eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 15:27 Uhr
06.09.2012

Zweite Pokalhürde

Wer Oberligist Wacker 03 Gotha aus dem Rennen wirft, hat sicherlich auch vor dem FSV Wacker 90 Nordhausen keine Angst und wird in der II. Hauptrunde des Thüringer Landespokals beweisen wollen, dass das kein Ausnahmefall war...


Die Nordhäuser sind also gewarnt, den SV 08 Steinach aus dem Süden des Thüringer Waldes am Sonnabend (8. September) ab 14.30 Uhr nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schon vor drei Wochen in Bischleben hat sich ein unterklassiger Verein mit seinen Möglichkeiten gewehrt. Bekannt sind uns nicht nur die Heimstärke der Steinacher, sondern auch das emotionale Verhalten der Zuschauer und die große Tradition dieses 1908 gegründeten Klubs, der sogar zwei Jahre in der höchsten Spielklasse des Ostens, der DDR-Oberliga, für Furore sorgte.

Die Nordhäuser hatten bereits viele Kontakte zur damaligen BSG Motor Steinach und dem jetzigen SV 08 in Punkt- und Freundschaftsspielen. Sogar eine unangenehme 0:2-Pokalniederlage von 2003 im Albert-Kuntz-Sportpark, damals ebenfalls in der II. Hauptrunde, steht in unserer Chronik. So weit soll es im 41. Aufeinandertreffen beider Klubs dieses Mal aber nicht kommen, denn Wacker möchte das Achtelfinale schon erreichen, und zu den Pokalgesetzen gehört es, dass eine von beiden Mannschaften die Segel streichen muss.

Von den bisher 40 Spielen gegeneinander konnte Wacker (Motor) nur ganze 13 Partien gewinnen. Im Fellberg-Stadion gelangen den Nordhäusern lediglich fünf Siege. In den acht Vergleichen der gemeinsamen Thüringenligazeit seit 2005 hatte Wacker nur zwei Mal die Nase vorn. Nico Steinberg hieß 2009 der letzte Wackertorschütze gegen Steinach beim 1:1 und keiner aus der Anfangself gegen Piesteritz von vergangenen Sonntag war damals schon dabei.

Genug der Statistik; sie ist ohnehin nur Makulatur. Aber eines gilt: Die Männer um Kapitän Pascal Biank haben sich auf einen heißen Tanz in einem gut gefüllten Hexenkessel einzustellen.

In der I. Hauptrunde musste Gotha in stimmungsvoller Atmosphäre nicht nur vier Gelbe und eine Rote Karte (40. Minute) hinnehmen, sondern auch noch den 1:0-Siegtreffer des SV 08 durch Pflügner kurz vor Ende der Verlängerung. Das darf Wacker Nordhausen in seinem 67. Landespokalspiel in der gut 4000-Seelen-Stadt im Thüringer Schiefergebirge nicht passieren.

Langer im Duell (Foto: Klaus Verkouter) Langer im Duell (Foto: Klaus Verkouter)

Die Mannschaft bereitet sich deshalb konzentriert auf diese Partie vor und möchte ihre gewachsene Geschlossenheit demonstrieren. Matti Langer, er spitzelt auf dem Bild seinem Arnstädter Gegenspieler fair den Ball vom Fuß, bestreitet am Sonnabend sein fünftes Pokalspiel für Wacker und kennt die Steinacher selbst noch nicht. Zur bevorstehenden Aufgabe äußerte er sich so: „Ich habe davon gehört, dass es dort manchmal heiß zugehen soll. Aber wir wollen uns davon nicht beeindrucken lassen und unser primäres Ziel, die nächste Runde, nicht aus den Augen verlieren. Schön wäre natürlich ein frühes Tor. Sonst kann es gegen doppelt motivierte unterklassige Mannschaften schwer werden. Wir sind gut gewappnet und wollen unsere Chancen nutzen.“

Sollte Wacker diese Steinacher Pokalhürde überspringen, würde am Wochenende vom 12. bis 14. Oktober 2012 das Achtelfinale der letzten 16 Mannschaften auf die Nordhäuser warten.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)