Kommentare
WR-NDH
11.12.2012, 18:14 Uhr
Lieber PSG,
ich kann das von Ihnen hier Geschriebene nur unterstreichen.
Auch ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Meine Mutter war gelernte Näherin, mein Vater war, weil seine Eltern das Lehrgeld für ihn nicht zahlen konnten, ein sehr intelligenter aber ungelernter Arbeiter. Wir waren drei Geschwister und haben alle studieren können.
Glaubt denn jemand das wäre heute möglich? Mein Sohn hat auch studiert, daher weiß ich wie viel Geld Eltern dabei zusteuern müssen.
Und: ich habe studiert, ohne zuvor gedient zu haben. Das hat mich dann erst im Alter von fast 26 Jahren erwischt, für 18 Monate. In meiner Seminargruppe hatten vielleicht vier Kommilitonen zuvor gedient, mehr nicht und nur zwei davon waren drei Jahre bei der NVA. Übrigens waren, wenn ich mich recht erinnere, alle Mitglieder der FDJ, aber Mitglieder der SED waren nur fünf von uns. Soviel zu der Mähr, man hätte um studieren zu können SED-ler sein und drei Jahre gedient haben müssen.
Übrigens waren viele Gruppen- und Abteilungsleiter des Fernmeldewerkes Nordhausen, in dem ich gearbeitet habe, bis 1990 parteilos oder Mitglied einer Blockpartei. Ich denke da z.B. an die Herren Bock, Lange, Vogelgesang, Fischer usw. usf. Ich kann also nicht sagen, dass man unbedingt Genosse sein musste um beruflich voranzukommen, wie es immer wieder dargestellt wird. Natürlich gelang das leichter, wenn man Genosse war und Dünnbrettbohrer nutzten das damals so wie sie es auch heute tun.
Und man hatte auch keine Repressalien zu fürchten, wenn man nicht für die Stasi tätig sein wollte. Als man Anfang der 80er Jahre einen Nachfolger für den WIMI des Betriebsdirektors suchte hatte man unter anderen auch Herrn Muras und mich zum Gespräch gebeten Der in Aussicht gestellte Verdienst war verlockend, aber als ich erfuhr, dass dazu auch die Zusammenarbeit mit der Stasi gehörte lehnte ich ab, ebenso Herr Muras. Was passierte uns? Nichts. In meiner Stasiakte wurde das vermerkt, wie ich später erfuhr.
Natürlich singe ich nicht das hohe Lied auf die DDR, weil dort nicht alles gut war, aber mir geht es wie Ihnen: Ich kann die ewige Leier über die schlechte DDR nicht mehr hören.
Bodo Schwarzberg
11.12.2012, 19:33 Uhr
Arroganz der heutigen Machthaber
Diese zeigt sich meiner Meinung nach heutzutage oft, wenn es um die so genannte Aufarbeitung der DDR-Geschichte geht. Jeder, der seiner eigenen Jugend im Arbeiter- und Bauernstaat etwas Positives abgewinnen kann, muss damit rechnen, von Mitgliedern der heutigen staatstragenden Parteien als systemnah wenn nicht Schimmerem bezichtigt zu werden.
Eine differenzierte Aufarbeitung der Geschichte dieses Staates verlangt aber eine strikte Trennung zwischen den dem untergegangenen System eigenen diktatorischen, ja verbrecherischen Handlungen und den Biografien und Erfahrungen des oder der einzelnen. Wir erleben heute wieder, wie schon in der DDR eine Arroganz der Mächtigen, die ihrer Macht und ihrem System jede systemische Unzulänglichkeit absprechen und die Schuld an den schon heute vielfach tödlichen Systemfolgen äußeren Faktoren oder gar noch dem Kommunismus zuschreiben. Letzteres hatten wir schon in Nordhausen.
Die DDR mit all ihren auch schlimmen Auswüchsen permanent zu maltätieren, soll ebenso von den unzähligen eigenen Unzulänglichkeiten der bürgerlichen Demokratie und Marktwirtschaft ablenken, wie wir es früher durch den Schwarzen Kanal, in den "Roten Wochen" der Universitäten oder Parteilehrjahren bezüglich des Kapitalismus über uns ergehen lassen mussten, während bei uns die Fassaden zusammenbrachen und die Flüsse Faulgase produzierten.
Faulend und sterbend ist unsere Gesellschaft wohl noch nicht ganz, aber die Richtung stimmt. Eine Krise jagt die nächste, die Jugendarbeitslosigkeit in Europa erreicht täglich neue Rekorde, die Zahl der weltweit Hungernden übersprang die Milliardengenze. Der dem System eigenen Profitgier fällen aber nicht nur Millionen Menschen zum Opfer, sondern sogar die Lebensgrundlagen für die gesamte Menschheit. Dies kann dem Sozialismus nun wirklich nicht mehr in die Schuhe geschoben werden!
Vor diesem unendlich beweisbaren Hintergrund schlage ich als nächstes eine Flohburgausstellung zu den Schwächen unseres Systems und zu den dramatischen Folgen der Diktatur des Geldes und der Macht unzähliger Seilschaften vor. Diese gab es in der DDR und sie gibt es heute. Nur sind sie heute tausendmal effektiver. In ihnen dominieren wie früher die Erfolgreichen ohne wahres Verantwortungsgefühl. Hätten sie es, müssten sie die global tödlichen Schwächen ihres eigenen Systems permanent beim Namen nennen. Wo sind die Bürgerrechtler von damals geblieben?
Warum protestieren Dr. Zeh, Frau Hartmann, Herr Theuerkauf, Herr Jendricke, Frau und Herr Tischer, Herr Gauck, Markus Meckel, Herr Thierse und viele andere mehr nicht gegen das, was wir zum Schaden der Ärmsten der Armen durch Zollschranken, E10-Lebensmittelverteuerung, Dumpinglöhne, Umweltverseuchung und Ressourcenverschwendung nebst Klimaerwärmung anrichten?
Ist ihr Verhalten Heuchelei, Inkonsequenz oder nur Opportunismus?
Suse
11.12.2012, 20:13 Uhr
Was wahr ist soll auch wahr bleiben
Auch ich kann die ewige Leier über die schlechte DDR nicht mehr hören. Warum sehen sich die ewigen Besserwisser nicht mal in der Gegenwart um. In DDR Zeiten konnte man seine Meinung offen sagen und da bewegte sich sogar was! Wen interessiert denn heute die Not vieler Menschen hier im eigenen Land?
Wer hört von den Regierenden auf die Stimme des Volkes? Was ist der (arme) Mensch in dieser Gesellschaft noch wert? Es ist Zeit endlich mal die Probleme der Gegenwart zu sehen und zu lösen.
Peppone
11.12.2012, 20:56 Uhr
Die perfekte Gesellschaft gibt es nicht.
Die Suche danach wird immer zwangsläufig am "Faktor" Mensch scheitern. Allein schon die Vorstellungen über ein erfülltes, sicheres, glückliches Leben sind so unterschiedlich, dass es die alle glücklich machende Gesellschaft gar nicht geben kann. All jene, die durch Indoktrinierung Anderen ständig vorschreiben wollen wie sie zu leben haben, haben die Psyche(oder das Bewusstsein) des Menschen überhaupt nicht verstanden.
Ich denke, man kann hier nur werten bzw. abwägen. So wie es die totale Freiheit nicht geben kann und darf, darf es auch keine bis ins Kleinste und ins Private geregelte Bevormundung geben. Beides führt zu Widerständen, die letztendlich zur Unbrauchbarkeit des Systems führen. Gesetze so weit wie nötig, aber nicht so weit wie möglich sollte die Devise sein!
Der Mensch vergisst zum eigenen Schutz nach gewisser Zeit die erlebten falschen und negativen Dinge. Deshalb erscheinen heute viele Dinge, die damals falsch waren als zumindest akzeptabel oder sogar gut. Dadurch werden diese Dinge aber nicht weniger falsch.
Und die von Herrn Schwarzberg angesprochenen "Opportunisten" hat und wird es in jeder Gesellschaft immer geben. Womit sich der Kreis wieder schließt!
Und als Beispiel dafür, dass der Mensch menschelt hier mal ein Zitat @Suses: "In DDR Zeiten konnte man seine Meinung offen sagen und da bewegte sich sogar was!"
- Na klar hat sich da was bewegt. Je nach Gesagtem unter Umständen das Eingangstor vom Gefängnis für Politische Häftlinge, Bautzen II. Bei mir hört da die Nostalgie und Ostalgie allerdings auf! Denn eines ist absolut sicher, in der DDR konnte man Meinungen, welche nicht Staatskonform waren, nicht ohne Konsequenz offen sagen. Auch wenn das heute einige Leute frei, ohne Konsequenz zu fürchten, behaupten dürfen und damit die Geschichte klittern.
