Anlage angucken
Die Energieversorgung Nordhausen (EVN) lädt alle Befürworter und Kritiker zur einer Besichtigung einer bereits bestehenden Biomethananlage ein. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz...
Vier Biomethananlagen, so in der Nähe von Magdeburg, in Einbeck, Gönnern und Hof sind mit der in Nordhausen vorgesehenen Anlage vergleichbar. Die Anlage in Hof wurde von der Schachtbau Nordhausen GmbH errichtet.
In Abstimmung mit der in Gründung befindlichen Bürgerinitiative könnte noch im September eine Anlage besichtigt werden. Für die Mitglieder der Bürgerinitiative stehen 30 Plätze zur Verfügung. Begleitet werden sollen sie durch Stadträte, Vertreter der Kommunalwirtschaft und der Verwaltung.
So können vor Ort Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantwortet, Auswirkungen durch den Betrieb einer solchen Anlage besser bewertet- und vielleicht sogar Bedenken ausgeräumt werden, sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU).
Was die, von der Bürgerinitiative gewünschte, öffentliche Debatte anbelangt, so soll das Nordhäuser Energieforum als Podium genutzt werden. Diskussionen zur Energieeffizienz, zur Energieerzeugung und zu angrenzenden Themenbereichen wie beispielsweise die energetische und technische Sanierung von Gebäuden fanden dabei in den vergangenen Jahren zahlreiche interessierte und kritische Teilnehmer.
Nunmehr soll Ende September/Anfang Oktober eine weitere Veranstaltung dieser Reihe, aktuell zu den Grundsatzfragen der Biomassenutzung für energetische Zwecke, durchgeführt werden. Dafür werden Referenten für verschiedene Fachbeiträge zur Verfügung stehen. Nach den jeweiligen Impulsreferaten besteht die Möglichkeit für eine umfassende Diskussion.
Mit diesen beiden Angeboten kommen wir der angekündigten Einladung zu einem weiteren konstruktiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Wirtschaft zur Etablierung einer Biomethananlage im Stadtgebiet und damit der Umsetzung der energiepolitischen Stadtentwicklungsziele nach, so Dr. Zeh.
Autor: nnz
Kommentare
W.Roßmell
06.09.2012, 16:40 Uhr
Das hört sich an, als ob die Anlage schon steht....
Oh ja, da hat sich der OB aber sehr weit aus dem Fenster gelegt und meint in seinem letzten Absatz wörtlich:" Mit diesen beiden Angeboten kommen wir der angekündigten Einladung zu einem weiteren konstruktiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Wirtschaft zur Etablierung einer Biomethananlage im STADTGEBIET und damit der Umsetzung der energiepolitischen Stadtentwicklungsziele nach" !
Also Herr Dr. Zeh, was wollen Sie eigentlich noch, dann steht die Anlage ja schon in Bielen oder Himmelgarten und Sie wollen den Bürgern eine "Fahrt ins Grüne" anbieten, damit die sich dann auch noch davon überzeugen können, wie toll es sich neben einer solchen Anlage Wohnen und Leben läßt! Ist das etwa Ihr "konstruktiver Dialog", den Sie immer wieder öffentlich machen wollen, aber von dem wir bisher nichts, aber auch absolut nichts spüren? Wir haben es gewußt, dass Sie das "Süppchen im Kämmerlein weiterkochen", aber dass Sie nun einmal öffentlich davon Sprechen, auch noch diese Anlage im Stadtgebiet zu bauen, das ist echt schon der Lüge und des Sarkasmus zu viel! Ich denke, dass die Bürger jetzt erst recht aufhorchen und noch gereizter reagieren werden, denn Ihre Sicht des Dialoges mit "Ihren Bürgern" ist ein echter Jammer, sorry, aber mehr kann man dazu nicht sagen!
98maschr
06.09.2012, 17:04 Uhr
Find ich gut!
Ein besseres Dialogangebot kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Man kann vor Ort mit Leuten reden, die wirklich Ahnung von der Materie haben.
Aber die sind ja allesamt wieder Angestellte der Energiedienstleister, also alles Lügner seit Geburt an - wie konnte ich das nur vergessen.
Eckenblitz
06.09.2012, 17:06 Uhr
Genauso.....
sehe ich das. Ich vermute unter Frau Rinke sind dort schon Verträge geschlossen wurden, von denen man sich nicht mehr zurückziehen kann.
