So, 17:43 Uhr
08.02.2004
nnz-Kurz-News am Wochenende (2)
Nordhausen (nnz). Meldungen aus Deutschland und Thüringen – von der nnz-Redaktion für Sie zusammengestellt. Da geht es an diesem Sonntag um eine entlaufene Kuh und um Kneipen, die beim Karneval das Nachsehen haben.
Schneller als die Polizei erlaubt
Drei Mal schneller als erlaubt ist ein Autofahrer in Gera gefahren. Der Mann sei in der Nacht zum Sonntag mit 148 Stundenkilometern durch eine Straße gerast, in der nur Tempo 50 erlaubt gewesen sei, teilte die Verkehrspolizei in Gera am Sonntag mit. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld von mindestens 425 Euro und mindestens vier Punkten beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg rechnen. Zudem muss er seinen Führerschein für drei Monate abgeben.
Kuh hat nicht überlebt
Eine entlaufene Kuh hat ihren Ausflug auf die Autobahn 4 nicht überlebt. Das Tier war am Freitag nahe des Rastplatzes Hörselgau auf die Straße gelaufen, teilte die Verkehrspolizei Gotha am Sonntag mit. Bei dem Zusammenstoß mit einem Auto wurde das Tier tödlich verletzt. Der Fahrer erlitt leichte Blessuren. An dem Auto entstand ein erheblicher Sachschaden.
Kirchen wollen zusammengehen
Unter den Kreissynoden der evangelischen Kirche Thüringens zeichnet sich eine Mehrheit für den geplanten Zusammenschluss der Landeskirchen Thüringen und Sachsen ab. Von den 18 Kreisen hätten nur zwei das Vorhaben abgelehnt, teilte die Evangelische Kirche Thüringen am Sonntag in Eisenach mit. Einige Kreissynoden machten ihre Zustimmung aber von Bedingungen wie der Repräsentation in den leitenden Gremien oder Einsparungen auf Landesebene abhängig.
Karneval oftmals ohne Wirte
Bei lustigen Karnevalsfeiern können Wirte immer seltener mitlachen. Die Feste würden immer häufiger in Vereins- oder Dorfgemeinschaftshäusern abgehalten werden, sagte der Geschäftsführer des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbands, Dirk Ellinger, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Gastwirte blieben dann zumeist außen vor, weil sich die Vereine selbst um Essen und Getränke kümmerten. Vereine müssten in der Regel keine Gehälter, Steuern und Sozialabgaben zahlen. Daher seien Privatfeste fast immer günstiger als Feiern in Gaststätten
Noch kein Trau-Interesse
In Thüringen wollen sich bislang nur wenige Paare am Schnapszahl-Sonntag 4.4.2004 das Ja-Wort geben. Wie ein dpa-Umfrage unter den Standesämtern im Freistaat ergab, blieb der große Andrang für diesen speziellen Hochzeitstermin in vielen Städten aus. Während an diesem Tag in Jena, Erfurt und Suhl Paare getraut werden, sehen die Standesämter etwa in Gera, Bad Salzungen und Nordhausen auf Grund der wenigen Terminanfragen keinen Grund, am 4. April zu öffnen.
Schipanski lehnt Tabu ab
Thüringens Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski (CDU) lehnt das derzeitige Tabu für Studiengebühren ab. Es geht darum, das prinzipielle Verbot von Studiengebühren aufzuheben, sagte das CDU-Präsidiumsmitglied in einem dpa-Gespräch. Angespannte Kassen machten andere Finanzierungsquellen notwendig. Vor einer Diskussion über Studiengebühren oder Bildungsgutscheine muss nach Ansicht Schipanskis aber eine Debatte über Stipendien und die Änderung des Stiftungsrechts geführt werden.
Schweizer sind gnadenlos
Gefährliche Sexual- und Gewaltstraftäter müssen künftig in der Schweiz mit lebenslanger Sicherungsverwahrung rechnen. Ein entsprechendes Volksbegehren haben die Schweizer mit rund 56 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Dagegen wurde mit deutlicher Mehrheit von fast 63 Prozent eine neue Verkehrspolitik abgelehnt, die unter anderem zum Bau eines zweiten Straßentunnels durch den Gotthard geführt hätte. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 50 Prozent.
