eic kyf msh nnz uhz tv nt
Di, 15:03 Uhr
21.08.2012

Antwort aus dem Rathaus

Heftig wird seit Wochen über den eventuellen Bau einer Biomethan-Anlage im Stadtgebiet von Nordhausen diskutiert. Obwohl noch kein Standort bekannt ist, sind die Proteste unüberhörbar. Jetzt gibt es aus dem Nordhäuser Rathaus die Antwort auf eine Petition, die zur jüngsten Sitzung des Nordhäuser Stadtrates überreicht wurde....


Frau Körner – die Petentin der jüngsten Stadtratssitzung – hat die Antwort des Oberbürgermeisters auf die von ihr gestellten Fragen bekommen. Die Antwort wurde auch fristgemäß zugestellt innerhalb des laut Geschäftsordnung vorgesehenen 4-Wochen-Zeitraums am Freitag, dem 17. August.

Die Antwort ging natürlich an jene Person, die im Namen der Petenten die Anfrage vorgetragen hatte. Das war Frau Körner. Weitere legitimierte Vertreter einer Bürgerinitiative bzw. einer Initiativgruppe waren zum Zeitpunkt der Stadtratsanfrage nicht bekannt. Deshalb konnte auch nur Frau Körner die Antwort zugestellt werden. Dafür wird um Verständnis gebeten.

Leider muss an dieser Stelle erneut der Vorwurf zurückgewiesen werden, es sei eine Beantwortung der Anfrage bis zum 1. August in Aussicht gestellt worden. Auch die mehrfache Prüfung des Audio-Protokolls der besagten Stadtratssitzung ergab keinerlei Hinweis auf den Stichtag 1. August.
Patrick Grabe, Pressesprecher Stadt Nordhausen

Im Folgenden die Antwort des Oberbürgermeisters auf die Petition:

„Bürgeranfrage zum geplanten Bau einer Biomethan-Anlage: Übergabe einer Petition

Sehr geehrte Frau Körner,

wir bedanken uns für Ihre Bürgeranfrage zum geplanten Bau einer Biomethan-Anlage und die in diesem Zusammenhang übergebene Petition und bitten zuerst um Ihr Verständnis, dass die Stadtverwaltung die lt. Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehene Monatsfrist zur Beantwortung von Bürgeranfragen ausgeschöpft hat. Da das Thema von besonderer Brisanz, Bedeutung und Tragweite ist, war es uns wichtig, Ihnen entsprechend fundiert und eben nicht leichtfertig zu antworten.

Deutschland steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Um wirksamen Klimaschutz zu ermöglichen, müssen die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 – 95 % reduziert werden. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch 18 % sowie der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 35 % betragen. Im Energiekonzept der Bundesregierung (Energiekonzept vom 28.09.2010) werden die bundesweiten Ziele formuliert. Das Land Thüringen hat sich noch ambitioniertere Ziele gesetzt. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch 45 % und am Endenergieverbrauch 30 % betragen. Auch mit Blick auf Ressourcenschonung und Versorgungssicherheit sind die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger sowie der Energieverbrauch stark zu reduzieren. Die Energieversorgung ist überwiegend auf Basis erneuerbarer Energien abzusichern.
Der Weg in das regenerative Zeitalter ist mit einer Transformation des gesamten Energiesystems, der Energiewende, verbunden. Städten und Gemeinden kommt aufgrund der kommunalen Handlungsmöglichkeiten eine Schlüsselfunktion in der Energiepolitik und im Klimaschutz zu, die somit nicht nur Themen der Europäischen Union und des Bundes sind.

In der Stadtratssitzung am 17. Juli 2012 haben wir bereits darüber informiert, dass die Stadtverwaltung im Auftrag des Stadtrates derzeit ein Energieversorgungs- und Klimaschutzkonzept für die Stadt Nordhausen erarbeitet, welches das derzeitig bestehende Energieversorgungskonzept aktualisieren soll. Diese wichtige Grundlage für die zukünftigen energiepolitischen Entscheidungen durch den Stadtrat wird von der Bundesregierung gefördert.

Damit stellt sich die Stadt Nordhausen diesen Herausforderungen vorausschauend.

Wir freuen uns, dass Sie sich grundsätzlich zur s. g. Energiewende und dem weiteren Ausbau der regenerativen Energie bekennen und haben Verständnis für Ihre und die Sorge der weiteren Petenten, dass der Bau einer Biomethan-Anlage die Lebensqualität von Bürgern dieser Stadt negativ beeinflussen könnte.