Herr Zeh selber hat in meinen Augen nicht die Cuorage, dem ganzem eine Wende zu geben. Wie gesagt für Dr. Zeh und die Stadträte ist die Anlage schon gebaut, ohne wenn und aber.
Die Einladung zu der Kaffeefahrt, so will ich sie mal nennen, dient nur noch zum Populismus und soll den Bürgern die Augen verkleistern.
Das heißt für die BI um so wachsamer zu sein. Langsam sollte jeder Nordhäuser begriffen haben, dass wir von der Politik nur verschaukelt werden.
Denken sie nur einmal an die Dörfer, die man eingemeindet hat, was wurde denen nicht alles versprochen. Der Radweg nach Hesserode fehlt immer noch.
Retupmoc
06.09.2012, 17:31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrags
dirfido
06.09.2012, 18:24 Uhr
Ein Anfang ist es auf jeden Fall!
Toll, eine Kaffeefahrt - über Land!
Obwohl – ganz neu ist die Idee aber nicht und riecht auch etwas nach PR-Kampagne.
Aber ein Anfang ist es auf jeden Fall!
Dennoch sollten wir nicht die Petition mit ihren Fragen vergessen. Diese waren öffentlich gestellt und harren weiter einer Beantwortung. Die Aussicht auf eine schöne Busreise ist zwar sehr verlockend, sollte aber nicht von den ausstehenden Antworten ablenken. Es wäre auch nicht schlecht einfach einige Informationen an die Öffentlichkeit zu lassen, nicht über die prima Anlage in Hof oder im schönen Magdeburg. Es würde den meisten Nordhäusern vermutlich reichen etwas über den Fortgang der hierzulande diskutierten Planungen zu erfahren.
Warum wird da so eine Geheimniskrämerei gemacht?
Herr Grund will mit offenen Visier an die ganze Sache herangehen. Hat er auch die gewünschten Informationen und die Erlaubnis aus dem Nähkästchen zu plaudern?
Jedem Verantwortlichem dürften mittlerweile die starken Emotionen deutlich geworden sein mit denen hier bei nnz und auch unter der Bevölkerung diskutiert wird. Aber der Beitrag hilft nicht wirklich die Wogen zu glätten. Man könnte den Eindruck gewinnen es soll wieder auf Zeit gespielt werden – Kaffeefahrt, dann Energieforum als Podium …. und dann ist das Jahr um.
In der Zwischenzeit passiert was?
Birgit26
06.09.2012, 19:17 Uhr
Guter Vorschlag
ist es gewiß eine vergleichbare! Anlage mal im Betrieb zu sehen. Aber bitte auch in der Größenordnung, wie hier in Nordhausen geplant und möglichst auch in einem Wohngebiet.
Der Anschein, dass das hier schon alles "in Sack und Tüten" ist, ist kaum noch wegzuwischen. Sicher will man die Gemüter beschwichtigen, aber das kann man nur mit Wahrheiten! und nicht schöngerechneten Unterlagen, wohlklingenden Worten und dem Versprechen auf die Wünsche der Bürger einzugehen!
-Insider-
06.09.2012, 21:26 Uhr
also
ich finds ur komisch. "alle" verlangen das man mit ihnen spricht. dann kommt das angebot das man redet und auch experten mit an den tisch holt...das wiederum geht ja mal gar nicht! kaffeefahrt, zeitspiel! gelb-rote karte! skandal!
was wollen sie eigentlich? reden oder nicht reden? soll er sie daheim zum fair-trade-kaffee einladen und nen masseur für die geschundenen rücken der maisbauern einfliegen lassen? man sollte langsam mal auf dem teppich bleiben, vorallem unsere wikipedia und google doktoranten der biogasentstehung und bevor die alten phrasen kommen: ja, es gibt unbeantworte fragen und ja das verfahren ob und wo gebaut wird zieht sich wie kaugummi und nein, dr. zeh gibt nicht bürgernah alle 5min den stand der umgefallenen säcke reis in china! trotzdem: eins kann ihnen gewiss sein: unter seiner vorgängerin wäre der spatenstich schon erfolgt.
dirfido
07.09.2012, 09:20 Uhr
mehr Fragen als Antworten
Der Sack Reis in China interessiert nur wenige Menschen. Die Petition mit ihren Fragen schon mehr als 2.200 Nordhäuser.
