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Mi, 19:00 Uhr
16.01.2013

nnz-doku: Rede von Dr. Zeh

Die Reden der Stadtoberhäupter zu Neujahrsempfängen sollen immer richtungsweisen sein. Auch deshalb werden sie in der nnz-doku-Reihe veröffentlicht. Heute war es die erste Rede von Dr. Klaus Zeh als Oberbürgermeister...

Zum jährlichen gemeinsamen Neujahrsempfang von Fachhochschule und Stadt Nordhausen begrüße ich Sie ganz herzlich. Ich freue mich, dass unsere Einladung auf eine so breite Resonanz gestoßen ist. Schon jetzt herzlichen Dank für ihr Kommen.

Herzlichen Dank an die Fachhochschule für die Gastfreundschaft und für die gemeinsame Ausrichtung des Neujahrsempfanges der Stadt Nordhausen und der Fachhochschule. Die gemeinsame Ausrichtung dieser Veranstaltung ist Tradition geworden, eine gute Tradition, die beibehalten werden sollte.

Sie zeigt das gemeinsame Interesse der Stadt und der Fachhochschule: Die Fachhochschule gehört zur Stadt. Wir wollen sie unterstützen, weil sie der Stadt, weil sie der Region und weil sie den Menschen gut tut. Wir wollen, dass viele Studierende an unsere FH kommen, sich hier wohlfühlen und gern hier studieren. Und es wäre gut, wenn sie nach dem Studium hier eine Arbeit finden und ihr gelerntes Wissen bei uns zum Wohle unserer Stadt und unserer Region einsetzen. Und es wäre das Allerbeste, wenn Sie hier Familien gründen (mit vielen Kindern), die bei uns sesshaft werden.

Zunächst: Ich wünsche allen von ganzem Herzen ein gesundes, frohes und friedvolles neues Jahr und als Christenmensch darf ich allen Gottes reichen Segen wünschen. Möge ihnen allen im privaten wie dienstlichen Leben immer das Glück des Tüchtigen und Lebensfreude beschieden sein. Da der dem Mayakalender zugeschriebene Weltuntergang nicht eingetreten ist, sind die Voraussetzungen dafür wieder etwas besser geworden.

Als ich mir Gedanken zu dem Neujahrsempfang gemacht habe, ist mir ein bedenkenswerter Text in die Hand gekommen. Ich zitiere: „Die Welt in Unruhe – doch die Deutschen interessierten diese Themen 2012 am meisten: Fußball und Olympia, Bettina Wulff, ein Fallschirmspringer vom Rand der Welt und das neue iPad. – Es geht uns gut in Deutschland, ja: Es geht uns gut. Sicher wird bei einigen Zeitgenossen die Zornes-Ader schwellen, wenn sie dies lesen. Sie werden zu Recht auf die Schwächen hinweisen, auf Skandalöses in einem reichen Land.“

Im Weiteren werden Vergleiche gezogen mit Ländern großer Umwälzungen und u. a. Ländern mit dem arabischen Frühling, der in einen Herbst der Revolutionen zu kippen droht. Er kommt zu dem Schluss: „Vielleicht lohnt ein Gedanke, dass Deutschland seine friedliche Revolution nicht verraten hat – bei aller Ungleichheit, bei allen Missverständnissen und Vorurteilen, die östlich wie westlich wabern. Deutschland ist ein ruhiges, ein friedliches Land, in dem der Tod eines Komikers wie Dirk Bach mehr erregt, als ein Bürgerkrieg, gerade mal vier Flugstunden von uns entfernt.“ Zitat Ende!

Ich gehöre ebenso zu den Menschen, die sich erst einmal über gutes freuen, bevor ich mich über weniger gutes ärgere. Das gilt natürlich auch für Nordhausen! Auch wenn manche Leute über vieles schimpfen, auch wenn manches kritikwürdige bestätigt werden kann oder muss: Ich sage, in dieser Stadt wurde viel geleistet. Das haben in erster Linie die Menschen, die hier wohnen gemacht, als Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in Vereinen, Verbänden, Kirchen und Gewerkschaften, in Kindergärten und Schulen und vielem anderen mehr.

