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Fr, 16:21 Uhr
05.04.2013

Gedenken in der ehemaligen Hölle

Vor 68 Jahren wurde das Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen von amerikanischen Truppen befreit. Zu den zentralen Gedenkveranstaltungen am 12. und 13. April in Nordhausen, Blankenburg und Ellrich werden ehemalige Häftlinge, Angehörige und Hinterbliebene aus vielen Teilen Europas und Australiens, VertreterInnen aus Politik und Gesellschaft sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus der Region erwartet...


Inhaltlicher Schwerpunkt des diesjährigen Gedenkens ist das Thema „Widerstand und Selbstbehauptung“. Den Auftakt der Veranstaltungen zum 68. Jahrestag bildet eine Gedenkfeier am 12. April, um 11 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (rekonstruierte Unterkunftsbaracke).

Gedenken (Foto: privat) Gedenken (Foto: privat)

Nach der einleitenden Begrüßung durch Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner werden Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Ryszard Szklany, Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft der Republik Polen, ihre Grußworte sprechen. Danach wird Louis Garnier, ein Überlebender des KZ Mittelbau Dora und Ehrenpräsident der Association française Dora,
Ellrich et Kommandos, eine Ansprache halten.

Bei dieser Gedenkfeier wird auch die Foto-Ausstellung „Nos champs de solitude“ des Pariser Künstlers Philippe Alkemade eröffnet, die bis 3. Juni 2013 in der rekonstruierten Unterkunftsbaracke und vom 6. August bis 3. November 2013 in der ehemaligen Feuerwache der KZ-Gedenkstätte MittelbauDora zu sehen sein wird. Gegen 12.15 Uhr folgt die Gedenkfeier mit Kranzniederlegungen vor dem ehemaligen Krematorium.

Anschließend wird um 13 Uhr die Sonderausstellung
„Wiederentdeckt. Zeugnisse aus dem Konzentrationslager Holzen“ in der ehemaligen Feuerwache eröffnet. Die Ausstellung zeigt einen einzigartigen Quellenfund: 200 Häftlingsporträts, handschriftliche Aufzeichnungen und ein
Häftlingstagebuch aus dem Kommando „Hecht“, einem Außenlager des KZ Buchenwald bei Holzen/Niedersachsen.

Während der Todesmärsche im April 1945 gingen diese Dokumente verloren, im Sommer 2012 sind sie völlig überraschend in Celle wieder aufgetaucht. Nun werden sie in einer deutsch-französisch-polnischen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.
Autor: red

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Kommentare
Glaskugel
05.04.2013, 19:14 Uhr
So etwas darf nie wieder passieren
Da wurden Menschen wegen ihrer Herkunft, wegen ihrer Religion, wegen ihrer Überzeugung, wegen Denunziation in Lager gesperrt. Sie wurden geschlagen, wurden durch Zwangsarbeit physisch vernichtet, man hat sie verhungern lassen, man hat sie getötet.

Und die "geistigen Erben" derer, die das alles angerichtet haben sollen heute Bürger sein, die nur eine andere Meinung haben? Es wird relativiert das sich die Balken biegen. Es soll nicht gegen diese Erben demonstriert werden. Angeblich wäre die heutige Bundesrepublik viel schlimmer als diese Verbrecher und ihr noch vorhandenes Gefolge. Wie dumm oder kaltschnäuzig können Menschen sein?

Lisa
Marie 2010
05.04.2013, 19:28 Uhr
Angeblich wäre die heutige Bundesrepublik viel schlimmer
Wer sagt denn, das irgendwer schlimmer ist ? Aber man darf und muß kritisch sein..... sonst sind wir wieder irgendwann da, wo wir nie mehr hin wollten...!
Glaskugel
05.04.2013, 20:15 Uhr
Einfach mal hier lesen Marie 2010
http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=125402#24164

Da heißt es in den letzten Kommentaren, dass zu DDR Zeiten alles genau so schlimm war. Außerdem soll die Bundesrepublik an "Stämme in Afrika" (Zitat eines Kommentators der noch immer im Kolonialsprech von 1913 lebt) Waffen liefern. Deshalb soll man bitte dagegen demonstrieren anstatt gegen die NS-ler.

Mehr Relativierung und Unterstützung dieser ewig Gestrigen geht gar nicht.

Lisa
Marie 2010
05.04.2013, 21:49 Uhr
Aber alle sind nicht besser
Lisa, du hast es doch selbst schon beantwortet! Wann wachen wir auf?
Harzer_jung
05.04.2013, 22:57 Uhr
ich hoffe ndh ist hellwach
Ich bin der Hoffnung die Bewohner der doch recht schonen und oft sogar recht angenehmen Stadt sind schon lange hellwach.

Nordhausen ist besser als sein Ruf.

Nordhausen war doch früher schon immer eine freie und offene Stadt?
Gerade deswegen sollte sich jeder dafür einsetzen das Nordhausen wieder ein weltoffene Stadt für alle Burger sein kann.

Dora soll und muss Mahnung und Warnung zugleich sein.
Die NPD die freien Kräfte oder wie auch immer die Leute sich gerade bezeichnen, fordern für sich Toleranz und Meinungsfreiheit und Respekt.
Sie fordern ihre Veranstaltungen ein aufgrund Gesetzen eines Staates den sie ablehnen, und dessen Bürgerrechte sie abschaffen wollen.

Exemplarisch verweise ich auf die abstruse Vereinigung Reichsregierung im Exil.
Welche auch hier schon ihr Unwesen trieb.
Wer wie NPD und co die elementaren Rechte unserer Gesetze und Verfassung nutzen will um damit verfassungsfeindlich zu agieren, der darf nicht und kann nicht unter dem Schutz dieser Regelungen stehen.
Wer Toleranz für sich fordert muss sie auch anderen geben.

