Mi, 10:20 Uhr
03.12.2003
Gewerkschaft wählte neuen Vorstand
Nordhausen (nnz). Die Mitglieder der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (TRANSNET) wählten am Sonnabend den für Nordthüringen zuständigen Ortsvorstand Nordhausen neu. Wer da künftig das Sagen hat und was es zu tun gibt, das hat die nnz erfahren.
Am Samstag wurden der bisherige erste Bevollmächtigte Andreas Henkel sowie der zweite Bevollmächtigte Andreas Wieninger wieder in die Ämter gewählt. Zuvor legte der Ortsvorstand Rechenschaft über die bisherige Amtszeit ab. Beschlossen wurden unter anderem Anträge an den Gewerkschaftstag zu den Schwerpunkten Anerkennung von geleisteten Beitragsleistungen zur Freiwilligen Zusatzversicherung während der Tätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn, sowie die Forderung der Gültigkeit von Tarifabschlüssen nur für Gewerkschaftsmitglieder.
Weiterhin gab es Diskussionen und Informationen zur derzeitigen Schienenverkehrspolitik des Bundes, sowie des Freistaates Thüringen. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang die überwiegende Verlagerung des Verkehres auf die Strassen. In Thüringen ist die Zahl der bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen tätigen Menschen von über 27 000 im Jahre 1989 auf unter 5 000 im Jahr 2003, mit all den bekannten negativen Auswirkungen, gesunken. Prognostizierte Verkehrszuwächse in den kommenden Jahren im Personenverkehr um etwa 20 Prozent und im Güterverkehr sogar um etwa 60 Prozent werden verheerende Folgen für Ökologie und Ökonomie auch in Thüringen haben, wenn nicht große Teile davon auf der Schiene transportiert werden!
Kritik gab es auch am Entwurf des Landesentwicklungsplanes.
Während der Kyffhäuserkreis als Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben eingestuft werden soll, was nichts anderes als besonderer Entwicklungsbedarf auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit bedeutet, versucht die DB Netz AG die Kyffhäuserbahn stillzulegen. Dies ist zwar vorerst verhindert worden, bedeutet aber nicht den entgültigen Erhalt. Eingefordert wird dabei die Unterstützung der Politik. Nur eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur trägt zur positiven Entwicklung der Wirtschaft und Abbau der Arbeitslosigkeit bei.
Unterstützt wird die Forderung nach Ausbau der Schienenstrecke zwischen Nordhausen und Erfurt mit in der Folge kürzeren Fahrzeiten und einer durchgehenden Verbindung Northeim – Nordhausen – Erfurt – Saalfeld. Dies ist eine Verkehrspolitisch sinnvolle Verbindung und würde auch bei den Eisenbahnern Arbeitsplätze sichern.
Autor: nnzAm Samstag wurden der bisherige erste Bevollmächtigte Andreas Henkel sowie der zweite Bevollmächtigte Andreas Wieninger wieder in die Ämter gewählt. Zuvor legte der Ortsvorstand Rechenschaft über die bisherige Amtszeit ab. Beschlossen wurden unter anderem Anträge an den Gewerkschaftstag zu den Schwerpunkten Anerkennung von geleisteten Beitragsleistungen zur Freiwilligen Zusatzversicherung während der Tätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn, sowie die Forderung der Gültigkeit von Tarifabschlüssen nur für Gewerkschaftsmitglieder.
Weiterhin gab es Diskussionen und Informationen zur derzeitigen Schienenverkehrspolitik des Bundes, sowie des Freistaates Thüringen. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang die überwiegende Verlagerung des Verkehres auf die Strassen. In Thüringen ist die Zahl der bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen tätigen Menschen von über 27 000 im Jahre 1989 auf unter 5 000 im Jahr 2003, mit all den bekannten negativen Auswirkungen, gesunken. Prognostizierte Verkehrszuwächse in den kommenden Jahren im Personenverkehr um etwa 20 Prozent und im Güterverkehr sogar um etwa 60 Prozent werden verheerende Folgen für Ökologie und Ökonomie auch in Thüringen haben, wenn nicht große Teile davon auf der Schiene transportiert werden!
Kritik gab es auch am Entwurf des Landesentwicklungsplanes.
Während der Kyffhäuserkreis als Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben eingestuft werden soll, was nichts anderes als besonderer Entwicklungsbedarf auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit bedeutet, versucht die DB Netz AG die Kyffhäuserbahn stillzulegen. Dies ist zwar vorerst verhindert worden, bedeutet aber nicht den entgültigen Erhalt. Eingefordert wird dabei die Unterstützung der Politik. Nur eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur trägt zur positiven Entwicklung der Wirtschaft und Abbau der Arbeitslosigkeit bei.
Unterstützt wird die Forderung nach Ausbau der Schienenstrecke zwischen Nordhausen und Erfurt mit in der Folge kürzeren Fahrzeiten und einer durchgehenden Verbindung Northeim – Nordhausen – Erfurt – Saalfeld. Dies ist eine Verkehrspolitisch sinnvolle Verbindung und würde auch bei den Eisenbahnern Arbeitsplätze sichern.