NDHler
11.12.2012, 21:30 Uhr
Liebe Suse
ihr Beitrag ist sicher ironisch gemeint oder?! Glauben Sie ernsthaft in der DDR hätte es eine solche Plattform wie die NNZ gegeben auf der jeder offen seine Meinung sagen dufte? In welcher DDR haben sie eigentlich gelebt. Es ist heute sicher nicht alles Perfekt, aber eines gibt es heute was es in der DDR nicht gab und das ist eine Meinungsfreiheit mit all ihren Vor- und Nachteilen. Aber sie gibt es und sie gab es nicht in der DDR!
Eckenblitz
11.12.2012, 22:30 Uhr
DDR
Trauern wir der DDR nach. Ich habe das Gefühl hier wird von einigen der Weg in den Sozialismus geebnet.
Man tut so als ob es die Stasi nicht gegeben hat, die Übergriffe der Stasi auf die Bürger werden heute schon wieder von vielen als ein Einzelfall dargestellt.
Man durfte in der Zone offen sagen was man wollte. Eine Zensur der Zeitungen gab es nicht. Familien wurden nicht auseinander gerissen, wenn man sich weigerte mit der Stasi zusammen zu arbeiten.
Natürlich gab es Ausnahmen, die Stasi nahm schließlich nur zuverlässige Leute, sie wussten sehr genau wer zu gebrauchen war. Ob er Betriebsdirektor oder Hilfsarbeiter war, dass spielte keine Rolle.
Wichtig war nur das man genug Information über gewisse Personen bekam. Viele werden nicht wissen, dass die Stasi von einer übergeordneten Stelle überwacht wurde.
Die Stasi wusste sehr genau was in ihren Reihen vorging. meinens wissen nach plante eine Gruppe der Stasi schon im Jahr 1984 einen Putsch gegen verschiedene Staatsgrößen, an erster Stelle Honecker.
Die Stasi machte auch nicht halt davor Kinder für ihre Spitzeltätigkeit einzusetzen. Ich erinnere mich an die Zeit, als Kinder durch die Straßen liefen und genau schauten in welche Himmelsrichtung die Fernsehantenne stand.
Sie fragten ihre Mitschüler aus welche Uhr um 20 Uhr auf ihren Fernseher erscheint. Es gab auch keine Mauertode und wenn dann waren es krimminelle Elemente, die den Tod verdient haben,oder?
Das soll erst einmal reichen, wie gesagt das waren ja alles nur Einzelfällen, oder vielleicht nur ein Versehen? Es gab auch nicht zig TAUSENDE POLITISCHE GEFANGENE ????
Retupmoc
12.12.2012, 09:11 Uhr
Komische Geschichten
Was ich bei der ganzen Diskussion nie verstehen werde ... wenn es den Menschen in der DDR so schlecht ging, keiner offen seine Meinung sagen durfte und alle bespitzelt wurden ... WIESO ...
konnte eine Frau Angela Merkel in diesem bösem System als Tochter eines Pfarrers sowohl in der DDR auch als im Ausland studieren bzw. schon 1986 in die " revanchistische " BRD einreisen? Wieso wurden gegen Frau Dr. Merkel, als Gegnerin des Sozialismus und der DDR - Regierung keine Repressalien getätigt?
Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder war die DDR nicht so - oder Frau Dr. Merkel war doch eine glühende Verfechterin vom Sozialismus. Dann verstehe ich nicht, warum man in der BRD eine Sozialistin als Kanzlerin hat. Oder drehte man das Mäntelchen in den Wind?
I.H.
12.12.2012, 11:02 Uhr
Die allerkomischste Geschichte
ist, dass es immer noch Leute gibt, die dieses krankhafte Gebilde Stasi als Wohlfahrtsunternehmen darstellen- oder verstanden haben wollen. Aber nach den Gesetzen der Logik muss es da, wo es Opfer gab, auch Täter gegebenen haben. Aus dieser Sicht heraus ist die Sache vielleicht gar nicht komisch.
Alles das schließt nicht aus, dass es Menschen gibt, die in der DDR eine wohlbehütete Kindheit bzw Jugendzeit genossen.
Retupmoc
12.12.2012, 11:48 Uhr
Komisch Herr Stülpner
ist, das Sie auf eine konkrete Frage nur eine lapidare Antwort geben. Die von mir genannte Person (AM) war nach eigener Aussage in der ehemaligen DDR eingesperrt und Sie war deshalb gegen das Regime. Wie konnte also ein Regimegegner so viele Vergünstigungen bekommen? War die Stasi doch nicht allgegenwärtig?
Aber ich gebe Ihnen die Antwort selbst. Menschen, die sich mit der DDR abgefunden haben und nicht öffentlich gegen bestimmte Zustände rebellierten wurden auch in Ruhe gelassen. Das ist Fakt. Und ja - es war nicht alles gut. Eine Stasi brauchte es ebensowenig wie V-Leute in Nazi-Kreisen. Die Versorgung mit bestimmten Gütern war teilweise unorganisiert und unterirdisch. Jede Grenze mit Mauer und Stacheldraht und schießwütigen Grenzern ist eine zuviel - damals - wie auch heute ( ich denke da an Israel/Palästina oder USA/Mexiko ). Übrigens starben an diesen Grenzen in den letzten 10 jahren bedeutend mehr Menschen als an der ehemaligen Staatsgrenze der DDR. Nur das will keiner wahr haben.
Ich glaube übrigens jedem der es behauptet, das er bestimmten Repressalien und Zwängen ausgesetzt war. Auch das ist unbestrittene Wahrheit. Allerdings sollte man auch die einzelnen Geschehnisse dazu überprüfen. Vor ein paar Monaten lief in der ARD eine Reportage über einen " Verfolgten " des DDR - Regimes, der ein paar Monate in Bautzen einsitzen mußte. Die Bedingungen dort waren wohl menschenverachtend. Nur - der feine Herr hatte mehrfach Mopeds geklaut. Und wurde deshalb verurteilt. Hat etwa das Honecker - Regime diesen Menschen gezwungen Mopeds zu klauen? Bestimmt nicht! Und erlicherweise ist mir diese Verfahrensweise lieber, als die Gerichtsbarkeit in der BRD, bei der Vergewaltiger und Kindermörder noch Geld vom Staat bekommen, wenn Sie diesen verklagen.
PS; Ich durfte übrigens in der DDr nicht studieren, weil ich nicht 3 Jahre zur NVA gehen wollte. Und diese Kritik am Staat habe ich damals auch in der FDJ-Versammlung äußern dürfen. Und mir ist nichts passiert... komisch ...oder?
Und da wären wir wieder bei der Eingangsfrage. Wieso konnte AM studieren und reisen?
suedharzer
12.12.2012, 13:33 Uhr
falscher Vergleich Retupmok
Das Einsperren der DDR-Bürger mit Schießbefehl und Stacheldraht kann nicht mit den heutigen Grenzen der USA oder Israels verglichen werden. Weder Mexikaner noch Palästinenser werden eingesperrt.
Vielmehr will das Nachbarland keine unkontrollierte Einreise von dort. Ist in Bezug auf Israel auch nicht verwunderlich, dass Terrorattentäter dort nicht erwünscht sind. Im Übrigen haben sowohl der Gazastreifen als auch das Westjordanland Grenzen zu den arabischen "Brüdervölkern". Somit könnten die Palästinenser in diese Richtung doch frei reisen, oder? Dumm nur, dass diese Bruderstaaten die Palästinenser auch nicht einreisen lassen. Dies darf im linken Antiisraellager (oder gar Antijuden?!?) aber keiner zugeben.
Es ist ja wohl ein Unterschied, an der Grenze von den eigenen Leuten erschossen zu werden oder ob man gewaltsam versucht in ein anderes Land einzudringen und hierbei zu Schaden kommt. Auch das ist mal wieder typische Geschichtsverklärung hier. Da kommen sich die ganz Linken und die ganz Rechten wieder gefährlich nahe...
Peppone
12.12.2012, 18:43 Uhr
Was es nicht alles so gibt!
Nicht jeder ist so einfach zufrieden zu stellen wie Sie, lieber @Retupmoc. Wenn Ihr Hauptaugenmerk die nicht erfolgte Repressalie nach der FDJ Versammlung war und nicht Ihr angeblich verhindertes Studium, war es meiner Meinung nach richtig Sie nicht studieren zu lassen!
Im Übrigen gab es diese drei Jahres Verpflichtungs-Geschichte auch nur für Studiengänge, die gefragt und überbelegt waren. Wer entsprechende Abschlüße zum Studieren hatte, der konnte das auch! Wenn auch nicht immer im Wunschstudium.
Bei dem Ding hier: "Ich durfte übrigens in der DDr nicht studieren, weil ich nicht 3 Jahre zur NVA gehen wollte. Und diese Kritik am Staat habe ich damals auch in der FDJ-Versammlung äußern dürfen. Und mir ist nichts passiert... komisch ...oder?"(Zitat Retupmoc) - Fällt mir persönlich jedenfalls nichts mehr ein - außer, freuen Sie sich weiter darüber, dass Ihnen "nichts" weiter passiert ist und Sie angeblich nur nicht studieren durften.
