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Mo, 09:32 Uhr
01.04.2013

nnz-Forum: Was soll man dazu sagen?

Der Wirtschaftsweise Schmidt ist gegen ein gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Es ist ihm einfach zu viel. Ein Arbeitsplatz muss sich wirtschaftlich tragen sonst fällt er weg, so weit der Wirtschaftsweise. Ein Leser der nnz stellt die Frage: ist das wirklich weise...


Die Frage ist, was versteht dieser Mensch unter Wirtschaftlichkeit? Meint er damit die Milliarden Gewinne der Konzerne, oder einiger weniger? Eins ist Fakt - die Arbeiter, die diese Gewinne erarbeiten, gehen zum größten Teil mit Hungerlöhnen nach Hause.

Aber das wird von Leuten wie Schmidt nicht wahrgenommen, oder? Er vertritt die Meinung, wenn manche Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können, dann liegt das an den erhöhten Bedürftigkeiten von Haushalten mit Alleinerziehenden, einen arbeitslosen Partner, oder an den Vielen Kindern, die solche Menschen haben.

Im Klartext heißt das für mich, wer Kinder oder einen arbeitslosen Partner hat, der soll doch sehen wo er bleibt, oder wie meint das der Weise? So eine Ansicht vertrat man schon im Mittelalter. Aber wen wundert eine solche Einstellung, wenn wir einen Minister haben, der die Arbeitslosen (Hartz IV-Bezieher) als dekadent bezeichnet. Oder wie war das Herr Westerwelle?

Übrigens, die Kirche mischt jetzt auch schon mit beim Lohndumping, außerdem muss jeder der von der Kirche einen Job bekommt, der im übrigen vom Staat bezahlt wird, nach zwei Jahren in die Kirche eintreten. Ansonsten könnte er seinen Job verlieren, oder? Auf diese weise versucht die Kirche wohl zu neuen Mitgliedern zu kommen?
Harald Buntfuß
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Dora75
01.04.2013, 09:51 Uhr
Wer Bezahlt eigendlich den Weisen
Wer Bezahlt eigendlich den Wirtschaftsweisen.
Ahnung scheint dieser Mann nicht zu haben. Auf jeden Fall gebe ich den Herrn Bundfuß Recht.So ist es und nicht anders.
Der Roland
01.04.2013, 10:30 Uhr
Kapitalismus
Mindestlohn hin oder her - wer es noch nicht verstanden hat: wir befinden uns im Kapitalismus. Eine Definition gibt es bei Karl Marx im Kapital zu finden. Einer oder mehrere (das sind die Kapitalisten) eignen sich den Mehrwert der Arbeit anderer (das sind die Mitarbeiter des Unternehmens) an. Was soll es sonst anderes sein?

Und schließlich gehen in den meisten Fällen der Kapitalist und der Arbeiter einen Vertrag ein. Dort steht in den meisten Fällen alles drin, was die Rahmenbedingungen betrifft, auch die Höhe des Lohnes. Zur Unterschrift unter solch einen Vertrag ist niemand gezwungen.

Jetzt machen wir ein Beispiel von einem kleinen Kapitalisten - einem Frisör zum Beispiel. Der bezahlt seinen Angestellten, die freiwillig dort arbeiten, einen Stundenlohn von 6 Euro. Vorher hat der kleine Kapitalist also gerechnet. Am Ende der Rechnung steht für den kleinen Kapitalisten eine Zahl - sein Gewinn. Sagen wir mal 2.000 Euro. Warum soll der kleine Kapitalist auf die Hälfte seines Gewinns (Verdienst) verzichten und seinen Angestellten 8,50 Euro zahlen.

Noch einmal - wir befinden uns im Kapitalismus und wollen das seit 23 Jahren auch so. Die Brüder und Schwestern in den gebrauchten Bundesländern seit 60 Jahren.
Eckenblitz
01.04.2013, 10:52 Uhr
Friseur
Dieser Artikel sagt aus, das die Wirtschaft in DEUTSCHLAND völlig aus dem RUDER gelaufen ist.

