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Do, 15:43 Uhr
27.09.2012

Die wilden Radler

Fahrradfahrer begeben sich immer wieder in gefährliche Situationen, insbesondere wenn sie gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. Viele Nordhäuser können eine ganze Reihe von gefährlichen Orten aufzählen, an denen täglich Radfahrer bei ihren waghalsigen Aktionen zu beobachten sind...


Oft ist es nur dem besonnenen Handeln der Autofahrer zu verdanken, dass es nicht zu noch mehr Unfällen kommt. So sind auf der Stolbergerstraße häufig Pedalritter auf dem Radfahrstreifen stadteinwärts unterwegs und scheinen nicht zu ahnen, wie gefährlich das ist. Autofahrer, die aus den Seitenstraßen auf die Stolberger Straße aufbiegen wollen, können nicht mit diesen Radfahrern rechnen.

Eine weitere Unsitte ist es, Zebrastreifen und ampelgeregelte Fußgängerüberwege mit dem Fahrrad zu benutzen. Der Radfahrer genießt an diesen Überwegen keinerlei Vorrechte.

Ebenso verhält es sich auf Gehwegen. Hier bringen sich die Radfahrer nicht nur selbst, sondern auch Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

Erst am Mittwochabend ist in Nordhausen ein 15-Jähriger mit seinem Fahrrad gegen ein Auto geprallt und gestürzt. Ein Mann wollte mit seinem Auto in der Hauptstraße aus einem Grundstück auf die Straße fahren und hatte keine Chance, den heranbrausenden Radler zu sehen. An Fahrrad und Auto sind Schäden in Höhe von mehr als 3.000 Euro entstanden.
Autor: nnz

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Kommentare
meiner meinung nach
27.09.2012, 16:40 Uhr
die wilden PKW-, LKW- und Motorradfahrer...
...sollte man nicht vergessen, die mit überhöhter Geschwindigkeit so täglich durch die Stadt fahren und die wenigen (falls es überhaupt welche gibt) in dieser Stadt vorhandenen Radwege zuparken.
Auch so manche auf Fußwegen markiert Radfahrstreifen sind ein absoluter Witz!

NB: Wer die Stolbergerstr. korrekt in Richtung Zentrum fährt, bringt sich schon allein durch den Zustand der Strasse und die Schienen in Lebensgefahr... und wer so schlau ist und stattdessen die Riemannstrasse benutzen will kann hier mit dem Rad in ähnlich grossen Rillen hängenbleiben wie in den Strassenbahnschienen!

Man kann nur hoffen, daß das Problem in der Stadt endlich mal erkannt wird. Andere Städte sind da viel weiter!
andy
27.09.2012, 17:44 Uhr
Radler in NDH
@ike
das gibt den radfahrern noch lang nicht das recht auf der straße entgegen der fahrtrichtung zu fahren (töpferstraße, rautenstraße etc.).
auch ein beispiel:
genauso ist es in der kützingstraße. da wird der fußgägerweg der eh schon sehr schmal ist von radfahreren mißbraucht und das egal ob in oder gegen die fahrtrichtung, da einbahnstraße.
wenn man da langläuft und ein radler kommt, so wird man noch blöde angeschnautzt weil der radler bremsen muß wenn man nicht schnell genug platz macht.

es scheint so das in ndh die radfahrer eh ein freifahrtschein haben. polizei und ordnungsamt schauen weg. ja nichts unternehmen, man müßte ja schreibkram erledigen. möchte mal wissen wofür ich die bezahle (steuergelder).

die autofahrer sind aber auch nicht viel besser. dazu später mehr.
Thommy
27.09.2012, 22:35 Uhr
Selbst Betroffener - als Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger
Ich fahre auch gelegentlich in NDH mit dem Rad auf Wegen, die eigentlich nicht dafür gedacht sind. Es ist dabei eigentlich ganz einfach, mit dem übrigen Verkehr "auszukommen". Sind Fußgänger unterwegs, wartet man oder fährt langsamer. Wird man netterweise durchgelassen, kann man einfach mal "danke" sagen.
Zebrastreifen u.ä. sind für Fußgänger - und fertig! Also absteigen und schieben oder warten.

Allerdings meinen auch manche Fußgänger, sie müssten TROTZ Radweg aus dem Hauseingang im Laufschritt diesen queren und nicht links/rechts schauen. Ebenso ärgert mich als Autofahrer, wenn Radfahrer plötzlich queren und dabei erheblich den Verkehr gefährden.