Abschließend gebe ich meinem Vorschreiber mit seinen zwei Schlußsätzen gerne recht!
Kein US-Amerikaner wird an der Ausreise gehindert.
Und auch kein Israeli. Die DDR-Bürger schon.
Und in allen drei Ländern haben die Zäune keine Probleme gelöst, sondern nur geschaffen. Natürlich konnte man in der DDR ein erfülltes Privatleben haben.
Harzer_Wolf
13.12.2012, 09:18 Uhr
Und ewig grüßt das Murmeltier
Kaum ist irgendwo ein Vortrag oder eine Ausstellung zum Thema DDR angesetzt, schlagen die Wellen der Befürworter und der Gegenparteien hoch. Dabei wird die DDR dann meist auf Mauer und Stasi reduziert. Dabei hatte das DDR - Regime noch ganz andere " Greueltaten " zu bieten:
Unvergessen sollten z. B. die ca. 250000 Obdachlosen bleiben, von denen bei einem Wetter wie heute, täglich ein paar sterben müssen. weil Sie erfrieren. Den ca. offizell angegebenen Arbeitslosen geht es da schon etwas besser. Sie hatten zwar keine Arbeit, also keine Reputation in der Gesellschaft - aber es lebte sich ja gut mit Mielke 4. Nur ohne Arbeit fühlte es sich nicht so gut an in der ehemaligen DDR.
Auch die Millionen Niedriglohnempfänger konnten ein Lied davon singen. Es wird sogar offiziell Kinderarmut gegeben haben. Aber das zuständige Ministerium der SED soll den sogenannten Armutsbericht der Honecker-Regierung geschönt haben. Dazu kam, das viele NVA - Soldaten in Kriegseinsätzen (Bosnien, Afghanistan, Burkina Faso oder Vietnam) entweder ihr Leben lassen mussten oder Sie aktiv am Tod von Teilen der dortigen Zivilbevölkerung beteiligt waren.
Auch wurden in riesigen Mengen Waffen an Kriegstreiber im Nahen Osten oder Asien verkauft. Mit diesen in der DDR gebauten Waffen wurden dann blutige Bürgerkriege geführt. Natürlich war dem DDR - Staat die Einnahme der Devisen dafür wichtiger, als die Skrupel, am Tod von Frauen und Kindern beteiligt zu sein.
Gefährlich war es auch, wenn Teile der Bevölkerung gegen den Bahnhof Ostberlin 21 oder das Atommüllendlager bei Schierke demonstrierten. Die Staatsmacht setzte Wasserwerfer und Gummiknüppel ein und es kam bei einigen Demonstranten zu bleibenden Schäden. Besonders schlimm war auch die Rechtssprechung der Gerichte in der DDR. Vergewaltiger und Totschläger kamen oft mit geringen Strafen davon.
Es soll auch Fälle gegeben haben, bei denen Kindesmörder noch eine Entschädigung dafür bekommen haben, das man sich erdreistet hatte, diese nach dem Verbleib des entführten Kindes zu fragen.
Ich möchte keinesfalls die Vergangenheit beschönigen. Ich habe mir aber beim Lesen der obigen Artikel, die Frage gestellt, über was Ausstellungen oder Vorträge im Jahr 2035 berichten. Vielleicht sollte man lieber auf das HEUTE achten, und nicht nur auf Dinge die nicht mehr änderbar sind?
prinzip
13.12.2012, 09:52 Uhr
Bester Beitrag
Das ist seit langen des beste Beitrag hier. Auch die Schlussfolgerung, sich lieber um das Heute Gedanken zu machen, weil man da noch etwas ändern kann, ist sehr gut. Ich glaube aber, das ist es gerade was man nicht wirklich will. Deshalb wird das "Denken" der Leute auch ständig in andere Richtungen gelenkt.
Wolfi65
13.12.2012, 11:00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Zorro
13.12.2012, 11:28 Uhr
Unterstützung
Genau das ist das Problem. Mann will sich gar nicht ernsthaft mit dem "Heute" auseinandersetzen. Das ist anstrengend und würde vielleicht einige "Privilegien" der heute "Bestimmenden" kosten. Die Seilschaften sind weit verzweigt, natürlich nur um Vorteile zu erhaschen.
Gesetze und Bestimmungen werden so ausgelegt, wie man sie braucht. Dafür gibt es genügend Beispiele. Die Verantwortlichen stellen sich immer die Frage: Welchen Nutzen bringen "MIR" die Folgen einer Entscheidung? Festigung der Macht, Unterdrückung kritischer Stimmen, ...
I.H.
13.12.2012, 12:03 Uhr
Ablenken wollen nur die,
welche am Thema komplett vorbei ihre recht seltsamen Theorien über das Heute und Jetzt unter die Leute bringen wollen. Über das Heute gibt es allerdings schon tausende Beiträge in dieser Zeitung. Im Beitrag geht es klar und deutlich um eine Betrachtung zum Thema " ...- jung sein in der Diktatur". Gemeint ist damit die DDR Geschichte und nicht das Heute und Jetzt.
Wie schon erwähnt, natürlich gibt es auch Menschen, die am liebsten gar nichts über diese Historie hören wollen. Nochmal, es gab nicht nur Opfer dieses Systems. Und genau deshalb ist es wichtig, über diese Zeit zu berichten.
Außerdem wird niemand zum Besuch dieser Ausstellung in der Flohburg gezwungen. Es wird noch nicht mal jemand dazu gezwungen Herrn Greiners Reflektion zum Thema zu lesen. Aber es ist interessant, welche Reflexe das Thema in den Kommentaren auslöst. Das Thema scheint diverse Nerven zu treffen.
Retupmoc
13.12.2012, 13:07 Uhr
Ablenkung
Weil wir bei Ablenkung sind: Auf meine klar gestellte Frage habe ich noch keine Antwort bekommen. Wer lenkt denn also ab? Und nein Stülpner , Carl ... solche Ausstellungen sind so langweilig, wie die zehnte Wiederholung von Sissi zu Weihnachten. Sie sagen es doch selbst, es gab nicht nur Opfer des Systems. Aus diesem Grund, wäre eine Ausstellung über die Nutznießer mal schön. Über die Dame, die ich erwähnte oder über die ganzen Parteisekretäre und Stasis, die nach 1990 gut bezahlte Jobs in der Kohlschen Republik zugeschammert bekamen. Aber darauf werde ich bis zum jüngsten Tag warten müssen, dennn das passt nicht in das kapitalistische Weltbild.
NDHler
13.12.2012, 13:37 Uhr
DDR nicht nur auf die Stasi reduzieren!
Vielleicht sollten sich einmal hier alle die Mühe machen, das heutige Deutschland mit einer DDR zu vergleichen, welche nicht 1989 zusammengefallen wäre. Nehmen wir doch einmal an den Aufstand, die Massenflucht und all das ganze Zinnober hätte es damals nicht gegeben und die gute alte DDR hätte einfach weiter existiert.
Wo wäre denn eine solche DDR heute? Nehmen wir doch einmal an, die Entwicklung Deutschlands hätte es nur in der BRD gegeben, was wäre in der DDR passiert, hätte es in der DDR Fortschritt oder eher Rückschritt gegeben? Das ist doch viel spannender als der Vergleich Deutschland heute und DDR damals, die Welt hat sich weitergedreht, und das mit einem enormen technischen Fortschritt von der Mobiltelefonie bis zum Internet.
Was davon hätten wir in der DDR heute, hätte überhaupt jeder schon einen Telefonanschluss der einen möchte? Noch viel interssanter wird es, wenn man die Preise für Erdgas und Rohöl von damals und heute nimmt. Die DDR war immer ein sehr rohsoffabhängiger Staat, wer glaubt die UdSSR würde uns heute noch für wenig Geld Öl und Gas verscherbeln? Die würden doch bei den Weltmarktpreisen ihre Sachen viel lukrativer los als in der DDR von 2012.
Wir hätten also ein noch größeres Problem Öl und Gas zu bekommen und jeder weiß, dass diese beiden Rohstoffe eminent wichtig waren für die DDR Industrie! Nehmen wir einmal die Versorgung der Bevölkerung zum Beispiel mit Getränken. Hätten wir heute bei einem sehr heißen Sommer genügend Mineralwasser in den 4 Kaufhallen Nordhausens, oder wie damals nur leere Paletten, vom trüben Bier ganz zu schweigen.
Aber bleiben wir beim Öl und Gas und kommen zum Heizen. Wer von euch hat mal eine neue!!! Platte von innen gesehen. Reden wir hier nicht über die schiefen Wände, daran konnte man sich gewöhnen (gab ja Schnaps ;-) ) reden wir mal über die undichten Fenster in den Neubauten, was glaubt ihr, wie viele davon hätte man heute schon energetisch saniert? Mal abgesehen von den Treppenhaussanierungen (Malerarbeiten) ist damals und wäre auch bis heute nichts passiert.
