eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 15:26 Uhr
10.02.2013

Zukunft verspielt

Der Kreistag hatte kürzlich die Ausschreibung für den zweiten hauptamtlichen Beigeordneten des Landkreises Nordhausen ausgeschrieben. Nach Ansicht der Bündnisgrünen werde dadurch die Politikverdrossenheit der Bürger gefördert...


"Leider hat die Mehrheit der Kreistagsfraktionen ihren Gestaltungsspielraum und vor allem Sparwillen aufs Spiel gesetzt und ein wichtiges Signal für die Zukunft liegen gelassen. Wer in Zeiten klammer Kassen und einer sich anbahnenden Kreisgebietsreform noch an gut bezahlte und gleichfalls unnötige Stellen klammert handelt fahrlässig mit den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger", sagt Kreissprecher John Dauert.

Die Südharzer Bündnisgrünen haben bereits seit der letzten Legislaturperiode gegen zwei hauptamtliche Beigeordnete im Kreistag gestimmt. Zudem wurden beim Landratswahlkampf im letzten Jahr Möglichkeiten aufgezeigt. "Ich habe damals für die Stärkung der Amtsleiter plädiert und damit die Streichung des zweiten Beigeordneten gefordert. Dazu stehe ich auch heute noch", erinnert sich Dauert.

Neben diesem fahrlässigen Verhalten des Kreistages sehen die Bündnisgrünen ein weiteres Problem für die neue Person, welche die Stelle ausführen wird. "Wenn es wieder jemand aus dem Nordhäuser Parteienspektrum der größeren Fraktionen wird, sieht das für die Bürgerinnen und Bürger wie ein Versorgungsposten aus. Damit trägt diese Entscheidung des Kreistages erheblich zur Politikverdrossenheit bei! Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass diese betreffenden Personen aus Anstand und Verantwortung gegenüber der prekären Finanzlage des Landkreises ihre Bewerbung im Schreibtisch lassen. Es wäre ein wirklicher Erfolg für die kommunale Nordhäuser Demokratie", sagt Dauert abschließend.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
-Insider-
10.02.2013, 15:52 Uhr
man
kann sich ja nun drehen und wenden wie man will. die stelle wird wieder besetzt - mit einem aus den großen parteien. punkt.

wichtig aus meiner sicht ist es, dass die bürger dieser stadt und dieses kreises das auch mal länger als von 11 bis mittag im gedächtnis behalten und sich nicht über mMn unwichtigen quatsch wie falsch montierte hausnummern aufregen. wir wähler müssen dringend ein zeichen setzen, meinetwegen weiter die großen parteien wählen, aber gerade im kommunalen bereich auf der wahlliste vllt. eher die plätze 10-20 statt 1-5 beachten. auch in alten parteien stecken neue ideen, aber nicht in den alten ratsmitgliedern.
Georg
10.02.2013, 17:31 Uhr
Der Parteienfilz...
funktioniert auch diesmal. Wählt's du mich, dann wähl' ich dich. Die CDU Ratsmitglieder haben die Frau Haase gewählt und nun ist die CDU wieder dran. Der Wille der Bürger spielt dabei wieder mal keine Rolle. Hauptsache es gibt einen gutbezahlten Posten zu besetzen.
Schnell
10.02.2013, 18:32 Uhr
Maik Schröter hat die Fenster aufgestoßen
Was Herr Dauert hier mit seiner Stellungnahme macht, ist auch nicht mehr als eine reflexhafte Bewegung der etablierten Parteien: Populistische und nichtssagende Statements abgeben, ala: Wir habens immer gewusst und hättens auch besser gemacht, wenn wir nur gedurft hätten. Wählt un doch endlich!