Das Beispiel mit dem Friseur kommt von einem Politiker, der von Wirtschaft nur das eine versteht, wie prelle ich den Arbeitnehmer um seinen Lohn, so meine Meinung.

Warum bringen sie nicht einmal den Vergleich einer großen Einkaufskette, deren Eigentümer nicht Millionen sondern Milliarden auf ihren Konten haben?

Ist hier wirklich jemand der Meinung das dieses alles in Ordnung ist?
Mister X
01.04.2013, 11:09 Uhr
2000 €
Ich glaube nicht, dass der Inhaber eines Frisörgeschäfts nur 2000 € in der Tasche hat.

Schauen sie sich einmal die Preise an, ein Herrenschnitt der 10 Minuten arbeit verlangt, kostet in der Billigvariante 7 €.

Mein Frisör hat ein Haus ein teures Auto und kann sich Urlaub leisten von den andere träumen. Also hören sie langsam auf mit der Frisör-Geschichte.

Was stimmt ist das die arbeitente Frisöse zu wenig abbekommt vom Gewinn.
Nörgler
01.04.2013, 12:35 Uhr
Neid
Es ist doch völlig egal welchen Gewinn ein Unternehmer macht, Hauptsache er macht einen. Wenn er keinen Gewinn machen würde, müsste er Insolvenz anmelden und die Arbeitsplätze wären futsch. Ein Unternehmer trägt ein Risiko, die Manager in großen Unternehmen natürlich nicht, für diese Risiko welches er eingeht, soll er auch belohnt werden. Jeder kann heute Unternehmer sein. Nur Mut!!!! Und im Übrigen sollten Hartz IV nur Personen über 50 Jahre bekommen.
-----7
01.04.2013, 13:14 Uhr
Nickname
Vor kurzem wurde doch in einem Artikel darum gebeten, Nicknamen von Wahrzeichen oder Persönlichkeiten zu meiden. Nun taucht hier schon wieder der Roland auf. Ich finde das respektlos!
Quietschferkel
01.04.2013, 13:56 Uhr
Klarnamen
Sind die Kommentatoren dieser Onlinezeitung gesetzlich verpflichtet bei ihren Äusserungen Klarnamen zu verwenden ???
Sollte dieses so sein, so bitte ich um die klar definierte Gesetzesvorlage oder um die Benennung des entsprechenden Punktes in den AGB´s dieses Portals. Wenn Du dieses vorlegen kann, dann kannst Du mich gern verklagen.
Solltest Du diese Dinge nicht vorlegen können, kannst Du mich mal gern haben.
Der EINZIGSTE der hier Klarnamen verlangen kann, ist der oberste Chef dieses Portals.

Immer diese Betteleien, ist ja schrecklich *g*

P.S. Für Petitionen und Betteleien zwecks Klarnamen: www.heul.doch.de
-----7
01.04.2013, 14:45 Uhr
Falsch verstanden
Quietschferkel: Erstens habe Ich Ihnen nie das DU angeboten, zweitens habe ich nicht verlangt, Klarnamen zu nennen, sondern etwas Respekt gegenüber den Nordhäuser Originalen erbeten, wie es in folgendem Artikel von Frau Liebenau schon erbeten wurde:

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=125074

Dabei geht es ja lediglich darum, Verwechslungen zu vermeiden. Wenn Sie das als Bettelei sehen - bitte! Verklagen würde ich Sie aber nicht, auch wenn es in den AGBs stehen würde.

Nun tut es mir auch noch leid, das Thema dieses Beitrages mit meinem Kommentar verfehlt zu haben. Sorry NNZ!
Eckenblitz
01.04.2013, 14:56 Uhr
Wirtschaft
Meiner Meinung nach ist es nicht die Wirschaft, die für diese Missstände verantwortlich ist. Nein es sind die unfähigen Politiker, (Falsche Doktoren,Zweifelhafte Nebeneinkünfdte) was wollen sie von solchen Personen verlangen.