Wollen wir hier noch über den Umweltschutz reden, das Wasser in der Zorge war nicht immer klar, was da drin war weiß ich nicht! Oder über die Smogglocke welche über der Unterstadt hing wenn man von Nord kam. Hätte sich bis heute etwas geändert, oder wäre das nicht vielleicht noch schlimmer als damals?!
Interessantes Thema währen noch die Preise in der DDR, Brot, Brötchen, Milch usw. o.k., lustig fand ich aber immer, dass ein Farbfernseher fast genau so teuer war wie ein Auto. Konnte ich irgendwie nicht nachvollziehen, was war denn da jetzt wertiger? Wir müssen das hier nicht immer auf die Stasi reduzieren, es gab auch noch andere Dinge in der guten alten DDR die ich nicht wieder haben möchte.
Aber ich höre jetzt erst einmal auf fällt mir aber noch eine ganze Menge mehr ein!
Harzer_Wolf
13.12.2012, 14:56 Uhr
Wenn @ Ndhler
ist eine gute Frage. Beantworten kann Sie allerdings nur jemand der in der Zeit oder in Alternativwelten reisen kann. Also Captain Kirk zum Beispiel. Ich kann es nicht - Sie können es auch nicht. Alles andere es hypothetisch. Nehmen wir mal ihr Beispiel mit Erdöl bzw. Erdgas ! Könnte es nicht auch sein, das die UdSSR ( Rußland ) im Rahmen des RGW ( Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe ) diese Rohstoffe preiswerter in die DDR transportiert hätte?
Vielleicht hätten wir mit unseren hochwertigen Artikeln, wie Meissner Porzellan oder Zeiss - Gläsern gezahlt? Vielleicht wäre der Nachfolger von Honni auch auf die Idee gekommen, das Land ein Stück weit zum anderen Deutschland zu öffnen - ohne Treuhand und Abwicklung. Vielleicht hätten wir im Osten immer noch keine Millionen von Arbeitslosen? Und vor allem, wir hätten nicht den Pleite-Teuro.
Besonders gut fand ich übrigens Ihr Beispiel mit der Wohnsituation. Ich bewohne noch die gleiche Wohnung wie vor 1989. Damals zahlte man 33 Ostmark Miete ! Ich gebe ja zu, das man bis weit in die 80ziger über einen Kachelofen heizte. Aber dafür war es immer dann mollig warm, wenn man wollte.
Heute bezahle ich das Zehnfache für eine "sanierte" Wohnung. Witzigerweise für 7 qm mehr , als die Wohnung wirklich groß ist. Aber das passt nach bundesdeutschem Recht. Solange der Vermieter sich nicht um zehn Prozent zu Ungunsten des Mieters verrechnet, ist das legal. Ich nenne das Betrug. Wenn man abends nach Hause kommt und nicht gleich einen Heizschub erwischt, bleibt es erst einmal relativ kalt in der Wohnung. Da kommt schon mal der Schimmel ins Spiel. Auch die Fernsicht hat sich "verbessert". Man schaut nun auf eine Schulruine, in der im Winter die Ratten und im Sommer die Kids spielen. Manchmal auch umgekehrt.
Sie sehen ... es ist immer Ansichtssache. Aber wie ich schon sagte, das DAMALS kann man nicht mehr verändern, das HEUTE schon. Nur ist die Frage, ob man das möchte. Die User "prinzip" und "zorro" haben das erkannt. Es gibt anscheinend doch noch Menschen, die sich nicht wie eine Herde herumschupsen lassen.
gosalianer
13.12.2012, 15:04 Uhr
@ NDHler
All Ihre Fragen haben Sie selbst beantwortet. Das Ende der DDR ist evolutionär bedingt. Warum weiterhin Rolandbräu mit Schweinegalle-Zusatz trinken wenn es Krombacher mit Felsquellwasser gibt. Der Mensch möchte auf Dauer nicht kontrolliert und reguliert werden - er strebt nach mehr. Das macht jeder, auch wenn es Leute gibt, die das nicht zugeben und weiterhin auch nicht zugeben werden. Die Aussagen der linken Parteien werden oftmals für gut befunden, dennoch wählt sie keiner, weil man die Auswirkungen der parteipolitischen Ziele gerne seinen Mitmenschen wünscht, doch niemals sich selbst.
Rein nach dem Motto: Den Anderen wünsche ich eine bessere Armut, mir selbst den bestmöglichen Wohlstand. Das Ziel eines Jeden ist Wohlstand - meinetwegen ist das die berüchtigte Anbetung des goldenen Kalbs. Auch wenn es keiner hören will, weil er Angst hat auf der Strecke zu bleiben, aber nur so ist Fortschritt möglich. Das ist der Grund weshalb es die DDR nicht mehr gibt und in ähnlicher Form auch nie wieder geben wird.
NDHler
13.12.2012, 16:09 Uhr
Nein @Harzer_Wolf,
es ist weiß Gott heute nicht alles perfekt. Dem perfekten Gesellschaftssystem steht der Mensch selbst im Weg, hatten Sie das auch angemerkt? Mag sein, dass der eine oder andere User ihre Haltung erkannt hat, aber so richtig ändern will hier (glaube ich) niemand etwas. Dafür geht es der Mehrzahl der Deutschen einfach zu gut! Ich habe ihren verdreht geschriebenen Beitrag sehr wohl verstanden.
Es ist auch in diesem System vieles Verbesserungswürdig, keine Frage! Schauen sie sich aktuell Bochum an, da wird eine Marke wie Opel über Jahre von GM kaputt gespielt in dem man den Verkaufsradius der Marke einschränkt und dann kommt da ein Manager kurz vor Weihnachten und dem 50jährigen Jubiläum des Werkes vorbei und kündigt die teilweise Schließung an, pervers ist das!
Und haben sie einmal in die Gesichter der Angestellten gesehen, Trauer, Enttäuschung und ein bisschen Wut. Aber keiner steht auf, keiner wehrt sich, alle ergeben sich. Der Betriebsrat stellt sich vor die Kamera und sagt sinngemäß das wird schon wieder. Was ist da los, in anderen Ländern hätte es gewaltig gekracht, diesen Typen hätte man nur unter allerhöchsten Sicherheitsmaßnahmen da raus gekriegt.
Und in Bochum, ein paar vereinzelte Zwischenrufe, mehr nicht! Niemand ist bereit etwas zu unternehmen, die Linken nicht (die haben die meisten sowieso längst durschaut!), die Gewerkschaften nicht und das Volk auch nicht. Aber nicht weil sie es nicht dürfen wie damals in der DDR (um beim Thema zu bleiben) sondern weil es ihnen zu gut geht!
Glaskugel
13.12.2012, 16:27 Uhr
Meine Generation
ist das nicht, die da in dieser Ausstellung gezeigt wird. Ich weiß auch nicht ob das repräsentativ für alle sein soll oder nur diese zwei Schicksale zeigen soll.
Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass die DDR untergehen mußte. Ein Land welches seine eigenen Einwohner einsperrt kann nicht gut gewesen sein und kann auch nicht lang existieren. Ich glaube das die Leute, die so ein Land gut finden unter dem Stockholm Syndrom leiden.
Ich bin nicht immer einer Meinung mit @NDHler
aber hier hat er in allen Punkten den Nagel auf den Kopf getroffen. Und so lange wir uns in der warmen Wohnung am PC über Autobahnschilder oder untergegangen Ländern streiten können geht es uns besser als den meisten Menschen auf der Welt.
Paulinchen
13.12.2012, 23:55 Uhr
Hier nun mein Senf zu diesem Thema:
Nahezu alle Kommentatoren haben in allem was sie geschrieben haben, absolut Recht!
Nur habe ich dabei eines vermisst. Es sei mir gestattet, mal auf das Bildungssystem der ehem. DDR zu verweisen. Mein Enkel kommt tägl. zur Erledigung seiner Schularbeiten zu mir. Hier muss ich seit nunmehr 8 Jahren die Feststellung machen, dass das Fehlen von qualifizierten Fachkräften hausgemacht ist.
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass der Staat dringend Arbeitslose benötigt. Denn im vergangenen Jahr habe ich bei MONITOR einen Bericht gesehen, der bewiesen hat, dass der Staat Milliarden durch Arbeitslose, Hartz IV Empfänger und Zeitarbeiter verdient. Er benötigt einen Sockelbestand von ca. 4 Millionen Arbeitssuchenden, um keine finanziellen Verluste zu bekommen. Hat da das Bildungssystem vielleicht das Ziel, diese Zahlen zu erreichen?
