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Sa, 21:16 Uhr
13.12.2003

Kurzweilig, interessant, ansprechend

Nordhausen (nnz). Seit zwei Jahren flattert halbjährig „Der Nordhäuser Adler“ (DNA), ein Kulturmagazin für Stadt und den Landkreis Nordhausen, kostenlos in unsere Briefkästen. Für die jetzt erschienene Dezemberausgabe muss der Leser erstmals bezahlen. Zum Inhalt des neuen „Adler“ ein Bericht von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Die Aufnahme der kupfergedeckten Welsch-Haube auf dem Titelblatt der 4. Ausgabe des DNA lässt wohl kaum einen Betrachter vermuten, dass diese zur Jugendstilvilla in der Nordhäuser Grimmelallee 30 gehört. Das Haus erfuhr in den vergangenen Monaten eine Schönheitskur und bildet nun einen absoluten Blickfang kurz vor der Europa-Kreuzung der stark befahrenen Straße. Der Beitrag über das Gebäude, der geschichtliche Hintergrund und die baustillistische Beschreibung im Innenteil des DNA verrät das Faible des Herausgebers Markus Veit für Architektur und den geschulten Blicks fürs Detail. Durch die faszinierenden Aufnahmen wird der Leser förmlich angehalten den mit viel Fachspezifik gespickten, aber trotzdem interessanten Text zu lesen.

Die Rubrik „Bilderkiste“ beinhaltet diesmal den Kornmarkt. Großformatige Aufnahmen vom Markttag anno 1885 lassen die „gute alte“ Zeit vor dem geistigen Auge des Lesers Zeit wieder entstehen. Des Weiteren gedenkt Markus Veit mit einem Beitrag dem 400. Jahrestag der Eröffnung des Hotels „Römischer Kaiser“ am Kornmarkt mit einer kurzweiligen Geschichte und zahlreichen Fotos. Auf reges Interesse werden auch die reichlich illustrierten Texte über die Zeppelinbrücke und den ehemaligen Gedenkstein für Albert Kuntz sorgen.

Im letzten Abschnitt des DNA erinnert Jörg-Michael Junker an das 175. Jubiläum der Errichtung des Nordhäuser Neptuns. Das Thema ist zwar schon oft abgehandelt worden, wird aber nochmals in aller Ausführlichkeit sehr bildlich dargestellt. Die Restauration der Figur kommt dabei allerdings etwas zu kurz, leider.

„Der Nordhäuser Adler steht im Zwiespalt mit dem Kommerz, denn letztlich muss auch er sich rechnen. Damit gehen Verlag und Redaktion den nicht leichten Weg, von einer Briefkastenzeitung zu einem Kaufmagazin. Dafür bekommen die Leser künftig mehr Inhalt - weniger Werbung - in altgewohnter Qualität, durchgängig vierfarbig, auf Hochglanzpapier gedruckt, mit aktuellen und geschichtlichem Inhalt“ umreißt Markus Veit im Editorial die Perspektive der Zeitschrift. Dazu bedarf es u. a. auch eines allgemein verständlichen Vokabulars sowie bisher wenig beleuchteter Themen, deren es in unserer Stadt mit Sicherheit nicht fehlt. Schließlich möchte man mit dem DNA eine breite Leserschaft erreichen, um nach Möglichkeit alle 5000 Exemplare „an den Mann bzw. an die Frau “ zu bringen. „Der Nordhäuser Adler“, Ausgabe Dezember 2003, ist zum Preis von 4,20 Euro in den Zeitschriften führenden Geschäften erhältlich.
Autor: rh

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