Maik Schröter hat mit seinem couragierten Schritt praktisch die Fenster aufgestoßen, er hat mit Blick auf den Beigeordnetenposten ausgesprochen, was alle wissen, und was auch für das Rathaus gilt: Man braucht sie nicht und es sind Versorgungsposten für (nicht mal besonders tapfere) Parteisoldaten. Es ist wichtig, dass die Debatte darüber in den kommenden Wochen ausführlich und auch offen geführt wird. Dabei spielen die Medien eine wichtige Rolle.
Rainer H.
10.02.2013, 19:20 Uhr
Zukunft ist nicht verspielt! Beigeordnete gehören dazu!
Jeder der sich ein bischen mit Politik auskennt weiß, Beigeordnete sind wie die Figur Obermeister und Landrat die politisch besetzten Positionen in einer Verwaltung. Während der OB und der Landrat von den Bürgern direkt gewählt wird, werden die beiden Beigeordneten von den Stadträten bzw. den Kreisttagsmitgliedern gewählt. Mit den Beigeordneten schafft man einen politischen Ausgleich. Diese Personen müssen genau so arbeiten, wie andere Angestellte auch. Man kann Ihnen Ämter unterstellen, um so zB. Amtsleiter einzusparen. Da wir keine Diktatur haben, wird so ein politischer Ausgleich geschaffen, wie schon einige erkannt haben.

Um im Landkreis richtig Geld zu sparen, muß es Personen geben die auch mal den Mut haben etwas umzukrempeln. Die meisten Kosten werden im Sozialen und Schulsystem ausgegeben. Hier müssen Schulen zusammengelegt und Gebäude verkauft werden. es will keiner gerne hören, aber wenn man das Gymnasium Ilfeld schließt, die Schüler nach ordhausen fährt, haben die Lehrer auch mehr Zeit für die Schüler und verplempern nicht Ihre Zeit zwischen den Schulen hin- und herzufahren.

Auch Unterhaltungskosten für leerstehende Gebäude müssen nicht sein. Von sämtlichen Balast muss man sich mal befreien. Wenn man allein den Zustand für das Gebäude nimmt, in dem das Jugendamt und das Kreisarchiv untergebracht ist, fällt einen nur das Wort asozial. Da haben wir kürzlich gelesen, dass das Stadtarchiv neue Räumlichkeiten sucht, dann sollte man hier gleich Nägel mit Köpfen machen und eine gemeinsame Lösung für Stadt- und Kreisarchiv suchen. Vielelicht in einen der leerstehenden Gebäude des Landkreises.

Der zweite Beigeordnete verdient in der Besoldungsgruppe A16, wenn sie denn kommt zwischen 4400 bis 5700 Brutto. Allein der Bürgermeister von Harztor hat vermutlich ca. 8.000 Euro.
-Insider-
10.02.2013, 20:12 Uhr
das
ist harter tobak. wir brauchen also eher politsche ausgleichsmandate (auffangbecken beruflich gestrandeter) anstatt schulen und das sozialsystem...puhhh.
I.H.
10.02.2013, 20:31 Uhr
Nordhausen Helau!
Oder wie ruft man bei Ihnen Lorenz G? Klasse Kommentar über die "Notwendigkeit" von Beigeordneten. Ich habe selten so gelacht!

Die sind ja ein richtiges Schnäppchen gegen den Harztor Bürgermeister mit seinen angeblichen 8000 Eurotalern. Da brauchen wir doch bestimmt noch mehr Beigeordnete in A16 um noch mehr Geld zu sparen, nicht wahr Lorenz?

Fünf Stück davon und die Bürger kriegen am Ende von ihren Steuern noch mehr raus, als sie bezahlt haben. Juhu, wir haben endlich den Kommunismus erreicht. :-)

Zum Grünen nur soviel, wer sich beim Beigeordneten für die Stadt Norhausen die Stimmen abkaufen läßt, der sollte nicht auf Maik Schröters Trittbrett mitfahren Herr Dauert! Denn der riskiert mit seiner Aktion, im Gegensatz zum Herrn Dauert, etwas.
Schnell
10.02.2013, 20:38 Uhr
@Lorenz G.:Posten für Parteisoldaten schaffen und Schulen schließen
Diese Logik passt tatsächlich zu diesem Landratsamt: Posten für Parteisoldaten schaffen dafür Schulen schließen!