Wussten Sie schon, dass wir in Deutschland 42 verschieden Bildungssysteme haben? Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die schwachen Schüler schlicht weg fallen gelassen werden, ob wohl die Schulen auf ihren Internetseiten mit individueller Förderung werben? Da wurde das Fach Russisch wie folgt durchgeführt: Das russische ABC mussten die Kinder lernen, nur schreiben mussten sie es mit lat. Buchstaben.
Ein Lehrbuch stand nicht zur Verfügung und beim ersten Elternabend wurde hinter vorgehaltener Hand vom Lehrer gesagt, ist nicht so schlimm, denn im nächsten Jahr gibt es das Fach nicht mehr! Da müssen die Kinder zum IKL für eine Woche. Hier lernen sie absolut nichts und wenn doch, dann ist es auch noch falsch. Wenn später einmal jemand sich auf das dort Gelehrte besinnt, dann wird er wegen Unfähigkeit, noch in der Probezeit, auf das Arbeitsamt geschickt.
Bilden unsere Schulen (Regel und Hauptschulen) nur noch Versager aus? Pech gehabt, wenn es welche gibt, die doch noch die Kurve kriegen?
Was haben wir da doch für unser Leben in den Schulen der DDR mit auf den Weg bekommen. Wir können so gar ein Weihnachtslied singen für unsere Enkel. Sie sind dazu nicht in der Lage. Dafür singen die zurzeit: Heute hier – morgen dort. Was den Geschichtsunterricht angeht, da geht mir das Messer in der Tasche auf. Bis zu 8. Klasse sind sie gerade mal im Jahr 1648 angekommen. Da stellt sich mir die Frage, gehen die Kinder im Jahr 2032 dann mit einem Handwagen zur Schule, weil dann die Geschichtsbücher noch dicker geworden sind?
Wann bekommen unsere Kinder endlich Fach und Sachwissen in den Schulen gelehrt. Nichts gegen die Pyramiden in Ägypten, nur wer nicht mit Prozenten und Zinsen rechnen kann, der Rechtschreibung nicht mächtig ist, weil kaum im Fach Deutsch gelesen wird, der hat es später im Berufsleben schwer. Wann bekommen wir in unserem Land endlich ein Bildungssystem, von dem die Menschen in Zukunft profitieren können oder sollen sie nur noch bei Wkipedia abschreiben, wie ihre politischen Vorbilder?
Ach ja – die Lehrbücher von heute sind zum Teil schon stolze 15 Jahre alt. Ist ja auch schon recht aufwendig/teuer, allein für Nordhausen unterschiedliche Bücher von einer zur anderen Schule vorzuhalten. Deutschland ein kinderfeindlicher Staat in Europa! Niemand, oder nur wenige wünschen sich die DDR zurück. Auch ich sehne mich nicht nach ihr.
Doch man muss auch einmal Realist sein, wenn es um die Bildung UNSERER Zukunft geht, um UNSERE Kinder, meint Paulinchen.
Retupmoc
14.12.2012, 08:03 Uhr
Keiner wehrt sich
Hier haben Sie sehr wohl Recht, lieber RWE. Keiner wehrt sich. Aber Sie vergessen leider eins. Von der Viertelmillion Obdachlosen wird sich keiner am PC äußern können, da fehlt schon der Stromanschluß. Dann fehlt es einer Reihe Menschen an Schulbildung. Sonst wäre Ihnen klar, das wenn Sie Retner sind, die Miete kaum noch aufbringbar (siehe gestrige Horrorbeschlüsse der Merkelschen Regierung) und man sich mit guter Wahrscheinlichkeit den Platz unter der Brücke als letzte Wohnstätte aussuchen darf. Leider hat man die Heimat für Aldi - Bier und Chiquita Bananas verkauft. Die ehemalige Heimat hätte eigentlich nur eine weltoffenere Regierung benötigt und die Abschaffung der Extremkommunisten. Nur die wurden ja von Helmut K. wieder übernommen. Das hatte die BRD ja auch schon mit den Nazis gemacht. Dieses Land war schon immer ein guter Zufluchtsort für Verbrecher.
Glaskugel
14.12.2012, 10:39 Uhr
So ein Unsinn
Was hier alles so für ein Unsinn geschrieben wird. Die Leute hier haben doch nicht ihre Heimat verkauft. Die Leute haben sich damals doch wohl eher ihre Heimat wieder von denen zurückgeholt, die sie ständig und bei jeder Sache gegängelt, bevormundet und in Schach gehalten haben. Auch gab es damals schon Leute die auf der Straße gelebt haben. Diese wurden dann einfach weggesperrt, weil sie als Asoziale galten. Offiziell durfte es sie doch gar nicht geben.
Also meine Schulbidung reicht aus
um mich in der heutigen Zeit durchzuschlagen...
So wie man die DDR nicht auf die Mauertoten und die Stasi allein reduzieren sollte, möge man heute nicht nur über Obdachlose und Arbeitslose erzählen. Fügen Sie noch Drogensüchtige hinzu haben wir den Schwarzen Kanal zurück. Es gibt übrigens auch viele Rentner die gut zurecht kommen. Fragen Sie mal jemanden, der sein Leben bei Nortak gearbeitet hat.
Fakt ist doch, daß es uns allen materiell besser geht als früher. Telefon, Farbferseher, Südfrüchte. Hat heute jeder. Das Problem ist die menschliche Natur, zu der eben auch Neid gehört. Ein wenig Bescheidenheit mehr täte uns allen gut.
Es ist richtig, allzu leicht fällt man durch das soziale Netz und manche Bevölkerungsgruppe hat es schwer. Alleinerziehende Mütter, Hartz 4 u.s.w. Auch werden Statistiken schöngerechnet und es gibt zu viel Lohndumping. Und kein Bauarbeiter kann bis 67 arbeiten.Aber: Man kann über die Grundsicherung denken was man will-man muß nicht obdachlos werden. Auch wenn die Rente niedrig ist. Obdachlosigkeit ist immer auch zum Teil selbst verschuldet. Und man kann auch nicht alles auf die "spzielen Umstände" schieben. Niemand wird gezwungen sich schon mittags vor einen Aldi-Laden zu stellen und Bier zu trinken. So ein Bodensatz gab es in der DDR auch schon. Er wurde halt nur mitgeschliffen.
Und allein solch eine Diskussion ungestraft führen zu dürfen ist ein Privileg, welches ein Großteil der Weltbevölkerung nicht hat.
Herr Taft
15.12.2012, 09:25 Uhr
zwei Dinge:
zunächst: es stimmt nicht, dass die heutige Sicht auf die DDR durchweg schlecht ist. Allerdings ist das Wissen von "Nicht-DDR-Kindern" über die DDR sehr lückenhaft, was man verstehen kann.
1. Ich erlebe in meinem Kollegenkreis in Baden-Württemberg ein großes Interesse über die tatsächlichen Vorgänge in der DDR. Ein gewisses Erstaunen ist immer vorhanden, wenn ich von einer glücklichen Kindheit spreche. Viele hier glauben, dass Kinder pausenlos militärisch gedrillt wurden, in jedem Wohnzimmer ein Honecker-Bild hängen musste und die Stasi jeden bespitzelt hat.
Eine Sichtweise, die genau dadurch entstanden ist, dass ausschließlich diese Dinge - Drill im Wehrlager, SED-Indoktrination in den Schulen und Stasi-Akten-Aufarbeitung in den Medien präsent waren. Über das normale Leben in der DDR gibt es keine Berichterstattung - wäre ja auch langweilig.
2. Die "Arroganz der Mächtigen" wie oben beschrieben gründet häufig genug auf dieser Unwissenheit. Es sind viele schlimme Dinge in der DDR passiert und diese werden immer und immer wieder ins Rampenlicht geschoben.
prinzip
15.12.2012, 12:08 Uhr
Und genau
das ist wie ich weiter oben schon mal schrieb wohl auch deshalb so gewollt, um die Menschen davon abzuhalten mit den Problemen der Gegenwart zu beschäftigen. Es werden die schlimmen Dinge die es zweifellos in großer Menge in der DDR gegeben hat so in den Vordergrund gerückt, dass das was gut war und sicher sogar besser als das was heute hier so abläuft gar nicht mehr sichtbar ist.
Und jemand der die DDR nur aus den heutigen Filmen darüber kennt, muss freilich ein verzerrtes Bild bekommen. Ich glaube fast, es gibt nur dann Gelder der Filmförderung wenn da irgendwie das mit Stasi drin vorkommt. Dann entstehen dann so drollige Machwerke wie letztens mit der Rakentante.
Bodo Schwarzberg
15.12.2012, 20:05 Uhr
DDR: "die GUTE alte Zeit" ?
Bei allen hier ausgetragenen Kontroversen um die Flohburgausstellung und um die persönlichen Erfahrungen von Peter-Stefan Greiner während der DDR-Zeit sollten wir ein psychologisches Phänomen nicht vergessen: Es gehört zu den evolutionsbiologisch wichtigen "Errungenschaften", dass der Mensch alles Negative eher verdrängt, als das Positive.