Da haben sich Stadträte in unzähligen ehrenamtlichen Stunden eingebracht, da hat die Stadtverwaltung gut gearbeitet und es sind durch Dezernenten vorbereitet wichtige Entscheidungen auch durch meine Vorgänger im Amt, Herrn Bürgermeister Schröter und Frau Oberbürgermeisterin Rinke getroffen worden. Das ist erst mal Grund sich zu freuen; dafür sollten wir alle dankbar sein.

Und da jeder auf die Vorarbeit seiner Vorgänger aufbauen kann und muss, ist es möglich gewesen, dass sich in unserer Stadt im zurückliegenden Jahr viele Kräne gleichzeitig gedreht haben. Wie sagt der Poet: „Wenn sich in einer Stadt Kräne drehen – so reicht es ihr zum Wohlergehen“. Ich brauche nicht alle diese Standorte aufzählen. Sie kennen sie: Vom Einkaufszentrum am Pferdemarkt über die neue Niederlassung eines agilen Autohändlers in der Halleschen Straße bis hin zur Darre, wo sich ein Unternehmer für Nordhausen als Standort für eine neue Betriebsstätte entschieden hat. Die Erweiterung der evangelischen Grundschule steht für Zukunft und die Erweiterung an der Rothenburgstraße steht für mehr Arbeitsplätze im Kurbelwellenwerk.

Last but not least: In der Goldenen Aue wurden für das Industriegebiet die symbolischen Spaten in die Erde gestochen. Die Kräne sollen auch hier bald folgen und hoffentlich nicht ganz so lange auf sich warten lassen, wie die Spatenstiche. Deshalb brauchen wir in Nordhausen eine neue Vermarktungsstrategie für diese Stadt: Dazu müssen wir die neuen Medien genauso nutzen, wie bewährte Strategien. Der Internetauftritt der Stadt muss in dieser Hinsicht deutlich aufgewertet werden. Bei Facebook sollten wir nicht fehlen.

Wenn wir Unternehmen hierher haben wollen, dann müssen wir auf die Unternehmen zugehen. Die Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, hat die Akquise von Unternehmen für den Freistaat deutlich internationalisiert. Daran müssen wir partizipieren. Entsprechende Gespräche werden bald geführt werden.

Selbstverständlich setzen wir weiter auf die Landesentwicklungsgesellschaft, kurz LEG genannt. Sie hat und wird uns bei der Entwicklung des Industriegebietes weiterhelfen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Mitarbeiter der LEG, die uns bisher in hervorragender Weise geholfen haben. Ich bin sicher, sie werden es auch in Zukunft tun.

Ich könnte noch mehr Projekte aufzählen. Ich will sie zusammenfassen: 15 Großinvestitionen sind in den letzten 12 Monaten in Nordhausen Realität geworden, acht weitere wurden begonnen, für drei sind die Genehmigungen erteilt und zwei weitere sind in Vorbereitung. Das ist ein gutes Zeugnis für unsere Stadt und ein Kompliment an die Initiatoren.

Ich will auch einen Satz zur Kulturbibliothek sagen. Trotz aller Unkenrufe: Das Gebäude wird sich in unserer Stadt seinen Platz erobern – ein Haus des Buches und des Geistes, ein Haus der Demokratie und der Begegnung.

Wir dürfen unsere Augen aber auch nicht davor verschließen, dass die finanziellen Spielräume und Möglichkeiten in Zukunft im Osten Deutschlands und auch in Nordhausen wesentlich enger sein werden. Seit 2009 verringern sich die finanziellen Zuschüsse für die jungen Länder aus dem Solidarpakt – um ab 2019 auf null Euro zu sinken! Auch die Zuschüsse aus EU-Mitteln werden bis dahin bei nahe null Euro stehen und es wird für uns im Osten westdeutsche Normalität gelten. Das heißt, wir müssen auf eigenen Beinen stehen.