Die Erzeugung von Energie aus Biomasseabfällen und nachwachsender Biomasse stellen in der künftig geplanten Strategie einen wichtigen, wenn auch begrenzten, Baustein dar, da diese Energieform im Gegensatz zur Windkraft oder Fotovoltaik relativ konstant zur Verfügung steht. Was den Ausbaugrad dieser regenerativen Energie betrifft, sind wir uns unserer Verantwortung für die nur begrenzt zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Flächen bewusst. Insofern sollen unter Betrachtung der ethischen Aspekte auch nur die Biomassen aus den landwirtschaftlichen Kreisläufen entnommen werden, die unter wissenschaftlicher Betrachtung vertretbar sind.

Für die Beantwortung dieser wichtigen Grundsatzfrage, die auch mehrfach von Stadträten gestellt wurde, wird derzeit eine Studie für einen konkret definierten Untersuchungsraum von der Fachhochschule Nordhausen erarbeitet. Außerdem soll in dieser Untersuchung die Gesamt-CO2-Bilanz einer solchen Biomethan-Anlage dargestellt werden.

Die Ergebnisse der Studie werden zu gegebener Zeit sowohl dem Stadtrat der Stadt Nordhausen als auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Was die von der Energieversorgung Nordhausen GmbH geplante Anlage betrifft, möchten wir Ihnen mitteilen, dass die Umsetzung eines solchen Vorhabens bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit weiteren Unternehmen des Landkreises, insbesondere der landwirtschaftlichen Betriebe, geplant ist. Wir sind auch grundsätzlich davon überzeugt, dass die Etablierung einer solchen Anlage im Stadtraum aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen sinnvoll ist.

Die geplante Anlagenkonstellation stellt auf einen extrem hohen Gesamtwirkungsgrad ab. In der Biomethan-Anlage soll im Ergebnis hochwertiges Gas für die Verwendung in den stadteigenen Kraftwärmekopplungssystemen oder anderen geeigneten Anlagen erzeugt werden. Wichtig ist für uns auch, dass die gesamte Wertschöpfung bei der Errichtung und dem Betrieb einer solchen Anlage in der Region bleibt und dabei das öffentliche und private Wohl der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger gestärkt wird.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass sich die Energieversorgung Nordhausen GmbH als Teil der städtischen Stadtwerke gemeinsam mit anderen Energieversorgungsunternehmen ebenfalls im Bereich der Windkraftnutzung im Freistaat Thüringen engagiert. Auch hier besteht das Ziel darin, die Energiewende mit konkreten Maßnahmen zu untersetzen, um die v. g. Ziele zu erreichen und gleichzeitig wirtschaftliche Erträge für das weitere Wohl unserer Stadt zu erzielen.

Wir möchten nunmehr auf Ihre und die Sorgen der weiteren Petenten eingehen.

Für die Stadtratssitzung am 17. Juli war ursprünglich die Beschlussfassung zur Gründung einer entsprechenden Gesellschaft geplant, die eine Biomethan-Anlage an den Standorten Nordhausen-Himmelgarten oder Nordhausen-Bielen errichten und betreiben wollte. Die dafür erforderliche Beschlussvorlage wurde im Vorfeld sehr ausführlich in den verschiedensten Fachausschüssen und Gremien diskutiert.

Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass vor der abschließenden Entscheidung weitere Untersuchungen und Prüfungen erforderlich sind. Insbesondere sollen dabei auch andere Standorte in Betracht gezogen werden. Insofern hat sich die Verwaltungsspitze dazu entschieden, dem Stadtrat eine geänderte Beschlussvorlage vorzulegen, die vorerst einen Grundsatzbeschluss zur standortneutralen Errichtung und den Betrieb einer Biomethan-Anlage im Stadtgebiet über die Energieversorgung Nordhausen GmbH als Unternehmen der Stadtwerke-Nordhausen- Gruppe vorsieht. Für die weitere Projektbearbeitung wurden im Rahmen der geänderten Beschlussvorlage mehrere Bedingungen definiert, die sich u. a. auf die Frage der Standortwahl beziehen. Dadurch ist der Vorhabenträger aufgefordert, einen Standort zu wählen, der alle genehmigungsrelevanten Bedingungen für die Errichtung und den Betrieb einer solchen Anlage erfüllt. D. h., dass insbesondere alle baurechtlichen und immissionsschutzrechtlichen Aspekte einer intensiven Vorprüfung unterzogen werden müssen.