Wollte damit sagen: Habt alle ein bißchen mehr Rücksicht und Respekt vor den anderen Verkehrsteilnehmern und beachtet, in welcher Situation sich jeder befindet. Auch wenn scheinbar rechtlich wer auch immer Vorrang hat, mal schauen, mal warten und eine Geste, ein Wort, helfen für ein gemeinsames Miteinander im Straßenverkehr.
h3631
28.09.2012, 08:56 Uhr
Verkehrsschulung!!!!!!!!!
Für die Radfahrer der Fachhochschule sollte man von Seiten der Schule Schulungen durchführen um die Richtung der zu benutzenden Radwege in der Halleschen Strasse zu erlernen.Es wird Zeit das mal wieder die Polizei abkassiert.Weniger Geld in der Tasche der Studenten tut weh,sollte aber eine Erinnerung sein.
Wolfi65
28.09.2012, 09:40 Uhr
Diese Radfahrer,
sind eine Plage und die Fußgänger auch.
Schon wenn diese Klientel mich auf dem Fußgängerschutzweg zur Sparkasse beim Überqueren des selbigen grinsend auschaut und vorsätzlich die Strasse blockiert, habe ich das Gefühl, mit dem Fuß von der Kupplung zu rutschen.

Gleichzeitig bekomme ich schwitzige Hände und habe den Drang etwas unschönes zu machen.
Und so wartet man wieder, bis der Letzte endlich die andere Strassenseite erklommen hat.
Paulinchen
28.09.2012, 09:41 Uhr
Im Zeitalter von Internet und Co sollte es doch möglich sein,
dass die Polizei und die Ordnungsbehörden Zugriff auf die Daten im Kraftfahrtbundesamt in Flensburg haben. Ich möchte mal das Verhalten der Kinder im Straßenverkehr völlig außer Acht lassen, aber dazu anmerken, dass sie sich vielleicht da und dort am Verhalten von uns Erwachsenen orientieren.

Nur erwachs. Radfahrer, welche sehr dicht an Hauswänden die Gehwege mit hohen Geschwindigkeiten nutzen, die in Einbahnstraßen ohne die dafür erforderliche Regelung in der Gegenrichtung befahren, die in Fußgängerzonen Slalom um die Fußgänger fahren usw. sollten über die oben genannten Hilfsmittel überprüft werden, ob sie einen Führerschein besitzen.

Ich gehe mal davon aus, dass es nur sehr wenige Autos gibt, die sich auf Gehwegen und in der Gegenrichtung von Einbahnstraßen bewegen. Deshalb hier mein Vorschlag an die Behörden:

Radfahrer, welche einen Führerschein besitzen und sich mit dem Rad so im Straßenverkehr daneben benehmen, sollten mit „netten kleinen Pünktchen“ bedacht werden. Vielleicht bringt sie das zum Umdenken in ihren Radfahrverhalten.

Ein Vorredner brachte es ja auf den Punkt und die Straßenverkehrsordnung hat dies alles im Paragraph 1 festgeschrieben, man müsste sich eben nur daran halten und wenn nötig, für die Unbelehrbaren mal den einen oder anderen –Punkt- an der richtigen Stelle setzen.
Flitzpiepe
28.09.2012, 10:58 Uhr
Vorsicht mit den Argumenten
gegen die Radfahrer.
Gerade die angesprochenen Fahrradwege in der Halleschen Straße, Töpferstraße, Bebelplatz und Leimbacher Str. sind für beide Fahrtrichtungen zugelassen und auch so beschildert. D.h. die Fahrradfahrer dürfen auf der 'falschen' Straßenseite fahren.
Es ist halt ein großes Chaos insgesamt. Da ist aber die Verkehrsplanung schuld.
Bestes Beispiel ist halt die Kützingstraße. Für den Fahrradfahrer ist es halt besser den für ihn ungefährlicheren Weg über den Bürgersteig zu nehmen anstatt für 100 Meter fehlenden Fahrradweg 2x die Straße zu queren und entgegengesetzt der Einbahnstraße (wo auch oft gefährlich die Straba überholt wird) über das Schienenbett auf Kopfsteinpflaster zu fahren.
Sebastian Drechsler
28.09.2012, 13:09 Uhr
Fahrlässige Verkehrspolitik
Das ist ein städtisches Gesamtproblem, was seit Jahren ungelöst ist. Die städtische Politik geht aus eigenen Bequemlichkeitsgründen einer strategischen Beschäftigung mit der Verkehrspolitik aus dem Weg.

In der Stadt Nordhausen könnte der Stadtrat eindeutige Akzente setzen in der Verkehrspolitik. Das macht er aber seit Jahren nicht. So schon meine ernüchternde Erkenntnis aus der vorherigen Wahlperiode als ich selbst Stadtratsmitglied war. Die Bequemlichkeit auch im Innenstadtbereich mit dem motorisierten Untersatz unterwegs zu sein, hat sich durchgesetzt und auch in den Köpfen der Kommunalpolitiker scheinbar bewährt.