Verhandlungen mit harten Bandagen
Die Nachverhandlungen über das Lkw-Mautsystem mit Toll Collect werden mit harten Bandagen geführt. Die eingereichten Vertragsergänzungen seien als Gesamtpaket inakzeptabel”, erfuhr dpa aus Koalitionskreisen. In wichtigen Fragen wie beim Kündigungsrecht oder der Haftung für weitere technische Pannen versuche das Konsortium die Vertragsbalance zu ihren Gunsten zu verändern, hieß es. Verkehrsminister Manfred Stolpe will die Ergebnisse der Prüfung am Mittwoch den Bundestagsausschüssen vorlegen.
Freien Fall beenden
Mit einer neuen Spitze will die SPD den freien Fall in der Wählergunst stoppen und den Reformprozess vorsichtig korrigieren. Trotz der internen Kritik an dem Kurs von Kanzler Gerhard Schröder werde sich in der rot-grünen Politik grundsätzlich nichts ändern, machte der designierte Parteichef Franz Müntefering deutlich. Indes hat Saarlands SPD-Chef Heiko Maas seine Zweifel an einer Kanzlerkandidatur Schröders bei der nächsten Bundestagswahl zurückgezogen. Er sei falsch verstanden worden, sagte Maas
Bahn will sich kulanter zeigen
Die Bahn will ihr Angebot für Entschädigungen ausweiten. Konzernchef Hartmut Mehdorn sagte dem Focus”, auch nach in Kraft treten der neuen Fahrgastrechte im Oktober soll bei nicht selbst verschuldeten Verspätungen gezahlt werden. Derartige Fälle könne und wolle die Bahn nicht in jedem Einzelfall kontrollieren. Mehdorn zufolge hat sich die Bahn das Ziel gesetzt, dass im Sommer mehr als 90 Prozent der Züge pünktlich sind. Endziel seien 95 Prozent, so Mehdorn. Mehr sei nicht zu schaffen.
Autor: nnzSchneller als die Polizei erlaubt
Drei Mal schneller als erlaubt ist ein Autofahrer in Gera gefahren. Der Mann sei in der Nacht zum Sonntag mit 148 Stundenkilometern durch eine Straße gerast, in der nur Tempo 50 erlaubt gewesen sei, teilte die Verkehrspolizei in Gera am Sonntag mit. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld von mindestens 425 Euro und mindestens vier Punkten beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg rechnen. Zudem muss er seinen Führerschein für drei Monate abgeben.
Kuh hat nicht überlebt
Eine entlaufene Kuh hat ihren Ausflug auf die Autobahn 4 nicht überlebt. Das Tier war am Freitag nahe des Rastplatzes Hörselgau auf die Straße gelaufen, teilte die Verkehrspolizei Gotha am Sonntag mit. Bei dem Zusammenstoß mit einem Auto wurde das Tier tödlich verletzt. Der Fahrer erlitt leichte Blessuren. An dem Auto entstand ein erheblicher Sachschaden.
Kirchen wollen zusammengehen
Unter den Kreissynoden der evangelischen Kirche Thüringens zeichnet sich eine Mehrheit für den geplanten Zusammenschluss der Landeskirchen Thüringen und Sachsen ab. Von den 18 Kreisen hätten nur zwei das Vorhaben abgelehnt, teilte die Evangelische Kirche Thüringen am Sonntag in Eisenach mit. Einige Kreissynoden machten ihre Zustimmung aber von Bedingungen wie der Repräsentation in den leitenden Gremien oder Einsparungen auf Landesebene abhängig.