Nach der Beratung dieser geänderten Beschlussvorlage in den verschiedensten Fachausschüssen hat sich der Stadtrat am 17.07. mehrheitlich dafür ausgesprochen, dem Vorschlag der Verwaltungsspitze zu folgen.

Konkret bedeutet die Beschlussfassung nunmehr, dass sich die Stadträte mehrheitlich für die Errichtung und den Betrieb einer Biomethan-Anlage bekannt haben. Der dafür geplante Termin wurde allerdings verschoben, um die weiteren Untersuchungen und Prüfungen mit der gebotenen Sorgfalt durchzuführen. Außerdem beschränken sich die weiteren Planungen nicht ausschließlich auf die Standorte Nordhausen-Himmelgarten und Nordhausen-Bielen. Vielmehr sollen auch andere Standorte in Betracht gezogen werden.

Eine Projektgruppe wird das weitere Verfahren begleiten und dabei die Verwaltungsspitze, den Stadtrat sowie die Öffentlichkeit unterrichten.

Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, müssen die entsprechenden Planungen für den dann konkretisierten Standort für die Errichtung und den Betrieb einer Biomethan-Anlage durch den Vorhabenträger einem umfangreichen Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz unterzogen werden. Der Gesetzgeber stellt bei der Einhaltung der verschiedensten Grenzwerte hohe Forderungen, die durch den Vorhabenträger fachlich objektiv nachgewiesen werden müssen.

Bitte sehen Sie es uns nach, dass erst im Rahmen dieses Verfahrens Ihre vielfältigen Fragen durch die Bewertung der vom Vorhabenträger eingereichten Planungsunterlagen, Gutachten, Messungen, etc. für einen konkreten Standort rechtssicher durch die zuständigen Fachbehörden beantwortet werden können. In diesem Verfahren ist vom Gesetzgeber eine Bürgerbeteiligung vorgesehen, in welche sich die von Ihnen vertretene Bürgerinitiative einbringen kann.

Sehr gehrte Frau Körner, wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Ausführungen behilflich sein konnten. Wir würden uns freuen, wenn wir den weiteren Dialog wie bisher sachlich und mit gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt führen. Dazu lade wir Sie und weitere Vertreter der Petition ausdrücklich ein, das Projekt in den konkreten Planungsphasen zu begleiten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Dr. Klaus Zeh
Oberbürgermeister“
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Wolfi65
21.08.2012, 15:51 Uhr
Nägel mit Köpfen
Da hier so viel über den Einsatz von Biomasse zur Herstellung von Energie geschrieben wurde, sollte doch auch folgender Gedankengang erlaubt sein.
Die Stadt NDH ist seit langer Zeit auch ein Zentrum der Herstellung von Alkohol.
Deshalb könnte man sich auch an diesem Ort die Herstellung von Bioethanol im großen Umfang vorstellen.

In der Nordbrand Nordhausen wird bestimmt auch 96 bis 100 prozentiger Alkohol hergestellt und verwendet. Ich persönlich könnte mir an diesem Ort eine Bioethanoltankstelle mit E 85 für die entsprechenden Fahrzeuge vorstellen.
Aber das nur so am Rande.
Gudrun1974
21.08.2012, 20:31 Uhr
Nordbrand soll ja auch liefern
Genau in Wolfis Idee im weiteren Sinn (sofern ernst gemeint) liegt der weitere Charme der Anlage: Denn neben Mais etc. sollen eben auch Restprodukte von Nordbrand als Biomasse genutzt werden. Diese könne auf minimalen Transportwegen angeliefert werden, und eine einheimische Firma hat noch einen Gewinn. Lokaler Wirtschaftskreislauf par excellence!

