Sa, 12:00 Uhr
16.02.2013
Mindestlohn ist sozial
In Deutschland wird derzeit wieder um den Sinn oder Unsinn von Mindestlöhnen diskutiert. Im bevorstehenden Bundestagswahlkampf könnte diese Debatte mit in den Fokus rücken. Für eine Branche der deutschen Wirtschaft ist der Mindestlohn seit 1997, also seit fast sechzehn Jahren, überhaupt kein Thema mehr - die Baubranche.
Nach Einschätzung des Geschäftsführer der HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH, Roland Handrek, hat sich der Mindestlohn überaus bewährt. Im Gegenteil, der Mindestlohn für Facharbeiter von derzeit 10,25 Euro im Osten Deutschlands und 13,70 Euro pro Stunde im Westen habe dazu geführt, die Billiglohn-Konkurrenz aus In- sowie dem Ausland zurück zu drängen, die oftmals nicht die geforderten Qualitätstandard einhalten konnten.
Im konkreten Fall des Heringer Unternehmens konnte mit der konsequenten Zahlung von Mindestlöhnen und darüber hinaus qualifizierte Arbeitskräfte gehalten werden, was sich wiederum positiv für die Auftraggeber auswirke.
Für Roland Handrek hat die Mindestlohn-Debatte eine gesellschaftlich Dimension erreicht. Wer einer Vollbeschäftigung nachgeht, der sollte von dem Lohn dafür auch leben können. Es könne nicht sein, dass Frauen und Männer zusätzliche Leistungen der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen müssten, um das Existenzminimum zu erreichen. Letztlich würden alle Steuerzahler damit Unternehmen subventionieren, die Niedriglöhne zahlen.
Der Geschäftsführer sieht in einer angemessenen Entlohnung nicht nur eine Vergütung der erbrachten Leistung, sondern auch eine Wertschätzung der Arbeit jedes einzelnen Mitarbeiters
Aus der Erfahrung der Baubranche weiß Roland Handrek, dass die Einführung des Mindestlohnes zu einer Gesundung des Marktes in dieser Branche geführt habe, sogenannte schwarze Schafe” sind zum überwiegenden Teil vom Markt verschwunden. Natürlich, auch das weiß der HABAU-Geschäftsführer, werde es einige Arbeitsplätze kosten, jedoch sieht er nicht so schwarz wie es die Gegner des Mindestlohnes als Hauptargument anführen.
Das Geld, das die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr in ihrer Lohntüte haben, das wird unmittelbar wieder in den Wirtschaftskreislauf einfließen, wird die Nachfrage erhöhen und neue Arbeitsplätze schaffen.
Autor: nnzNach Einschätzung des Geschäftsführer der HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH, Roland Handrek, hat sich der Mindestlohn überaus bewährt. Im Gegenteil, der Mindestlohn für Facharbeiter von derzeit 10,25 Euro im Osten Deutschlands und 13,70 Euro pro Stunde im Westen habe dazu geführt, die Billiglohn-Konkurrenz aus In- sowie dem Ausland zurück zu drängen, die oftmals nicht die geforderten Qualitätstandard einhalten konnten.
Im konkreten Fall des Heringer Unternehmens konnte mit der konsequenten Zahlung von Mindestlöhnen und darüber hinaus qualifizierte Arbeitskräfte gehalten werden, was sich wiederum positiv für die Auftraggeber auswirke.
Für Roland Handrek hat die Mindestlohn-Debatte eine gesellschaftlich Dimension erreicht. Wer einer Vollbeschäftigung nachgeht, der sollte von dem Lohn dafür auch leben können. Es könne nicht sein, dass Frauen und Männer zusätzliche Leistungen der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen müssten, um das Existenzminimum zu erreichen. Letztlich würden alle Steuerzahler damit Unternehmen subventionieren, die Niedriglöhne zahlen.
Der Geschäftsführer sieht in einer angemessenen Entlohnung nicht nur eine Vergütung der erbrachten Leistung, sondern auch eine Wertschätzung der Arbeit jedes einzelnen Mitarbeiters
Aus der Erfahrung der Baubranche weiß Roland Handrek, dass die Einführung des Mindestlohnes zu einer Gesundung des Marktes in dieser Branche geführt habe, sogenannte schwarze Schafe” sind zum überwiegenden Teil vom Markt verschwunden. Natürlich, auch das weiß der HABAU-Geschäftsführer, werde es einige Arbeitsplätze kosten, jedoch sieht er nicht so schwarz wie es die Gegner des Mindestlohnes als Hauptargument anführen.
Das Geld, das die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr in ihrer Lohntüte haben, das wird unmittelbar wieder in den Wirtschaftskreislauf einfließen, wird die Nachfrage erhöhen und neue Arbeitsplätze schaffen.

