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Sa, 16:15 Uhr
15.09.2012

Graf Ludwig und die erste Feuerspritze

Mit 68 Mitgliedern ist die Freiwillige Feuerwehr Niedergebra zahlenmäßig eine der stärksten im Südharz. Ausgerüstet mit Hilfe-Löschfahrzeug, Einsatz-Leitwagen und Staffel-Löschfahrzeug ist sie technisch gut bestückt und auf der Höhe der Zeit. Und immer einsatzbereit. Kurt Frank hat sich davon überzeugt...


Dafür sorgt Gerätewart Jochen Neumeyer. 30 Kameraden sind zurzeit aktiv im Einsatz, unter ihnen 16 Atemschutzträger. Nachwuchssorgen kennt sie nicht. Darauf sind Ortsbrandmeister Jens Grabe und Vereinsvorsitzender Jens Wartewig besonders stolz.

Feuerwehr Niedergebra (Foto: Kurt Frank) Feuerwehr Niedergebra (Foto: Kurt Frank)

18 Jungen und Mädchen zählt die Jugendfeuerwehr. Ihr Chef ist Michael Fischer. „Mein Vater ist bei der Feuerwehr und auch mein jüngerer Bruder Andreas. Schon als Kind wurde uns nahegebracht, wie ehrenhaft es ist, für andere Menschen dazu sein, Ungemach abzuwenden, Leben zu retten“, erklärt der 26-Jährige seine Motive als Feuerwehrmann. Jugendwart Fischer lobt Ortsbrandmeister Grabe und Vereinsvorsitzenden Wartewig, die sich rege um jugendlichen Nachwuchs bemühten.

Vorführungen im Kindergarten und der Schule mit Spielen, Wissenstest und kindgerechter Einbeziehung der Mädchen und Jungen in das Geschehen helfen, Interesse für die Feuerwehr zu wecken. Außerdem veranstalte die Wehr den Tag der offenen Tür. Besonders verdient machte sich aber Viktor Jenke. Aus der Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer gründete er 1991 die Jugendfeuerwehr.

Weitaus früher als andere Dörfer hatte Niedergebra bereits eine Feuerspritze. Das ist wohl ein Verdienst des Grafen Ludwig Philipp von Hagen, dem berühmtesten Einwohner des Ortes. Unter Friedrich dem Großen, bekannt als Alter Fritz, brachte er es zum Etats-, Kriegs- und dirigierenden Minister. Als Gutsherr verfügte der Graf zudem über die nötigen Mittel, um die Spritzenleute, wie man sie damals nannte, mit der modernsten Ausrüstung der damaligen Zeit zur Brandbekämpfung auszustatten.

Am 23. Februar 1880 gründeten 16 engagierte Männer die Pflichtfeuerwehr, was laut Gesetz notwendig war. Aus den Spritzenleuten entstand eine durch Vorschriften und Ausbildung organisierte Wehr. Feuerwehrhauptmann Eduard Ostermann soll 1936 die Gemeinde zum Kauf eines Opel Blitz mit TS4-Motorspritze angeregt haben. Es war das erste Auto für eine Feuerwehr im damaligen Brandbezirk Gebra. Bis 1954 tat es zuverlässig seinen Dienst.

1981 erfolgte die Grundsteinlegung fürs Gerätehaus. In Eigenleistung. Auf denkwürdigem Grund und Boden. Just an gleicher Stelle hatte Graf Volkmar von Hohenstein 1555 die Gemeindeschänke errichten lassen, heißt es in der Chronik. Vorreiter im Feuerwehrwesen des Landkreises war Niedergebra auch 1992. Als erste Wehr gründete man am 3. September einen Verein, dem heute noch Jens Wartewig vorsteht.

Der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Niedergebra gehören an: Christop Muhl (14 Jahre), Max Strey (11), Johannes Warteweg (13), Rainer Hanka (14), Jonas Kühnemund (12), Roman Herzel (11), Lukas Erdmann (12), Fabian Grimm (6) und Michael Fischer (26) als Jugendwart.
Kurt Frank
Autor: red

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