Do, 08:22 Uhr
04.12.2003
nnz-Forum: Schildbürger?
Nordhausen (nnz). In Nordhausen werden ab dem kommenden Jahr weniger Container für Wertstoffe stehen. Dazu eine Wortmeldung von nnz-Leser Matthias Wiegleb.
Der Abbau der Wertstoffcontainer erscheint nicht nur mir schildbürgerhaft. Wir (die Bürger und die Verantwortlichen) haben es nicht geschafft, die Uneinsichtigen zu überzeugen, ihre Wertstoffe statt neben, möglichst in den Container zu werfen. Bei genauerer Betrachtung konnte man übrigens sehr häufig den "Absender der Wurfsendungen" entdecken - Umverpackungen mit Adressaufklebern, branchentypische Großkartonagen usw. hätten häufig zu den Verursachern führen können. Hier haben sich die Verantwortlichen der Kreisverwaltung geschlagen gegeben.
Zwei Aspekte der neuen Regelung erscheinen besonders bemerkenswert. So wird die Ausdünnung der Standplätze in den dichter bewohnten Stadtgebieten "Plattenbausiedlungen", in denen die Müllentsorgung schon immer "anonym" erfolgt, dazu führen, dass die "schwarzen Schafe" vermehrt Wertstoffe in den Restmüllcontainern versenken. Immerhin sind die Verantwortlichen hier aus dem Schneider; die Mehrkosten zahlt ja die Gemeinschaft der Mieter. Aber der Gesamtproblematik "Müll" ist damit ein Bärendienst erwiesen worden.
Zudem stelle man sich das Stadtbild vor, wenn nun in regelmäßigen Abständen z. B. Riesenpflanzkübel mit bunten Wertstoffansammlungen konkurrieren. Wetterunbilden könnten dabei noch für eine kreative Mischung sorgen. Erscheinen die Veränderungen wenigstens beschäftigungspolitisch vorteilhaft, wird sich doch der Entsorgungsaufwand vermutlich erhöhen. Hoffentlich merken auch die hartnäckigen Ignoranten, die ihre Wertstoffe bisher neben den Containern abluden, dass diese nun vielleicht nicht mehr da sind ...
Mathias Wiegleb, Nordhausen
Autor: nnzDer Abbau der Wertstoffcontainer erscheint nicht nur mir schildbürgerhaft. Wir (die Bürger und die Verantwortlichen) haben es nicht geschafft, die Uneinsichtigen zu überzeugen, ihre Wertstoffe statt neben, möglichst in den Container zu werfen. Bei genauerer Betrachtung konnte man übrigens sehr häufig den "Absender der Wurfsendungen" entdecken - Umverpackungen mit Adressaufklebern, branchentypische Großkartonagen usw. hätten häufig zu den Verursachern führen können. Hier haben sich die Verantwortlichen der Kreisverwaltung geschlagen gegeben.
Zwei Aspekte der neuen Regelung erscheinen besonders bemerkenswert. So wird die Ausdünnung der Standplätze in den dichter bewohnten Stadtgebieten "Plattenbausiedlungen", in denen die Müllentsorgung schon immer "anonym" erfolgt, dazu führen, dass die "schwarzen Schafe" vermehrt Wertstoffe in den Restmüllcontainern versenken. Immerhin sind die Verantwortlichen hier aus dem Schneider; die Mehrkosten zahlt ja die Gemeinschaft der Mieter. Aber der Gesamtproblematik "Müll" ist damit ein Bärendienst erwiesen worden.
Zudem stelle man sich das Stadtbild vor, wenn nun in regelmäßigen Abständen z. B. Riesenpflanzkübel mit bunten Wertstoffansammlungen konkurrieren. Wetterunbilden könnten dabei noch für eine kreative Mischung sorgen. Erscheinen die Veränderungen wenigstens beschäftigungspolitisch vorteilhaft, wird sich doch der Entsorgungsaufwand vermutlich erhöhen. Hoffentlich merken auch die hartnäckigen Ignoranten, die ihre Wertstoffe bisher neben den Containern abluden, dass diese nun vielleicht nicht mehr da sind ...
Mathias Wiegleb, Nordhausen
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