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Di, 07:11 Uhr
11.12.2012

Blackout - was dann? (Teil 2)

Geht die Welt am 21. Dezember, also in wenigen Tagen unter? Für die Mayas ging sie zumindest danach nicht mehr weiter. Was aber passiert, wenn in Nordhausen und in der gesamten Region flächendeckend für drei oder mehr Tage der Strom ausfällt? Diesen Fragen wollen wir heute in den beiden großen kommunalen Verwaltungen nachgehen...


Der Brand- und Katastrophenschutz ist dem Gesetzgeber zufolge bei den Landkreisen angesiedelt. Auch das Nordhäuser Landratsamt verfügt eigenen Angaben nach über interne Handlungspläne für dieses Szenario.

Es wird davon ausgegangen, dass ein Stromausfall je nach betroffener Fläche und anliegender Zeitdauer in verschiedenen Eskalationsstufen existenziell wichtige Bereiche der Infrastruktur empfindlich beeinträchtigen und im schlimmsten Falle zum Erliegen bringen würde. Dazu gehören insbesondere die Bereiche IT- und Telekommunikation, Gesundheitswesen, Logistik und Verkehr, Ver- und Entsorgung (Energie, Wasser, Abwasser, Müll), Ernährung und Finanzwesen. In der Reaktion wäre die koordinierte Zusammenarbeit der zuständigen Stellen der Städte und Gemeinden, der Landkreise und des Freistaates unabdingbar.
 
Bei einem Stromausfall würde die Zentrale Leitstelle des Landkreises unterbrechungsfrei mit Notstrom versorgt werden. Bei einem erwarteten Stromausfall von mehr als 30 Minuten würde das Personal aufgestockt und ein Stab eingerichtet werden. Höchste Priorität hätte die Sicherung der Kommunikations-, Alarmierungs- und Führungssysteme. In einer nächsten Stufe würden Gerätehäuser und andere geeignete Einrichtungen vorsorglich besetzt werden, um für betroffene Menschen als Notanlaufstellen zu fungieren, wenn z.B. die Telekommunikation ausfiele. Rettungs-, Feuerwehr-, Sanitäts- und Betreuungskräfte hätten ein erhöhtes Notfallaufkommen zu bewältigen. Die Bevölkerung würde über festgelegte Medien und über Durchsagen Informationen und Verhaltenshinweise erhalten.
 
Bei den Krankenhäusern und den Ver- und Entsorgungsunternehmen existieren eigene Notfallsysteme, zum Beispiel Netzersatzanlagen und Krisenpläne. Hier würde der Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und Hilfsorganisationen bei Bedarf technische Unterstützung geben. Dies gilt ebenso für die Lebensmittelsicherung und -verteilung.
 
Kraftstoff für die Notstromversorgung und den Betrieb der Einsatzfahrzeuge wird derzeit in begrenztem Umfang gelagert. Bei einem größeren Schadensereignis würde zusätzlich auf Kraftstofflager bei Unternehmen der Region zurückgegriffen werden.

Wie der Nordhäuser Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) der nnz sagte, sei es notwendig, mindestens eine Tankstelle im Landkreis Nordhausen mit einer Notstromversorgung auszustatten. Derzeit führe die Stadtverwaltung Gespräche mit den Nordhäuser Stadtwerken, um die dortige Tankstelle zu umzubauen, dass einerseits ein Notstromaggregat für Sicherheit sorgen kann, andererseits Benzin und Diesel manuell abgepumpt werden kann.

Gleichzeitig kritisiert Jendricke, dass es im Landkreis Nordhausen vermutlich keinen Einsatzplan für derartige großflächige Stromausfälle gebe, jedenfalls sei ihm das nicht bekannt. Auch empfinde er es als eine "unglückliche Situation", dass die Stadt Nordhausen, in der die Hälfte der Landkreisbevölkerung wohnt, nicht im Katastrophenschutzstab vertreten ist.

Die Reihe wird morgen fortgesetzt
Autor: red

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