So - und nun bitte Feuer frei, liebe Freunde von der BI i.G. ...
W.Roßmell
21.08.2012, 21:30 Uhr
An den Pressesprecher Herrn Grabe.... zum 01.08.2012...
Sehr geehrter Herr Grabe, Pressesprecher der Stadt Nordhausen, in der Petition, die die Initiative "Besorgte Bürger Nordhausen" am 17.07.2012 dem OB Herrn Dr, Klaus Zeh von Frau Cordula Körner persönlich vorgetragen und übergeben wurde steht im letzten Absatz wortwörtlich: "Wir fordern den Oberbürgermeister, die Stadträte und die verantwortlichen Personen auf, noch im Juli vor der Sommerpause eine Bürgerversammlung einzuberufen, in der Sie uns auf unsere Fragen und Bedenken antworten und ihre Entscheidung erläutern sollen!" Stimmt Herr Grabe, es steht nicht als Termin der 1.August drin, sondern sogar noch der Juli vor der Sommerpause und es hätte zumindest schon deshalb eine Zwischeninformtion geben müssen, dass die Antwort entsprechend den festgelegten Fristen erst nach 4 Wochen erfolgen wird! Nein, Sie und auch der OB haben geschwiegen und hätten wir jetzt nicht unseren offenen Brief öffentlich gemacht.

Bleiben Sie doch einfach nur ehrlich und verbiegen Sie nicht die Fakten, die Petition liegt Ihnen ja doch wohl noch vor oder aber Sie haben Sie gar nicht gelesen, sonst hätten Sie so eine Antwort niemals geben dürfen! Und das Schreiben des Oberbürgermeisters ist nicht die Antwort auf den offenen Brief, sondern wohl nur eine Zwischeninformation auf die Petition, denn den offenen Brief wurde dem OB per Post erst am 17.08.2012 zugestellt, während Frau Körner den Brief des OB ebenfalls am gleichen Freitag erhalten hat, der bereits am 16.08.2012 geschrieben wurde! Sie verkehren hier wieder Termine und Fakten und es ist absolut unglaublich, wie Sie sich hier in der Öffentlichkeit herausreden! Eigentlich sollten Sie diesen offenen Brief schnellstmöglich beantworten, damit wir den Bürgern auch diese Antwort zukommen lassen können, die wollen nämlich wissen, wie der Stand ist!

Und im Übrigen helfen uns nicht nur "wohlwollende" Worte des OB mit dem Hinweis, dass alles noch geprüft wird, zwischen den Zeilen kann man schon mehr entnehmen und Fakten ableiten..., nämlich dass Himmelgarten noch lange nicht "aus dem Rennen ist", wie viele Stadträte bereits ausgesagt haben... Wir werden es sehen und auch Sie werden den Bürgerwillen nicht negieren können und der ist im MOment wohl sehr eindeutig zu spüren...!
Gudrun1974
21.08.2012, 21:58 Uhr
Rathaus ist schön dumm: Jede Antwort ist eh nur Kanonenfutter für Panikmacher
Die BI i.G. wollte eine Antwort vom Bürgermeister, jetzt ist sie da - und nun ist es auch nicht richtig. Was bleibt: Wortklauberei und Haarspalterei.

Zeh bzw. Sprecher wären klüger, wenn sie gar nichts mehr veröffentlichen würden. Jede Antwort ist eh nur Kanonenfutter für die Kritiker.

Und bauen will ja die Anlage sowie die Energieversorgung (so hab ichs jedenfalls verstanden) also ein Privatunternehmen. Und seit wann müssen sich Privatunternehmen rechtfertigen? Wems nicht passt, soll klagen.

Nordhausen kann es sich nicht leisten, weitere Investoren zu vergraulen!
dirfido
21.08.2012, 22:27 Uhr
Das ist doch mal eine Antwort, so verbindlich und .......
Keine Antwort ist auch eine Antwort, die gestellten Fragen können nicht beantwortet werden. Aber beschließen können wir ja schon mal!
Zitat:
„Bitte sehen Sie es uns nach, dass erst im Rahmen dieses Verfahrens Ihre vielfältigen Fragen durch die Bewertung der vom Vorhabenträger eingereichten Planungsunterlagen, Gutachten, Messungen, etc. für einen konkreten Standort rechtssicher durch die zuständigen Fachbehörden beantwortet werden können.“

Das ist also die umfangreiche und “umfassende“, vollmundig angekündigte Antwort – für die vier Wochen Bearbeitungszeit notwendig waren?
Schade, ca. 1140 Wörter innerhalb vier Wochen bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Das macht 160 Stunden für einen Sachbearbeiter allein. Das sind immerhin 7 Wörter pro Stunde!

