Mo, 13:39 Uhr
08.12.2003
Alles in „Sack und Tüten“
Nordhausen (nnz). Für Wirbel hatte die neue Version der Wertstoff-Entsorgung ab dem kommenden Jahr im Nordhäuser Stadtrat gesorgt. Jetzt hat das Landratsamt reagiert und rückt einige Sachen in das passende Licht.
Die Entsorgung der Wertstoffe ist in erster Linie Aufgabe der Dualen System Deutschland AG (DSD). Der Landkreis ist im Rahmen der Abstimmung des Entsorgungssystems nur mittelbar beteiligt. Es erfolgen Absprachen zwischen dem Landkreis und der DSD AG hinsichtlich des zukünftigen Entsorgungssystems, eine neue Abstimmungsvereinbarung ab 2004 geltend wurde geschlossen, sagt Matthias Ehrhold vom Landratsamt der nnz.
Die Dosen werden ab 2004 (wie bereits zu über 95 % in der gesamten Bundesrepublik) im Gelben Sack gesammelt. Der Monat Dezember 2003 bildet dabei eine Übergangsphase. Auf Grund von Veränderungen hinsichtlich der Verwertungswege, bliebe dem Landkreis Nordhausen nichts anderes übrig, als hier eine Systemanpassung vorzunehmen. Es werden z.Z. stabilere Gelbe Säcke (bis spätestens 19. 12. 2003) an alle Haushalte verteilt. Für die Verteilung sind die jeweiligen Entsorgungsbetriebe (Stadtwerke Nordhausen bzw. Abfallwirtschaft Südharz Ellrich) zuständig. Die Gelben Säcke werden als zusätzlicher Service für die Bürger in den konzentriert bebauten Wohngebieten ab 2004 statt bisher 14-tägig wöchentlich abgeholt.
Im Stadtgebiet Nordhausen werden ab 2004 viele Straßen in das bereits im Stadtgebiet bestehende Holsystem (z.B. Nordhausen-Salza) integriert. Ausgenommen hiervon sind natürlich konzentriert bebaute Wohngebiete und das unmittelbare Zentrum der Stadt Nordhausen (gleichzeitig Gelände der Landesgartenschau). Die Bürger dieser Straßen, welche in das Holsystem überführt werden, stellen ihre Wertstoffe vor der Haustür, wie bereits im Kreisgebiet des Landkreises seit 10 Jahren praktiziert, zur Abholung bereit. Die Containerstellplätze für diese Gebiete werden Anfang Januar 2004 aufgelöst. Ferner erhalten alle von der Umstellung betroffene Haushalte entsprechende Informationsblätter und einen Wertstoffkarton für die Glassammlung. Die verbleibenden Wertstoffcontainerplätze wurden ebenfalls bereits veröffentlicht (siehe im nnz-Archiv) und werden nochmals im Amtsblatt des Landkreises Nordhausen bekannt gemacht.
Durch diese Maßnahmen soll für die Bürger der Service verbessert und in der Stadt Nordhausen mehr Sauberkeit erreicht werden. Außerdem brachten die Containerstellplätze bisher trotz umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und kurzzeitiger Videoüberwachung (von den Jungen Liberalen stark kritisiert) viele Probleme mit sich, wie z. B. illegale Abfallablagerungen, Lärmbelästigungen durch Glaseinwurf außerhalb der Einwurfzeiten, Containerbrände etc.
Die Umstellungen der Wertstoffentsorgung wurden seit Anfang des Jahres 2003 durch umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, wie zum Beispiel in den Agenda-21 Foren, einem Stand auf der Südharzmesse oder der Verteilung von Faltblättern begleitet, so Ehrhold. Zu dem Agenda-21 Forum Ende November seien (wie üblich) Mitarbeiter der Stadtverwaltung persönlich eingeladen. Leider konnte keiner der geladenen Gäste der Stadtverwaltung die Möglichkeit zum Gespräch wahrnehmen. In diesem Forum stand unter anderem der Leiter des Fachbereiches Umwelt- und Naturschutz Matthias Ehrhold in Bezug auf die Umstellung der Wertstoffentsorgung zur Diskussion zur Verfügung.
Zur Südharzmesse war die veränderte Wertstoffsammlung unter anderem Thema an einem Informationsstand. Hier wurde unter anderem auch Stadtratsmitglied Helmut Bornkessel von Abfallberaterin Kathrin Wolff umfassend informiert und beraten. Somit sind die Aussagen, die in der letzten Stadtratssitzung diesbezüglich getroffen wurden und über die nnz berichtet hatte, für Matthias Ehrhold nicht nachzuvollziehen.
Die Veränderungen der Wertstoffsammlung wurden vom Umwelt-, Land- und Forstwirtschaftsausschuss des Landkreises Nordhausen bestätigt und die verbleibenden 50 Standplätze für die Wertstoffcontainer mit dem Umweltamt der Stadt abgestimmt. Dazu verweist Ehrhold auf den entsprechenden Schriftverkehr vom April 2003. Die Fassung eines Kreistagsbeschlusses, da keine unmittelbare Zuständigkeit des Landkreises hinsichtlich der Wertstoffentsorgung gegeben ist, ist hierzu nicht notwendig.
