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Di, 10:57 Uhr
27.01.2004

Kaum in Aufstiegsgefahr

Nordhausen (nnz). Heute soll am Abend die Wacker-Klause eröffnet werden. Damit erhält der Verein ein Lokal. Auch ein Minister wird dabei sein, schließlich sind mehrere Tausend Euro an öffentlichen Geldern in den Umbau geflossen. Das war’s dann aber schon...


Auch die Wacker-Klause wird nichts an dem Umstand ändern, dass der einstige Vorzeige-Klub in Nordhausen in dieser Saison wohl kaum in Aufstiegsgefahr geraten wird. Das Rumdümpeln in der Landesklasse wird in Nordhausen zur Normalität. Wenn überhaupt zum 100. Geburtstag des Vereins den Nordhäusern wieder höherklassiger Fußballsport angeboten werden kann, dann wohl nur in Freundschaftsspielen. Bei Punkspielen werden die Lokalderbys gegen Salza die Höhepunkte bleiben. Und da genau liegt des Pudels Problem.

Eine große Kleinstadt wie Nordhausen kann es sich auf Dauer nicht leisten, zwei Vereine in der Landesklasse spielen zu lassen. Auch die Wirtschaft kann es sich nicht leisten. Statt Kräfte und Geld zu bündeln, wird verstreut. Mal einen Tausender zu Wacker, dann wieder zwei oder drei Hunderter nach Salza. Wenn Wacker heute einige Tausender aus dem Thüringer Lottotopf erhält, dann wird man berechtigte Fragen in Salza stellen.

Sicher, es liegt an den Menschen an der Spitze beider Vereine. Die konnten nie richtig miteinander. Aber das war die Zeit, da beide Vereine drei Spielklassen trennten. Jetzt wühlt man in der Landesklasse rum. Was dieser miserablen Situation abhelfen kann, das ist der Zusammenschluß. Ob das den eingefleischten Fans und Mitgliedern beider Vereine nun passt oder nicht. Ob da einer in Vergessenheit gerät oder nicht. Das muß egal sein. Wenn in Nordhausen wieder in der Thüringenliga oder gar in der Oberliga gekickt wird und im Albert-Kuntz-Sportpark wieder über 1.000 Zuschauer pro Spiel die Regel sein werden, dann spricht über die jetzige Zeit kaum jemand.

Aber schon jetzt müssen Macher an die Vereinsspitze, die ihre Wurzeln in der Wirtschaft und in der Politik haben. Die sind momentan nicht auszumachen. Oder: Sie gibt es, nur werden sie nicht wahrgenommen. Vielleicht sollte man die politische Kooperation mit Sondershausen auch dazu nutzen, um mal über Eintracht zu reden. Vor allem wie es möglich ist, dass diese Stadt, ihre Menschen und Unternehmen es realisieren, dass dort schon seit Jahren in der Oberliga gespielt wird. In diesem Fall erweist sich Sonderhausen als das Oberzentrum. Das Oberschlimme: In Nordhausen gibt es nicht einmal Ansätze, der ehemaligen Residenzstadt dorthin folgen zu wollen.
Autor: nnz

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