Mo, 10:53 Uhr
24.12.2012
Was wir für 2013 wollen
Ein Blick in die Artikel und Diskussionen in der nnz verrät auch im Jahr 2012, was wir hier wirklich wollen. Damit in der Vielzahl der Wünsche unsere Stadt- und Kreismütter und -väter nicht den Überblick verlieren, jetzt eine kurze Zusammenfassung von Jürgen Wiethoff. Sie erhebt erneut keinen Anspruch auf richtige Reihenfolge und Vollständigkeit...
Wir Einwohner des Landkreises nennen das auch die 10 Gebote 2013 für unsere Regierenden.
Jürgen Wiethoff
Autor: redWir Einwohner des Landkreises nennen das auch die 10 Gebote 2013 für unsere Regierenden.
- Wir rund 43 Tausend Nordhäuser wollen einen Autobahnring um Nordhausen, damit wir möglichst bald auch eine Anschlussstelle Nordhausen Nord bekommen. Dann muss endlich auch der eher im Süden gelegene Bahnhof Nordhausen Nord umbenannt werden.
- Wir rund 46 Tausend Nicht-Nordhäuser unter den Bewohnern des Landkreises wollen für jede Gemeinde und jeden Ortsteil eine nach dieser oder diesem benannte Anschlussstelle an die Autobahn. Das alles wollen wir vor allem zum Wohl unserer stadt- und kreiseigenen Bürokraten, damit die mit vielen Anträgen, Bestätigungen, Ablehnungen und Mittelfreigaben viel Arbeit vortäuschen können, was ihnen mit anderen steuerverschwendenden Maßnahmen sonst möglicherweise nicht arbeitszeitfüllend gelingt. Wäre doch schade, wenn die uns lieb gewordenen Menschen nun zum Arbeitsamt gehen müssten mit der Aussicht auf (nee, nicht Hartz-IV) einen Mitarbeiterjob. (Die kursiv gedruckten Worte habe ich arbeitszeitsparend erfunden.)
- Wir wollen Strom aus der Steckdose. Wie der da rein kommt, ist uns egal, solange er nicht mit Atomenergie, aus dreckiger Braunkohle und anderen wertvollen Bodenschätzen, aus nachwachsenden Rohstoffen, die Landschaft verschandelnden Windrädern, wertvolles Ackerland versiegelnden Solarkollektoren oder vernichtenden Monokulturen und mit anderen Dingen, die uns auch nur irgendwie im Geringsten stören, erzeugt wird.
- Wir wollen vor und nach jeder Stadtrats- und Landtagsentscheidung eine Bürgerinitiative.
- Wir wollen für jede Bürgerinitiative mindestens 2500 Unterschriften. Wenn die nicht zustande kommen, sollen ausgewählte Bürger auch mehrfach unterschreiben dürfen. Mit verstellter Handschrift natürlich. Kinder unter 14 Jahren dürfen selbstverständlich nicht unterschreiben. Wir wollen unsere Kinder ja nicht zum Betrug erziehen.
- Wir wollen Bürger, die den Kommunalpolitikern auf die Finger schauen. Im Fall des neuen OB etwa 4300 Bürger pro Finger und Daumen.
- Wir wollen einen starken OB (eine starke Landrätin natürlich auch), der (die) selbstbewusst immer genau das macht, was wir wollen.
- Wir wollen Großkreise mit Nordhausen als Hauptstadt. Hei, wird das fein, wenn die Bürger aus den eingemeindeten Kreisen dann wegen jedem Sch... nach Nordhausen kommen müssen. Wenn die DB dann noch die Fahrzeiten für die Züge ein bisschen intelligent festlegt, kommen sicher auch gleich ganz viele Besucher in die neue Kulturbibliothek.
- Wir wollen immer noch, dass Wacker Nordhausen in die Bundesliga aufsteigt. Jetzt natürlich gleich in die Erste. Dafür sollten Klose, Ösil, Podolski usw. aus dem Ausland zurück geholt werden. Natürlich mit Stammplatzgarantie in der 1. Mannschaft und ohne finanzielle Zuwendungen von irgendwem für den Verein und den Sportpark.
- Wir wollen natürlich weiter unsere nnz-online, mit einem Chefredakteur, der immer unser aller Meinung hat und auch schreibt und ohne Kommentare von ...(Setzen Sie bitte hier selbständig die Namen Ihrer jeweiligen Lieblinge ein. Wenn Ihnen so gar keiner einfällt, nehmen Sie einfach meinen. Ich lese die eigenen Beiträge sowieso nie.)
Jürgen Wiethoff
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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