In Worten: sieben Wörter pro Stunde!
Unterstellt man die Zusammenarbeit verschiedener Sachbearbeiter in verschiedenen Fachbereichen parallel, so sieht das Ergebnis noch „besser“ aus.
Zieht man noch die vierjährige Vorbereitungsphase des Projektes hinzu, so mussssssss jedem vernünftigen Menschen der Zweifel ins Gesicht springen und zur Sicherheit noch die Augen auskratzen.

Nein, verehrte Damen und Herren es ist nicht richtig! In der Petition wurde eindeutig auf den Termin vor der Sommerpause verwiesen, eine Ablehnung - mit der Bitte um vier Wochen Geduld für die Beantwortung oder eine Geschäftsordnung - erfolgte nicht. Nicht solange ich der Sitzung beiwohnen durfte.

Und wenn ich nicht widerspreche so stimme ich zu, dieses gilt bei meiner Steuererklärung auch.

Zitat:
„In diesem Verfahren ist vom Gesetzgeber eine Bürgerbeteiligung vorgesehen, in welche sich die von Ihnen vertretene Bürgerinitiative einbringen kann.“
Und ich sage: „ … sich einbringen musssssss!“

Und wenn es bei mir noch einen Zweifel gab, so ist er mit diesem Brief mehr als erschlagen worden!
Schade, da verbringt der Oberbürgermeister schon seinen Urlaub im Amt und dann so eine Antwort.

Ich senke mein Haupt, gehe ins Bett und weine …. bitterlich.
Danach träume ich von einer befriedigenden Antwortaus unserem Rathaus und einer Erleuchtung für die Verantwortlichen, die bei anderen Politikern und in anderen Orten Deutschlands offenbar schon stattgefunden hat.

An dem Tag an dem E10 Geschichte ist und Nordhausen wieder auf einem Millionengrab sitzt, dann klopfen die neuen – nun – unschuldigen Damen und Herren wieder bei uns Bürgern an.
Sie wollen dann auch nur unser BESTES …. unser Geld.

Bitte, bitte denken Sie nach ... ich bitte Sie, herzlichst!!
Gudrun1974
22.08.2012, 06:32 Uhr
Wie gesagt: Philisterhafte BI
Und weiter gehts im BI-Drama: Jetzt werden Wörter gezählt und durch Stunden dividiert. Gott bewahre, dass diese Philister über die Investitionen in dieser Stadt entscheiden!!
W.Roßmell
22.08.2012, 08:45 Uhr
Das war Spitze dirfildo und ...
par excellence auf die Antwort , von unserem OB Herrn Dr. Klaus Zeh, die keine auf die vielen Fragen in der Petition war! Über "Lachen" brauchen wir uns als einzigsten Zustimmer außerhalb der Verantwortlichen und außerhalb vom Rathaus keine Sorgen machen. Er scheint wirklich nur mit "Worten zu Fechten", aber Ahnung scheint er nicht zu haben und mit der Problematik einer solchen Anlage für ein "Für oder Wider" setzt er sich einfach nicht auseinander, warum auch? Der hat mit dem Standort kein Problem, da er weit weg wohnt. Er weiß auch nicht, dass die EVN ein städtisches Unternehmen und deshalb kein PRIVAT-Unternehmen ist und er scheint auch nicht zu wissen, dass die Restprodukte von Nordbrand von den Landwirten schon immer "sinnvoller" verwendet werden und somit der Wirtschaftskreislauf stimmt. Den Landwirten wird dann sogar diese Schlempe fehlen..., aber egal!
Und genau in der Antwort vom OB gebe ich "Lachen" sogar mal recht, denn diese Antwort ist ja fast nichtsagend und es grenzt wirklich an Wortglaube- und Haarspalterei! Auf all die Fragen in der Petition ist aber auch nicht eine Antwort festzustellen und nur "um den heißen Brei" geschrieben worden. Man versucht Zeit zu gewinnen, so wie es dirfido richtig gut "errechnet" hat! Wir werden sicher nicht 4 Wochen brauchen, um dem OB und den Stadträten eine Info-Mappe zu übergeben, wo gefragt wird: "Braucht Nordhausen Biogas?" In dieser sind Meinungen und Fakten rund um die geplante Biogasanlage in NDH-Ost/Himmelgarten und NDH-Bielen mit wissenschaftlichen Informationen untermauert. Sie beruht allerdings nicht, auf die Meinung des Prof. Vollmer von der Fachhochschule, der ja ein Patent auf solche Anlagen besitzt und nun "beratend" zur Seite steht und ganz sicher diese Anlage anpreisen wird, als sei es das beste Produkt auf dieser Welt! Dabei sieht er als Patentinhaber sicher auch nicht uneigennützig auch seinen "Gewinn" in der Geldbörse... Es ist schon ein Jammer, wie wir Bürger hier "behandelt" werden und deshalb wird diese Diskussion so schnell nicht enden..., zum Glück auch!
Ach ja, an dieser Stelle noch ein Programmhinweis meinerseits für heute Abend: MDR um 20,15Uhr kommt die Sendung "EXTRA" u.a. auch mit dem Beitrag: "Auf dem Holzweg, Fehlplanung bei Biogas", das wäre für alle, die es interessiert sicher eine hoffentlich lehrreiche vielversprechende Sendung und ganz besonders für Sie "Lachen", denn dann kommen Sie vor "Lachen" ganz sicher gut in den Schlaf!
98maschr
22.08.2012, 09:27 Uhr
Amüsant...
Bei allem nötigen Respekt, aber das grenzt hier wirklich schon an reine Panikmache. Da wird reininterpretiert was geht und sich auch noch angemaßt im Namen der Mehrheit der Bürger zu sprechen.

