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Sa, 15:53 Uhr
14.07.2012

Amok in Sundhausen (2)

Sundhausen, heute, kurz vor 10 Uhr. Ein oder mehrere Maskierte haben sich in einem Schulgebäude verschanzt und beginnen damit, in der Schule auf Lehrer und Schüler zu schießen. Dieses Szenario wurde heute geübt...

Amok-Übung in Sundhausen (Foto: Christoph Keil) Amok-Übung in Sundhausen (Foto: Christoph Keil)

Seit Erfurt vor zehn Jahren ist dieses Szenario keine Fiktion, sondern war damals am Gutenberg-Gymnasium brutal erlebte Realität: Für Opfer, ihre Angehörigen - aber auch für die Einsatz- und Rettungskräfte. Wie also agieren in einem solchen Fall? In Sundhausen wurde das geprobt, in der nicht mehr genutzten Schule.

Studierende der Nordhäuser Fachhochschule fungierten als Schüler und Lehrer, sie waren die Opfer. Dann der Notruf von der Sekretärin der Schule, während sich einige Schüler auf das Dach der Schule geflüchtet haben und lautstark um Hilfe schreien.

Zuerst kommen Polizisten aus der Landespolizeiinspektion zum Einsatzort, es sind die, die im Landkreis Nordhausen ihren Dienst versehen. Sie können das Erdgeschoss sichern und können auch die ersten Verletzten und Verängstigten aus dem Haus holen.

Es dauert eine Stunde, ehe die Spezialeinsatzkräfte angekommen sind. Mit Fahrzeugen. Von der Luft aus sichern andere SEK-Beamte das Schulareal aus einem Hubschrauber ab. Dann werden Raum für Raum, Etage für Etage durchsucht und gesichert. Der "Terrorist" wird getötet, das Gebäude ist sicher, wieder ist mehr als eine halbe Stunde vergangen.

Zeit für Sanitäter und Feuerwehrleute, die Verletzten und Traumatisierten zu bergen, eine erste Versorgung vorzunehmen und sie zu einem Sammelplatz zu fahren, der auf dem Gelände des Scheunenhofes errichtet wurde. Hier kann die medizinische Hilfe erweitert werden, hier kümmern sich Psychologen und Seelsorger um die Opfer.

Indes wird seitens der Polizei bereits mit einer ersten Auswertung begonnen. Die wird noch bis 15 Uhr dauern. Dann kehrt in das verlassene Schulgebäude sowie in Sundhausen selbst wieder die gewohnte Ortsteilruhe eines normalen Wochenendes ein.
Peter-Stefan Greiner
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Amok-Übung in Sundhausen (Foto: nnz)
Autor: nnz

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Kommentare
Paulinchen
15.07.2012, 12:28 Uhr
Bleibt nur zu hoffen,
dass es niemals zu einem ernsten Einsatz mit diesem Hintergrund kommt, wünscht sich Paulinchen. Allen Lesern einen schöööönen Sonntag!
Momentmal
15.07.2012, 13:04 Uhr
Überschrift stört
Es müßte heißen - Übung in Sundhausen -
Bleibt immer wieder festzuhalten,daß es Journalisten gibt,die nicht wissen,was Amok heißt. Nämlich ausschließlich ( ! ) das Ereignis. Schaut alle mal unter Wikipedia nach.
Wolfi65
15.07.2012, 15:09 Uhr
Etwas Ähnliches hatten wir schon
und zwar am und im Rathaus.
Ich durfte das Schauspiel damals von meiner Stammkeipe mitansehen und fotographieren.
Die Polizei hatte das Umfeld schon längst abgesperrt, da trudelte das SEK ein.
Man unterhielt sich lange und entspannt am Einsatzwagen.
Dabei zog man sich die Schutzkleidung an und bewaffnete sich.
Wie vom Blitz getroffen, duckte sich die Truppe, um dann schnell im Entenmarsch zum Roland zu gelangen.
Böse und nervöse Blicke trafen uns durch die Fenster des Imbisses.

