So, 15:43 Uhr
25.01.2004
nnz-Forum: Glaube und Berge
Nordhausen (nnz). Zum Ende dieses Schuljahres sollen zwei evangelische Schulen in Nordhausen geschlossen werden. Dazu veröffentlicht die nnz die Meinung des Kirchenkreises.
Die Kirchengemeinden und der Kirchenkreis haben das Entstehen der evangelischen Schulen in Nordhausen begleitet, sie haben mit Stolz ihr Wachsen wahrgenommen und mit Freude die Feste und Höhepunkte mitgestaltet. Um so betroffener sind wir von der Ankündigung der Schließung beider Schulen und wir konnten es nicht verhindern. Die Schulkinder, Eltern, Lehrerinnen und die Öffentlichkeit erwarten zu Recht, dass die Kirche dazu auch in dieser Situation etwas sagt.
Vorwürfe sind verständlich und wohl auch berechtigt, der Kirchenkreis ist dabei, diese zu prüfen. Die Fragen nach der Verantwortung sind laut geworden und wir werden uns diesen Fragen stellen. Vertrauen ist zerstört und es wird viele kleine Schritte auf allen Seiten brauchen, bis es wieder wachsen kann. Jetzt muss die Suche nach Lösungen für Kinder, Lehrerinnen und Eltern schnell geschehen und die dringendste Frage heißt, ob es weitergehen kann und wenn, dann wie. Die Kompetenz kirchlicher Mitarbeiter wird bei diesen Fragen eine untergeordnete Rolle spielen, die finanziellen Möglichkeiten des Kirchenkreises sind durch die Bürgschaft für die Schulden am Ende.
Hoffnungszeichen sind die Eltern, die bei aller Wut und Enttäuschung bereit und in der Lage sind, mit konstruktiven Vorschlägen an die Zukunft der Kinder zu denken.
Hoffnungszeichen sind die Kinder, die sich jetzt für ihre Schulen einsetzen, so wie sie sich für ihre Partnerschule in El Salvador eingesetzt haben. Hoffnungszeichen sind die Lehrerinnen, die in der auch persönlich schwierigen Situation den Überblick behalten und weiter für einen guten Unterricht sorgen werden. Wenn zu diesen Hoffnungszeichen fähige Verhandler sowie gute Struktur-, Rechts- und Finanzkenntnisse hinzukommen, dann ist noch offen, ob der Glaube nicht auch Berge versetzen kann.
Wir wünschen allen Betroffenen und Beteiligten wie für uns selbst einen wachen Verstand, engagierte Partner und zu allem Gottes Segen für diesen mühsamen Weg am Berg.
Petra Gunst, Präses der Kreissynode im Kirchenkreis Südharz
Karl-Heinz Nickschick, Pfarrer
Autor: nnzDie Kirchengemeinden und der Kirchenkreis haben das Entstehen der evangelischen Schulen in Nordhausen begleitet, sie haben mit Stolz ihr Wachsen wahrgenommen und mit Freude die Feste und Höhepunkte mitgestaltet. Um so betroffener sind wir von der Ankündigung der Schließung beider Schulen und wir konnten es nicht verhindern. Die Schulkinder, Eltern, Lehrerinnen und die Öffentlichkeit erwarten zu Recht, dass die Kirche dazu auch in dieser Situation etwas sagt.
Vorwürfe sind verständlich und wohl auch berechtigt, der Kirchenkreis ist dabei, diese zu prüfen. Die Fragen nach der Verantwortung sind laut geworden und wir werden uns diesen Fragen stellen. Vertrauen ist zerstört und es wird viele kleine Schritte auf allen Seiten brauchen, bis es wieder wachsen kann. Jetzt muss die Suche nach Lösungen für Kinder, Lehrerinnen und Eltern schnell geschehen und die dringendste Frage heißt, ob es weitergehen kann und wenn, dann wie. Die Kompetenz kirchlicher Mitarbeiter wird bei diesen Fragen eine untergeordnete Rolle spielen, die finanziellen Möglichkeiten des Kirchenkreises sind durch die Bürgschaft für die Schulden am Ende.
Hoffnungszeichen sind die Eltern, die bei aller Wut und Enttäuschung bereit und in der Lage sind, mit konstruktiven Vorschlägen an die Zukunft der Kinder zu denken.
Hoffnungszeichen sind die Kinder, die sich jetzt für ihre Schulen einsetzen, so wie sie sich für ihre Partnerschule in El Salvador eingesetzt haben. Hoffnungszeichen sind die Lehrerinnen, die in der auch persönlich schwierigen Situation den Überblick behalten und weiter für einen guten Unterricht sorgen werden. Wenn zu diesen Hoffnungszeichen fähige Verhandler sowie gute Struktur-, Rechts- und Finanzkenntnisse hinzukommen, dann ist noch offen, ob der Glaube nicht auch Berge versetzen kann.
Wir wünschen allen Betroffenen und Beteiligten wie für uns selbst einen wachen Verstand, engagierte Partner und zu allem Gottes Segen für diesen mühsamen Weg am Berg.
Petra Gunst, Präses der Kreissynode im Kirchenkreis Südharz
Karl-Heinz Nickschick, Pfarrer
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