Karneval oftmals ohne Wirte
Bei lustigen Karnevalsfeiern können Wirte immer seltener mitlachen. Die Feste würden immer häufiger in Vereins- oder Dorfgemeinschaftshäusern abgehalten werden, sagte der Geschäftsführer des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbands, Dirk Ellinger, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Gastwirte blieben dann zumeist außen vor, weil sich die Vereine selbst um Essen und Getränke kümmerten. Vereine müssten in der Regel keine Gehälter, Steuern und Sozialabgaben zahlen. Daher seien Privatfeste fast immer günstiger als Feiern in Gaststätten
Noch kein Trau-Interesse
In Thüringen wollen sich bislang nur wenige Paare am Schnapszahl-Sonntag 4.4.2004 das Ja-Wort geben. Wie ein dpa-Umfrage unter den Standesämtern im Freistaat ergab, blieb der große Andrang für diesen speziellen Hochzeitstermin in vielen Städten aus. Während an diesem Tag in Jena, Erfurt und Suhl Paare getraut werden, sehen die Standesämter etwa in Gera, Bad Salzungen und Nordhausen auf Grund der wenigen Terminanfragen keinen Grund, am 4. April zu öffnen.
Schipanski lehnt Tabu ab
Thüringens Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski (CDU) lehnt das derzeitige Tabu für Studiengebühren ab. Es geht darum, das prinzipielle Verbot von Studiengebühren aufzuheben, sagte das CDU-Präsidiumsmitglied in einem dpa-Gespräch. Angespannte Kassen machten andere Finanzierungsquellen notwendig. Vor einer Diskussion über Studiengebühren oder Bildungsgutscheine muss nach Ansicht Schipanskis aber eine Debatte über Stipendien und die Änderung des Stiftungsrechts geführt werden.
Schweizer sind gnadenlos
Gefährliche Sexual- und Gewaltstraftäter müssen künftig in der Schweiz mit lebenslanger Sicherungsverwahrung rechnen. Ein entsprechendes Volksbegehren haben die Schweizer mit rund 56 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Dagegen wurde mit deutlicher Mehrheit von fast 63 Prozent eine neue Verkehrspolitik abgelehnt, die unter anderem zum Bau eines zweiten Straßentunnels durch den Gotthard geführt hätte. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 50 Prozent.
Verhandlungen mit harten Bandagen
Die Nachverhandlungen über das Lkw-Mautsystem mit Toll Collect werden mit harten Bandagen geführt. Die eingereichten Vertragsergänzungen seien als Gesamtpaket inakzeptabel”, erfuhr dpa aus Koalitionskreisen. In wichtigen Fragen wie beim Kündigungsrecht oder der Haftung für weitere technische Pannen versuche das Konsortium die Vertragsbalance zu ihren Gunsten zu verändern, hieß es. Verkehrsminister Manfred Stolpe will die Ergebnisse der Prüfung am Mittwoch den Bundestagsausschüssen vorlegen.
Freien Fall beenden
Mit einer neuen Spitze will die SPD den freien Fall in der Wählergunst stoppen und den Reformprozess vorsichtig korrigieren. Trotz der internen Kritik an dem Kurs von Kanzler Gerhard Schröder werde sich in der rot-grünen Politik grundsätzlich nichts ändern, machte der designierte Parteichef Franz Müntefering deutlich. Indes hat Saarlands SPD-Chef Heiko Maas seine Zweifel an einer Kanzlerkandidatur Schröders bei der nächsten Bundestagswahl zurückgezogen. Er sei falsch verstanden worden, sagte Maas
Bahn will sich kulanter zeigen
Die Bahn will ihr Angebot für Entschädigungen ausweiten. Konzernchef Hartmut Mehdorn sagte dem Focus”, auch nach in Kraft treten der neuen Fahrgastrechte im Oktober soll bei nicht selbst verschuldeten Verspätungen gezahlt werden. Derartige Fälle könne und wolle die Bahn nicht in jedem Einzelfall kontrollieren. Mehdorn zufolge hat sich die Bahn das Ziel gesetzt, dass im Sommer mehr als 90 Prozent der Züge pünktlich sind. Endziel seien 95 Prozent, so Mehdorn. Mehr sei nicht zu schaffen.


