Do, 15:03 Uhr
30.08.2012
Tagung will erinnern
Eine wissenschaftliche Tagung im Heilbad Heiligenstadt am 14. und 15. September setzt sich mit der Situation von Kirchengemeinden in den Grenzgebieten der DDR auseinander. Einzelheiten wie immer in Ihren "Eichsfelder Nachrichten"...
Unter dem Titel Vom Arendsee zur Werra: Kirchliches Leben im Sperrgebiet werden sich Historiker, Zeitzeugen und Betroffene in Vorträgen und Diskussionsrunden mit den Geschehnissen und Erfahrungen aus den Sperrgebieten zwischen 1952 und 1989 auseinandersetzen. Geplant ist zudem eine Exkursion zur ehemaligen Grenze und zum Grenzlandmuseum in Teistungen. Veranstaltet wird die Tagung vom Verein für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen.
Viel mehr als die meisten heute noch erinnern, hat die Situation in den Kirchengemeinden in den Grenzsperrgebieten der DDR unsere Arbeit geprägt. Reichten die Sperrgebiete im Bereich unserer Landeskirche doch von der Altmark über den Harz und das Eichsfeld bis weit nach Thüringen hinein. In einer berüchtigten Stasi-Aktion mit dem bezeichnenden Tarn-Namen ,Ungeziefer’ wurden viele Gemeindeglieder aus den Sperrgebieten über Nacht zwangsausgesiedelt, andere wurden eingeschüchtert. Viele von ihnen haben darüber jahrelang nicht sprechen können, sagt Altbischof Prof. Axel Noack.
Tagungsort ist das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Heiligenstadt (Friedensplatz, neben der Martinskirche). Anmeldungen zur Tagung werden bis zum
5. September an Dr. Margot Scholz erbeten (margit.scholz@ekmd.de)
Autor: nnzUnter dem Titel Vom Arendsee zur Werra: Kirchliches Leben im Sperrgebiet werden sich Historiker, Zeitzeugen und Betroffene in Vorträgen und Diskussionsrunden mit den Geschehnissen und Erfahrungen aus den Sperrgebieten zwischen 1952 und 1989 auseinandersetzen. Geplant ist zudem eine Exkursion zur ehemaligen Grenze und zum Grenzlandmuseum in Teistungen. Veranstaltet wird die Tagung vom Verein für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen.
Viel mehr als die meisten heute noch erinnern, hat die Situation in den Kirchengemeinden in den Grenzsperrgebieten der DDR unsere Arbeit geprägt. Reichten die Sperrgebiete im Bereich unserer Landeskirche doch von der Altmark über den Harz und das Eichsfeld bis weit nach Thüringen hinein. In einer berüchtigten Stasi-Aktion mit dem bezeichnenden Tarn-Namen ,Ungeziefer’ wurden viele Gemeindeglieder aus den Sperrgebieten über Nacht zwangsausgesiedelt, andere wurden eingeschüchtert. Viele von ihnen haben darüber jahrelang nicht sprechen können, sagt Altbischof Prof. Axel Noack.
Tagungsort ist das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Heiligenstadt (Friedensplatz, neben der Martinskirche). Anmeldungen zur Tagung werden bis zum
5. September an Dr. Margot Scholz erbeten (margit.scholz@ekmd.de)