Diese Damen und Herren sind nicht in der Lage, Gesetze zu machen. Aus diesem Grund hat das schon seit langem die Wirtschaft übernommen und das mit großem Erfolg,oder?

Den Vorteil an diesen Gesetzen, haben nur die Wirtschaftsbosse und ihre Speichellecker. So weit meine Meinung zum Thema.

Noch eins, wenn hier einmal die Wahrheit geschrieben wird, kommen gleich irgendwelche politische Klugsch..... und sprechen von einer Neidtebatte. Warum wohl, weil ihnen vernünftige Argumente fehlen, oder?
Alex Gösel
01.04.2013, 15:56 Uhr
Herr Buntfuß...
dazu kann man nun wirklich nichts mehr sagen. Das traurige ist nur, dass weder LINKE noch die Piraten hier etwas ändern können oder gar wollen. Von CDU /CSU, SPD, Grüne und Co. möchte ich erst garnicht reden.

Ist es nicht auch so, dass wir in diesem Lande zu viele "Experten" und "Weise" haben? Und "altrömische Dekadenz" haben doch nur unsere Politiker und Millionäre, oder irre ich mich da?

Zur Kirche: Herr Buntfuß, haben sie sich schonmal mit der Christlichen Gewerkschaft "CGM" beschäftigt? Natürlich haben sie dies als Gewerkschaftler, erzählen Sie uns doch hier mal etwas, über deren Methoden!

Und was soll Herr Körners immer größerer Ruf nach Klarnamen? Wenn Herr Körner dies wünscht, kann er doch eine eigene Online-Zeitung oder einen eigenen Blog betreiben, oder verstehe ich Sie falsch?
Wolfi65
01.04.2013, 17:52 Uhr
Geht doch gar nicht
Das ist ja wieder zum Haare raufen.
So z.B.von @Nörgler..
"Harz 4 sollte man nur ab dem 50. Lebensjahr bekommen."
Und was machen die unter 50 Jahren?
Die Leben von der Luft und der Liebe, oder wie jetzt?
Die Leute aus den Betrieben werfen, damit diese Wettbewerbsfähig bleiben und die "Überflüssigen" wandern nach Absurdistan aus, damit die "Auserwählten" hier weiter vom Leder ziehen können.
Nein, nein, so wird da kein Schuh draus.
Wer schlanke Betriebe haben will, muss sich mit Massenarbeitslosigkeit auseinander setzen.
Nur Mut!!!
Mister X
01.04.2013, 18:40 Uhr
Herr Brothuhn,….
in Ihren Kommentar erwecken Sie den Eindruck, als sei Herr Buntfuß vielleicht sogar ein führendes Mitglied der „CGM“ (Christliche Gewerkschaft). Weiter verlangen Sie, er soll etwas über die Methoden der „CGM“ erzählen.

Meine Frage, woher wissen Sie, dass der Artikelschreiber dieser Gewerkschaft angehört? Vielleicht können Sie uns einmal aufklären und etwas über die Methoden der „CGM“ berichten? Es macht hier den Anschein, als würden Sie sich darin bestens auskennen?
HeinzelmannthomasH
01.04.2013, 18:58 Uhr
Mindestlohn für wen?
Ich finde, nachdem ich die Kommentare hier gelesen habe, sollten die Herrn Manager, Wirtschaftsbosse und Politiker mal für teilweise 2,- € die Stunde arbeiten, ohne die ganzen angenehmen Extras wie Firmenwagen, Chauffeur, etc.. Das wir einen gewissen Mindestlohn brauchen steht fest. Wie soll z.B. eine Frisöse mit 4,50- € die Stunde eine ganze Familie ernähren ohne noch 1- oder 2 Nebenjobs zu haben oder ohne auf staatliche Hilfen angewiesen zu sein. Es trifft doch eigentlich wieder nur den kleinen Unternehmer, der wieder seine Selbstständigkeit aufgeben müsste, wenn in Deutschland der Mindestlohn eingeführt würde. Das die Wirtschaft gegen den Vorschlag ist, den Mindestlohn einzuführen, ist ebenfalls klar, da dann ja die Millarden-Gewinne schrumpfen würden, die auf Kosten des kleinen Mannes, Frau erwirtschaftet wurden. Es ist einfach nur traurig aber so ist nun halt mal das System.
Alex Gösel
01.04.2013, 21:35 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Behauptungen
Retupmoc
02.04.2013, 07:57 Uhr
Neid @ Nörgler?
Ich verstehe ja, warum Sie den Unsinn der Wirtschaftsweisen vertreten. Wenn man von allen Seiten gesagt bekommt, das dies so richtig ist, glaubt man es irgendwann, wenn man dran glauben will. Zwei Beispiele für Sie:

Stellen Sie sich vor, alle Friseusen, die unter 8,50 die Stunde verdienen gehen in einen unbefristeten Streik. Ihre von Ihnen so gehassten Atbeitslosengeld 2 - Empfänger ( ich möchte den Namen den verurteilten Straftäters nicht in den Mund nehmen ) solidarisieren sich und geben nicht den Streikbrecher. Was bleibt dem Unternehmer? Er zahlt entweder vernünftigen Lohn oder er schließt. Aber wenn er schließt, muß er auch noch von etwas leben? Bekommt der dann auch ALG II oder wird er Bäcker oder Traktorist?

Beispiel 2 - wird bald wieder aktuell. Der Spargelbauer findet keine Leiharbeiter die für 3,50 Spargel stechen. Gleiches Spiel wie vorher, keiner arbeitet mehr für den Hungerlohn. Nun muß der Unternehmer selber stechen oder er geht in Insolvenz. Wovon lebt er dann?

Verstehen Sie, Nörgler - Arbeitsplätze fallen nicht weg, wenn der Lohn auf ein Mindestmaß erhöht wird. Sonst müßten die Unternehmer nämlich selbst arbeiten. Und das wollen die nicht. Können Sie sich Herrn Schlecker als Spargelstecher vorstellen oder Frau Schicketanz als Friseuse? Ich nicht!

Und bitte, die Aktion 50+ ist albern. Selbst wenn wann die offiziellen Zahlen der Jobcenter glaubt haben wir 3 Millionen ( es sind aber 5 ) Arbeitslose und nur 700000 offene Stellen. Ob die 2,3 Millionen, die dann noch übrig sind, alle über 50 sind? Und wozu zahlt man die Arbeitslosenversicherung schon ab der Lehre. Dann will ich die auch berst ab 50 zahlen.

Und nun nörgeln Sie weiter!
Nörgler
02.04.2013, 08:08 Uhr
2 Fragen an Retupmoc
Warum streikten die Frisösen bis heute nicht und warum werden auch in diesem Jahr wieder Leiharbeiter für 3,50 Euro Spargel stechen?
Harzer_Wolf
02.04.2013, 08:57 Uhr
Ohne ihren Beitrag zu kennen,
Nörgler, sage ich Ihnen schon jetzt, das betroffene Hunde bellen. Sie bellen ziemlich laut!
Retupmoc
02.04.2013, 10:27 Uhr
Mehr als 2 Antworten
Im Ernst @ Nörgler? Das wissen Sie doch selbst viel besser! Warum streiken die Friseusen nicht? Vielleicht, weil sich nicht alle Menschen in solch prekären Verhältnissen einig sind. Man hat Angst vor der Obrigkeit. Was passiert denn beim Streik? Man wird relativ zügig rausgeschmissen.

