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Fr, 14:03 Uhr
23.03.2001

Nächste Woche haben Hypochonder schlechte Karten.

Nordhausen (nnz). Auch die Ärzteschaft im Landkreis Nordhausen wird sich in der kommenden Woche an den Protesten gegen die derzeitige Gesundheitspolitik der Bundesregierung beteiligen. Wie der Vorsitzende der Kreisstelle Nordhausen der Kassenärztlichen Vereinigung, Herbert Spiller, nnz sagte, wollen mehr als 60 Prozent der 116 im Kreis niedergelassenen Ärzte ihre Praxen für einen Tag dichtmachen. Einige wenige Praxen schließen am Montag oder Dienstag, die Masse allerdings am Mittwoch, Donnerstag oder Freitag. Alle vorhandenen Patiententermine in den betreffenden Praxen wurden abgesagt. Herbert Spiller versicherte aber, daß die Notversorgung gewährleistet wird. Für seine Vertretung trägt jeder Arzt selbst Sorge. Diese Vertretungen können bei Bedarf bei der Rettungsleitstelle erfragt werden.
Am Mittwoch wollen Mediziner aus dem gesamten Thüringer Raum in Erfurt auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Dazu ist auf dem Fischmarkt für 11.55 Uhr eine Kundgebung geplant, bei der auch Thüringens Sozialminister Frank-Michael Pietzsch sprechen wird. Aus dem Landkreis Nordhausen wollen 60 Ärzte und Schwestern in die Landeshauptstadt fahren.
Die Namen der an den Aktionen beteiligten Mediziner wollte Spiller der nnz mit Blick auf den Datenschutz nicht nennen. Außerdem würden die Praxisschließungen auch ihre Wirkung verlieren, wenn jeder Patient schon vorher davon wüßte. Schließlich soll damit ein erkennbares Zeichen gegen die Sparpolitik der Bundesregierung gesetzt werden, die früher oder später der Patient am eigenen Leibe spüren wird. Eine Versorgung der Patienten auf weiter hohem Niveau sei auf Dauer nicht mehr möglich, ändere die Bundesregierung ihren Kurs nicht, ergänzte Wolf-Detlef Höpker, Vorstandsvorsitzender der Freiberufler im Landkreis Nordhausen, gegenüber der nnz.
Autor: ss

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