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Sa, 09:01 Uhr
01.12.2012

nnz-Forum: Radweg ja, aber.....

In der kommenden Woche wird die Querspange von der A 38 zur B 243 endlich Realität. Doch das, so erinnert sich ein Leser der nnz, hat nicht nur positive Auswirkungen für die Hesseröder...


Wie wir erfahren haben, gibt es seit 2011 einen Gemeinderatsbeschluss des Gemeinderates von Hesserode,der auch von der Stadt Nordhausen übernommen wurde. Dieser besagt - wenn die Neue B 243 Abzweig A 38 fertig ist, die Verbindung zwischen Nordhausen nach Hesserode nur noch als Einbahnstraße in Richtung Hesserode ausgelegt wird und somit alle Hesseröder und Kleinwechsunger gezwungen werden, über die Kleinwertherstraße (K4) nach Nordhausen zu fahren, damit die andere Fahrbahnhälfte als Radweg genutzt werden könnte.

Das heißt, die Hesseröder und Kleinwechsunger und alle anderen Nutzer werden gezwungen, einen Umweg von bis zu 2,5 km in Kauf zu nehmen, durch die Engstelle in Hesserode beim Fleischer in einer geschwindigkeitsbegrenzten Zone über Werther nach Nordhausen zu fahren - sich dann in den allmorgendlichen Stau ab Werther einzureihen und somit unnötige Zeit und Benzin vergeuden.

Die Bundesregierung ist stetig dabei CO2 Emissionen zu senken, hier aber wird es kontraproduktiv. Bei täglich nur einer Fahrt nach Nordhausen kommen auf das Jahr gerechnet, bei 5 Arbeitstagen rund 270 km Umweg zusammen, dass bei stetig steigenden Benzinpreisen.

Dann ist obendrein zu befürchten, dass die beiden Bushaltestellen stadteinwärts auf der Nüxeier Straße, bedingt nicht mehr bedient werden, - das im Sinne des Umsteigens auf öffentliche Verkehrsmittel.

Wir wollen uns auf keinen Fall gegen einen Radweg nach Nordhausen verwehren, verlangen aber eine akzeptable Lösung für alle. Die Stadt Nordhausen sollte erst einmal andere Alternativen erwägen, wie zum Beispiel:
  • Fahrbahnmarkierungen wie in der Hesseröder Straße, in Nordhausen für Radfahrer,
  • oder den Ausbau des Hohlungsbügels als Radweg,
  • oder die bestehende, alte B 243 nur noch für Anwohner bzw. Anlieger frei zu geben
was auch alles, mit wenig finanziellen Mitteln durchführbar wäre.

Es müsste auch erst einmal erwägt werden, wie viele PKW die Straße nach der Fertigstellung des Autobahnzubringers überhaupt noch nutzen und ob dann ein gesonderter Radweg für die maximal 20 Radfahrer am Tag noch sinnvoll ist. Mit der derzeitigen Lösung ist nur die Stadt finanziell fein raus und die Bewohner von Hesserode und Kleinwechsungen zahlen finanziell, zeitlich und emissionsbelastet zu Gunsten weniger Radfahrer drauf.

Derzeitig läuft eine Unterschriftenaktion, wo bereits über 200 Unterschriften gegen die Einbahnstraßenlösung zusammen gekommen sind.
Uwe Kraßky, Hesserode
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
-Insider-
01.12.2012, 09:59 Uhr
man
man, man...das Anliegen als solches finde ich richtig und wichtig. Eine Einbahnstraße von Nordhausen nach Hesserode ist Mist.