Da hätte wahrscheinlich nur ein Sylvesterböller genügt und manch einer hätte ein paar Knopflöcher mehr im Hemd getragen.
Dann ging es ruhig und beschaulich im Entengang weiter zum Eingang des Neuen Rathauses.
Einer der Polizisten vor "unserer Kneipe" lief vorher nervös mit gezogener Pistole zum Eingang des Rathauses um dort zu verweilen.
Plötzlich lief dieser wieder zum Streifenwagen um die Pistole gegen eine Maschienenpistole zu tauschen.
Er lief wieder zum Haupteingang und schaute an der Fassade hoch.
Kurze Zeit später kam er wieder zurück, legte die Maschinenpistole ins Auto und verschanzte sich wieder mit der Dienstpistole hinter dem Streifenwagen.
Aus meiner Sicht war das alles nur Schow und völlig übertrieben.
Das Rathaus war damals seit über einer Stunde völlig umstellt.
Da wäre keiner mehr rein und raus gekommen.
Aber der Bürger hat ja ein Recht darauf, für seine Steuern etwas geboten zu bekommen.
Man hätte die jetzige Übung am Rathaus machen können, denn da kennt man doch die Öffnungszeiten und die Örtlichkeiten sind auch nicht ganz unbekannt.
meister
15.07.2012, 21:46 Uhr
???
also es ist schon bemerkenswert,das ein mancher nnz leser zu jedem artikel seinen senf (sei er auch noch so überflüssig) dazu geben muß.
@ wolfi: ich weiß nicht was ihre kneipenerlebnisse am rathaus mit dieser übung in sundhausen zu tun haben! es ist doch in der heutigen zeit äusserst wichtig das die einsatzkräfte auf solche situationen,ich hoffe das so etwas nie passiert,geschult werden.

wenn man ihren beobachtungen,mögen sie auch etwas undurchsichtig sein, glauben schenken kann,dann ist es doch umso wichtiger das die polizei für solche einsätze geschult wird.

denn kommt es mal zum ernstfall,bleibt nicht viel zeit um sich zu entscheiden welche waffe man wählt,wobei das auch nebensächlich ist.

ich finde solche übungen sehr wichtig,vor allem mit dem hintergrund,das sich die verschiedenen institutionen wie feuerwehr und rettungskräfte und die verschiedenen polizeieinheiten untereinander kennenlernen um sich gegenseitig hilfe leisten zu können.

denn falls es wirklich mal zu solch einer katastrophe kommen sollte,müssen alle zusammen "funktionieren"! das geht aber nur wenn man sich gegenseitig vertrauen kann und nicht mit dem anderen fremdelt...
abschleißend bleibt nur zu hoffen das es nie zu solch einer situation kommt
Wolfi65
16.07.2012, 08:26 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Wolfi65
16.07.2012, 16:12 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
h3631
16.07.2012, 20:36 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Thüringerin
17.07.2012, 21:27 Uhr
ich denke @wolfi hat immer nur langeweile und keine ahnung
@wolfi, ich lese auch viel in nnz online, ich lese auch viel ihre komentare, ich kann nur kopfschütteln.
ich bin aktiv im ehrenamt tätig und mache auch oft solche übungen mit. ich kann nur sagen das die übungen wichtig sind um im ernstfall richtig tätig zu handeln. ich wünsche mir nur sehr das sie nie unsere hilfe in gebrauch nehmen, denn ihnen kann man es nicht recht machen.
für alle hilfsorganisationen meine hochachtung und weiter so.
Wolfi65
18.07.2012, 07:04 Uhr
Nicht verstanden worden
Meine Hochachtung gilt selbstverständlich den freiwilligen Helfern und Organisationen, aber meine Mißachtung gehört der ......!
Auf solche Hilfe oder besser geschrieben Hin-Hilfe kann ich in Zukunft spielend verzichten, denn für meine Sicherheit komme ich lieber selber auf.
Da weiss ich wenigstens, dass ich den nächsten Tag noch erlebe.
Und @Thüringerin
Das mit der langen Weile ist gar nicht so unrichtig, aber wohl nicht meine Schuld.
Wer schlanke Unternehmen haben will, mein Gott,dann soll er diese doch haben, mit all den Arbeitslosen,pardon, "Arbeitssuchenden", welche dann Zuhause vor dem PC sitzen oder auch liegen und die NNZ lesen und auch in diese schreiben.
MFG
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