Seit dem letzten Jahr spüren wir diese Entwicklung bereits, denn die Zuschüsse des Landes sind erheblich reduziert worden. Haushaltssperre und Minderausgaben waren die Folge. Man könnte in Anlehnung an die biblische Weisheit auch sagen: Die sieben fetten Jahre sind hinter uns und sieben magere Jahre stehen vor uns. Das braucht uns nicht Angst zu machen, wenn man davon weiß und dieser Herausforderung mit Mut und Tatkraft ins Auge blickt. Denn es sind die wichtigsten Jahre, die wir brauchen, um Nordhausen fit zu machen für die bundesdeutsche Normalität. Da wir in Nordhausen bis heute außerdem rund 40 Millionen Euro Schulden angehäuft haben, müssen wir eine enorme Last schultern.

Mit allen zusätzlichen Belastungen hat sich in diesem Jahr ein Haushaltsloch von 10 Millionen Euro aufgetan. Hier sind nicht eingerechnet notwendige Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur mit weiteren ungedeckten Mio. Das ist bei einem Haushalt von 80 Millionen Euro enorm viel.

Da wir der kommenden Generation nicht noch größere Schulden aufbürden dürfen, müssen wir Einsparungen einerseits und Mehreinnahmen andererseits beschließen. Das wird zu weiteren Belastungen für die Bürger führen. Daran führt kein Weg vorbei.

Ich hab es mir als Aufgabe für meine Amtszeit gestellt, diese Stadt sicher, seriös und ehrlich durch die finanziell nicht einfachen Jahre zu führen. Ich setze dabei eher auf Kooperation als auf Konfrontation, eher auf Aufrichtigkeit und ehrliche Kritik als auf falsch verstandene Zustimmung. Und, jawohl, ich setze dabei eher auf Bedacht als auf den schnellen Sprung – gerade, weil die knappen Ressourcen effektiv, effizient und eben wohlüberlegt einzusetzen sind. Wir wollen uns an ein altes Motto halten: “Sparen und gestalten“.

Für Resignation sehe ich deshalb keinen Grund. Auch wir als öffentliche Hand müssen und wollen handlungsfähig sein. Mit dem Wachsen des Einkaufszentrums werden wir z. B. die Verkehrssituation am und um den Pferdemarkt neu ordnen müssen. Damit ist der 1. Teilabschnitt der Umgestaltung des Blasiikirchplatzes angepackt. Das Tor zur Altstadt wird attraktiver. Mit dem Wachsen unserer Bibliothek werden wir die Rückseite unseres Rat- und Stadthauses in einen vorzeigbaren Zustand versetzen.

Das Rathaus wird so umgebaut, dass es endlich auch für Menschen mit Behinderung erreicht- und besucht werden kann. Gleich gegenüber, am Kornmarkt, wird sich im Juni dieses Jahres übrigens eine Ära dem Ende neigen: Mit dem Einzug der Mieter in die dann sanierten und umgebauten Häuser der SWG haben die beiden großen Wohnungsunternehmen SWG und WBG nach rund 20 Jahren ihre großen Komplexsanierungen in der unmittelbaren Innenstadt zu Ende gebracht – erfolgreich! Nordhausen hat ein attraktives, menschenfreundliches, modernes und neues Gesicht. Dafür sind wir den Wohnungsunternehmen zu Dank verpflichtet!

Ganz besonders freue ich mich, dass es in diesem Jahr noch zwei entscheidende Impulse für die Altstadt geben wird. Einer geht von dem unternehmerischen Mut eines jungen Nordhäusers aus, der im wahrsten Sinne des Wortes auf die Zukunft seiner Heimatstadt baut! Es ist das Gebiet „Hintere Rosengasse bis zum Mühlgraben“. Der andere Impuls wird wiederum von einem Unternehmen der öffentlichen Hand ausgehen. Es geht um das Areal Schärfgasse vom Binger Hof bis zum Mühlgraben und teilweise „Am Alten Tor“!

