Do, 21:26 Uhr
26.02.2004
Demo gegen Naturraubbau
Nordhausen (nnz). Über den Standort Nordthüringen wollten heute Vertreter der Nordhäuser Wirtschaft mit drei Thüringer Ministern reden. Mit Protesten hatten die Organisatoren vom Verband der Wirtschaft Nordhausen nicht gerechnet...
Unter dem Motto Gipsabbau verbaut Zukunft im Südharz protestierte der BUND Thüringen heute in Nordhausen gegen den Gipsabbau im Südharzer Karstgürtel. Der BUND Thüringen forderte die Landesregierung, insbesondere aber Ministerpräsident Althaus auf, Pläne zur weiteren Ausdehnung des Gipsabbaus endgültig zu stoppen.
Nach Angaben des BUND Thüringen soll an mindestens drei neuen Standorten Gips abgebaut werden: in der Rüdigsdorfer Schweiz am Winkelberg zwischen Nordhausen und Neustadt durch die Firma Heidelberger Zement, im Bergwerksfeld Günzdorf unmittelbar vor den Toren des Luftkurortes Neustadt und im Harzfelder Holz. Am Winkelberg laufe bereits das Genehmigungsverfahren. Ein von der Regionalen Planungsgemeinschaft gefordertes Raumordnungsverfahren an diesem Standort zur Untersuchung der Auswirkungen des Abbaus auf die Gesamtregion sei von der Landesregierung schlicht für überflüssig erklärt worden.
Der BUND Thüringen betonte, dass auch aus wirtschaftlicher Sicht die Ausdehnung des Gipsabbaus auf Kosten einer nachhaltigen Entwicklung in der Region gehe: Schon jetzt schafft der sanfte Tourismus in der Region mehr Arbeitsplätze als alle Gipsunternehmen gemeinsam., erklärte Klaus-Dieter Korb, Kreisvorsitzender des BUND Nordhausen. Die Insolvenz der Firma Wico am Kohnstein, dem größten Gipssteinbruch der Region zeige deutlich, so Korb weiter, dass für eine weitere Ausdehnung der Abbauflächen kein Bedarf bestehe. Bis heute habe sich keine Firma bereit gefunden, den bereits genehmigten Abbau zu übernehmen.
Autor: nnz
Unter dem Motto Gipsabbau verbaut Zukunft im Südharz protestierte der BUND Thüringen heute in Nordhausen gegen den Gipsabbau im Südharzer Karstgürtel. Der BUND Thüringen forderte die Landesregierung, insbesondere aber Ministerpräsident Althaus auf, Pläne zur weiteren Ausdehnung des Gipsabbaus endgültig zu stoppen.
Nach Angaben des BUND Thüringen soll an mindestens drei neuen Standorten Gips abgebaut werden: in der Rüdigsdorfer Schweiz am Winkelberg zwischen Nordhausen und Neustadt durch die Firma Heidelberger Zement, im Bergwerksfeld Günzdorf unmittelbar vor den Toren des Luftkurortes Neustadt und im Harzfelder Holz. Am Winkelberg laufe bereits das Genehmigungsverfahren. Ein von der Regionalen Planungsgemeinschaft gefordertes Raumordnungsverfahren an diesem Standort zur Untersuchung der Auswirkungen des Abbaus auf die Gesamtregion sei von der Landesregierung schlicht für überflüssig erklärt worden.
Der BUND Thüringen betonte, dass auch aus wirtschaftlicher Sicht die Ausdehnung des Gipsabbaus auf Kosten einer nachhaltigen Entwicklung in der Region gehe: Schon jetzt schafft der sanfte Tourismus in der Region mehr Arbeitsplätze als alle Gipsunternehmen gemeinsam., erklärte Klaus-Dieter Korb, Kreisvorsitzender des BUND Nordhausen. Die Insolvenz der Firma Wico am Kohnstein, dem größten Gipssteinbruch der Region zeige deutlich, so Korb weiter, dass für eine weitere Ausdehnung der Abbauflächen kein Bedarf bestehe. Bis heute habe sich keine Firma bereit gefunden, den bereits genehmigten Abbau zu übernehmen.