Das ist doch genau, was Herr Schröter beklagt. Die Leistungen für die Leute werden zusammengestrichen, im Gegenzug wird die Verwaltung gestärkt.

Im Übrigen ist jede geschlossene Schule ein Grund mehr, gegen die Besetzung des Beigeordnetenpostens zu kämpfen. Der Amtsinhaber wird nämlich immer weniger zu tun haben!
Retupmoc
11.02.2013, 08:15 Uhr
Alaaf @ Lorenz
Gut - heute ist Rosenmontag, aber witzig finde ich Ihren Beitrag doch. In ihrem blinden Hass auf alles was so in den Verwaltungen sitzt, machen Sie die tollsten Vorschläge auf Kosten der Menschen. Sie fordern , das Gymansium in Ilfeld zu schließen, um Kosten einzusparen. Bezahlen Sie dann für die Kinder aus "Harztor" die Kosten für den Schulweg nach Nordhausen? Oder chartern Sie die Busse dafür bei den Verkehrsbetrieben. Denn allein der Transport der Schüler kostet Geld. Und zwar das des Steuerzahlers, denn wir bezahlen den Spaß. Und die betreffenden Kids wird das auch freuen. Wissen Sie übrigens, das auf den Nordhäuser Gymansien fast keine Klasse unter 25 Schülern ist?

PS: Ich bin a) kein Parteisoldat und b) auch für das Sparen. Wie wäre es aber einmal damit, dort zu sparen , wo auch Potential dafür ist? Zum Beispiel an der Pension für Frau Schavan ( 11000 Euro ) oder an der für Wulff ( waren das 16000 Euro ). Oder wir geben Zypern mal kein Geld? Usw. Usw. Usw. Sie kennen ja die lange Liste der Einsparmöglichkeiten. Und was der Staat da einspart, geht in die einzelnen Länder, um etwas für den Bürger zu tun.

Sie diskutieren hier über Peanuts. Das große Geld wird woanders verbraten. In diesem Zusammenhang erscheint dann auch der " Rücktritt " Schröter in einem anderem Licht. Vielleicht sollte der Herr mal seiner Fraktionschefin erzählen, wo man in der großen Politik einsparen kann. Soll er doch mal von Angela M. ei Prozent des Geldes für den Landkreis fordern, das die gute Frau bisher nach Griechenland geblasen hat. Da hätte er meine vollste Zustimmung. So ist diese ganze Diskusson nur eine Ablenkung des Volkes von den wichtigeren Dingen. Und kaum einer merkts.
Dauert
11.02.2013, 09:29 Uhr
Grüne Antwort
Leider benutzen einige Zeitgenossen diese Kommentarfunktion als großen verbalen Mülleimer. Schade, denn diese Funktion könnte eine wirkliche Debatte um die Notwendigkeit von Beigeordnetenposten werden.

Zu den halbwegs sachlichen Argumenten:

A Trittbrettfahrer von/durch Maik Schröter.

Richtig, dieser Eindruck könnte entstehen, wenn man seine Beweggründe dazu nimmt. Zunächst sei gesagt, dass ich große Hochachtung vor seiner Entscheidung habe. Es fehlen immer mehr Typen in der Politik, die für Ihre Überzeugungen streiten und nötigenfalls Konsequenzen daraus ziehen. Jedoch kam die Veröffentlichung in der Tat etwas spät bzw. zu einem besonderen Zeitpunkt, was aber mit der internen Kommunikation zu tun hat und nicht so gewollt war. Da kann man denken was man will, es ist schlicht die Wahrheit. Wir sind eine Partei, die inhaltlich arbeitet und daher manchmal etwas länger Zeit in der Kommunikation benötigt.