Ich würde mir hier an dieser Stelle wirklich eine sachliche Diskussion wünschen, aber das bleibt wohl reines Wunschdenken. Da tun mir alle Leid, die daran beteiligt sind und sich mit sowas auseinander setzen müssen und wertvolle Lebens- und Arbeitszeit verschwenden müssen.
RWE
22.08.2012, 10:24 Uhr
Mal sehen,
vielleicht zeigt die Reaktion aus den Rathaus daß die Politik vielleicht doch einmal für das Volk da sein könnte. Typische Ausdrucksweise, kann alles oder nichts bedeuten. Die FVN und co wollen kassieren, dann sollen sie auch ein paar Leitungen verlegen und das Ding an die Darre bauen. Dann würde auch der größte Teil der Proteste verstummen. Herr oder Frau Lachen, glauben sie mir -ein OB rechtfertigt sich nur wenn er wirklich muß. Und sie wollen doch nicht im Ernst behaupten, die EVN wäre eine privates Unternehmen?? So viel ich weiß soll eine Betreiber GmbH gegründet werden wo wohl Stadt und EVN beteiligt sind.
Egal wie die Sache ausgeht es wäre gut zu wissen ob sich so eine Anlage noch rechnet, enn dieser Subventionswahnsinn in Deutschland nachlassen sollte.
Und weil sich ja heutzutage alle ein grünes mäntelchen anziehen und alles "bio" ist bin ich zu den Ergebnissen bezüglich Ökobilanz gespannt.
W.Roßmell
23.08.2012, 09:35 Uhr
an 98maschr...
Sehr geehrter Herr oder sehr geehrte Frau 98maschr,

es ist eben leider nicht amüsant dieses Thema, es ist sehr sehr ernst und sehr umstritten! Wir interpretieren nichts hinein, sondern wissen inzwischen von was wir hier berichten und schreiben! Wir beschäftigen uns in der Initiative "Besorgte Bürger Nordhausen" inzwischen täglich mit dem Thema Biomethananlge, setzen uns mindestens einmal die Woche zusammen, sprechen tagtäglich mit vielen besorgten Bürgern über dieses Thema und wollen natürlich auch Antworten haben! Wir sprechen also nicht nur für uns, sondern auch im Namen der Bürger! Inzwischen haben wir weit über 2.200 Unterschriften gesammelt, in denen die Bürger sich gegen die bekannten (geplanten) Standorte einer Biomethannalge wehren!
Wir versuchen immer sachlich zu bleiben und erwarten es auch von unseren Gegenüber! Und es wäre der Wunsch vieler vieler Bürger, dass man wertvolle Lebens- und Arbeitszeit sparen könnte, wenn man vom Bau einer solchen Anlage Abstand nehmen würde! Nur solange weiterhin an diesem umstrittenen Objekt seitens der Verantwortlichen gearbeitet wird, solange müssen sich die Bürger brechtigt wehren, denn es geht dabei um ihre Lebensqualität, ihr Eigentum, um die Sicherheit der Kinder, um die Umwelt, die Natur u.u.u. Interessenten, die ebenfalls mitwirken und die Bürger unterstützen wollen, sind bei uns gern Willkommen!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)