Mi, 19:10 Uhr
16.01.2013
Sicher, seriös und ehrlich
Die Nordhäuser Stadtverwaltung und die Fachhochschule hatten am Abend zum gemeinsamen und traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Zum erste Mal hielt Dr. Klaus Zeh als Oberbürgermeister die Festansprache...
Doch zuvor begrüßte der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Jörg Wagner, als Gastgeber die rund 250 Gäste aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Sport und Wirtschaft. Ein akademisches Viertelstündchen war es schon als verspäteter Beginn, da Wagner von einer bewegten Zeit sprach und die Fachhochschule des Jahres 2012 vorstellte. Über zwei Millionen Euro (20 Prozent des Gesamtetats) waren im vergangenen Jahr als Drittmittel eingeworben wurden. Das sei Spitze in Thüringen. Wagner forderte zudem, das Promotionsrecht an den Fachhochschulen anzudocken. Das sei auch wichtig, um Fachkräfte nicht nur in der Region, sondern auch an der Hochschule zu halten.
Außerdem soll an der Fachhochschule ein neues Forschungszentrum gegründet werden, dass sich dem Recycling widmen wird. Dazu seien die Unternehmen der Region herzlich zum Mittun eingeladen. Auch warb der Präsident für das sogenannte Deutschland-Stipendium, das auch von Unternehmen der Region finanziert werden könne. Erste Protagonisten wie die Kreissparkasse oder die Nordthüringer Volksbank gibt es laut Wagner bereits.
In seiner Rede gibt Dr. Klaus Zeh zunächst auf die Bedeutung der Fachhochschule für Nordhausen ein. "Wir wollen, dass viele Studierende an unsere FH kommen, sich hier wohlfühlen und gern hier studieren. Und es wäre gut, wenn sie nach dem Studium hier eine Arbeit finden und ihr gelerntes Wissen bei uns zum Wohle unserer Stadt und unserer Region einsetzen. Und es wäre das Allerbeste, wenn Sie hier Familien gründen mit vielen Kindern, die bei uns sesshaft werden."
Er, Zeh gehöre zu den Menschen, die sich zuerst über Gutes freuen und danach über weniger Gutes ärgern würden. Doch bei aller Kritik: In dieser Stadt sei viel geleistet worden. " Das haben in erster Linie die Menschen, die hier wohnen gemacht, als Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in Vereinen, Verbänden, Kirchen und Gewerkschaften, in Kindergärten und Schulen und vielem anderen mehr."
Zeh zählte sodann die zahlreichen Investitionen in Nordhausen, teils privater, teils kommunaler Natur auf, ging aber auch auf die Sorgen der Kommune in Gegenwart und Zukunft ein. "Denn es sind die wichtigsten Jahre, die wir brauchen, um Nordhausen fit zu machen für die bundesdeutsche Normalität. Da wir in Nordhausen bis heute außerdem rund 40 Millionen Euro Schulden angehäuft haben, müssen wir eine enorme Last schultern.
Mit allen zusätzlichen Belastungen hat sich in diesem Jahr ein Haushaltsloch von 10 Millionen Euro aufgetan. Hier sind nicht eingerechnet notwendige Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur mit weiteren ungedeckten Mio. Das ist bei einem Haushalt von 80 Millionen Euro enorm viel.
Da wir der kommenden Generation nicht noch größere Schulden aufbürden dürfen, müssen wir Einsparungen einerseits und Mehreinnahmen andererseits beschließen. Das wird zu weiteren Belastungen für die Bürger führen. Daran führt kein Weg vorbei."
Für seine Amtszeit habe er sich die Aufgabe gemacht, diese Stadt sicher, seriös und ehrlich durch die nächsten Jahre zu führen. Man kann also durchaus gespannt sein, ob diese Vorhaben zu realisieren sind.
Autor: psgDoch zuvor begrüßte der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Jörg Wagner, als Gastgeber die rund 250 Gäste aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Sport und Wirtschaft. Ein akademisches Viertelstündchen war es schon als verspäteter Beginn, da Wagner von einer bewegten Zeit sprach und die Fachhochschule des Jahres 2012 vorstellte. Über zwei Millionen Euro (20 Prozent des Gesamtetats) waren im vergangenen Jahr als Drittmittel eingeworben wurden. Das sei Spitze in Thüringen. Wagner forderte zudem, das Promotionsrecht an den Fachhochschulen anzudocken. Das sei auch wichtig, um Fachkräfte nicht nur in der Region, sondern auch an der Hochschule zu halten.
Außerdem soll an der Fachhochschule ein neues Forschungszentrum gegründet werden, dass sich dem Recycling widmen wird. Dazu seien die Unternehmen der Region herzlich zum Mittun eingeladen. Auch warb der Präsident für das sogenannte Deutschland-Stipendium, das auch von Unternehmen der Region finanziert werden könne. Erste Protagonisten wie die Kreissparkasse oder die Nordthüringer Volksbank gibt es laut Wagner bereits.
In seiner Rede gibt Dr. Klaus Zeh zunächst auf die Bedeutung der Fachhochschule für Nordhausen ein. "Wir wollen, dass viele Studierende an unsere FH kommen, sich hier wohlfühlen und gern hier studieren. Und es wäre gut, wenn sie nach dem Studium hier eine Arbeit finden und ihr gelerntes Wissen bei uns zum Wohle unserer Stadt und unserer Region einsetzen. Und es wäre das Allerbeste, wenn Sie hier Familien gründen mit vielen Kindern, die bei uns sesshaft werden."
Er, Zeh gehöre zu den Menschen, die sich zuerst über Gutes freuen und danach über weniger Gutes ärgern würden. Doch bei aller Kritik: In dieser Stadt sei viel geleistet worden. " Das haben in erster Linie die Menschen, die hier wohnen gemacht, als Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in Vereinen, Verbänden, Kirchen und Gewerkschaften, in Kindergärten und Schulen und vielem anderen mehr."
Zeh zählte sodann die zahlreichen Investitionen in Nordhausen, teils privater, teils kommunaler Natur auf, ging aber auch auf die Sorgen der Kommune in Gegenwart und Zukunft ein. "Denn es sind die wichtigsten Jahre, die wir brauchen, um Nordhausen fit zu machen für die bundesdeutsche Normalität. Da wir in Nordhausen bis heute außerdem rund 40 Millionen Euro Schulden angehäuft haben, müssen wir eine enorme Last schultern.
Mit allen zusätzlichen Belastungen hat sich in diesem Jahr ein Haushaltsloch von 10 Millionen Euro aufgetan. Hier sind nicht eingerechnet notwendige Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur mit weiteren ungedeckten Mio. Das ist bei einem Haushalt von 80 Millionen Euro enorm viel.
Da wir der kommenden Generation nicht noch größere Schulden aufbürden dürfen, müssen wir Einsparungen einerseits und Mehreinnahmen andererseits beschließen. Das wird zu weiteren Belastungen für die Bürger führen. Daran führt kein Weg vorbei."
Für seine Amtszeit habe er sich die Aufgabe gemacht, diese Stadt sicher, seriös und ehrlich durch die nächsten Jahre zu führen. Man kann also durchaus gespannt sein, ob diese Vorhaben zu realisieren sind.