Gleichzeitig wollen wir uns daran machen, unser Klimaschutzkonzept in die Realität zu überführen. Wir wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam den Planungshorizont unseres Stadtentwicklungs-konzepts vom Jahr 2020 auf das Jahr 2030 ausdehnen. Dazu gehört ein aktualisiertes Leitbild für unsere Stadt, die Berücksichtigung der demographischen Entwicklung unserer Bevölkerung, das Hinzudenken und vielleicht auch Mitgestalten der Energiewende. Eine Biomethangasanlage kann dazu auch ein wichtiger Beitrag sein.

Wir wollen gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen über den Stadtumbau reden, uns einbringen in die Initiative der Metropolregion Mitteldeutschland, denn wir wollen die Stärke der großen Nachbarn für uns nutzen, der starke Motor für Nordthüringen zu bleiben.

Das Jahr 2013 – es wird auch das Jahr der Mahn- und Gedenktage und der Jubiläen. Es ist unsere Pflicht daran zu erinnern, dass vor 75 Jahren am 9. November 1938 in Nordhausen die Reichsprogromnacht tobte. Ebenso gehört der 17. Juni 1953 zu unserer Geschichte, der sich in diesem Jahr zum 60’sten Mal jährt und bei dem auch in Nordhausen die Menschen den zivilen Ungehorsam wagten. Am 30. Januar 1933, also vor 80 Jahren, senkte sich mit der Machtübernahme der Nazis ein dunkler Nebel über Deutschland, der letztlich Millionen von Menschen das Leben nahm.

Vielleicht finden wir auch Ideen, uns in das Henry-van-de-Felde-Jubiläum zum 150. Geburtstag einzubringen. Wir wollen auch wieder feiern, nicht wie auf der Titanic – sondern unser jährliches Rolandsfest. Vielleicht gibt es auch wieder das eine oder andere Jubiläum eines Ortsteils, so schön, wie wir es letzten Sommer in Stempeda gefeiert haben.

Gespannt bin ich schon jetzt, wie wir unseren Adventsmarkt gestalten werden mit einem hoffentlich noch attraktiveren Angebot und auf die vielen Ideen aber auch Kritiken bei den „Nordhäuser Stadtgesprächen“ zu den wichtigen Themen unserer Stadt.

Ich habe heute viel vom Geld geredet. Am Schluss will ich dennoch mit der simplen und klugen Weisheit enden: Die wichtigsten und schönsten Dinge im Leben sind kostenfrei und man kann sie nicht kaufen. Das sind u. a. Freundschaft, Zuneigung, Vertrauen, Lebensfreude, Humor und Toleranz. Das erlebt man, wenn man die kleinen Momente im Leben genießt.

Man wird sie umso weniger vergessen, wenn man sie mit Menschen teilt, die einem wichtig sind. Vieler dieser Momente wünsche ich Ihnen. Die wichtigsten Jahre liegen noch vor uns! Packen wir sie an!
Autor: psg

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Kommentare
Retupmoc
17.01.2013, 13:45 Uhr
Irrglauben
Herr Dr. - also ich interessiere mich nicht unbedingt für einen Fallschirmspringer, auch nicht für Bettina W. , für mich eine Kandidatin für das Dschungelcamp und mir ist auch egal ob Bayern Meister wird...

Ich interessiere mich ...dafür ...