Aber diese Antworten stehen noch aus! Mittlerweile sind mehr Fragen als Antworten im Raum.
Ein Dialog ist das nicht den wir hier sehen – die Kommunikation ist sehr einseitig z.B. hier bei nnz.
Das Mistrauen ist gewachsen und die Bürger bezweifeln zunehmend ob ihnen reiner Wein oder Silagesaft eingeschenkt wird.
Auch wenn wieder der Eindruck verbreitet werden soll das alle Informationen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, muss festgestellt werden dass das ganze Gegenteil der Fall ist.
Bisher … keine Informationen über Größe, Ausmaß, Kosten, Verkehrs- und Umweltbelastung; vom zu erwartenden Gewinn für die Stadt Nordhausen und dem Standort ganz zu schweigen!
Sagen Sie uns welche Methangasanlage an welchem Standort identisch mit der in Nordhausen geplanten Anlage ist, Größe, Technologie, Ertrag, Kosten und Standort sind entscheidend. Dann kann auch eine kompetente Entscheidung getroffen werden, auf der Basis eigener Erkenntnisse. Sonst werden das vier verlorene Tage auf Kosten der Stadt und der Bürger.
Und Kosten haben wir doch schon mehr als reichlich!
Ich bin nicht auf eine subventionierte Kaffeefahrt angewiesen und kann mir jede Anlage selbst ansehen - bundesweit.
Veröffentlichen Sie die technischen und wirtschaftlichen Daten der vorgeschlagenen Anlagen. Nennen Sie uns die für Nordhausen vorgesehene, identische Anlage und deren genauem Standort. Mein Navi macht den Rest. …. und der Sack Reis kann in China stehen bleiben … und wenn es um mich geht die Busse auch im Werkhof.
Vermutlich haben die Insider und andere Stadtmenschen mehr Informationen. Die breite Masse von einfachen Nordhäusern hat die notwendigen Informationen nicht. Deshalb müssen wir im Kaffeesatz lesen und fühlen uns ausgesprochen unwohl dabei.
Bitte liebe Verantwortlichen und Kommentatoren – beenden Sie dieses unerträgliche Informationsvakuum, erhellen Sie uns mit ihren Erkenntnissen und Wissen. Aber verschonen Sie uns vor Phrasen oder Spekulationen über EX-Oberbürgermeisterinnen und plattem Zynismus!
NDHler
07.09.2012, 10:48 Uhr
Gut so!
nur so kann man sich ein realistisches Bild davon machen um was es hier überhaupt geht. Einigen scheint das nicht so klar! Sehr guter Vorschlag!
W.Roßmell
07.09.2012, 18:05 Uhr
Bürgerinitiative hat Post erhalten...!
Per heutigen 07.09.2012 hat die Bürgerinitiative Post vom Oberbürgermeister erhalten. Schreibdatum ist allerdings bereits der 31.08.2012 und es wird offen bleiben, wo dieser Brief seine "Schneckenpost" von der Stadt bis zu uns genommen bzw. geschlichen ist.
In diesem Brief steht die Einladung an die Bürgerinitiative für 30 Personen drin, sich eine von 4 vorgeschlagenen Biomethananlagen aussuchen zu können, um diese zu besichtigen. Klar werden wir diese Einladung annehmen und uns bei dem in diesem Schreiben auch aufgeführten Ansprechpartner wenden. Allerdings ist dort für die Planung und Durchführung dieser Besichtigung als Termin der 12.09.2012 angegeben und für uns in dieser Kürze der Zeit nicht realisierbar.
Auch kann man jetzt die Veröffentlichungen in der Presse besser "verstehen", denn dort haben wir ja nur von dieser Möglichkeit erfahren, aber weder Ansprechpartner noch Termine, Ablauf erfahren. So waren die Reaktionen von sehr gut bis hin zur einer gesponsorten Kaffeefahrt breit vertreten.
Ein Vertreter der Bürgerinitiative wird sich am Montag mit dem Ansprechpartner in Verbindung setzen und Einzelheiten klären. Die Bürgerinitiative wird zu ihrer Gründungsversammlung eine Liste auslegen, wo sich interessierte Bürger eintragen können, die eine solche Anlage besichtigen wollen, damit danach alles Weitere besprochen werden kann.
