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Do, 18:58 Uhr
08.11.2012

Höhere Tarife

20 Cent sollen die Nutzer der Nordhäuser Straßenbahn und der Stadtbusse ab Januar 2013 mehr zahlen, auch die Mitnahme von Fahrräder ist künftig kostenpflichtig. Was sagen die gewählten Menschen im Stadtrat dazu? Die imposante Antwort gibt es mit einem Klick...


Menschen, die sich für kommunale Politik interessieren, können sich vielleicht noch an emotionsgeladene Debatten in diesem Gremium erinnern, wenn es um Tariferhöhungen ging. Was wurde da nicht alles an Argumenten vorgetragen, vor allem aus dem linken Lager: Unmöglich, unsozial, nicht erklärbar... Und heute?

Ohne Diskussion zum Inhalt wurde das alles durchgewunken. Nur die Linke wollte quasi alibihaft noch mal überlegen, ob auch der Nordhausen-Pass in das neue Tarifsystem zu integrieren ist. Die SPD wollte dann noch einige Feinheiten neu justieren, die in den kommenden Wochen noch ausdiskutiert werden sollen.

Nach einer Pausenauszeit und erneuten Beratungen bei den Sozialdemokraten wollten die das Tarifwerk als erste Lesung betrachtet wissen. Das allerdings bekam keine Mehrheit, hingegen sollen die Hinweise aus dem Verkehrsausschuss in den Beschluss eingearbeitet werden. Das wiederum wurde mit 18:13 Stimmen beschlossen.
Autor: nnz

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Kommentare
Sebastian Drechsler
08.11.2012, 20:24 Uhr
Verkehrspolitischer Unfug
Der ÖPNV steht in direkter Konkurrenz zum motorisierten Individualverkehr. Das hat der Stadtrat heute und in seiner Vergangenheit nicht bedacht. Offenbar interessiert es die städtische Politik nicht.
Bekannt ist das der Straßenbahnkilometer um die 10 Euro kostet, die günstigste Parkgebühr bewegt sich nicht mal in der Höhe eines Einzelfahrscheines (1,30 Euro derzeit). Noch dazu müssen (mit Förderung) Verkehrsunternehmen für den Erhalt der Infrastruktur einstehen. Das müssen Menschen, die sich mit PKW & Co. durch die Stadt bewegen nicht tun. Sie leisten keinen Beitrag für den Erhalt der Straßen.
Bei gegenwärtiger Verkehrspolitik ist von vornerhein klar, dass in ein, zwei oder drei Jahren wieder über eine Tariferhöhung entschieden werden muss. Und das weil sich die Kommunalpolitiker in Nordhausen scheinbar keine Gedanken machen, wie sie dauerhaft den ÖPNV erhalten wollen. Verkehrspolitisch ist das grober Unfug.

Als Nordhäuser habe ich von meinem Stadtrat heute mehr erwartet als die Tariferhöhung einfach durchzuwinken.
Thomas Fichtner
08.11.2012, 21:50 Uhr
Lieber Sebastian,
vielleicht ist es Dir nicht bewusst, aber die PKW-Fahrer werden mit der KFZ-Steuer und umfangreichen Steuern auf Benzin erheblich am Erhalt und Ausbau der Straßen UND sogar vielen anderen, nicht im Zusammenhang stehenden Dingen, wie z.B. der Sicherung der Rente beteiligt.

Ansonsten wiederhole ich gern noch einmal meine Ausführungen zum PKW.

Das Automobil hat seinen Siegeszug gehabt, weil es von den Menschen gewollt wird, weil es dem Nutzer etliches an Unabhängigkeit und Freiheit, sowie deutlich erhöhte Mobilität gibt.
Und wenn ich mir so das Schniefen und Husten im Zug oder Bus ansehe...ja nee, muss nicht.
Außerdem sind Dir z.B. die Zeiten bekannt, wann man los muss um mit dem letzten Zug noch nach Nordhausen zu kommen.

Naja, und da die Stadt ja nun die Preise anzieht, ist dieses Argument für die Agrargasanlage ja schon mal hinfällig...
Franz Tabak
08.11.2012, 23:00 Uhr
Herr Drechsler...
ihre bedenken teile ich mit einer ausnahme.

sie schreiben, dass die menschen mir pkw keinen beitrag zur erhaltung der strassen leisten. meine frage an sie: wozu bezahlen wir kraftfahrzeugsteuer?
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