Mo, 12:38 Uhr
26.03.2001
Produktionsflaute bei Reemtsma im Februar und März
Nordhausen (nnz). "Das kommt für uns nicht überraschend", meint der zuständige Leiter der Zigarettenproduktion, Gerd Hauschild, gegenüber nnz. Seit Beginn der 90er Jahre müsse in den ersten Monaten eines jeden Jahres die Produktion gedrosselt werden. Das hänge unter anderem mit dem schleppenden Exportgeschäft zusammen. In vielen Ländern Europas werden zudem am Jahresanfang die Steuern für Tabak und die Preise für Zigaretten erhöht. Auch die Preiserhöhung in Deutschland bekommen die Zigarettenhersteller in Nordhausen immer wieder zu spüren. Hauschild gibt jedoch auch gleich Entwarnung. Die Vorausschau auf die nächsten Monate stimme optimistisch. Die bereits abgeschlossenen Exportverträge würden ein positiver Indikator für die Forcierung der Produktion ab April sein.Ähnlich sieht es auch Sylivia Rätsch vom Betriebsrat. "Die Mitarbeiter in der Produktion bauen in diesen Zeiten ihre Stundenkonten ab." Das könne durchaus auch mal in den negativen Bereich gehen, in den kommenden Monaten würden die Konten dann wieder aufgebessert, Überstunden seien dann wieder angesagt. Momentan muß allerdings noch die bestehende Durststrecke überwunden werden. So wird der Standort Nordhausen dann auch mal für den einen oder anderen Tag in der Woche geschlossen. Da bleiben auch die Mitarbeiter in der Verwaltung zu Hause, sie zeigen sich in dieser Hinsicht solidarisch mit ihren Kollegen in der Produktion. Die 274 Mitarbeiter produzieren in Nordhausen die Zigarettensorten Cabinet, Duett, Juno sowie die bekannten Reemtsma-Marken für den inländischen und den ausländischen Markt.