Autor: nnzDie Entsorgung der Wertstoffe ist in erster Linie Aufgabe der Dualen System Deutschland AG (DSD). Der Landkreis ist im Rahmen der Abstimmung des Entsorgungssystems nur mittelbar beteiligt. Es erfolgen Absprachen zwischen dem Landkreis und der DSD AG hinsichtlich des zukünftigen Entsorgungssystems, eine neue Abstimmungsvereinbarung ab 2004 geltend wurde geschlossen, sagt Matthias Ehrhold vom Landratsamt der nnz.
Die Dosen werden ab 2004 (wie bereits zu über 95 % in der gesamten Bundesrepublik) im Gelben Sack gesammelt. Der Monat Dezember 2003 bildet dabei eine Übergangsphase. Auf Grund von Veränderungen hinsichtlich der Verwertungswege, bliebe dem Landkreis Nordhausen nichts anderes übrig, als hier eine Systemanpassung vorzunehmen. Es werden z.Z. stabilere Gelbe Säcke (bis spätestens 19. 12. 2003) an alle Haushalte verteilt. Für die Verteilung sind die jeweiligen Entsorgungsbetriebe (Stadtwerke Nordhausen bzw. Abfallwirtschaft Südharz Ellrich) zuständig. Die Gelben Säcke werden als zusätzlicher Service für die Bürger in den konzentriert bebauten Wohngebieten ab 2004 statt bisher 14-tägig wöchentlich abgeholt.
Im Stadtgebiet Nordhausen werden ab 2004 viele Straßen in das bereits im Stadtgebiet bestehende Holsystem (z.B. Nordhausen-Salza) integriert. Ausgenommen hiervon sind natürlich konzentriert bebaute Wohngebiete und das unmittelbare Zentrum der Stadt Nordhausen (gleichzeitig Gelände der Landesgartenschau). Die Bürger dieser Straßen, welche in das Holsystem überführt werden, stellen ihre Wertstoffe vor der Haustür, wie bereits im Kreisgebiet des Landkreises seit 10 Jahren praktiziert, zur Abholung bereit. Die Containerstellplätze für diese Gebiete werden Anfang Januar 2004 aufgelöst. Ferner erhalten alle von der Umstellung betroffene Haushalte entsprechende Informationsblätter und einen Wertstoffkarton für die Glassammlung. Die verbleibenden Wertstoffcontainerplätze wurden ebenfalls bereits veröffentlicht (siehe im nnz-Archiv) und werden nochmals im Amtsblatt des Landkreises Nordhausen bekannt gemacht.
Durch diese Maßnahmen soll für die Bürger der Service verbessert und in der Stadt Nordhausen mehr Sauberkeit erreicht werden. Außerdem brachten die Containerstellplätze bisher trotz umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und kurzzeitiger Videoüberwachung (von den Jungen Liberalen stark kritisiert) viele Probleme mit sich, wie z. B. illegale Abfallablagerungen, Lärmbelästigungen durch Glaseinwurf außerhalb der Einwurfzeiten, Containerbrände etc.
Die Umstellungen der Wertstoffentsorgung wurden seit Anfang des Jahres 2003 durch umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, wie zum Beispiel in den Agenda-21 Foren, einem Stand auf der Südharzmesse oder der Verteilung von Faltblättern begleitet, so Ehrhold. Zu dem Agenda-21 Forum Ende November seien (wie üblich) Mitarbeiter der Stadtverwaltung persönlich eingeladen. Leider konnte keiner der geladenen Gäste der Stadtverwaltung die Möglichkeit zum Gespräch wahrnehmen. In diesem Forum stand unter anderem der Leiter des Fachbereiches Umwelt- und Naturschutz Matthias Ehrhold in Bezug auf die Umstellung der Wertstoffentsorgung zur Diskussion zur Verfügung.
Zur Südharzmesse war die veränderte Wertstoffsammlung unter anderem Thema an einem Informationsstand. Hier wurde unter anderem auch Stadtratsmitglied Helmut Bornkessel von Abfallberaterin Kathrin Wolff umfassend informiert und beraten. Somit sind die Aussagen, die in der letzten Stadtratssitzung diesbezüglich getroffen wurden und über die nnz berichtet hatte, für Matthias Ehrhold nicht nachzuvollziehen.
Die Veränderungen der Wertstoffsammlung wurden vom Umwelt-, Land- und Forstwirtschaftsausschuss des Landkreises Nordhausen bestätigt und die verbleibenden 50 Standplätze für die Wertstoffcontainer mit dem Umweltamt der Stadt abgestimmt. Dazu verweist Ehrhold auf den entsprechenden Schriftverkehr vom April 2003. Die Fassung eines Kreistagsbeschlusses, da keine unmittelbare Zuständigkeit des Landkreises hinsichtlich der Wertstoffentsorgung gegeben ist, ist hierzu nicht notwendig.