B Ja, der Beigeordnetenposten ist aus unserer Sicht überflüssig! Zudem wird er sicher nur mit einer Personen aus dem Nordhäuser Filz besetzt wird. Wenn es eine fachlich-kompetente Person von außen wird, wäre dies besser. Ich bleibe aber dabei, dass mit einer Stärkung der Amtsleiter mehr gewonnen wäre. Denn diese Personen sitzen in der Facharbeit fest im Sattel und wissen am besten was zu tun ist. Und die Kontrollinstanz ist und bleibt das politische Gremium – der Kreistag.

John Dauert
Retupmoc
11.02.2013, 11:26 Uhr
Fragen an den Grünen
Sehr geehrter Herr Dauert, aufgrund Ihres Artikels hätte ich einige Fragen an Sie:

1. Wer oder was ist der Nordhäuser Filz? Bitte mal Haus und Reiter nennen.

2. Ich bin auch Ihrer Meinung, das eine Person in einer gehobenen Position fachlich kompetent sein sollte. Und Sie sagen, der Posten ist überflüssig. Heißt das jedoch im Umkehrschluß, das die bisherigen Personen nicht kompetent waren und wenn ja, weshalb? Und wieso wurde dann voriges Jahr diese Diskussion nicht losgetreten? Die Schulden waren auch schon da, nur der Landrat war wohl in der CDU?

3. Was sagen Sie zu meiner Feststellung, das der Herr Schröter einer Partei angehört, die im Republikmaßstab Gelder in Millardenhöhe verpulvert ( Griechenland, Zypern, Mali, Afghanistan, Pensionen für Ex - Minister oder Präsidenten, Möwenpick usw. ) und das man dann von Herrn Schröter erwarten müsste, das er das auch anprangert? Dagegen ist das hier im LK doch eigentlich nur nebensächlich?

4. Was würden Sie davon halten, Ihren Amtskollegen aufgrund der Finanzsituation vorzuschlagen, auf das Sitzungsgeld in diesem Jahr zu verzichten und es dafür einer Kindereinrichtung zu spenden?

PS: Von mir aus kann man die Stelle der Beigeordneten gern abschaffen.Aber bitte nicht aus Parteitaktik.
altmeister
11.02.2013, 13:38 Uhr
Auch mal was zu fragen...
hätte ich an @retupmoc.
Wer, Ihrer Meinung nach, würde es besser machen? Bitte Antwort auch wie von Ihnen gefordert mit klarer Aussage!
Wenn nicht im Kleinen angefangen wird, wie von Herr Schröter, wie soll dann Demokratie funktionieren? Würden mehr Abgeordnete den Ar... in der Hose haben und ähnlich handeln, wäre dieses nicht ein Signal für Änderung von unten nach oben? Oder glauben Sie, dass die ganz oben sitzenden freiwillig persönliche Einschnitte veranlassen würden?
Hut ab vor dem, was Herr Schröter getan hat!
Den Grünen schlage ich vor, endlich mal wieder etwas neues anzuschieben. In den Anfangsjahren war diese Partei als Oppositionspartei mehr wert, als dann in der Regierung. Jetzt, wo diese Partei auf einer "Hurra-Welle" nach der anderen schwebt, kommen keine neuen Impulse. Es wird nur noch Standardpolitik gemacht, ohne die einst so markante grüne Note, auch, wenn die nicht immer meinen Geschmack getroffen hat. Doch das war mal das Grüne Image!
Retupmoc
11.02.2013, 14:14 Uhr
Antwort
Leider @ Altmeister haben Sie die Frage " Wer soll es besser machen ?" nicht konkret gestellt. Ich weiß nun nicht, ob Sie die Beigeordnetenstelle meinen oder die Stelle von Herrn Schröter oder die der Regierung. So werde ich auf alle drei Dinge antworten.

1. Ich würde einen Beigeordneten nehmen, der a) keiner Partei angehört und b) eine wirtschaftliche Kompetenz hat.

2. Ich weiß nicht, wer einen besseren Bürgermeister als Herr Schröter in Heringen geben soll. Ich bin kein Heringer, das müssen die Leute dort beurteilen. Aber - meine Frage bleibt trotzdem gestellt. Als der Landrat noch CDU - Mitglied war und auch Posten verschoben wurden bzw. Schulden aufgebaut, habe ich von Herrn Schröter nichts gehört. Also wieso jetzt?