Das alte Nordhausen mit seinem historischem Stadtkern, seiner Vielfalt seines Reichtums an Architektur usw, ist zu weiten Teilen für immer verschwunden. Unwiederbringlich. Und ja Nordhausen wurde durch Bomben zerstört, es muss unfasbares leid gewesen sein.

Aber der 3/4 April 1945 ist das Ende einer Kette, nicht ein willkürliches Ereignisse.
Es ist das traurige Ergebnisse dessen, das Jahre vorher die nsdap als ein Witz angesehen wurde,

Ein komischer Spuk der schnell endet.
Auch damals die Machtergreifung geschah mit legalen Mitteln, und auch damals stellte sich diese Gruppierung gegen die Weimarer Verfassung.

Kein fussbreit für Nazis in Nordhausen
Niemals wieder. Nicht hier nicht in Dresden, München, Berlin oder sonst wo.
Diese Ideologie hat die halbe Welt, fast ganz Europa, und zu guter letzt, komplett deutschland in Schutt und Asche gelegt.
Mindestens 60 Millionen Menschen starben durch Gewalt oder Hunger. Diese todbringende Ideologie kann und darf nicht toleriert werden.
Wolfi65
06.04.2013, 09:26 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Harzer_Wolf
07.04.2013, 12:26 Uhr
Und sehr guter Beitrag,
der Sinn und Verstand hatte und darauf hinweißt, das man immer mahnen muß und nie vergessen. Und dann kam LisaH. Mein Gott, Lisa - warum? In Ihrem Hass auf einen User haben Sie hier sämtliche Tatsachen verdreht und den Artikel zunichte gemacht. Ich habe zwei Tage überlegt, ob ich dazu etwas schreiben soll und bin zu dem Entschluß gekommen meine Meinung zu äußern. Sie wird Ihnen LisaH nicht gefallen.

Erst einmal bin ich auf der Seite des Users Retupmoc. Wie ich eingangs schon erwähnte, bin ich für solche Veranstaltungen, weil Sie gut und wichtig sind. Wir vergessen dabei leider das Hier und Heute , wie Sie @ LisaH. Ntaürlich unterstützt die BRD - Regierung Kriege, bei denen auch Zivilpersonen Opfer geworden sind. Natürlich liefert diese Regierung und Ihre Waffen-Lobby Waffen in Krisengebiete. Dem Profit werden dabei Menschenleben geopfert. Und auch wenn Sie meinen, das 1913 die Kolonialzeit zu Ende ging - auch heute sind in bestimmten Ländern ( Sudan, Kongo usw. ) prekäre Machtverhältnisse. Mal ist der Stamm ( zum Beispiel die Tutsi ) am Drücker mal ein anderer. Da werden Kinder vergewaltigt und die Männer ermordert. Und auf den Waffen steht " Made in Germany". Und das die Regierungen der BRD mit Offizieren aus Wehrmacht und Co unterwandert waren, weiß ja nun jedes Schulkind.

Aber kommen wir wieder zu den Rechten und das man etwas dagegen tun muß. Recht haben Sie da. Nur - Sie bekämpfen die Falschen. Der User Retupmoc ist nicht ihr Gegner, sondern dieser Staat und seine ausführenden Organe. Drei Beispiele aus den letzten drei Tagen, damit man einmal darüber nachdenkt:

Was fordern eigentlich die Rechten nochmal, was sind Ihre Parolen? Das ist zum einen, die Forderung, das die Ausländer aus der BRD raus sollen... Da habe ich doch erst am Freitag in der TA den Bericht über diese rumänische Familie gelesen, deren Kinder ( 8 und 3 ) hier aufgewachsen sind, die perfekt deutsch sprechen und viele Freunde hier haben. Nun sollen Sie ausgewiesen werden. In ein Land deren Sprache Sie nicht sprechen, zurück in die Armut. Die " Rechten" werden sich darüber freuen. Und Sie wissen sicher auch das Innenminister Friedrich demnächstin großem Stil Sinti und Roma abschieben wird?

Da fordern die Rechten z. B. das die Rechte der Ausländer hier beschränkt werden sollen. Vielleicht darf deshalb keine türkische Zeitung live aus dem OLG München berichten? Von einem Prozess, bei dem türkische Staatsbürger ermordert wurden. Vielleicht könnte ja zur Sprache kommen, das deutsche V-Männer mit beteiligt waren.

Oder wie finden Sie, das nun im Jahre 2013 ganze 50 Nazi-Mörder ( KZ- Aufseher )enttarnt wurden. Die haben hier seit Ende des Weltkrieges in Saus und Braus und vor allem unbehelligt gelebt. Der deutschen Justiz und dem BND entgegen 50 Leute? Glauben Sie das? Das Ende vom Lied ist, das die nun so alt sind, das diese entweder haft - oder verhandlungsunfähig sind. Oder sie sterben eines natürlichen Todes während des Prozesses. Wenn die Bundesregierung und Organe nur 10% der Ressourssen verwendet hätten, die diese zur Bespitzelung linker Politiker ( Gysi, Ramelow ) benötigen, wären diese Verbrecher schon lange hinter Schloß und Riegel.

Entschuldigen Sie bitte , @ Lisa H - aber dieser Staat erfüllt die Forderungen der rechten Gruppierungen doch schon umfassend. Das es dann zu keinem Verbot der NPD kommt, liegt auf der Hand. Ich habe mehr Angst vor den Aktionen des Staates, als vor denen der versprengten "Rechten". Vielleicht sollten wir nächste Woche auch daran einmal denken.

Und Vorsicht ! Diesen Artikel hat der BND bestimmt mitgelesen.
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