Do, 18:05 Uhr
18.12.2003
Zwinger in Glas
Nordhausen (nnz). Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im kommenden Frühjahr wird der Eingang zum Zwinger vor dem Theater neu gestaltet. Wie das Areal dann aussehen soll, das hat jetzt Ihre nnz erfahren.
Eine Stahl-Glas Konstruktion wird künftig die Zwinger-Anlage prägen und zugleich Werbefläche für die Veranstaltungen des Theaters sein. Die Mitglieder der Stadt- und Gästeführergilde haben sich schon lange eine ordentliche Überdachung für den bisher ungeschützten Zwinger-Eingang gewünscht, damit die unterirdische Anlage nicht länger Wassereinlauf bzw. Mülleinwurfschacht ist und damit dieses wichtige bauliche Denkmal besser geschützt und zugleich auch bei geschlossener Tür einsehbar ist, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Mit dem Neubau werde auch die Dimension der Anlage – immerhin war es stärkstes Bollwerk der Nordhäuser Stadtbefestigung - veranschaulicht. Es sei viel Zeit bis zur Umsetzung dieses Vorhabens vergangen, aber die Finanzierung habe geklärt werden müssen.
Ein Nordhäuser Architekturbüro gestaltet den neuen Zwinger-Eingang: Die Konstruktion mit dem flachen Dach ersetzt die bisherige Bruchsteinmauer mit dem schweren Eisengitter. Damit ist die Anlage zu jeder Jahreszeit über eine normale Tür zugänglich, und die Damen der Stadt- und Gästeführergilde können den Zugang dann allein öffnen. Bisher waren dafür kräftige Männer nötig. Die Breite des rechteckigen Glaspavillons verdeutliche in etwa den Abstand zwischen der früheren äußeren und inneren Ringmauer. Eine gebogene Stahlkonstruktion wird das alte Bollwerk in seiner Kontur - die bisher durch eine Steinpflasterung markiert war - und Höhe erlebbar machen.
Die Glasflächen des Pavillons würden mit einer Bruchsteinstruktur beklebt, um die historische Verbindung zum Zwinger herzustellen. Pavillon und Stahlrahmen werden nachts vom Boden und Treppe aus beleuchtet. Der Glaskörper wird dann wie ein Kristall funkeln, die Kontur des Zwingers wird mit einer Lichtspur betont. Im Pavillon würden für die Besucher alte Ansichten der Stadt, historische Grundrisse und Texte ausgestellt. In einem Regal würden Fundstücke zur Stadtgeschichte zu sehen sein. Damit werde eine Verbindung hergestellt zwischen Zwinger, Altstadt und Nordhäuser Museen.
Neben dem Bezug zur Stadthistorie habe die Konstruktion auch einen praktischen Zweck: Entlang des Gestells werden bewegliche Werbetafeln für die Veranstaltungen des benachbarten Theaters befestigt. Während der Saison sind sie bestückt und zeigen in Richtung Töpferstraße; ist spielfreie Zeit, könne sie zum Theaterplatz verschoben werden, so der Architekt Graf. Je nach Witterung werde im Februar und März des kommenden Jahres Pavillon und Stahlrahmen gebaut.
Autor: nnz
Eine Stahl-Glas Konstruktion wird künftig die Zwinger-Anlage prägen und zugleich Werbefläche für die Veranstaltungen des Theaters sein. Die Mitglieder der Stadt- und Gästeführergilde haben sich schon lange eine ordentliche Überdachung für den bisher ungeschützten Zwinger-Eingang gewünscht, damit die unterirdische Anlage nicht länger Wassereinlauf bzw. Mülleinwurfschacht ist und damit dieses wichtige bauliche Denkmal besser geschützt und zugleich auch bei geschlossener Tür einsehbar ist, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Mit dem Neubau werde auch die Dimension der Anlage – immerhin war es stärkstes Bollwerk der Nordhäuser Stadtbefestigung - veranschaulicht. Es sei viel Zeit bis zur Umsetzung dieses Vorhabens vergangen, aber die Finanzierung habe geklärt werden müssen. Ein Nordhäuser Architekturbüro gestaltet den neuen Zwinger-Eingang: Die Konstruktion mit dem flachen Dach ersetzt die bisherige Bruchsteinmauer mit dem schweren Eisengitter. Damit ist die Anlage zu jeder Jahreszeit über eine normale Tür zugänglich, und die Damen der Stadt- und Gästeführergilde können den Zugang dann allein öffnen. Bisher waren dafür kräftige Männer nötig. Die Breite des rechteckigen Glaspavillons verdeutliche in etwa den Abstand zwischen der früheren äußeren und inneren Ringmauer. Eine gebogene Stahlkonstruktion wird das alte Bollwerk in seiner Kontur - die bisher durch eine Steinpflasterung markiert war - und Höhe erlebbar machen.
Die Glasflächen des Pavillons würden mit einer Bruchsteinstruktur beklebt, um die historische Verbindung zum Zwinger herzustellen. Pavillon und Stahlrahmen werden nachts vom Boden und Treppe aus beleuchtet. Der Glaskörper wird dann wie ein Kristall funkeln, die Kontur des Zwingers wird mit einer Lichtspur betont. Im Pavillon würden für die Besucher alte Ansichten der Stadt, historische Grundrisse und Texte ausgestellt. In einem Regal würden Fundstücke zur Stadtgeschichte zu sehen sein. Damit werde eine Verbindung hergestellt zwischen Zwinger, Altstadt und Nordhäuser Museen.
Neben dem Bezug zur Stadthistorie habe die Konstruktion auch einen praktischen Zweck: Entlang des Gestells werden bewegliche Werbetafeln für die Veranstaltungen des benachbarten Theaters befestigt. Während der Saison sind sie bestückt und zeigen in Richtung Töpferstraße; ist spielfreie Zeit, könne sie zum Theaterplatz verschoben werden, so der Architekt Graf. Je nach Witterung werde im Februar und März des kommenden Jahres Pavillon und Stahlrahmen gebaut.

