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Fr, 15:29 Uhr
02.11.2012

Herz in Gefahr

Im November machen wieder bundesweit die Herzwochen auf Herzerkrankungen aufmerksam. Auch im Landkreis Nordhausen gibt es zahlreiche Veranstaltungen und wir haben den Überblick...


Fachvorträge zum Thema „Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit erkennen und behandeln“ sind geplant am 7. November, 15 Uhr, mit Dr. Sieglinde Hoy und Dr. Andre Hoy im Pflegeheim „Asternhof“ in Ellrich, Am Frauenberg 10; am 13. November, 16.30 Uhr, mit Dr. Frank-Peter Held, Chefarzt im Südharz Klinikum Nordhausen, im neuen Seminarraum des Südharz Klinikums und am 20. November, 15 Uhr, mit Dr. Dieter Kornmann im Begegnungszentrum in der Stolberger Straße 131 in Nordhausen. Am 12. November, 16 bis 17 Uhr bietet Dr. Dieter Kornmann in der Turnhalle am Südharz Klinikum in der Dr.-Robert-Koch-Str. 39 einen Tag der offenen Tür mit seiner Herzsportgruppe an.

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste Herzerkrankung und die Krankheit, die dem Herzinfarkt vorausgeht. Die KHK entsteht dadurch, dass sich Herzkranzgefäße in einem langen schleichenden Prozess verengen, so dass die Durchblutung des Herzens behindert wird. Allein in Deutschland sind etwa 2,3 Millionen Frauen und 3,2 Millionen Männer von einer KHK betroffen.

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine KHK zu entwickeln, beträgt für Männer nahezu 50 und für Frauen 32 Prozent. Jährlich werden bundesweit ca. 665 000 Patienten wegen einer KHK ins Krankenhaus eingeliefert. Über 59 000 Menschen sterben an einem Herzinfarkt. „Trotzdem wissen viele Menschen meist nichts über diese Erkrankung. Betroffene verdrängen oftmals die Beschwerden oder sie nehmen die KHK erst dann ernst, wenn sie zu einem Herzinfarkt und zur Herzschwäche geführt hat“, stellt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, fest.

„Das muss nicht sein, denn die Erkrankung und ihre Symptome lassen sich frühzeitig erkennen und durch einen gesunden Lebensstil, durch Ausschaltung der Risikofaktoren, durch Medikamente, auch durch Kathetereingriff und Bypassoperation wirksam behandeln.“ Der Aufklärungsbedarf ist groß. Deshalb veranstaltet die Deutsche Herzstiftung vom 1. bis zum 30. November die bundesweiten Herzwochen unter dem Motto „Herz in Gefahr“, um die Öffentlichkeit über die Vorbeugung, Erkennung und Therapie der KHK zu informieren.

Umfangreiches Informationsmaterial ist zu den Fachvorträgen sowie im Gesundheitsamt Nordhausen, Behringstraße 3 in Nordhausen erhältlich. Für Fragen zu den Herzwochen steht Kathrin Wolff, Gesundheitsamt Nordhausen, unter der Telefonnummer 03631 911 186 zur Verfügung.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
02.11.2012, 18:11 Uhr
Lob an nnz-sinnvolle Tipps!
Ich denke, dass viele der Tipps, die die Redaktion hier veröffentlicht, allgemein, aber auch konkret wichtig sind - in Bezug auf die Gesundheit der Leser, aber auch bezogen auf eine ökologische, naturschonende Lebensweise.
Die obige Überschrift und der zugehörige Beitrag bestätigen dies. Es ist ja auch nur schwer zu verstehen, warum so viele Menschen ihre Herz-Gesundheit trotz einer Vielzahl gegensteuernder Möglichkeiten so sehr gefährden. Neulich las ich, dass bereits eine viertel Stunde (schweißtreibender) Ausdauersport täglich die oben beschriebenen schweren Herzkrankheiten deutlich unwahrscheinlicher macht.
Auch die weiteren Risiken sind bekannt - seit Jahrzehnten: Von übermäßigem Rauchen und Alkoholkonsum bis hin zu zu fleischreicher Kost.
Auch die Vorsorgemöglichkeiten werden zu wenig in Anspruch genommen. So lassen sich recht kostengünstig die Halsarterien von Spezialisten hinsichtlich gefährlicher Veränderungen ihrer Innenwände untersuchen . Da diese Untersuchung auch mit Auskunft über den Zustand der koronaren Blutgefäße geben kann, sollte sie erstens von den Kassen übernommen und zweitens viel mehr beworben werden. Die finanzielle Förderung gesunder Lebensweise steckt noch in den Kinderschuhen. Ich halte die finanzielle Bestrafung ungesunder Lebensweise zudem für sinnvoller. Hierfür müssten nachprpüfbare und zweifelsfreie Parameter erarbeitet werden. Leider spielen die Pharmakonzerne in Hintergrund eine unseelige Rolle. Viel mehr Ärzte als offiziell bekannt verordnen lieber Herzmedikamente, als dass sie Patienten Wege zu einer gesunden Lebensweise aufzeigen. Vielleicht stellt mal ein Zuhörer anlässlich der oben genannten Veranstaltungen hierzu eine passende Frage.
Letztlich aber steht eines fest: Jeder von uns ist am Ende stets für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Der Staat trägtauf Grund der hohen Kosten eine Mitverantwortung. Die zu erwartenden Kostenexplosionen infolge der auf dem Kopf stehenden Alterspyramide sollten ihn schnell handeln lassen. Ein gesundes Herz im Alter kann bezogen auf die Gesamtbevölkerung Milliarden sparen. Ich selbst kenne eine ganze Reihe mopsfideler 75-jähriger. Nicht nur dozierende Ärzte: Auch sie sollten Vorträge halten.
Vergessen wir nicht: Jeder von uns hat nur ein einziges Leben. Wie lange es dauert, hat jeder von uns zu einem gewissen Teil selbst in der Hand. Die Einmaligkeit eines jeden von uns sollte eine überwiegend gesunde Lebensweise zur Grundhaltung machen.
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