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Mi, 09:30 Uhr
18.07.2012

Endlich verbinden

Nur zwei Kilometer Luftlinie trennen den Nordhäuser Ortsteil Herreden von der Kernstadt. Und doch gibt es da ein Verbindungsproblem...

Vorgeschlagene Wegeführung (Foto: privat) Vorgeschlagene Wegeführung (Foto: privat)

Zwei Schülerinnen aus Herreden, Anny-Katharina Samel und Line Kahlert, machten gestern auf den immer noch fehlenden Rad- und Fußweg von Herreden nach Nordhausen in einer emotionalen Rede aufmerksam. Sie nutzten dazu die Einwohnerfragestunde der Stadtratssitzung. Da viele Kinder aus dem Ortsteil in die Schule nach Salza gehen, setzen sie sich mit dem Rad einer großen Gefahr auf der stark befahrenen Verbindungsstraße aus. Auch der Fußweg über das Herreder Hölzchen ist nicht mehr begehbar, da bis an den Wegesrand heran gepflügt wurde.

Die beiden Mädchen schlossen ihre Rede mit der Bemerkung, dass sie schließlich die Wählerinnen von morgen seien und erhielten für ihren couragierten Auftritt viel Beifall von den Stadträten. Übergeben wurde auch eine Liste mit rund 150 Unterschriften von Einwohnern des Ortsteils. Das war es dann aber auch, einen Rad- oder Fußweg wird es trotzdem nicht geben. Vermutlich, obwohl im Zuge der Abwasser-Klärung für den Ortsteil doch eine Trassenführung möglich wäre.
Autor: nnz

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Kommentare
Gertrude
19.07.2012, 10:48 Uhr
Spiel mit dem Leben der Jüngsten.
Muss es erst zu einem Unfall mit Todesfolge kommen, bis die Stadtobersten aufwachen?

Die Kreisstraße von Nordhausen/Salza nach Herreden ist eine extrem gefährliche und trotzdem häufig genutzte Strecke für Radfahrer. Die Straße ist relativ schmal, ohne Mittelstreifen, abschüssig zu den Seiten und durch viele Kurven und Kuppen schwer einsehbar. Die Randstreifen sind schmal und steil. Es ist, besonders in den Morgen- und Abendstunden, eine vielbefahrene Ausweichstrecke durch viele Berufspendler in Richtung Bad Lauterberg, Herzberg und Osterode und der Autoverkehr nimmt weiter zu.
Viele Kinder und Senioren nutzen die Strecke als Rad- und Fußweg ins benachbarte Salza.
Trotz dieser Gefahrenlage gibt es hier bisher keinen Radweg.
Im Zuge der Verlegung einer Abwasserleitung entlang der Kreisstraße wäre es eigentlich ohne größeren finanziellen Aufwand darstellbar, einen kombinierten Rad- und Fußweg auf dem Streckenverlauf der Abwasserleitung auf Schotterbasis (Wasserdecke) darzustellen. Es muss in diesem Bereich ohnehin gebaggert und wieder verfüllt werden, warum deckt man nicht einfach die letzten Zentimeter beim Verfüllen mit Schotter ab und rüttelt diesen fest? Wenn es für die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt finanziell darstellbar ist, kann man ja dann noch eine Asphaltdecke aufziehen.
andreas66
19.07.2012, 11:22 Uhr
@engine143
Wäre sinnvoll und logisch aber auch zu einfach. Das geht doch nicht. Es muss erst geplant, bestätigt und abgesegnet werden. Wenn gebaut wird dann ist es um ein Vielfaches teurer. Die Steuerzahler werden dann wieder zur Kasse gebeten.
Iffland
19.07.2012, 22:50 Uhr
Radweg nach Herreden nicht vom Tisch
Lieber Herr Greiner,
einiges will ich an dieser Stelle richtig stellen. Die dargestellte Zeichnung ist von mir und wurde bereits 2010 mit Unterschriften aus Salza und Herreden abgegeben.

In meinem damaligen Antrag werden zwei Wege gefordert. Zum Einen die Wiederherstellung des Wanderweges entlang den Feldern (von den Wasserbehältern in Richtung Herreder Hölzchen) welcher um 1994 noch von seitens der Stadt mit Bäumen bepflanzt wurde. Diese ist dann von zwei landwirtschaftlichen Unternehmen Stück für Stück ein gepflügt wurden. In der Vergangenheit wurden dazu Gespräche mit den landw. Betrieben geführt. Nach derzeitiger Lage wird der Wanderweg noch dieses Jahr wieder hergestellt. Auch Bäume sollen dann an der anderen Seite gepflanzt werden, um ein erneutes einpflügen zu verhindern.

Da nun im Werkausschuß und folglich im Stadtrat der Bau der Abwasserleitung von Herreden nach Salza beschlossen wurde, und vor 2 Jahren der Vorschlag von Inge Klaan war, mit dem Bau dieser Leitung oben auf den Radweg zu legen, brachte ich den Antrag von 2010 nun im Juni noch einmal ein. Mir ist natürlich bewusst, dass der Haushalt völlig ausgeschöpft ist, doch bin ich der Meinung, dass man jetzt schon die Gelegenheit nutzen sollte evtl. Planungen zum Radweg, bzw. Länderflächentauch vorzubereiten. Ich habe diesen Plan noch nicht aufgegeben und werde dort auch dran bleiben.

Immerhin birgt dieser Weg nicht nur Schutz für Alt und Jung im Straßenverkehr, sondern erschließt Herreden auch touristisch. Man kann so von dort weiter das Karstgebiet in Richtung Seelöcher, oder in Richtung Hörningen bis hin zum Kohnstein erschließen. Immerhin wurde in Herreden die Anlage der ehemaligen sowjetischen Kasernen demontiert und eine Farm errichtet die in den nächsten Jahren weiter wachsen wird und deren Besuch sich für Familien lohnt.

Auch das Vereinsleben ist in Herreden stark organisiert und zahlreiche Veranstaltungen im Jahr würden den Einen oder Anderer Nordhäuser mit seiner Familie bestimmt mit dem Rad einen sichereren Besuch abstatten.
Steffen Iffland, CDU
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