In der Wirklichkeit stehen andere Arbeitslose bei Fuß, und selbst, wenn die sich weigern würden - dann würde die Jobagentur kurzen Prozess machen und die "Stütze" streichen. Also zwingt man diese Menschen in den Niedriglohn. Ist schon klug ausgedacht von Schröder/Hartz/Merkel. Helfen würde nur ein Generalstreik - aber der ist ja vom Gesetz her auch verboten. Man kann über unsere Politiker sagen was man will, in ihrer Absicherung und der der Unternehmer sind sie erste Wahl. Aber nur da! Was die Spargelstecher betrifft, finden Sie ja heute schon keinen "dummen" deutschen Arbeiter, der das für diesen Hungerlohn macht. Also karrt man Hinz und Kunz aus dem Ausland heran. Warum machen die es? Weil es Ihnen dank EU und deutsch/französischer Miss-Euro-Wirtschaft noch schlechter geht und 3,50 Euro für diese Menschen ein hoher Lohn sind. Sie müssen halt ihre Familie auch in Polen oder Rumänien ernähren. Allerdings werden diese Menschen auch langsam cleverer. Ein nicht ganz unbeträchtlicher Teil zieht es mittlerweile vor, statt auf dem Spargelfeld zu arbeiten, einfach hier in Deutschland die Stütze zu kassieren und nichts zu tun. Und soll ich provokant sein @ Nörgler? Ich kann diese Leute verstehen. Ich betrachte diese Menschen zum großen Teil nicht als die Schmarotzer, wie diese von einigen Seiten bezeichnet werden, sondern ich sehe durchaus, das viele Menschen, gerade in den osteuropäischen Ländern verzweifelt für ein menschenwürdiges Dasein kämpfen. Und Schuld daran hat auch dieses imperialistische Unrechtssystem.

Wirtschaftsweisem Schmidt würde ich mal empfehlen, ein Jahr lang mit 8,50 Euro die Stunde auszukommen. Aber dessen Salär wird sich wohl auf 80,50 die Stunde erhöhen. Und nein - es ist kein Neid. Mehr was leistet, soll auch gut verdienen. Ein Wirtschaftsweiser leistet allerdings in meinen Augen nichts für das Bruttoinlandsprodukt. Ein Job, den keiner braucht.
Eckenblitz
02.04.2013, 12:34 Uhr
Der Roland
Die Person, die sich hinter diesen Nick verbirgt, ist genauso Blauäugig, wie der Roland vorm Rathaus.

Er steht ja für die Räte der Stadt. Gehen sie einmal zu einer ihrer Sitzungen, dann wissen sie warum es mit der Stadt und Deutschland Bergab geht.

Dann verstehen sie auch warum so viele Betriebe den Mindestlohn ausschlagen. Hier geht es Auge um Auge, jeder denkt nur an seinen Gewinn.

Die Solitargemeinschaft, von der die Politiker und Wirtschaftsbosse immer reden, gibt es nur unter ihnen. Einer schiebt den anderen ein Stück vom Kuchen zu.

So weit meine Meinung zum Thema Mindestlohn.
Alex Gösel
02.04.2013, 12:34 Uhr
Nochmals...
Herr Buntfuß ist Mitglied der IG BAU und somit auch Mitglied des DGB. Der CGW ist nicht im DGB organisiert! Das hätte ich, zugegeben, in meinem ersten Kommentar schreiben sollen. Das alles kann man aber auch am Schaukasten der IG BAU in der Neustadtstraße NDH ersehen, denn Herr Buntfuß macht, ganz nebenbei und selbstlos, noch die Hartz-IV-Beratung!

Zum CGW: fragen Sie doch einfach mal Google und Co. zum CGW und seine Einstellung zu einem Mindestlohn bzw. seine Einstellung zum DGB.

Nebenbei gesagt, könnte man bei einigen Nicks hier meinen, sie gehören einer bestimmten Interessengruppe an...
-----7
02.04.2013, 13:51 Uhr
Die Geiz Mentalität
Bei vielen hier angesprochenen Beispielen ist auch viel die Geiz Mentalität ein Grund für Dumpinglöhne. So müsste der Spargel-Bauer nicht pleite gehen, wenn er höhere Löhne zahlen würde. Er müsste nur den Spargel teurer machen. Genau so musste der Betreiber eines Haarsalons nicht dicht machen, wenn er seinen Angestellten mehr zahlt, nur die Frisur wird dann teurer. Nur stellt sich die Frage, welcher Geiz-ist-Geil eingestellter Bürger das dann bezahlen möchte. Eigentlich sind wir Verbraucher selbst daran schuld an den Niedriglöhnen. Wir wollen viel verdienen, aber wenig für Konsumgüter oder Dienstleistungen bezahlen.

