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Mi, 11:22 Uhr
12.09.2012

20 Jahre „ihr Ding gemacht“

Fein herausgeputzt hat sich der Verwaltungssitz der Sollstedter Wohnungsbaugesellschaft in der Halle-Kasseler-Straße zum 20. Jahrestag ihres Bestehens – wie ihr das ja auch zu einem solch runden Geburtstag zusteht. Zu den größten Gebäuden Sollstedts gehört er dennoch nicht...

Langjährige Mieter (Foto: E. Seifert) Langjährige Mieter (Foto: E. Seifert)
Ein Präsent für Mieter, deren Mietverträge und Zufriedenheit doppelt so alt sind wie die SWBG

Und ob es eines der schönsten Gebäude ist, muss „das Auge des Beschauers“ beurteilen. Das eben unterscheidet die Sollstedter Wohnungsbaugesellschaft von einer Bank oder Versicherung: sie protzt nicht nach außen hin. Die Zufriedenheit und Anerkennung wurde bei der Geburtstagsfeier eher in einem Rahmen deutlich, der bei allem Raumschmuck schon von der Gestaltung her nüchtern bleibt: in der Festhalle in Sollstedt. Es würde sicher schwer fallen, eine solche Stimmung, wie sie dort herrschte, künstlich zu erzeugen, wenn sie nicht über 20 Jahre kontinuierlich so gewachsen wäre!

Heike Umbach bei ihrer Rede (Foto: E. Seifert) Heike Umbach bei ihrer Rede (Foto: E. Seifert) Geschäftsführerin Heike Umbach ließ in ihrer Festrede die Entwicklung Revue passieren und ging auf die Gründungszeit vor 20 Jahren zurück: „Jeden Abend kamen über den Äther neue Nachrichten. Wie wird es weitergehen? Wie wollen wir unser neues Leben und die neue Gesellschaft gestalten? Neben der ganzen Euphorie beschlich uns erstmalig das Gefühl von Existenzängsten.

Die Treuhand war nicht für alle Betriebe ein Segen – auch nicht für unser Kaliwerk….Viele Fehler haben wir damals gemacht, vielleicht auch auf die falschen Ratgeber gehört. Um aktiv an der Gestaltung unserer neuen Gesellschaft mitarbeiten zu können, kandidierten Einige für die Parlamente. Für Sollstedt kann ich sagen: Es waren die richtigen Leute!“

Viele Berater aus den alten Bundesländern hätten dringend von der Gründung der Gesellschaft abgeraten. Viel zu klein sei sie, um Chancen auf dem Markt zu haben.. Aber „die richtigen Leute“ sprangen ins eiskalte Wasser, ließen sich von einem plötzlichen Alt-Schuldenberg von 15 Millionen DM nicht irritieren. „Heute können wir sagen, dass wir seit 12 Jahren keinen neuen Kredit aufgenommen haben. In diesen Jahren wurden jährlich 450.000 Euro in den Wohnungsbestand investiert – und dies bei auch heute noch sehr günstigen Mieten.“

Kleofas, Umbach (Foto: E. Seifert) Kleofas, Umbach (Foto: E. Seifert)
Heike Umbach und Karola Kleofas – ein Duo mit unterschiedlichen Aufgaben und gemeinsamem Ziel

Ein neuer Begriff tauchte auf: Wohnungsleerstand! Viele junge Leute suchten ihr Glück in den alten Bundesländern und ließen leere Wohnungen zurück. In Sollstedt war man sich indessen schnell einig: Abriss mit staatlicher Förderung – wie in anderen Kommunen – kommt nicht in Frage. Wohnungsschnitte wurden verändert, Wohnungen umgebaut. Inzwischen erfreuen sich diese Wohnungen großer Beliebtheit. Für manche gibt es wieder eine Warteliste. Die SWBG ist heute eine Firma, die ihre Kreditbelastung auf 3,6 Mio.Euro minimiert hat, die seit vielen Jahren nicht unerhebliche Gewinne erwirtschaftet und auch im gesellschaftlichen Bereich recht aktiv ist.

Bürgermeister Claus Adam bestätigte in seinen Grußworten diese Aktivitäten. Und noch eine Erfahrung habe er von Bürgermeister Hohberg übernommen: Heike Umbach sei „keine Kopfschmerztablette“. Sie verursache den Bürgermeistern mit ihren Ideen vielmehr mitunter Kopfschmerzen. Aber das Medikament sei dann auch wieder ihre Tatkraft, kräftig wie positiv-kritisch unterstützt von der Aufsichtsratsvorsitzenden Karola Kleofas.

Noch in diesem Jahr soll der Neubau einer kleineren Festhalle beginnen. In der jetzigen Festhalle wird es dann betreutes Wohnen geben. Eine Tochtergesellschaft soll entstehen, die den Kindergarten und das Betreute Wohnen übernehmen und vor allem die Rekonstruktion des geschichtsträchtigen Rehunger Rittergutes vorantreiben soll. Denn auch den Rehunger Wohnungsbestand hat die SWBG 2010 übernommen. Man warte jetzt nur noch auf das „OK“ der Kommunalaufsicht.

Eine ganze Reihe von Mietern wohnt in den Wohnungen der SWBG schon mehr als doppelt so lange, als es die Wohnungsbaugesellschaft überhaupt gibt – Erbe des Kaliwerkes. Diese Mieter erhielten bei der Festveranstaltung ein Präsent für ihre Treue.

Die Feier hatte mit dem Lied begonnen „Wir machen unser Ding“ – ein bei der Gründung 1992 “eigensinnig“ und „weltfremd“ anmutendes Motto. Mit ihrer bisherigen Strategie wird die Sollstedter Wohnungsbaugesellschaft auch künftig „ihr Ding machen“. Erfolgreich!
Eduard Seifert
Autor: nnz

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