Die Konflikte früherer Lebensjahre sind ebenso Vergangenheit wie die Jahre selbst. Die Kämpfe jener Zeit, die es definitiv ebenso wie heute gab, sind ausgefochten. Die schlaflosen Nächte, die es damals aus welchen Gründen auch immer ebenso wie heute gab, vergessen.
Das Gesetz des Vergessens und Verdrängens schützt unsere Psyche vor einem im schlimmsten Fall gesundheits- und lebensgefährdenden Gefühlsstau. Andererseits ist es bezogen auf die Lösung globaler Probleme absolut destruktiv. Wenn wir aber im persönlichen Bereich nicht in der Lage sind, zu verarbeiten und zu vergessen, drohen Depression, Suizid oder Schlimmeres.
Ein einseitiges Loben der Vergangenheit sollten wir vor diesem Hintergrund daher immer mit Vorsicht genießen, ohne jedoch objektive "Positiv- und Negativlisten", in diesem Fall der DDR, unter den Tisch fallen zu lassen.
Ich selbst habe mich bestimmt 10x geweigert, der SED beizutreten, war aber immer bemüht, auch gegenüber den Genossen eine "Einheit-von Wort- und Tat-Linie" zu fahren. Ich war für sie zumindest meistens kalkulierbar und zwar auch dann, wenn ich mal Kritik übte.
Trotz meiner Probleme mit dem MfS erkannte ich schon damals, dass wir in ML viel Wahres über das hörten, was wir 1990 übergestülpt bekamen. Heute wünschte ich mir ein so offenes Wort der Machtparteien über den Kapitalismus, wie wir es in den unzähligen Stunden ML-Seminar an der Uni über diese Gesellschaft führten.
Die heutigen Staatsparteien, CDU, SPD und Anhängsel benehmen sich prinzipiell nicht unbedingt anders als die SED. Darüber kann auch die freiere Meinungsäußerung und der oft gepflegte offene Diskurs nicht hinwegtäuschen. Es gibt erschreckende Parallelen. Ohne das richtige Parteibuch kann man auch heute nichts werden und schon in der nnz sehen wir, wie viel Angst schon wieder unter den Menschen ist.
Nicht vor den Männern in langen Mänteln, aber vor Chefs, Kollegen, um die pure materielle Existenz und um das heute so wichtige Ansehen.
Dennoch haben die DDR und ihre SED nebst Führung grenzenlos versagt. Die jungen Genossen der damaligen Zeit hätten ihren Untergang verhindern können. Sie haben eine einmalige historische Chance vertan, eine funktionierende Alternative aufzubauen, an der sich vielleicht noch viele Menschen hätten orientieren können. Diesen Vorwurf werde ich den ehemaligen Genossen, bei allen eigenen, positiven Erinnerungen an die damalige Zeit, für immer machen.
Peppone
16.12.2012, 12:09 Uhr
Quatsch mit Soße!
Allein der Vergleich von heutigen Parteien wie SPD, CDU und (Zitat Schwarzberg) "Anhängsel" mit der SED verbietet sich für normal denkende Menschen und Kenner der DDR-Verhältnisse!
Kritik an den jetzigen Verhältnissen ist grundsätzlich nicht verkehrt. Solche "Vergleiche" sind mit ihren bewusst oder aus Unkenntnis falsch dargestellten Hintergründen allerdings mit absoluter Vorsicht zu "genießen"!
Wer die heutigen Parteien mit der SED in einen Topf schmeißen will, hat entweder irgend etwas überhaut nicht verstanden oder verfolgt genauso extreme Ziele, die den beteiligten Menschen nur zur Nummer verkommen lassen!
Bodo Schwarzberg
16.12.2012, 14:48 Uhr
@hubertus: Warum noch immer kein Klarname?
Lieber Hubertus,
ich staune ja, dass Sie ausgerechnet meine Parteienkritik kritisieren, meine Äußerungen aber zur heutigen Gesellschaftsordnung und zur differenzierenden Sichtweise auf die DDR aber nicht einmal erwähnen.
Offernsichtlich finden Sie die in Ordnung. Andererseits zeigt die nach wie vor ungebrochene Anonymisierung Ihres Namens, dass Sie nicht 100%ig zu Ihren Wortmeldungen stehen, also irgendwie ängstlich sind. Aber heißt es nicht: "Ein Mann, ein Wort"? (falls Hubertus ein Mann ist!)
Flitzpiepe
16.12.2012, 16:14 Uhr
Immer dieser Ruf nach Klarnamen
In jeder Woche kommt hier immer wieder der Klarnamenwunsch auf. Muss das denn immer wieder sein? Kann man denn nicht mal den jeweiligen Namen akzeptieren, den sich ein Teilnehmer in diesem Forum selbst gegeben hat.
Wie man sich hier nennt, wird schon sicher seine Gründe haben. Da gibt es zum Beispiel einen 'Bodo Schwarzberg' hier. Woher weiß ich denn, ob das DER BODO SCHWARZBERG ist, den ich mit diesem Namen verbinde? Ich kann es nur vermuten. Gewissheit habe ich aber nicht.
Solange man sich hier in diesem Forum nicht per PostIdent eindeutig als derjenige welche mit Personalausweis identifizieren muss, ist der fortwährende Ruf nach Klarnamen einfach nicht relevant. Und wenn es so wäre, wäre dieses Forum hier tot...
Zorro
16.12.2012, 16:34 Uhr
Richtig
Ich finde die Analyse von Herrn Schwarzberg korrekt. Auch heute ist es unter Umständen wichtig, dass richtige Parteibuch zu haben. Aktuell, die Wahl des/der Beigeordneten in der Stadtverwaltung.
Was zählen da schon Wissen, Können und die Fähigkeit zum Leiten? Das haben sich die ehemaligen DDR- Bürger auch anders vorgestellt. Glaubte man doch, im Westen geht es nur nach der Leistung und eben nicht nach der Parteizugehörigkeit. Weit gefehlt. Dazu kommt noch, dass mann die richtigen Beziehungen hat. Diese sind heute von existenzieller Bedeutung.
Peppone
16.12.2012, 19:55 Uhr
Quantität ist nicht Qualität!
Es liegt mir eigentlich fern, Herrn Schwarzberg nun zum fünfundzwanzigstem Male zu erklären, dass der Sinn des geschriebenen Wortes nichts mit dem vermeintlichen Klarnamen des Autors zu tun hat! Es gibt hier in dieser Zeitung zum Glück die Möglichkeit, dass sich hier jeder äußern darf, der das gerne möchte, auch ohne seine Privatsphäre preiszugeben!
Das ist auch kein Zeichen von Feigheit, sondern ganz normale Diskussionskultur! Nur Narzisten haben ein Problem damit, dass man ihnen mit Argumenten und Meinungen kommt. Welche Rolle soll der Klarname denn spielen? Hat man in einer Diskussion mit falschen Argumenten mehr recht, wenn dort der "Klarname" verwendet wird? - Quatsch, hat man nicht! Mündige Menschen können zwischen Unsinn und Realität immer selbst unterscheiden.
Nochmal zum Thema. Solche Meinungen von den zwei Protagonisten Barry und Fetzer gehören zur weltoffenen Gesellschaft einfach dazu. Genau so wie Herrn Greiner's Reaktion darauf in diesem Artikel. Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind das Salz in der Suppe. Ich möchte hier nicht nur die selbstverliebten Beiträge und Kommentare eines einzelnen Herren lesen, der meint jeden anderen belehren zu müssen und der denkt, die Wahrheit gepachtet zu haben!
NDHler
17.12.2012, 07:23 Uhr
Ich gebe Hubertus völlig Recht,
ein Vergleich der SED mit heutigen Parteien verbietet sich von allein! Da braucht Herr Schwarzberg nur bei seiner Partei, den GRÜNEN nachzuschauen, eine solche Mitgliederbefragung hätte uns damals vielleicht weiter gebracht hat es aber niemals gegeben.
Wir sind heute wesentlich näher an demokratischen Strukturen als damals. Und das richtige Parteibuch benötige ich vielleicht wenn ich ein bestimmtes politisches Amt ausüben möchte aber nicht im täglichen Leben.
Ich bringe immer wieder gern diese Plattform hier ins Spiel, das ist doch das beste Beispiel dafür, dass wir heute unserer Meinung freien Lauf lassen können. Ich könnte mir so etwas in der DDR niemals vorstellen.
Retupmoc
17.12.2012, 08:49 Uhr
Danke Herr Schwarzberg !
Ich möchte Ihnen einmal dafür danken, das Sie den Mut haben mit Klarnamen eine unbequeme Wahrheit auszusprechen. (Ich wage mir das nicht, denn der BND wird wohl mitlesen).Sie haben völlig Recht - wir gaben 1989 eine korrupte und bürgerfeindliche DDR - Regierung aus dem Amt gejagt. Weil die meisten Bürgerinnen und Bürger der ehem. DDR dachten, das es Ihnen besser gehen wird. Diejenigen, die das Mäntelchen in den Westwind gedreht haben, denen ist das gelungen.