Nur ich frage mich ernsthaft, warum kann man das nicht einfach sagen? Die Begründung das man damit jeden Morgen im Stau steht und immer einen Umweg fahren muss langt doch voll und ganz. Warum muss man dazu so einen Mist wie CO2 benutzen? Am meisten würden wir CO2 sparen wenn wir wieder in die Höhlen ziehen...
alterNeunordhäuser
01.12.2012, 13:00 Uhr
Höhle - gar keine schlechte Idee
da hätten wir einen Häuptling und die haben ja bekannter Weise, immer für das Wohl IHRER UNTERGEBENEN gehandelt und das auch noch sehr weise und umsichtig, was man von der Lösung mit Einbahnstraße weiß Gott nicht behaupten kann.
Und mit dem CO2 - man muss eben heutzutage an alles denken - zumindest versuchen:-)
heim_werker
01.12.2012, 13:01 Uhr
Radweg Hesserode
Ein Radweg ist ja i.O., aber ist es deshalb nötig eine neu sanierte Straße (B243) und die neu gebaute Spange zur B80 als Einbahnstraße oder gar nur für Anlieger frei zu geben? Hat schon mal jemand nachgefragt, wer diesen Radweg überhaupt benutzen würde, wieviel Radfahrer täglich den Weg nach Nordhausen nutzen würden?

Ich weis nicht, was die Sanierung und die Spange an Steuergeldern gekostet haben, aber diese Kosten jetzt wegen eines Radweges oder dem Wunsch nach einer Anliegerstraße wieder in den Sand zu setzen halte ich für Schwachsinn. Anliegerstraße und Einbahnstraße würden dagegen die Kleinwertherstraße derart überlasten, daß hier über kurz oder lang eine Sanierung der Straße notwendig würde. Da die Straße Ihren Status der Kreis oder Landstraße verliert, sind die Anlieger für die Sanierung Zuständig.

Einer ausgebauten Bundesstraße den kompletten Verkehr zu nehmen und diesen auf eine Dorfstraße umzuleiten halte ich für nicht angebracht. Da der Verkehr eh etwas schwächer werden sollte, kann alles so bleiben wie es ist. Meine Meinung!
Pieschel
alterNeunordhäuser
01.12.2012, 13:37 Uhr
eben auf Kosten der Hesseröder
genau das ist es aber heim-werker,
die Stadt spart und uns als Hesserödern werden die Kosten auf verstecktem Wege aus der Tasche gezogen, nur damit die Stadt nicht den seit Jahren versprochenen "richtigen Radweg" finanzieren muß.
Und wie schon im Rundschreiben s.o. erwähnt gebe ich Ihnen Recht, es muss ersteinmal festgestellt werden wieviele Autos und Radfahrer überhaupt noch nach Eröffnung und Eingewöhnungsphase des Autobahnzubringers, über die alte 243 unterwegs sind und uns nicht vor die vollendeten Tatsachen zu stellen die Straße dicht zu machen.
Herr Taft
01.12.2012, 16:00 Uhr
ähhm...CO2 und Benzin sparen...
...genau dafür ist doch der Radweg da ! Die umweltbewussten Hesseröder können doch dann mit dem Rad nach NDH strampeln. Das spart Sprit und CO2, ist gesund, hält fit und macht Spaß. Stau gibt's auch keinen. Da soll nochmal einer sagen, die Stadt würde nicht für die Hesseröder sorgen *grins*
ami
01.12.2012, 22:05 Uhr
ami
Es bleibt erst einmal abzuwarten, wie sich der Verkehr in Hesserode mit der neuen B243 entwickelt. Den Kilometer Mehraufwand halte ich für vertretbar. Außerdem kann dann die Ampel an der Querspange abgebaut werden.
Frankledig
02.12.2012, 00:11 Uhr
ami
Hast Du eigentlich ein PKw und schaust Du auch hin und wieder mal die Preistafel an der Tankstelle an....Vertretbar ist der schon lange nicht mehr!!!!
alterNeunordhäuser
02.12.2012, 08:01 Uhr
warum nur die Ampel ami
man könnte ja auch die alte Straße durch Niedersalza wieder aufmachen und die Querspange abreissen, da müsste die Stadt noch weniger Straßenmeter pflegen:-)
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