Amok in Sundhausen (2)
Samstag, 14. Juli 2012, 15:53 Uhr
Sundhausen, heute, kurz vor 10 Uhr. Ein oder mehrere Maskierte haben sich in einem Schulgebäude verschanzt und beginnen damit, in der Schule auf Lehrer und Schüler zu schießen. Dieses Szenario wurde heute geübt...
Seit Erfurt vor zehn Jahren ist dieses Szenario keine Fiktion, sondern war damals am Gutenberg-Gymnasium brutal erlebte Realität: Für Opfer, ihre Angehörigen - aber auch für die Einsatz- und Rettungskräfte. Wie also agieren in einem solchen Fall? In Sundhausen wurde das geprobt, in der nicht mehr genutzten Schule.
Studierende der Nordhäuser Fachhochschule fungierten als Schüler und Lehrer, sie waren die Opfer. Dann der Notruf von der Sekretärin der Schule, während sich einige Schüler auf das Dach der Schule geflüchtet haben und lautstark um Hilfe schreien.
Zuerst kommen Polizisten aus der Landespolizeiinspektion zum Einsatzort, es sind die, die im Landkreis Nordhausen ihren Dienst versehen. Sie können das Erdgeschoss sichern und können auch die ersten Verletzten und Verängstigten aus dem Haus holen.
Es dauert eine Stunde, ehe die Spezialeinsatzkräfte angekommen sind. Mit Fahrzeugen. Von der Luft aus sichern andere SEK-Beamte das Schulareal aus einem Hubschrauber ab. Dann werden Raum für Raum, Etage für Etage durchsucht und gesichert. Der "Terrorist" wird getötet, das Gebäude ist sicher, wieder ist mehr als eine halbe Stunde vergangen.
Zeit für Sanitäter und Feuerwehrleute, die Verletzten und Traumatisierten zu bergen, eine erste Versorgung vorzunehmen und sie zu einem Sammelplatz zu fahren, der auf dem Gelände des Scheunenhofes errichtet wurde. Hier kann die medizinische Hilfe erweitert werden, hier kümmern sich Psychologen und Seelsorger um die Opfer.
Indes wird seitens der Polizei bereits mit einer ersten Auswertung begonnen. Die wird noch bis 15 Uhr dauern. Dann kehrt in das verlassene Schulgebäude sowie in Sundhausen selbst wieder die gewohnte Ortsteilruhe eines normalen Wochenendes ein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzSeit Erfurt vor zehn Jahren ist dieses Szenario keine Fiktion, sondern war damals am Gutenberg-Gymnasium brutal erlebte Realität: Für Opfer, ihre Angehörigen - aber auch für die Einsatz- und Rettungskräfte. Wie also agieren in einem solchen Fall? In Sundhausen wurde das geprobt, in der nicht mehr genutzten Schule.
Studierende der Nordhäuser Fachhochschule fungierten als Schüler und Lehrer, sie waren die Opfer. Dann der Notruf von der Sekretärin der Schule, während sich einige Schüler auf das Dach der Schule geflüchtet haben und lautstark um Hilfe schreien.
Zuerst kommen Polizisten aus der Landespolizeiinspektion zum Einsatzort, es sind die, die im Landkreis Nordhausen ihren Dienst versehen. Sie können das Erdgeschoss sichern und können auch die ersten Verletzten und Verängstigten aus dem Haus holen.
Es dauert eine Stunde, ehe die Spezialeinsatzkräfte angekommen sind. Mit Fahrzeugen. Von der Luft aus sichern andere SEK-Beamte das Schulareal aus einem Hubschrauber ab. Dann werden Raum für Raum, Etage für Etage durchsucht und gesichert. Der "Terrorist" wird getötet, das Gebäude ist sicher, wieder ist mehr als eine halbe Stunde vergangen.
Zeit für Sanitäter und Feuerwehrleute, die Verletzten und Traumatisierten zu bergen, eine erste Versorgung vorzunehmen und sie zu einem Sammelplatz zu fahren, der auf dem Gelände des Scheunenhofes errichtet wurde. Hier kann die medizinische Hilfe erweitert werden, hier kümmern sich Psychologen und Seelsorger um die Opfer.
Indes wird seitens der Polizei bereits mit einer ersten Auswertung begonnen. Die wird noch bis 15 Uhr dauern. Dann kehrt in das verlassene Schulgebäude sowie in Sundhausen selbst wieder die gewohnte Ortsteilruhe eines normalen Wochenendes ein.
Peter-Stefan Greiner




















