3. Das Thema Regierung würde einen Roman fassen. Nur soviel - ich hätte gern einen Wirtschaftsminister, der BWL studiert hat, einen Finanzminister - der Ökonom ist, einen Umweltminister, der sich wirklich damit auskennt usw. Heutzutage werden Posten nach Parteizugehörigkeit verteilt, egal ob man dafür geeignet ist oder nicht. Und die Krönung des Ganzen ist eine Wissenschaftlerin mit FDJ -Wurzeln, die Politik macht. Und da sind wir wieder bei dem Punkt - Posten und Parteien.
Dauert
11.02.2013, 16:39 Uhr
Grüne Antwort II
Liebe/Lieber Retupmoc,

Vielen Dank für Ihre Frage, hier nun meine Antworten.

1 Der verwendete Begriff ist in der Tat etwas unglücklich und affektiv entstanden. Er meint jedoch ein Geflecht von Parteien, zu dem die Grünen nicht gehören, und welches in der Bevölkerung negativ konnotiert ist. Da ich leider noch kein Mandat im Kreistag habe, kann ich zu Namen keine Aussagen treffen. Sie können aber gewiss sein, wenn die Wählerinnen und Wähler mir im nächsten Jahr einen Auftrag in Form eines Mandates anvertrauen, dass ich alle mir zur Verfügung stehen Mittel nutzen werde, um für Transparenz in der Kommunalpolitik zu sorgen.

2 Richtig ist, ich halte den Posten für überflüssig. Da er nun einmal ausgeschrieben ist, plädiere ich für die Besetzung nach Kompetenz und nicht nach Parteizugehörigkeit. Den kleinen Parteien, wie den Grünen, wird immer Neid oder ähnliches entgegengebracht, doch darum geht es nicht. Statt Ämterinanspruchnahme sollten immer die Konsequenzen abgewogen werden. Hier erkenne ich, die Streichung des 2 hauptamtlichen Beigeordneten wäre ein wirklicher Beitrag zur Einsparung gewesen. Ob es in der Vergangenheit Personen gab, die dem Fachlichen nicht entsprochen haben, vermag ich in der Rückschau nicht bewerten. Da kam mir die Gnade der späteren Geburt dazwischen. Warum die CDU nicht schon vor Jahren die Abschaffung gefordert hat, vermögen wohl eher die Konservativen selbst beurteilen.

Wir haben dieses Thema bereits im letzten Jahr aufgegriffen, z.B. als Inge Klaan nach Erfurt wechselte. Denn auch in der Stadt ist der zweite Dezernent überflüssig. Hier der Link dazu:
http://nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=106099

3 Richtig ist, dass die CDU derzeit in der Regierungsverantwortung in Berlin die Weichen in der Außen- und Finanzpolitik stellt. Ob dies immer glücklich war bzw. ist, wäre eine Diskussion wert. Zu den Hilfszusagen bzw. Zahlungen an schwächelnde EU-Länder nur so viel: Die Grünen tragen in ihrer Verantwortung gegenüber der gemeinsamen Währung einen inneren Kompass, dem vor allem eins inhärent ist: Solidarität. Das heißt jedoch nicht, dass jede Entscheidung von schwarz-gelb in Berlin zu begrüßen ist. Auf kommunaler Ebene habe ich bislang noch nicht so viele Politiker wie Herrn Schröter erlebt, die nach einem echten Gewissenskonflikt derartige Konsequenzen gezogen haben.

4 Wir Grüne haben im Kreistag schon oft durch unsere Fraktion thematisiert, dass wir beispielsweise die Fraktionsgelder streichen würden. Die Aufwandsentschädigungen bzw. das Sitzungsgeld für kommunale Gremien könnten durch die Amtskollegen gespendet werden. Ob sich eine Mehrheit für die Abschaffung dieser Gelder im Kreistag findet, halte ich für ungewiss.