- das es in diesem Land 250000 Obdachlose gibt

- das es in diesem Land 6 Millionen Analphabeten gibt

- das es in diesem Land über 6 Millionen Hartz4-Empfänger gibt

- das in diesem Land die Kriminalitätsrate steigt und steigt

- das dieses Land nun nicht nur in Afghanistan sondern auch gegen Syrien, Mali und Co. in Kriegseinsätzen steckt

- das in diesem Land wie am Wochenende in Magdeburg Nazis durch die Straßen marschieren und auch noch vom Verfassungsschutz bezahlt werden

Und was machen Sie dagegen?
98maschr
17.01.2013, 14:25 Uhr
Und was machen Sie dagegen Retupmoc?
Außer billige Floskeln hier im Forum an jede Wand zu kritzeln? Meckern, meckern und meckern. Kritisieren, kritisieren und kritisieren. Aber das alles vom heimeligen Rechner aus. Chapeau! Wer soll das Ernst nehmen?
Flitzpiepe
17.01.2013, 14:53 Uhr
Die Partei, die Partei, die hat immer Recht - nein das will ich nicht mehr hören
Warum regen Sie sich so auf, 98maschr?
Es ist nun mal so bei einer Kommentarfunktion zu Beiträgen, dass sich meist nur die zu Wort melden, die mit dem Inhalt nicht einverstanden sind. Und das ist auch richtig so.

Ignorieren Sie es einfach oder geben Sie eine passende Antwort. Da waren wir schon mal, wo nur noch Kommentare geäußert werden durften, die dem jeweiligen Bürgermeister (oder wem auch sonst) in den Kram passten. Ob in Heringen, Nordhausen oder sonst wo. Das haben Sie wohl nicht kennen gelernt oder vergessen, 98maschr?
Retupmoc
17.01.2013, 14:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Harzer_Wolf
17.01.2013, 17:36 Uhr
Chapeau!
" Menschen, die alles hinnehmen, resignieren, sind wie ein Zug auf einem Abstellgleis " ( Zitat aus dem Buch " Tagebücher und Briefe " von Maxie Wander, verlegt 1977 in der DDR. Ein wirklich wichtiger Satz. Sie @ 98 maschr, sie stehen auf diesem Abstellgleis. Denn Sie nehmen alles kommentarlos hin. Ja gut, nicht kommentarlos. Sie greifen einen User persönlich an und haben weiter nichts zu sagen. Ich zeige Ihnen einmal, wie man das macht, wenn man normal mit einem Menschen umgeht.

Lieber Retupmoc, Sie haben in allen Punkten Recht. Dieses Land ist nicht das Land, das wir uns 1989 gewünscht haben. Nur kann unser OB nichts gegen Kriege unternehmen und für die Analphabten kann er auch nichts. Aber sie haben Recht - das ist schlimm. Und der OB hat Recht, wenn er bemängelt, das sich die Menschen mehr für sinnfreie Fernsehbeiträge oder Fußballspiele interessieren. Der Mensch ist nun mal so einfach gestrickt. Das hat Dr. Zeh richtig erkannt. Und ich finde seine Rede auch ganz gut. Ich vermisse allerdings Lösungsvorschläge für einige kommunale Probleme. Eines davon hat die NNZ in den letzten Wochen aufgeworfen.

Deshalb meine Frage an den OB, weil ich seine Neujahrsbotschaft verstanden habe:

Wenn man aufmerksam durch die Stadt geht, bzw. NNZ konsumiert, muß ich feststellen, das in dieser Stadt fast täglich Autos demoliert werdenn, Einbrüche stattfinden oder am hellichten Tag Rentner ausgeraubt werden. Herr Dr. Zeh - ich möchte wissen, was Sie als OB konkret dagegen unternehmen wollen? Es ist doch fast immer der gleiche Zeitraum für die Höhepunkte der Taten ( Wochenende ). Und da sicherlich nicht die Bewohner der Altenheime nachts durch die Straßen laufen, dürfte es nicht so schwer sein mit ein wenig Personal für Ordnung zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Ein besorgter Bürger
Janko
17.01.2013, 20:41 Uhr
hut ab...
...und applaus für harzer_wolfs beitrag.
genau diesen brief in genau diesem wortlaut würde ich unterschreiben. vielleicht sollte der wolf diesen brief so, wie er ist, als offenen brief an herrn zeh senden und gleichzeitig noch einmal "offiziell" auf der nnz veröffentlichen. denn auf die antwort aus dem rathaus wäre ich wirklich sehr, sehr gespannt.
Peppone
17.01.2013, 22:16 Uhr
Ich mag keine Rechtgeber!
Zitat Harz Wolf: "Lieber Retupmoc, Sie haben in allen Punkten Recht".