Viele andere kämpfen um Ihre Existenz. Das fängt bei Arbeitslosen, Minijobbern an und hört bei den Obdachlosen auf. Wollten wir wirklich einen Staat, der nicht für jeden Arbeit und Obdach hat. Wollten wir eine Regierung, die aktiv Nazis unterstützt hat? Wollten wir fast täglich Kundgebungen der " Braunen ", geduldet von einem Staat, der auf dem rechten Auge blind ist?
Wollten wir, das unsere Söhne irgendwo auf der Welt im Kriegseinsatz sterben? Wollten wir Drogentote? Wollten wir Kinderarmut und die Tafeln?
Wer vor diesen Zuständen die Augen verschließt, wie Hubertus oder NDHler macht sich mitschuldig. Ja, die Honecker - Regierung hat Verfehlungen am eigenen Volk begangen. Die Regierungen Kohl und Schröder haben es auch getan und die Regierung Merkel/Rößler tut es jetzt. Das ist leider die unbequeme Wahrheit.
Marie 2010
17.12.2012, 20:44 Uhr
Schrei nach Klarnamen...
... allein schon der Begriff "Klarname", erschließt sich mir nicht. Was hätten denn die Verfechter von Klarnamen von den Klarnamen? Googlen sie mich dann, um mehr über mich zu erfahren? Finden sie nix. Daß mein nächstes Umfeld meine Meinung hier sieht? Die kennt sie! Ich denke, niemand schreibt hier Meinungen, die er nicht verantworten kann, oder mit der Kontroverse nicht zurecht kommt ! Also ist es alles in allem egal, wie der Name lautet!
Flitzpiepe
18.12.2012, 09:17 Uhr
Klarnamen und das TMG
Ich möchte noch einen abschließenden Verweis auf das Telemediengesetz an die Klarnamenverfechter geben, auch wenn das alles nicht zum eigentlichen Thema gehört.
Im Paragraf 13, Absatz 6 des Telemediengesetzes (TMG) steht: "der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist". Facebook steht diesbezüglich in Deutschland unter Beschuss. Alles klar?
lumpi22
18.12.2012, 11:25 Uhr
Klarnamen hin oder her!
Ich fände es eigentlich gut, wenn man offen und ehrlich hier miteinander umgehen würde und sich von mir aus auch mit Klarnamen ansprechen könnte. Nur ich habe in den letzten Jahren hier festgestellt, dass gerade die Politiker der Stadt und es Kreises sowie "Wissensträger" der beiden Verwaltungen es sind, die hier mit Pseudonymen gegen oft ehrliche Meinungen von Schreibern vorgehen.
Ich denke nur an Bodo Schwarzberg, an Hans Buntfuß oder auch an Christian Schwarzberg und einige Andere (Bürgerinitiativen), die sich "wagen" mit bzw. unter Klarnamen zu schreiben und nicht im Interesse der Politiker sind. Was passiert dann? Na klar, man macht diese Personen fertig, geht teilweise unter die Gürtellinie und wer sammelt dabei Punkte? Na klaro, die NNZ hier hat viel Zugriffe und die lebt ja bekanntlich davon! Mit Klarnamen wird sich hier kein Politiker outen, dann hätte er ja sein "Gesicht" verloren, was er nicht zeigen will!
Jörch
18.12.2012, 11:37 Uhr
ach lieber computer...
so wichtig, dass sich vertreter des inlandsgeheimdienstes um sie kümmern müssten, sind sie ganz gewiss nicht. denn das würde ja implizieren, dass sie etwas substatientelles zu sagen hätten.
und glauben sie mir, für ewige querulanten, nörgler und neinsager fühlt sich der bnd sicher nicht zuständig.
I.H.
18.12.2012, 13:15 Uhr
Oh je,
die Verschwörungstheoretiker sind auch schon da. Na da habe ich doch gleich mal ein paar vertrauensbildende Fragen. Zu welchem Klarnamen passt das Pseudonym lumpi22? Oder ist das etwa ein Name? Und wieviel Pseudonyme hat so im Schnitt der durchnittliche Klarnamenbenutzer? Hmmm? Wer von euch war schon in BND Haft? Gibts da Kippen?
Welcher Politiker aus Stadt oder Kreis bin ich? Nun ratet mal schön.;)
Euer Robert Lembke
Retupmoc
18.12.2012, 13:16 Uhr
Vorher und Nachher
Das kann man nur unterschreiben @ Lumpi 22. TOP - BEITRAG ! Von mir noch der Zusatz, das es dann u.U. Politiker sind, die vor der Wende den SED - Kurs gern mitgetragen haben. Und @ Jörch - Lumpi hat Sie sicher gerade mit erwähnt...
Den Personen, die hier nicht von Lumpi genannten Personenkreis angehören, wünshe ich schon einmal ein frohes Fest. Den andren Herrschaften würde ich persönlich wünschen, das Sie mal über das Fest ins kritische Nachdenken über die heutige Zeit kommen.
Zusammenfassend nach meine persönliche Sicht:
FRÜHER durfte man NICHTS sagen - und es änderte sich auch nichts. HEUTE darf man ALLES sagen - aber es ändert sich auch nichts.
Harzer_Wolf
18.12.2012, 13:20 Uhr
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Glaskugel
18.12.2012, 15:39 Uhr
Wo ist die gute Bildung?
Ständig werden hier von immer den gleichen Leuten die heutigen Jugendlichen als dumme Versager hingestellt und auf die ach so tolle eigene DDR Bildung verwiesen. Aber soviel wie man immer tut weiß man gar nicht. Das sich in unserem Land nur was ändert wenn die Mehrheit das will weiß heute jedes Kind aus dem Sozialkundeunterricht. Und wenn sich nichts ändert will die Mehrheit das doch nicht, oder?
Es war damals vielleicht doch nicht so gut an zwei ganzen Unterrichtstagen in der Woche russische Weihnachtslieder anstatt etwas über Demokratie zu lernen. Wenn einem was nicht gefällt muss man schon selber was dagegen tun und nicht immer nur auf den Staat warten und gegen andere stänkern.
NDHler
18.12.2012, 16:20 Uhr
@Retupmoc
Na,dass ihre These nicht richtig ist, zeigen ja die vielen Bürgerinitiativen im Lande. Die haben durchaus Erfolge zu verzeichnen, siehe Sundhausen! Wieder mal nur mal reine Polemik von ihnen oder besser gesagt heiße Luft sonst nichts!
Peppone
18.12.2012, 20:04 Uhr
Es ändert sich ständig etwas!
Wer halbwegs gesellschaftlich interessiert ist und mit offenen Augen nur allein durch unsere regionale Welt läuft wird feststellen, dass sich bei uns ständig etwas verändert.
Das momentan beste Beispiel dafür hat im Vorkommentar NDHler richtig angesprochen. Die Bürgerinitiative in Sundhausen hat ihr Ziel erreicht. Natürlich stand da auch viel persönliches Engagement dahinter, ohne dem so etwas nicht funktioniert. Persönlich denke und hoffe ich, dass man auch für die Methangasanlage einen anderen, geeigneteren Standort finden wird.
Was nicht funktioniert ist, dass man hinter dem Rechner als Sozial- oder Umweltretter mit sich ständig wiederholenden Phrasen die globale Welt verändern will! Das hört sich bei Zuhörern zwar meistens gut an, denn jeder ist irgendwo und irgendwie für sauberes Wasser und Frieden, ist aber viel zu abstrakt und geht an den wirklichen Problemen der Menschen meilenweit vorbei.
Soziales Verhalten beginnt beim Mitmenschen und nicht bei der Weltrevolution. Umweltschutz beginnt im eigenen Garten und nicht im Brasilianischen Regenwald. Demokratie beginnt beim Wähler und nicht beim Nichtwähler...
Gudrun1974
19.12.2012, 07:01 Uhr
Wahl der Beigeordneten: Schwarzer Tag für Demokratie in Nordhausen
Heute wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Frau Hase zur Dezernentin in der Stadt gewählt. Die Politik in dieser Stadt wird damit einen neuen Tiefpunkt erreichen. Denn die Wahl ist eine Farce. Sie muüsste garnicht stattfinden, denn die Kandidation Hase ist in bester DDR-Manier längst von der Nationalen Front aus CDU und Linkspartei ausgehandelt. Im Gegenzug wird Herr Nüßle einige Monate später in gleicher Manier ins selbige Amt im Landkreis gehoben.
