beide Künstler verbindet auch der Wunsch nach der Aufhebung der Zeit. Dettmars Werke rufen zur Langsamkeit auf. Der Maler, der sich als norddeutscher Künstler sieht, distanziert sich von der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit und möchte die Welt zeigen wie sie heute ist und nicht wie sie vorgibt zu sein. Dabei beeindrucken ihn vor allem Steine, unbewohnte Landschaften, historische Gebäude wie Kirchen oder Synagogen. Der Pleinair-Maler hat in seinen Werken eine eigenständige Gegenständlichkeit entwickelt, die das Wesentliche der Form erfasst.

Barlachs Menschen, die häufig in weite Stoffbahnen gehüllt sind um der Natur zu trotzen, scheinen die Landschaften Dettmar‘s zu bevölkern. So steht „Das lustige Einbein“ auf dem Marktplatz in Güstrow so als gehörte er genau dorthin.
Autor: red

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