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Zukunft verspielt

Sonntag, 10. Februar 2013, 15:26 Uhr
Der Kreistag hatte kürzlich die Ausschreibung für den zweiten hauptamtlichen Beigeordneten des Landkreises Nordhausen ausgeschrieben. Nach Ansicht der Bündnisgrünen werde dadurch die Politikverdrossenheit der Bürger gefördert...


"Leider hat die Mehrheit der Kreistagsfraktionen ihren Gestaltungsspielraum und vor allem Sparwillen aufs Spiel gesetzt und ein wichtiges Signal für die Zukunft liegen gelassen. Wer in Zeiten klammer Kassen und einer sich anbahnenden Kreisgebietsreform noch an gut bezahlte und gleichfalls unnötige Stellen klammert handelt fahrlässig mit den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger", sagt Kreissprecher John Dauert.

Die Südharzer Bündnisgrünen haben bereits seit der letzten Legislaturperiode gegen zwei hauptamtliche Beigeordnete im Kreistag gestimmt. Zudem wurden beim Landratswahlkampf im letzten Jahr Möglichkeiten aufgezeigt. "Ich habe damals für die Stärkung der Amtsleiter plädiert und damit die Streichung des zweiten Beigeordneten gefordert. Dazu stehe ich auch heute noch", erinnert sich Dauert.

Neben diesem fahrlässigen Verhalten des Kreistages sehen die Bündnisgrünen ein weiteres Problem für die neue Person, welche die Stelle ausführen wird. "Wenn es wieder jemand aus dem Nordhäuser Parteienspektrum der größeren Fraktionen wird, sieht das für die Bürgerinnen und Bürger wie ein Versorgungsposten aus. Damit trägt diese Entscheidung des Kreistages erheblich zur Politikverdrossenheit bei! Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass diese betreffenden Personen aus Anstand und Verantwortung gegenüber der prekären Finanzlage des Landkreises ihre Bewerbung im Schreibtisch lassen. Es wäre ein wirklicher Erfolg für die kommunale Nordhäuser Demokratie", sagt Dauert abschließend.
Autor: red

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