P.S.: Richtig, nicht aus Parteitaktik sondern aus der logischen fachlichen Argumentation und dem Ehrgeiz wirklich Ressourcen einzusparen, wäre dies wichtig.

John Dauert
othello
11.02.2013, 17:41 Uhr
Filz
In der Regionalpoltik zeigt sich immer wieder, dass sich die Parteien nur in Nuancen unterscheiden, so auch in Nordhausen. Bundespolitik ist hier Nebensache. Egal welcher Partei sie angehoeren, so hat jeder seine eigenen Praeverenzen. Nur wenn es um Postenverteilung geht, koennen sich scheinbar nicht vereinbare Parteien einigen. Es geht alles unter dem Motto,gibst du mir,geb ich dir. Eventuelle Missstaende muesste doch die oertliche Presse ins Auge fassen, doch diese ist scheinbar nicht interessiert. Kritische Berichte und kenntlichmachung der aktuellen Arbeit der Parteien in Stadt und Kreis sind eher rar. Hier dominieren vor allem allgemeine Berichte, die teilweise an versteckte Werbung erinnern. Es ist schon eine berechtigte Frage an einen Abgeordneten, wenn dieser von politischen Filz in NDH redet. Auf diese Antwort kann man sicher lange warten.
98maschr
11.02.2013, 18:17 Uhr
Man sollte ein Wort nicht überbewerten,
zumal das Wort Filz zuerst von einigen Kommentatoren in den Raum geworfen wurde und dann lediglich aufgegriffen wurde. Aber vllt. auch eben weil es passt?

Wenn man sich Kreisvorstände und Ähnliches anguckt fällt auf, daß dort seit 15 und mehr Jahren die gleichen Gesichter zu sehen sind. Man kennt sich dadurch eben. Und davon ist keine Partei ausgenommen.
Retupmoc
12.02.2013, 14:34 Uhr
Respekt Herr Dauert
Es zeugt erst einmal von der Achtung der Bürger, das Sie so eine umfangreiche Antwort gegeben haben. Das verdient ehrlichen Respekt. Auch wenn ich trotzdem nicht ganz Ihren Darlegungen folgen kann. Aber das muß ja auch nicht sein, denn meine Meinung ist sicher auch nicht immer die Richtige. Zwei Dinge möchte ich jedoch zu Ihrer Antwort sagen:

Solidarität ist gut. Grundsätzlich sogar zu begrüßen. Wenn dabei jedoch durch die Bundesregierung deutsche Steuergelder in Länder gehen, die nichts dafür tun, das es anders wird, dann ist Solidarität fehl am Platz. Wenn die Griechen ihren Toten immer noch Rente zahlen kann ich halt nicht Geld in diesen Staat pumpen. Genauso verhält es sich mit den Russen auf Zypern. Das ist keine Rassismus-Debatte, aber Sie sehen ja , wir brauchen das Geld in unserem Land für unsere Bürger. Glauben Sie, das uns jemand etwas gibt, wenn wir verschuldet sind? Ah ja, das sind wir ja schon längst. Ich würde von den Grünen erwarten, das Sie gegen diese Mißstände angehen. Und was das Sitzungsgeld betrifft - wer verbietet es Ihnen mit den Kollgegen der Fraktion freiweillig auf das Sitzungsgeld zu verzichten? Einen Antrag für alle stellen, das man verzichtet und dann sieht die Bevölkerung wer spart und wer nicht. Bringt bestimmt auch Wählerstimmen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Faschingsdienstag. Danke.
Glaskugel
12.02.2013, 15:15 Uhr
Das ein umgedrehter Computer
grünen Ideen nicht folgen kann ist mir klar. Der betreibt ja auch Tierschutz von seinem Rechner aus. Toller Typ.:-(

Warum haben die Grüne denn das nicht veröffentlicht, als es gegen diese Gehaltsklasse des Beigeordneten ging? Das wurde doch am 29.01. beschlossen, oder? Und das kann doch nicht nur an notwendiger Kommunikation gelegen haben. Denn man hat doch eine gemeinsame Meinung vor der Abstimmung. Warum hat das denn zehn Tage gedauert, bis sich die Grünen äußern?