Und was würde Sigmund Freud dazu sagen @Harz Wolf???

Die sechs Millionen Analphabeten nehme ich Ihnen gefühlt ab. Wobei ich die Probleme nicht beim Analphabetentum suchen würde, sonder eher beim verstehenden Lesen und bei noch viel mehr Langweile!

Aber auf die berechtigte Frage eines anderen Kommentators zurückzukommen: Was tut man als Weltverbesserer und Lösungen Erwartender denn selbst, um die Welt zu retten Herr Harz Wolf?

Na klar, für Frieden und Tierschutz sind alle! Gegen Kriminalität, Hunger, Ausbeutung, Tierquälerei und sonstige Harz Wolf Befindlichkeiten sind auch alle! Und warum sollte ich jetzt Harz Wolf wählen oder glauben?

Weil der soviel Zeit zum Kommentieren hat?
Harzer_Wolf
18.01.2013, 08:00 Uhr
Wer wen mag....
@ Hubertus

Natürlich sollen Sie mich nicht wählen, ich stehe ja auch nicht zur Wahl. Und ih würde mich auch nicht in eine Partei drängen, weil ich dann ja der Parteidoktrin gehörig sein muss. Leider haben Sie meinen Kommentar nicht verstanden. Weder der OB noch ich oder Sie können die Welt retten. Allerdings kann jeder Mensch im Kleinen etwas dafür tun. Der OB ist nun einmal Stadtoberhaupt. Und wenn sich die Verbrechensraten potenzieren, erhoffe ich in dieser Eigenschaft als besorgter Bürger Hilfe. Meine Lösungsvorschläge wären u.a. Gespräche mit der Polizei zum Einsatz von mehr Streifen in den Nachtstunden am Wochenende. Verstärkung dieser Streifen durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Gespräche mit der zuständigen Staatsanwaltschaft zwecks höheren und schnelleren Strafen. Lokalitätenverbot für bekannte Straftäter usw.

Ih verstehe natürlich, das Sie @ Hubertus wegen der vielen Treibjagden keine Zeit haben, sih mit Problemen zu beschäftigen. Trotzdem wünsche ich auch Ihnen ein shönes Wochenende.
Momentmal
18.01.2013, 13:29 Uhr
Ziehen Sie um
@Harzer_Wolf
Ziehen Sie in eine andere Stadt.
Nordhausen scheint ihnen zu gefährlich.
Ich empfehle unsere Landeshauptstadt.


Ein sich in Nordhausen ansich sicherer Bürger
Janko
18.01.2013, 15:57 Uhr
sehr konstruktiv, momentmal,
wirklich sehr konstruktiv, muss ich schon sagen.

dass fahrraddiebstähle in NDH inzwischen sozusagen an der tagesordnung sind und am wochenende in ost die garagen eigentlich gar nicht mehr zugemacht werden müssen, weil sie am nächsten morgen eh aufgebrochen sind ist Ihnen scheinbar entgangen. wegen der überhandnahme von vandalismus gegen abgestellte autos wurde vor nicht allzulanger zeit schon in nnz-kommentaren überlegt, ob man nicht bürgerwehren aufstellen sollte (ein unguter vorschlag, zeigt aber deutlich, wie sich die nordhäuser fühlen). ich erinnere auch an den überfall am hellichten tag auf der kuddeltreppe.
machen Sie sich doch mal den spaß und zählen in den vergangenen polizeiberichten hier auf der nnz durch, wieviele straftaten stets dabei sind.
ich finde, diese fragen darf man stellen, und darf man natürlich auch öffentlich machen.

den verweis darauf, dass es in berlin noch viel schlimmer ist kann man sich in dem zusammenhang getrost sparen, liebes momentmal.
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