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Mi, 06:24 Uhr
20.03.2013

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

Im vergangenen Jahr war der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen mit 15,21 Euro um 22 % niedriger als der von Männern. Das teilte heute das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Equal Pay Day am 21. März mit....

Equal Pay Day (Foto: S. Witzel) Equal Pay Day (Foto: S. Witzel)

Noch immer gibt es Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen. Laut einer Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes liegen die Ursachen für die Differenzen der Bruttostundenverdienste in den unterschiedlichen Branchen, in denen Männer und Frauen tätig sind. Auch die ungleich verteilten Führungspositionen spielen eine Rolle und lassen die Diskussion um eine Quotenregelung für Frauen wieder aufleben. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt, heißt es im Bericht.

Der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, möchte in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Entlohnung in den Gesundheitsberufen richten. Hier wird viel geleistet aber wenig gezahlt, sagt Carmen Kaap, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nordhausen.

Der „Tag für gleiche Bezahlung“ kommt ursprünglich aus den USA und wurde dort 1966 ins Leben gerufen. Dort wurde mit roten Taschen auf die Entgeldunterschiede hingewiesen. Diese roten Taschen sollen für „rote Zahlen“ stehen und dafür, dass Frauen „weniger in der Tasche“ haben als Männer. 2008 wurde der Equal Pay Day erstmals in Deutschland durchgeführt und auch der Nordhäuser Gleichstellungsbeauftragten liegt er am Herzen.

In der Radiosendung „Equal Pay Day“ berichtet Carmen Kaab über Veranstaltungen zum Thema. Die Situation in den Gesundheitsberufen beschreiben Hebamme Sigrun Szumodalsky und zwei Alternpflegerinnen. Wer in einem Gesundheitsberuf arbeitet, macht das aus Leidenschaft, da sind sich alle einig – die Bezahlung rückt in den Hintergrund, von gesellschaftlicher Anerkennung ganz zu schweigen.
Sandra Witzel

Das Gespräch ist am Equal Pay Day, dem 21. März um 11.00 Uhr auf der Frequenz des Offenen Kanals zu hören.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.otto
20.03.2013, 08:05 Uhr
wenn
der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen bei 15,21 Euro liegt, wer hat dann den meiner Frau fehlenden Bruttostundenverdienst eingestrichen???
Mit der Höhe des Bruttostundenverdienst seit Ihr aber doch erheblich an der Wirklichkeit vorbei geschossen! Diesen angegebenen Bruttostundenverdienst hätte selbst die Männer im Freistaat gern auf ihrem Lohnzettel stehen. Wo habt Ihr den Betrag eigentlich her???
Retupmoc
20.03.2013, 09:11 Uhr
Statisten
Glaube nie einer Statistik, die du nicht selber gefälschst hast. Bei diesem Bruttolohn @ Otto werden natürlich auch die Bruttoverdienste von Angela M., Ursula von der L. und Co. eingerechnet. Und natürlich verdient man in Frankfurt am Main oder Westberlin ein Vielfaches als im Armenland Thüringen. So gesehen sind solche Aussagen immer wieder interessant um zu sehen, wie man uns hier knapp bei Kasse hält.
suedharzer
20.03.2013, 09:16 Uhr
Und da ist sie wieder
die Sozialneiddebatte. Und wieder nach dem gleichen Strickmuster: die Einen haben wenig und die Anderen haben aber noch weniger. Deshalb wird denen die wenig haben, dies auch noch missgönnt.
Frau Witzel beschreibt in ihrem Artikel doch lediglich ein tatsächliches Unrecht: Dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer! Und wenn Frauen im Bundesdurchschnitt 15.20 € verdienen, dann doch wohl deshalb, weil es auch sehr gut ausgebildete oder studierte Frauen gibt, die wesentlich mehr als 15 € verdienen. Wenn diese gut ausgebildeten Frauen dann aber immer noch vergleichsweise weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen, ist und bleibt dies UNRECHT. Nichts anderes beschreibt Frau Witzel in ihrem Beitrag. Und damit hat sie Recht!

Sie - Otto - reihen sich hier nahtlos in die Missgunstschlange der Charaktere ein, die sich nur dann glauben zu besser fühlen, wenn es Anderen noch schlechter geht.

Wenn Sie wenigstens die richtigen Fragen stellen würden:

Wenn ihn (fast) alle wollen, wo bleibt dann der Mindestlohn?
Warum geht die Schere zwischen Lohnertrag und Kapitalertrag immer weiter auseinander?
Warum wird das Gemeinwesen immer mehr durch Lohn- und Verbrauchssteuern finanziert, während das große Kapital immer mehr aus der Verantwortung entschwindet?
Warum beschränkt sich die gesetzliche Solidarität nur auf Lohnempfänger und nicht auch Beamte und Selbständige?

Das sind die richtigen Fragen. Und nicht auf die anderen Kleinen rumhacken bitte schön.
geloescht.otto
20.03.2013, 13:39 Uhr
na ja
da habe ich aber einem Gutverdiener auf die Füße getreten oder einem CDU-ler oder FDP-ler.
Ich hatte es eigentlich satirisch gemeint, aber manche könne einfach nicht lachen - schade.
Retupmoc
20.03.2013, 15:29 Uhr
Kosten
Die Kosten für die Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes könnte man auch sparen. Wozu solche Statistiken? Und ansonsten rate ich mal allen Frauen für eine Woche die Arbeit niederzulegen. Dann gleicht sich der Lohn an, wetten?
Bodo Bagger
20.03.2013, 16:52 Uhr
bleibt nur zu sagen....
dass diejenigen, die im armenland thüringen und da besonders in der region nordhausen leben, ja gerne den weg in die alten bundesländer, hochlohnoasen in thüringen oder gleich ins ausland antreten können, wenn sie mehr verdienen wollen.

hat jeder selber in der hand... aber jetzt kommt bestimmt wieder die alte leier, dass man hier ja ein haus gebaut hat oder so sehr mit der heimat verbunden ist... quatsch sage ich und dazu noch bequemlichkeit.

aber bei einigen schreibern hier, gewinnt man nach und nach den eindruck, dass da sie ja scheinbar bildungs- ausbildungs und intellegenztechnisch nicht auf der höhe der zeit sind sich einfach in sozialneid und selbstmitleid ergehen.

auf der anderen seite wird dann aber das eigene schicksal nicht mit dem anderer, auf dem selben niveau agierenden mitstreitern verglichen, sondern vielmehr mit für ihr gehalt sicher hart arbeitenden oder einfach nur clever genug agierenden mehrverdienern verglichen.

also selber in die hand nehmen und nicht immer nur jammern.
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