Lisa
Glaskugel
14.02.2013, 11:10 Uhr
Bin ich keine Antwort wert?
Das finde ich nicht okay Herr Dauert, das Sie dem umgedrehten Computer auf seine konfusen, nur auf andere Parteien bezogene, die Region nicht mal betreffenden Fragen antworten. Und mir können sie nicht mal sagen, warum die Grünen nicht vor der Entscheidung über das Geld für diese/n Beigeordnete in der Presse aktiv wurden. Schwache Leistung Herr Dauert!
Retupmoc
14.02.2013, 11:57 Uhr
Versuch einer Antwort
Vielleicht antwortet Herr Dauert nicht, weil er auch mal etwas anderes zu tun hat, als in der NNZ zu erscheinen?

Vielleicht hat Herr Dauert Ihr Posting übersehen, weil Sie es mit einem persönlichem Angriff auf einen Computer beginnen? Woher soll er dann sehen, das dann noch eine Frage an Ihn kommt? Ich würde Ihnen den Rat geben, wenn Síe eine Frage haben, dann auch diese an denjenigen Menschen zu stellen und die persönlichen Nicklichkeiten gegen andre User einfach wegzulassen. Dann klappt es vielleicht auch mit einer Antwort.

Der Ton macht die Musik.
Glaskugel
14.02.2013, 16:19 Uhr
Nicht zu fassen.
Jetzt antwortet der schon für J. Dauert. Gehts noch?

Lisa
Dauert
14.02.2013, 16:51 Uhr
@Retupmoc & @LisaH
Liebe LisaH, Liebe/Lieber Retupmoc,

richtig der Ton und vor allem die Sachlichkeit machen die Musik, deshalb antworte ich auch nur auf konkrete Nachfragen.

Derzeit betreibe ich die Politik als Hobby neben meinem eigentlichen Job und daher können auch mal ein paar Tage ins Land gehen. Das ist der einzige Grund für Ihre beiden Nachfragen LisaH! Politisches Kalkül oder ähnliches steckt nicht dahinter. Wünsche Ihnen beiden einen angenehmen Nachmittag!

John Dauert
Glaskugel
14.02.2013, 17:15 Uhr
Welcher Ton gefällt denn Herr Dauert?
Ich habe Ihnen lediglich die Frage gestellt, warum Sie als Grüner vorher die Höhe der Bezüge der/des Beigeordneten nicht öffentlich kritisiert haben.

Was war denn an dieser Frage nicht sachlich oder konkret genug? Welchen Ton soll ich denn anschlagen, damit der Ton gefällt? Wenn das ihre versprochene "Transparenz" ist, dann dürfen sie die gern behalten!
Alex Gösel
14.02.2013, 17:30 Uhr
Transparenz der Grünen?
Liebe LisaH, eines vorweg: Anscheinend haben sie noch nicht verstanden, dass dieses hier eine Kommentarfunktion und kein Chat ist.

Nun zu den Grünen: Herr Dauert, vor einigen Monaten schrieb ich die Vorsitzende der Grünen Nordhausen, Frau Hartmann, wegen des Geheges an und bat Sie um eine Rückmeldung. Auf die Rückmeldung warte ich bis heute vergeblich. Nur nebenbei: die Fragen haben sich mittlerweile erledigt, ich lege auf eine weitere Kontaktaufnahme mit den Grünen keinen Wert!

Was ist denn nun ihre Transparenz? Seitdem die Piratenpartei vor langer Zeit dieses Schlagwort erfunden hat, schreiben sich fast alle Parteien dieses Wort auf die Fahnen. Der Herr OB versprach uns Bürgernähe und Transparenz, die Frau Landrätin versprach ähnliches, die Grünen gingen auch mit ähnlichen Slogans an die Wahl. Warum können denn unsere Politiker, auch die Freizeitpolitiker nicht ehrlich sein?