Sowohl Kreis als auch Stadt sind pleite. Hingeopfert über Jahre vom Nordhäuser Parteinklüngel, einschließlich der SPD. Trotzdem leistet man sich diese sehr teuren Posten, nur um altgediente Parteisoldaten zu belohnen - für was eigentlich? Fachlich haben beide keine Qualifikation fürs Amt. Im Falle der Stadt führt die Genossin ein Dezernat, das quasi aus einem!!!! einzigen Fachbereich besteht. Die Genossin wird in wenigen Wochen Jugend- und Freizeiteinrichtungen an den Rand der Existenz bringen, weil kein Geld mehr für deren Finanzierung da sein wird, wohl aber für ihr Gehalt.
Ich schäme mich für die Verhältnisse, die in Nordhausen herrschen.
Retupmoc
19.12.2012, 08:03 Uhr
Änderungen
"FRÜHER durfte man NICHTS sagen - und es änderte sich auch nichts. HEUTE darf man ALLES sagen - aber es ändert sich auch nichts"
Ja,@ NDHler - da haben wir mal wieder ein kapitales Eigentor geschossen. Der obige Text war nämlich ein Zitat aus dem Programm der Herkuleskeule vom Montag aus dem Nordhäuser Theater. (Dank an das Theater, das man diese fähigen Kabarettisten jedes Jahr einlädt). Und nun bitte wiederholen Sie Ihren Satz mit der Polemik. Die Herkuleskeule ist also polemisch? Und die Zuschauer im vollen Theater, die für diese Äußerung Beifall klatschten auch? Verderben Sie es sich nicht mit einigen Ihrer Parteigenossen !
Und was das Ändern betrifft... natürlich wird hier und da irgendeine BI etwas verhindern. Vielleicht auch der Naturshutzbund, weil sich eine giftgrüne Waldeidechse in einem Industriegebiet aufhält. Das Wichtige wird jedoch nicht geändert. Es wird gegen den Willen der Mehrheit regiert. Sie kennen sicher die entsprechenden statistischen Erhebungen?
Die Mehrzahl der Bundesbürger wollte den Euro nicht !
Die Mehrzahl der Bundesbürger möchte sofort alle Soldaten aus Afghanistan abziehen !
Die Mehrzahl der Bundesbürger ist gegen Hartz4.
Die Mehrzahl der Bundesbürger ist gegen Nazis.
Die Mehrzahl der Bundesbürger würde den griechischen Banken keinen Cent mehr geben.
Die Mehrheit der Bundesbürger würde Kindesmördern wie Gäfken keine Entschädigung zahlen.
Die Mehrheit der Bundesbürger ist für eine Verringerung der Abgeordneten in den Landtagen und im Bundestag.
Die Mehrheit der Bundesbürger ist gegen Bürokratie.
Und was hat sich geändert? Da kommt mir jetzt aber das "Lachen"! Sie werden aber nicht schaffen, Ihre Ansicht der herrschenden Klasse als die allgemeingültige Meinung durchzusetzen. Leider (für Sie) gibt es noch Menschen, die eine gewisse Bildung besitzen und noch nicht von B... und RT ... verdummmt sind.
Sie erkennen noch Zusammenhänge und verstehen das Marx Recht hatte. Auch Ihr Kapitalismus wird scheitern, auch wenn das unsere Generation nicht mehr erleben darf.
Glaskugel
19.12.2012, 09:46 Uhr
Wieder Bildungslücke
In unserem Land werden die Gesetze nicht von Statistikern oder von Umfragern der Bildzeitung gemacht Herr Retupmoc. Wieder was, was man in der DDR Schule nicht gelernt hat. Und wenn Leute nicht zur Wahl gehen haben sie kein großes Problem mit der jeweiligen Regierung. So einfach ist das. Ihre "Mehrheit" dürfen Sie behalten.
Retupmoc
19.12.2012, 10:53 Uhr
Bildungslücke oder Verbissenheit?
@ LisaH ... Sie können noch nicht einmal einen Text lesen und verstehen. Dann lassen Sie bitte Ihre Hetze.
Noch einmal - damit auch Sie es verstehen:
Ich wollte ausdrücken, das es in diesem Land auch noch Menschen gibt, die ein Denkvermögen jenseits der Meinungsmachermedien haben. Jenseits bedeutet ... das man nicht mit der Meinung des Boulevards schwimmt. Und deshalb behalte ich dann auch lieber die Mehrheiten der Bürgerinnen und Bürger, die gegen Krieg, Hunger, Nazis und andere Elendsformen sind. Das hat man übrigens in der ehemaligen DDR gelernt. Dieser Staat hätte keine Naziaufmärsche geduldet und keine erfrorenen Obdachlosen in Ostberlin. Nur mal zur Kenntnis !
PS: Die Medien ( u.a. auch ihre geliebte B-Zeitung ) tragen schon zur Regierung dieses Landes bei. Wo wäre ein Christian Wulff zum Beispiel heute ohne die B-Zeitung? Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Er wäre Bundespräsdent. Fallen Sie nicht aus Ihrem Traumhaus. LOL
98maschr
19.12.2012, 13:14 Uhr
Die Meinung
der Mehrheit muß nicht immer das Beste sein für eben diese Mehrheit. Nicht unbedingt bezogen auf Ihre Beispiele, aber doch häufig zutreffend. Und ich bezweifle stark, daß es in Berlin zu DDR Zeiten keine erforenen Obdachlosen gab...es stand einfach nur nicht in der Zeitung. Vieles fand zu DDR Zeiten seinen weg nicht in die Medien. Das heißt aber nicht, daß diese Dinge nicht passiert sind.
Harzer_Wolf
19.12.2012, 14:07 Uhr
Berlin
Ich war zu DDR - Zeiten oft in Berlin. Ob dienstlich oder zum Fußball. Ich erinnere mich nicht, dort Obdachlose in den Hauseingängen liegen gesehen zu haben. Insgesamt war es auch auf den Straßen recht friedlich.
Im Gegensatz zu heute. Drogenspritzen im Park und auf Spielplätzen sind die Tagesordnung. Und bestimmte Stadtteile muß man schon tagsüber meiden. Ich denke auch, wenn es solche Zustände in der DDR gegeben hätte, dann wäre die Springer-Presse sofort vor Ort gewesen.
Flitzpiepe
19.12.2012, 14:13 Uhr
DAS Beste
Was das Beste ist, ist doch sehr unterschiedlich. Je nach Sicht des Betrachters. Gibt es DAS Beste überhaupt? Ist es nicht meist nur das kleinere Übel, was als alternativlos dargestellt und dann gegen die Mehrheit durchgedrückt wird?
Ich finde es auch verheerend, wenn sich jemand hinstellt und für eine Mehrheit behauptet, zu wissen, dass für diese Mehrheit etwas anderes das Beste ist. Das sind doch keine demokratischen Spielregeln mehr...
Jörch
19.12.2012, 15:14 Uhr
aha keine naziaufmärsche in der ddr....
na ja keine ahnung wo mancher von euch zum fussball war... beim bfc war er sicher nicht...
da gabs dann so nette sprüche wie...
opa bei den nazis
papi bei der stasi
und ich beim bfc etc.... und klar gabs keine obdachlosen, zumindest offiziell nicht, bowohl es wohl schon berber etc. gab. konnte es ja auch nicht geben, denn es gab ja immer noch die geeigneten assozialen paragrafen im gesetztbuch, dass übrigens auch noch aus der kaiserzeit stammte.... also soviel zu eurer tollen ddr.
H.Buntfuß
19.12.2012, 15:16 Uhr
Demokratie was ist das?
Willy Brandt sagt: "Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit."
Daran sollten unsere Politiker denken, aber viele halten es lieber mit Berlusconi.
"Es ist richtig, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, aber ich bin gleicher, weil mich die Mehrheit des Volkes gewählt hat."
Ich glaube, dass sagt doch alles, oder?
Glaskugel
19.12.2012, 15:34 Uhr
Plattheiten
Das ständige Wiederholen von Platitüden macht diese nicht besser Herr Retupmoc. Mag sein das man früher zu DDR Zeit immer alles auswendig lernen und ständig wiederholen mußte so wie Sie das tun. Fakt ist nun mal das Sie nicht wissen, wie demokratische Prozeße funktionieren und sich selbst zu einem Sprecher einer "Mehrheit" aufspielen die es gar nicht gibt. Ich bin auch gegen Krieg und Hunger aber zu Ihrer Mehrheit und Anschauung gehöre ich nicht.
Ihre ständigen Lobhudellein auf die DDR stimmen auch nicht. In der DDR wurden Obdachlose Menschen einfach weggesperrt. Jedes Jahr wurden 6 bis 10 Tausend Menschen wegen angeblichen asozialen Verhalten verurteilt und das bei nur 16 Millionen Einwohnern. Wenn wir heute jedes Jahr 50 Tausend Menschen wegen Obdachlosigkeit ins Gefängnis stecken würden hätten wir auch keine Obdachlosen. Aber um darauf zu kommen muss man nichts auswendig lernen sondern nachdenken können. LOL; LOL
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Anmerkung der Red: Die Diskussion ist zu diesem Beitrag beendet
Retupmoc
20.12.2012, 08:42 Uhr
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