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Mi, 19:33 Uhr
04.02.2004

Kurort Neustadt auch kulturell Spitze

Neustadt (nnz). Der Kurort Neustadt hat nicht nur eine reizvolle Landschaft, interessante Fachwerkarchitektur und heilklimatische Qualitäten zu bieten sondern zeigt sich auch in Bezug auf kulturellem Gebiet von der besten Seite. Mit Bürgermeister Peter Sieckel sprach nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg über Veranstaltungen 2004 und Investitionen im Kurort.


nnz: Der Veranstaltungskalender 2004 in Neustadt ist prall gefüllt. Welche Highlights würden Sie besonders hervorheben?

Sieckel: Wir haben für dieses Jahr wieder ein anspruchsvolles Programm mit einigen Highlights aufgestellt. Besonders erwähnen möchte ich die 49. Karnevalsaison in Neustadt, die am 20. Februar mit der Schlüsselübergabe im Saal Hohnstein eröffnet wird, und die traditionelle Walpurgisfeier auf der Ruine Hohnstein und auf dem Grillplatz „Zapfkuhle“ mit einem Barockfeuerwerk von der Felsenbühne am 30. April. Absoluter Höhepunkt in diesem Jahr wird das Kulinarische Neustädter Sommerfest mit den 1. Harzer Grillmeisterschaften sein, an dem der Grill-Weltmeister Hans-Joachim Fuchs aus Erfurt teilnehmen wird. Weitere Highlights sind das Schützenfest in Osterode am 8. August und das Neustädter Motorradtreffen auf der Wiese vor dem Waldbad am 5. September. Dazwischen liegen noch eine Reihe von interessanten Veranstaltungen, die aus dem Veranstaltungsplan 2004 ersichtlich sind.

nnz: Da kommt doch jede Menge Arbeit auf die Organisatoren zu. Wer bringt sich denn dabei alles mit ein?

Sieckel: Zuerst möchte ich natürlich die Mitglieder der 15 Vereine in Neustadt nennen, die hier einen Großteil an Arbeit bei der Organisation und Durchführung übernehmen. An dieser Stelle möchte ich mich schon jetzt bei allen Neustädtern ganz herzlich bedanken, die sich ehrenamtlich bei der Umsetzung des Veranstaltungsprogramms bisher sehr aktiv eingebracht haben und in den Folgemonaten noch einbringen werden.

nnz: Die Veranstaltungen finden in diesem Jahr nicht im Kurpark statt, weil er umgebaut wird. Wie weit sind die Arbeiten im Kurpark und am Gondelteich gediehen?

Sieckel: Die Arbeiten beginnen im Februar, vorausgesetzt, das Wetter macht uns keinen Strich durch die Rechnung. Im Oktober dieses Jahres soll die Umgestaltung abgeschlossen sein.

nnz: Umgestalten heißt, Altes zu verändern. Was wird im Kurpark und am Gondelteich dann anders sein?

Sieckel: Am Gondelteich wird das Umfeld neu gestaltet, das heißt, die fußläufige Zone der Burgstraße zum Gang des Gondelteiches als Anschluss der Kurpromenade neu gestalten mit einer Pergola als Abschluss. Den Gondelteich wird eine Fontäne zieren. Außerdem werden wir eine Brücke vom Bereich des Gondelteiches zur Kastanienallee wieder errichten ­ diese Brücke gab es bereits vor hundert Jahren schon einmal ­ und wir werden die Bootsanlegestelle am Imbiss „Zum fröhlichen Karpfen“ verändern. Des Weiteren wird der vor dem denkmalgeschützten Herrenhaus liegenden Kurpark verändert und eine Bühne direkt neben dem Gebäude errichtet, so dass unsere Kurgäste dann einen durchgehenden Bereich zur Erholung nämlich vom Park über die Domäne bis zum Gondelteich vorfinden werden.

nnz: Apropos Herrenhaus, wie sieht es mit der Sanierung des denkmalgeschütztem Gebäudes aus?

Sieckel: Mit der Sanierung des Herrenhauses, das ja Eigentum der Gemeinde ist, kann erst begonnen werden, wenn ein positiver Fördermittelbescheid vom Land Thüringen vor liegt. Der Antrag über Dorferneuerung liegt dort vor. Wir bemühen uns intensiv, das die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Dann könnten wir in diesem Jahr noch die Außenfassade gestalten und das Dach erneuern. In der weiteren Folge wollen wir über andere Fördermitteltöpfe die Ausgestaltung des Gebäudes vornehmen. Danach soll im Erdgeschoss die Tourismuszentrale errichtet und in den anderen Etagen das Betreute Wohnen untergebracht werden.

nnz: Was ist, wenn die Fördermittel nicht kommen?

Sieckel: Wenn die Mittel nicht kommen, sieht es für das Gebäude nicht gut aus. Dann werden wir dieses Objekt sichern und dann abwarten, bis eines Tages doch noch Fördermittel fließen. Auf jedem Fall soll der äußerliche Zustand des Hauses so sein, dass das Herrenhaus in den neugestalteten Kurpark und zur angrenzenden Bühne passt.

nnz: Wie steht es denn mit dem Waldbad?

Sieckel: Das Waldbad ist ein Sorgenkind der Gemeinde. Wir haben Planungsarbeiten eingeleitet und die Unterlagen vorliegen. Der Antrag auf Fördermittel ist beim Ministerium für Soziales, Gesundheit und Familie gestellt. Gespräch wurden im Ministerium geführt. Wir hoffen, schon auf Grund der Tatsache, dass der Ministerpräsident in Neustadt war und auf diesen Schwerpunkt für uns als Kurort aufmerksam gemacht wurde, dass wir die Fördermittel in Höhe von 1,0 Millionen Euro erhalten werden. Mit diesen Fördermitteln und dem Eigenanteil der Gemeinde kann dann das Becken vollständig saniert werden.

nnz: Kurpark, Gondelteich, Herrenhaus und Waldbad ­ vier größere Objekte in der Gemeinde. Wie ist das alles gleichzeitig im kleinen Neustadt zu realisieren?

Sieckel: Das ist in der Tat nicht ganz einfach, aber hier packen viele Neustädter mit zu. Des Weiteren arbeiten wir eng mit unserer Verwaltungsgemeinschaft in Ilfeld zusammen. Natürlich kann man vier größere Objekte nicht über einen Zeitraum von wenigen Monaten schaffen. Beispielsweise wurden bereits 1993/94 für den Kurpark die ersten Pläne gemacht. Sowohl Herrenhaus als auch Waldbad sind für die nächsten zwei bis drei Jahre geplant, so dass man die Arbeiten auf einzelne Jahresscheiben verteilen kann. Und da weiß ich, dass ich aktive Mitstreiter im Ort habe und darüber hinaus auf dieser Strecke auch vom Landratsamt bis zum Tourismusverband in Nordhausen große Unterstützung erhalte.
Autor: rh

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