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Di, 10:32 Uhr
20.11.2012

Mehr Geld für Ärzte

Sie haben nicht lange verhandelt - die Gewerkschaft und die Geschäftsleitung des Südharz Klinikums. Herausgekommen ist ein Haustarifvertrag, mit dem beiden Seiten zufrieden sind...


Die 180 Ärzte im Nordhäuser Südharz Klinikum erhalten rückwirkend ab dem 1. Juli dieses Jahres 2,9 Prozent mehr Gehalt, zum 1. Januar kommenden Jahres wird es noch einmal eine Erhöhung von 2,9 Prozent geben. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen der Geschäftsleitung des Klinikums und der Tarifkommission des Marburger Bundes.

Klinikums-Geschäftsführer Guido Hage schätzte die Verhandlung als sehr konstruktiv und zielführend ein. Ein Indiz dafür war auch die Verhandlungszeit: ein Tag. “Bei diesen Verhandlungen gab es auf beiden Seiten Gewinner, sowohl die Gewerkschaft als auch unsere Geschäftsleitung betrachten den Abschluss als sehr sinnvoll”, schätzt Guido Hage ein. Man habe nicht gegeneinander, sondern miteinander verhandelt.

Bereits mit dem Abschluss des Haustarifvertrages im Februar vergangenen Jahres konnte die Attraktivität des Nordhäuser Klinikums auch seitens des Gehaltsgefüges weiter gesteigert werden. Bereits mit dem damals erzielten Abschluss wurde das Niveau des Flächentarifvertrages erreicht. In dem jetzt unterzeichneten Vertrag wird diese Komponente weiter ausgebaut, wobei seitens des Arbeitgebers der Fokus auf die Förderung junger Fachärzte gesetzt wurde, die ihre Ausbildung als Assistenzarzt abgeschlossen haben. Sie profitieren überproportional von dem Vertragswerk. “Mit diesem Gehaltsgefüge sind wir führend in Thüringen”, konstatiert der kaufmännische Geschäftsführer.

Die rückwirkenden Gehaltsansprüche für die 180 Ärzte werden mit dem Novembergehalt ausgezahlt.
Autor: nnz

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Kommentare
Alex Gösel
20.11.2012, 12:47 Uhr
Mensch!
Da kann man den Ärzten doch nur Gratulieren!

Sch**ßegal, was dann mit dem anderen Personal (Schwestern, Pfleger, Raumpfleger, Verwaltung,...) wird, oder?

"Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge." (Wilhelm Busch)
meiner meinung nach
20.11.2012, 14:21 Uhr
Behandlung...@Vorredner
...dann können Sie sich ja von den Raumpflegern oder der Verwaltung behandeln lassen, wenn die Ärzte weggehen, weil anderswo mehr gezahlt wird. Es herrscht da nun mal Wettbewerb und Nordhausen hat ansonsten sicherlich keinen Standortvorteil ;-)
ganzklar
20.11.2012, 15:25 Uhr
@icke
..ja stimmt wenn keine Ärzte mehr da sind,wird keiner mehr adäquat behandelt.
Aber ich weiß nicht wie gut die Behandlung ohne motivierte Schwestern/Pfleger ist.Oder ob eine Behandlung in dreckigen Zimmern oder in einem nicht sauberen OP-Saal günstig für die Patienten ist.Oder wenn in der Verwaltung keine Briefe mehr geschrieben werden oder Rechnungen erstellt werden...Es ist so das alle Berufsgruppen im SHK gleichermaßen wichtig sind und auch alle ordentlich bezahlt werden sollten!!!!Und nicht "immer" nur eine Berufsgruppe hervorgehoben wird und im Verhältnis wesentlich mehr verdient/bekommt als alle anderen...die genauso hart arbeiten!!!

MFG
Paulinchen
20.11.2012, 17:36 Uhr
Wie heißt es so schön?
Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu.
tofa
20.11.2012, 23:01 Uhr
Recht so!
Natürlich muss man gut zahlen, wenn man Ärzte anlocken und vor allem auch halten will. Ohne Frage verdienen sie eine gute Entlohnung für ihre wertvolle Arbeit. Aber dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die die gehen, dies nicht nur des angeblich schlechten Gehaltes wegen tun...? Schließlich werden im ärztlichen Bereich schon fast 2 Jahre tarifliche Gehälter gezahlt? Sicher liegt es ja auch in der Natur des Berufes, sich nach der Facharztausbildung selbständig zu machen. Da ändern auch die besten Gehälter nix.

Wie anders schaut es da im Bereich der MTAs und der Pflege aus. Trotz sich stetig verschärfender Arbeitsbedingungen (so hört man) scheint es da immer noch genügend Fachkräfte zu geben, die freiwillig in diesem Krankenhaus arbeiten und so einen Personalnotstand verhindern. Und das obwohl nicht nur nicht nach Tarif, sondern auch weit unter dem Gehaltsniveau der umliegenden (kleineren) Krankenhäuser gezahlt wird. Wer die NNZ aufmerksam liest oder aktuell mal durch das Krankenhaus geht und die Aushänge studiert, wird schnell feststellen, dass sich da seit Jahren nix tut und die Angestellten sich ziemlich veralbert vorkommen. Lieber werden die Überschüsse (durch Lohnverzicht!) in Baumassnahmen investiert… Pflege hat keine Lobby, nur eine ungelenke Gewerkschaft…
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