Allerdings wurden in diesem Schreiben erneut keine Fragen und Probleme aus der Petition angesprochen bzw. beantwortet und es ist für uns weiterhin sehr verwunderlich, dass der OB, Herr Dr. Zeh, weiterhin den versprochenen sachlichen, offenen und "weiteren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern" vermissen läßt.
Er schreibt dazu: "Was die, von der Bürgerinitiative gewünschte, öffentliche Debatte anbelangt, so soll auch das Nordhäuser Energieforum als Podium genutzt werden", welches Ende September/Anfang Oktober an der Fachhochschule stattfinden wird. Diese wird sich dann zu aktuellen Grundsatzfragen der Biomassenutzung für energetische Zwecke befassen. Na ja Herr Oberbürgermeister, das werden sicher viele Menschen zur Kenntnis nehmen, aber nochmals unser Hinweis, das sind noch immer keine Antworten auf die von uns gestellten Fragen in der Petition bezüglich einer Biomethan-Anlage in der Nähe von Wohngebieten! Und die Fragen werden größer, wenn Sie ja heute schon öffentlich schreiben, dass Sie damit "zur Etablierung einer Biomethananlge im STADTGEBIET und damit der Umsetzung der energiepolitischen Stadtentwicklungsziele nachkommen" wollen...!
Ist es also schon beschlossene Sache, dass diese Anlage in Bielen gebaut wird und deshalb doch die Baulöcher mit dem Verlegen von Gasleitungen in Verbindung gebracht werden müssen? Herr OB, das machen Sie dann mal bitte den Bürgerinnen und Bürgern persönlich klar, mal sehen wie dann die Reaktionen ausfallen werden...
Ich hoffe damit, an dieser Stelle auf diesen Beitrag mit den vielen offenen Fragen kongret geantwortet zu haben und lade nochmals zu der am 18.09.2012, um 19Uhr stattfindenden Versammlung zur Gründung der Bürgerinitiative "Stoppt Biogas Nordhausen" ein! Der Veranstaltungsort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben! Bürger, bleibt wachsam!
Generell ist es gut zu sehen worüber man spricht
Ich hoffe nur, daß die Entscheidung nicht bereits gefallen ist und man der Besuch berühigen soll...
Wenn das ding an die Darre käme-wozu diese Fahrt?
Was mich interessieren würde. Wie werden die riesigen Mengen Mais transportiert? Durch (laute) Förderbänder? Und wird die "Biomasse" unter frien Himmel zwischengelagert? Würde ja bei entsprechender Witterung auch schon gären mit entsprechenden Gestank. Langsam wird es ernst-viel Glück BI und schön hart bleiben...
Flitzpiepe
08.09.2012, 10:13 Uhr
Wenn ich dort hinfahren würde,
würde mich das Umfeld der Anlage viel mehr interessieren als die Anlage selbst. Wenn da nicht gerade Anlieferverkehr von Substrat ist, wäre das eher langweilig. Die Gäranlage sollte im Normalfall nicht riechen. Das grosze Problem sind ja die Anlieferung und Lagerung des Substrats.
Interessant wären aber Gespräche mit Anliegern (wenn es die denn dort überhaupt gibt).
Ansonsten teile ich die Vermutung, dass die Fahrt nicht organisiert werden würde, wenn ein anderer Standort in Nordhausen gefunden wäre.
Das würde bedeuten, die EVN akzeptiert keinen anderen Standort als Himmelgarten.
TeeEff
08.09.2012, 13:03 Uhr
Öffentliche Ausschreibung?
Mal was ganz anderes - ich höre ja immer Schachtbau, BTN in der Diskussion hier - aber mit der argen Beteiligung der Stadt über die EVN an dem Projekt, stellt sich mir die Frage: Müßte es da nicht vielleicht dann auch eine öffentliche Ausschreibung geben? Thüringenweit? Deutschlandweit? Europaweit? Also ich weiß es echt nicht - aber die Beschaffung von vier Niederflurfahrzeugen für Stadtverkehr NDH wird ja auch deutschlandweit öffentlich ausgeschrieben. Wer kennt sich da aus?
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