Zum Beispiel hätte man mit der Parkraumkonzeption Akzente setzen können.
Einzelfahrschein (Tarifzone I) bei Bus und Bahn in der Stadt kostet 1,30 Euro. Nach meiner Kenntnis kostet die maximale Parkgebühr 0,75 Cent. Motorisierte Kfz´s nutzen öffentliche Straßen in der Stadt, während Verkehrsbetriebe für die Investition bei 75-prozentiger Förderderung in ihre Netzstruktur selbst zahlen müssen. Und demnächst wird bestimmt wieder rum gejammert, dass Bus und Bahn in der Stadt wieder teurer werden weil mehr Fahrgeldeinnahmen generiert werden müssen weil u.a. bekanntermaßen Kraftstoffpreise steigen. Nur wie lange lässt sich so ein ÖPNV in Nordhausen betreiben, der stetig für Fahrgäste teurer wird? Ich denke die städtische Politik muss grundsätzliche Entscheidungen treffen die auf die Zukunft ausgerichtet sind.

Die hier angesprochene Kützingstraße, sollte geöffnet werden: Im Frühjahr 2009 hatte man bei einer Radwegebefahrung mit dem zuständigen Ausschuss und dem ADFC festgestellt, dass z. B. eine Befahrung der Kützingstraße stadteinwärts bis zur Höhe Löbnitzstraße von der zeitlichen Dauer her keine Beeinträchtigung für den Straßenbahnverkehr ergeben dürfte. Eine Öffnung der Kützingstraße für den Radverkehr wurde damals in Aussicht gestellt. Passiert ist nichts!

Wer sich in der Stadt umschaut, muss bemerken dass öffentliche Straßen zu Parkplätzen verkommen. Dies macht es mitunter für Fußgänger (wie am Nordbrand und Rathaus) sowieso schon schwierig Straßen sicher zu queren und Radfahrer müssen aufpassen wenn sie auf der Straßen fahren das der Kfz-Führer sich nicht stärker fühlt. Insgesamt ist die Stadt Nordhausen voll und ganz auf den Autoverkehr ausgerichtet. Das führt zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Beide wollen für sich mehrheitlich Sicherheit, dafür wird teilweise „Illegalität“ in Kauf genommen. Aber das bewegt die städtische Politik überhaupt nicht.
Meja
28.09.2012, 13:35 Uhr
Traurig
Ich bin mal wieder fassungslos, was hier in der lokalen Presse abgedruckt wird.

Es ist richtig, dass es einige Radfahrer gibt, die widerrechtlich fahren - aber sollte im Sinne einer objektiven Berichterstattung dabei nicht auch mal die andere Seite betrachtet werden? Wie kann es sein, dass Fahrradfaher hier als Rowdies hingestellt werden, es gibt auch viele Autofahrer, die sich gegenüber Fahrradfahrern fehlferhalten. Oft wurde mir als Radfaher schon die Vorfahrt genommen.

Ferner finde ich die Situtation in der Stadt insgesamt etwas traurig - ich habe das Gefühl, dass hier fast jeder fahrberechtigte Einwohner auch über ein Auto verfügt und für jeden noch so kurzen Weg ins Auto steigt. Ich selber stamme aus einer größeren Stadt und da gehört es zur Normalität auch mal mit dem Rad durch die Stadt zu fahren.

In Nordhausen habe ich als Fahrradfahrer oft Angst umgefahren zu werden. Hinzukommend werden die wenigen Radwege die es gibt häufig mit Scherben verschmutzt.

Fazit: Ich wünsche mir für Nordhausen beiderseits einen respektvolleren Umgang im Straßenverkehr.
h3631
28.09.2012, 18:14 Uhr
@Flitzpiepe
Eine Frage,wo stehen die Schilder das die Radwege in der Halleschen Strasse beidseitig befahren werden können?Würde mich mal interessieren.Auf beiden sind die Radwege eingefärbt.
Flitzpiepe
28.09.2012, 20:35 Uhr
Genaugenommen
sind es in der Halleschen Str. keine Radwege sondern kombinierte Fuss/Radwege. Zumindest auf dem Teil, den ich kenne.
Und das ist definitiv die Südseite der Halleschen Str. bei der FH und weiter nach Osten. Bei ehemals Opel Leich muss man dann an der Fuss/Fahrradampel auf die Nordseite wechseln. Dort geht es dann weiter bis zur Praktiker Kreuzung. Diese Strecke ist in beiden Richtungen befahrbar.
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