Wer jetzt sagt, alles wird teurer, sage ich, dass das nicht stimmt. Viele Konsumgüter sind in den letzten Jahrzehnten sogar billiger geworden.

Manche Verbraucher sind auch gar nicht mehr bereit, für Qualität mehr zu bezahlen (ich weiß, ich wiederhole mich). Diese gehen dann in Billig oder Ramschläden und kaufen sich Ware aus China & Co. Wenn man bedenkt, was in China für Löhne gezahlt werden?

Viele Unternehmer verlegen ihre Produktion dann immer weiter nach Osten. Und wenn die dort höhere Löhne fordern, geht´s weiter nach Osten. Aber die Erde ist ja bekanntlich rund - und wenn es kontinuierlich so weiter geht, kommt dann die Produktion wieder hier an. Aber dann für welchen Lohn?

Letztendlich machen wir Verbraucher selbst die Preise und die Löhne - mich eingeschlossen. Konstante Preise wie damals in der DDR, deren EVP x,xx M aufgedruckt war, gibt es nicht mehr und wird es auch bestimmt nicht wieder geben.

Soll ein Staat Mindestlöhne einführen, müsste er auch in den Markt eingreifen und Mindestpreise einführen. Es kann ja nicht sein, dass ein Viehwirt für den Liter Milch immer weniger bekommt, muss aber immer mehr aufwenden. Aber die Produzenten müssen immer billiger produzieren, weil wir immer weniger bezahlen wollen. Da beißt sich der Hund in den eigenen Schwanz. Wir Verbraucher sägen selbst an dem Ast, auf dem wir sitzen.
I.H.
02.04.2013, 13:55 Uhr
Müller, Meier, Schmidt?
Wer ist denn dieser Herr Schmidt überhaupt? Wiki sagt irgend nen Professor im Ruhrgebiet. Gibts schon Termine für die nächste Revoluzze? Wenn ja, würde ich gern meine Kartoffeln noch schnell in Sicherheit bringen!

Man sollte im Kommentar vielleicht so eine Art Ecke einrichten, wo chinesische Reissäcke die Rolle spielen, die ihnen gebührt. Da könnte man dann den ganzen Tag kommentieren. Zum Beispiel Friseusen zum Generalstreik aufrufen, Gewerkschafter bashen, Rolande zur Rechenschaft ziehen, rätseln was der Vorkommentator im nicht freigeschalteten Kommentar geschrieben hat, sich mit Mehrfach-Nicks selbst rechtgeben...

Das wär doch mal was, oder?:)
h3631
02.04.2013, 14:26 Uhr
@Jens Körner(1974),Geiz ist nicht gleich Geiz
Wenn man wenig Geld zur Verfügung hat kann man nicht mehr auf Qualität achten.Das ist keine Geiz Mentalität, sondern Berechnung um mit den wenig Geld aus zukommen. Es muss ja bis zum Monatsende reichen.Was anderes ist es bei den Reichen.Oder nicht?
G. Meskalowski
02.04.2013, 15:54 Uhr
@ Jens Körner (1974)
Einspruch Euer Ehren, so pauschal kann man das nicht sagen. Nur wenn ich ein entsprechendes Einkommen habe, kann ich auch das Geld ausgeben. Ich würde mich nicht als "Geiz ist geil" eingestellt betrachten, sondern eher als "es muss reichen".

Miete, Strom und Gas, Lebensmittel, Benzin um zur Arbeit zu kommen, das sind die Dinge die absolut Vorrang haben.
Nun bitte sagen Sie mir welche dieser Dinge in den letzten Jahrzenten billiger geworden sind.

Wenn Sie unter den vielen Konsumgütern was anderes verstehen, wie z.B. Waschmaschine, TV, HiFi, Auto oder dergleichen mehr, so muss ich Ihnen sagen, das sind alles keine Dinge des täglichen Bedarfs.