Noch etwas zu den oben erwähnten Piraten: mittlerweile liegt diesen Partei laut wahlumfrage bei relativ konstenten 3,2%, es wird also Zeit für neue Slogans oder halt doch der ehrlichkeit halber zu sagen: "Auch wir können keine Wunder vollbringen!"
Bodo Schwarzberg
14.02.2013, 18:42 Uhr
ausnahmsweise Unterstützung für grün
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Bürgerrechtler des Neuen Forum während der Wendezeit die Selbstbedienubgsmentalität einiger SED-Funktionäre anprangerten. Heute sitzen auch in Nordhausen einige der damaligen Revoluzer auf gut dotierten Posten und protestieren nich gegen Pöstchen, die niemand versteht.

Ganz gewiss wollen diese Damen und Herren von Selbstbedienungsmentalität im Zusammenhang mit einem zweiten Beigeordneten nichts hören, jetzt, wo sie selbst die Macht haben. Dennoch wird eine solche Stelle vom Steuerzahler bezahlt, der ja schon die vielen Stühle und jene, die auf ihnen in von Bürokartie aufgeblähten Verwaltungen sitzen, finanziert.

Sollte es trotz dieses unsäglichen Ansinnens zur Berufung eines zweiten Beigeordneten kommen, dann sollten die Proteste nicht mehr auf die Kommentarspalten der nnz beschränkt werden. Anosnsten zähle ich aber auch die Grünen zu den Machern der Politikverdrossenheit: Wer sich als einst ökologische Partei für eine Biomethananlage ausspricht, hat jeglichen ökologischen Anspruch und jede Glaubwürdigkeit verwirkt und gehört öffentlich kritisiert.
Dauert
14.02.2013, 18:46 Uhr
Lisa - Sie!
Liebe Lisa,

kann Ihre Verärgerung nicht ganz verstehen. Sie sind doch gar nicht angesprochen gewesen und daher habe ich Ihnen die Frage beantwortet. Politik als Beruf bietet halt mehr Zeitmöglichkeiten als die des Hobbys. Hoffe, dass Sie nun richtig verstanden wurden. Transparenz ist heutzutage unabdingbar.

John Dauert
Glaskugel
14.02.2013, 19:52 Uhr
Das ist hier nicht mehr zu fassen!
Schreibe oder lese ich Kommentare in Chinesisch? `

J. Dauert will(kann, möchte) meine Frage nicht beantworten weil er mich seiner Meinung nach gar nicht gemeint hat?

Zitat Dauert:"Liebe LisaH, Liebe/Lieber Retupmoc, richtig der Ton und vor allem die Sachlichkeit machen die Musik, deshalb antworte ich auch nur auf konkrete Nachfragen"

Der hat mich gar nicht gemeint??? Na wen denn dann?
Der will erst antworten wenn er Berufspolitiker ist! Na dann viel Erfolg noch J. Dauert, du bist keinen Schlag besser oder transparenter als alle anderen Politikernovizen.
Boris Weißtal
14.02.2013, 23:18 Uhr
oho Schwarzberg fordert Widerstand
.okay, sie fordern Widerstand außerhalb der Kommentarspalten der NNZ?
So wie bei der Biogasanlage? Wo Sie auch bei der Diskussion im Audimax gefehlt haben nachdem Sie alle zur offenen Diskussion aufgeruefen haben?
Sie werden immer unglaubwürdiger Herr Schwarzberg. oder manche würde es total realitätsentfremdet nennen.
Keine Atomkraft, Kohle , Gas und Öl - ok
Aber auch kein Biogas, und Wasserkraft.
Ich freue mich auf Ihre Antwort. Bitte nicht unter 10.000 Zeichen und Verweis auf mindestens drei anderer Kontinente.
__________________________________________
Anmerk. der Redaktion: Diese Diskussion ist beendet
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)