Mo, 13:56 Uhr
05.01.2004
„Wir sind die Besten!“
Nordhausen (nnz). Raten Sie mal, wo es die besten Handwerker Deutschlands gibt? In Nordthüringen! Das haben die Handwerker jetzt amtlich. Trotzdem war das zurückliegende Jahr nicht das beste. Die nnz hat sich mit Dr. Bernhard Senft unterhalten.
Es war ein äußerst schwieriges Jahr, das hinter uns liegt, so das Resümee des Hauptgeschäftsführers der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft. Zwar gab es 2003 nicht so viele Pleiten wie Experten befürchtet hatten, doch die Zahl der im Handwerk beschäftigten Mitarbeiter, die ist um 20 Prozent geschrumpft. Allein im Landkreis Nordhausen sind in den Handwerksunternehmen 1.000 Mitarbeiter entlassen worden. Was da in den zurückliegenden zwölf Monaten passierte, das war schlicht und ergreifend eine gigantische Anpassung an die bestehende Auftragslage.
Einen weiteren Tiefschlag erlitt das Handwerk nach Angaben von Dr. Senft durch die neuen Mindestlöhne am Bau. Dadurch seien etwa 450 Arbeitsplätze einem fast kriminellen Gesetz geopfert worden. Senft wird zornig, wenn er an die Verhandlungen zurückdenkt. In keiner Phase waren damals die Ostverbände des Bauhandwerks gefragt worden.
Doch bei all dem pessimistischen Rückblick, das Jahr 2003 hat sich für die Nordthüringer Handwerker auch gelohnt. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks zeichnete die Eichsfelder und Nordhäuser als die erfolgreichste Kreishandwerkerschaft der BRD aus. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die handwerklichen Kollegen aus Dortmund und Paderborn. Dr. Bernhard Senft verweist einerseits auf den hohen Grad der Organisiertheit in Nordthüringen (91%), andererseits aber auch auf die hohe Bereitschaft zur Weiterbildung. So nehme durchschnittlich jeder Handwerksmeister in einem Jahr mindestens an einer Weiterbildungsveranstaltung teil.
Das wichtigste Vorhaben des jetzigen Jahres sei die Weiterbildung von Bauhandwerkern, die künftig das Niedrig-Energie-Haus bauen sollen (siehe nnz-Archiv). Eine weitere Beratung mit Baustoffunternehmen des Südharzes soll es morgen geben. Gegenüber nnz versprach der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, dass Ende dieses Jahren die ersten beiden Musterhäuser in Leinefelde und Nordhausen zu besichtigen seien. Und dann sollen die Häuser in ganz Deutschland nach den individuellen Vorstellungen der Bauherren errichtet werden. Zu gleichen Preisen wie in der herkömmlichen Bauweise, nur mit einem ein Drittel niedrigerem Energieverbrauch.
Autor: nnzEs war ein äußerst schwieriges Jahr, das hinter uns liegt, so das Resümee des Hauptgeschäftsführers der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft. Zwar gab es 2003 nicht so viele Pleiten wie Experten befürchtet hatten, doch die Zahl der im Handwerk beschäftigten Mitarbeiter, die ist um 20 Prozent geschrumpft. Allein im Landkreis Nordhausen sind in den Handwerksunternehmen 1.000 Mitarbeiter entlassen worden. Was da in den zurückliegenden zwölf Monaten passierte, das war schlicht und ergreifend eine gigantische Anpassung an die bestehende Auftragslage.
Einen weiteren Tiefschlag erlitt das Handwerk nach Angaben von Dr. Senft durch die neuen Mindestlöhne am Bau. Dadurch seien etwa 450 Arbeitsplätze einem fast kriminellen Gesetz geopfert worden. Senft wird zornig, wenn er an die Verhandlungen zurückdenkt. In keiner Phase waren damals die Ostverbände des Bauhandwerks gefragt worden.
Doch bei all dem pessimistischen Rückblick, das Jahr 2003 hat sich für die Nordthüringer Handwerker auch gelohnt. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks zeichnete die Eichsfelder und Nordhäuser als die erfolgreichste Kreishandwerkerschaft der BRD aus. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die handwerklichen Kollegen aus Dortmund und Paderborn. Dr. Bernhard Senft verweist einerseits auf den hohen Grad der Organisiertheit in Nordthüringen (91%), andererseits aber auch auf die hohe Bereitschaft zur Weiterbildung. So nehme durchschnittlich jeder Handwerksmeister in einem Jahr mindestens an einer Weiterbildungsveranstaltung teil.
Das wichtigste Vorhaben des jetzigen Jahres sei die Weiterbildung von Bauhandwerkern, die künftig das Niedrig-Energie-Haus bauen sollen (siehe nnz-Archiv). Eine weitere Beratung mit Baustoffunternehmen des Südharzes soll es morgen geben. Gegenüber nnz versprach der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, dass Ende dieses Jahren die ersten beiden Musterhäuser in Leinefelde und Nordhausen zu besichtigen seien. Und dann sollen die Häuser in ganz Deutschland nach den individuellen Vorstellungen der Bauherren errichtet werden. Zu gleichen Preisen wie in der herkömmlichen Bauweise, nur mit einem ein Drittel niedrigerem Energieverbrauch.