Ich wäre schon froh mal wieder ein paar Tage irgendwo Urlaub machen zu können.
Für Qualität mehr auszugeben könnte ich mir auch vorstellen, aber nicht wenn ich im Vorfeld schon weiß das der erworbene Artikel mit Ablauf der Garantie stirbt.
Das hat mit Qualität nichts zu tun.
Dabei habe ich noch einen Job, aber wie sieht das mit den H4 Leuten aus ?
Nun noch ein paar Worte zu den Frisören, ich war das letzte mal kurz vor der Euroeinführung beim Frisör, da kostete der billigste Haarschnitt 11,00 DM, heute 7 €, wie weiter oben angeführt, die Preissteigerung kann man sich leicht ausrechnen.

mfg g. meskalowski
Franz Tabak
02.04.2013, 16:47 Uhr
gefällt mir...
gut! bitte machen sie weiter so, herr buntfuß!
Hans Dittmar
02.04.2013, 22:30 Uhr
Fester Mindestlohn der falsche Weg!
Vorweg! Ich stimme mit einen großen Teil der Kommentatoren überein, dass heißt in verschieden Bereichen verdienen die Menschen zu wenig!
ABER, es ist nicht Aufgabe der Politik einen Preise übergreifend für alle Bereiche zu beschließen, dass eher zu Entlassungen anstatt zu Arbeitsplätzen führt.
In den verschiedenen Branchen ist es natürlich gut, dort eine Grundlage zu schaffen, dass ist Aufgabe der Gewerkschaft!
In der Baubranche gibt es seit fast 20 Jahren einen Mindestlohn und hat sich auch fest etabliert. Nehmen Sie doch den Frisör, ein Herrenschnitt im Schnitt 10 Euro. Wenn eine Frisöse nur 2 in der Stunde hat und somit am Tag ca. 15 sind 150 für den Tag drin. Sie können es sich aufrechnen. 1 Woche Arbeit Sie für sich und 3 Wochen für den Chef. Bevor die Chefs gleich Amok laufen, rechnen Sie mal die den Lohn mit den Damenpreisen!

Und so wie in der Branche muss die Gewerkschaft einen Mindestlohn durchdrücken für jede Branche einen eigenen. Aber es wird Bereiche geben, die dann die Leute entlässt.
Retupmoc
03.04.2013, 08:01 Uhr
Wirklich?
Herr Dittmar ... das ist aber gerade das falsche Beispiel. Es gibt in diesem Land einen hohen Anteil Frauen, die gut frisiert auf Arbeit oder zum Ball gehen wollen, einen etwas geringeren Anteil an Männern. Diese Anzahl ändert sich definitiv nicht, egal ob die Friseuse 5 Euro in der Stunde verdient oder 8,50 Euro. Die Leute müssen einfach zum Friseur.

Oder nehmen wir die Reinigungskräfte, die Büros, Schulen, Krankenhäuser usw. zum Glänzen bringen. Wo liegt der Unterschied, wenn man einen Lohn von 8,50 zahlen muß , also knapp 2 Euro mehr als der jetzige Durchschnitt. Die Arbeit muß doch gemacht werden. Oder glauben Sie, das die Beamten ihr Büro, die Treppen und die Toiletten selbst säubern? Obwohl - ein guter Gedanke von mir - denn dann würden diese Lohngruppen mal sehen, was Menschen für Niederiglöhne leisten müssen. Wer als Untermehmer keinen Mindeslohn zahlen kann, taugt entweder als Unternehmer nichts, oder er hat ein Produkt das keiner will. Diese Diskussion ist eigentlich sinnlos. Wenn man auf Arbeit ist und 40 Stunden arbeitet, muß man auch einen guten Lebenstandard haben. Es wird alles teurer - von der Butter, über das Benzin bis zum Strom. Das muß man bezahlen können. Sonst brauche ich nicht arbeiten gehen.
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