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Di, 15:37 Uhr
09.10.2012

Rückkehr nach 16 Jahren

Ein „alter Bekannter“ ist zurück in Nordhausen: Seit Mitte August arbeitet Stefan Haufe mit der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen am Ballettabend „Don Quichotte“. 16 Jahre nach seiner Zeit als Ballettdirektor am Theater Nordhausen von 1992 bis 1996 kehrt er als Gastchoreograph in den Südharz zurück...

Nach 16 Jahren zurück in Nordhausen (Foto: B. Susemihl) Nach 16 Jahren zurück in Nordhausen (Foto: B. Susemihl)

Nordhausen war Stefan Haufes erste Ballettdirektion. Vorher – seit 1985 – war er Tänzer in Nürnberg. Dort hatte er bereits Gelegenheit, kleinere Choreographien zu schaffen, für Kammertanzabende, in Operetten und anderen Produktionen. Er gewann einen Preis im Choreographenwettbewerb der Ballett Gesellschaft Hannover. 1992 wagte er den Schritt auf die andere Seite und wurde Ballettdirektor im Theater Nordhausen.

Gleich seine erste Choreographie in dieser Funktion – der Ballettabend „Gershwin“, den Stefan Haufe als seine erste wichtige eigene Arbeit bezeichnet – war ein großer Erfolg. „Ich hatte einen Bombenstart“, erinnert er sich. Zu den erfolgreichsten seiner Nordhäuser Arbeiten zählen außerdem „Carmina Burana“, „The Wall“ und „Romeo und Julia“.

Der Schritt zum Ballettdirektor, zum Leiter einer Kompanie, fiel Stefan Haufe nicht schwer. „Es ist ein ganz organischer Weg, wenn man Interesse dafür hat und begabt ist“, erzählt er. Natürlich gab es auch schwere Aufgaben, unangenehme Entscheidungen zu treffen. „Es ist nicht leicht, jemandem zu sagen, dass man ihn nicht verlängert“.

An zwei ganz besondere Momente während seines Engagements in Nordhausen erinnert sich Stefan Haufe. Vor seinem Arbeitsbeginn saß er in einem Nordhäuser Restaurant und arbeitete seinen ersten Dienstplan aus. „Das war mein Startschuss. Ich habe gerne Pläne gemacht und freute mich auf die schönen Dinge, die kommen würden.“ Der andere Moment war ein privater: seine Hochzeit in Nordhausen. Als das Paar aus dem Standesamt kam standen die Kollegen vom Theater kostümiert bereit, um zu gratulieren.

Von 1996 bis 2004 war Stefan Haufe als Ballettdirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin engagiert. Seitdem etablierte er sich als freischaffender Choreograph und Regisseur und ist deutschlandweit gefragt.

„Don Quichotte“ war seine vorletzte große Produktion in Schwerin. Mit dem Stück hatte er noch eine Rechnung offen, denn damals schien ihm die Ausarbeitung seines interessanten Ansatzes aus Zeitgründen nicht perfekt gelungen. „Ich wollte dieses Ballett immer noch ein zweites Mal machen“, erzählt er. Und dann rief der Nordhäuser Intendant Lars Tietje ihn an und fragte, ob er in Nordhausen „Don Quichotte“ choreographieren wolle. „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis, wir geben dem Originalstoff viel mehr Raum, als es das alte Ballett tut. Uns ist ein Stück gelungen, an dem sich andere die Zähne ausgebissen – oder es gar nicht erst versucht haben“, freut sich Haufe auf die Premiere.

Karten für die Premiere des Balletts „Don Quichotte“ in der Choreographie von Stefan Haufe am 12. Oktober 2012 um 19.30 Uhr und die nächsten Vorstellungen am 14. Oktober um 14.30 Uhr und am 24. Oktober um 19.30 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: red

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