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Fr, 08:26 Uhr
13.07.2012

Dr. Zeh: Mehr Zeit nötig

Nach ersten Beratungen in den Stadtratsausschüssen zum Bau einer Biomethan-GmbH sagte Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, dass sich eine neue Sicht auf Zeitabläufe ergeben hat. Auch die Frage des Standorts werden man von Grund auf neu besprechen müssen...


"Die Fraktionen des Stadtrats haben sich prinzipiell positiv zum diesem Vorhaben geäußert. Das ist die Grundvoraussetzung, um jetzt intensiv u.a. die Standortfrage zu diskutieren, auch im Kontakt mit Bürgern. Das ist im Interesse aller Beteiligten. Die ersten Debatten dazu laufen sehr vielversprechend“, so Dr. Zeh weiter.

Die Diskussionen dieser Woche hätten zu neuen Erkenntnissen und Bewertungen geführt, die letztlich in eine überarbeitete Beschlussvorlage für den kommenden Stadtrat gemündet hätten: „Es ist das Ziel, eine entsprechende Anlage zur Erzeugung von Biomethan zu errichten. Allerdings wollen wir uns auf dem Weg dorthin mehr Zeit nehmen, wie es solch einem anspruchsvollen und wichtigen Vorhaben gemäß ist.“ Die Energieversorgung Nordhausen (EVN) soll laut dem neuen Beschlussvorschlag einen Standort wählen, der alle genehmigungsrelevanten Bedingungen erfüllt. In der Beschlussvorlage ist darüber hinaus festgehalten, dass der Stadtrat während des gesamten Prozesses eng an die Projektentwicklung angekoppelt ist.

„Die Entwicklung des Projektes soll darüber von einer Steuerungsgruppe begleitet werden, der neben Vertretern der EVN, der Stadtwerke-Holding und der Stadtverwaltung auch ehrenamtliche Beigeordnete und Stadträte angehören und berufene Bürger aus den Ausschüssen. Eine kontinuierliche Kommunikation während des Diskussionsprozesses ist ebenso selbstverständlich“, sagte Dr. Zeh.

Dass in Nordhausen eine Biomethananlege gebaut werden soll, sei aus mehreren Gründen zu begrüßen, so Dr. Zeh: „Zum ersten ist es ein Gebot der Vernunft, dass nach der Entscheidung Deutschlands, aus der Atomenergieerzeugung auszusteigen, diese Energie nun aus regenerativen Quellen zu erzeugen. Kohle, Öl oder andere fossile Energieträger sind dabei wegen Ihrer Begrenztheit und wegen ihrer negativen CO2-Bilanz auf Dauer untaugliche Alternativen. Hinzu kommt, dass Biomethan-Gas immer zur Verfügung steht, auch wenn Windräder stehen oder die Sonne nicht scheint. Das gibt die nötige Versorgungssicherheit und auch einen Teil Unabhängigkeit von Gas aus anderen Ländern."

Zum zweiten würde die Errichtung der Biomethananlage durch die EVN regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. So werden es einheimische Landwirte sein, die ihre Produkte absetzen können, und aufgrund der langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass es Firmen und damit Fachkräfte der Region sind, die diese Anlage bauen, betreiben und warten werden. Zum dritten ist es mit der EVN ein kommunales Unternehmen, das damit seine wirtschaftliche Stabilität stärkt und am technologischen Fortschritt teilhabe.

Und nicht zuletzt: "Es gibt die gemeinsame Verpflichtung der Staaten der Europäischen Union zu 20 Prozent weniger Treibhausgasen, zu einem 20%- Anteil erneuerbarer Energien und zu einer 20% höheren Energie-Effizienz. Dazu könnten wir in Nordhausen mit der Biomethan-Anlage unseren Beitrag leisten - wozu wir uns auch im Klimaschutz-Konzept bekannt haben. Alle Verpflichtungen und Bekenntnisse zum Klimaschutz nützen nichts, wenn sie nicht konkret werden.“

Grundlegend für den Erfolg des Projektes, so Zeh weiter, bei der Standortfrage die Belange der Anwohner gründlich abgewogen werden. „Das kann ein schwieriger Spagat werden, zumal auf der anderen Seite eine solche Anlage natürlich wirtschaftlich errichtet und betrieben werden muss. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies gelingen kann, und, dass wir mit diesem Vorhaben zeigen, dass die Stadt ein guter und moderner Investitionsstandort ist.“
Autor: nnz

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Kommentare
W.Roßmell
13.07.2012, 16:04 Uhr
Heute ist Freitag der 13. und kaum zu glauben, dass...
mit diesem Beitrag versucht wird, die Aktivitäten der "Besorgten Bürger Nordhausen" zum Bau einer Biomethan-Anlage an den bekannten Standorten in NDH-Ost / Himmelgarten oder NDH-Bielen in Höhe vom BIC zu stoppen oder gar unser angekündigtes Kommen am Dienstag zur Stadtverordnetenversammlung zu verhindern.

Es liest sich schön der Beitrag von unserem Oberbürgermeister Herrn Dr. Klaus Zeh, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann, der kann auch mehr daraus entnehmen und feststellen, dass mit der vorgesehenen Gründung der GmbH am Dienstag in der Stadtratssitzung auch die Standortfragen verschärft in den Blickpunkt geraten, da der Zeitfaktor den Verantwortlichen mehr als nur im Nacken sitzt! Aber Herr Dr. Zeh, wir , die Initiativgruppe „Betroffene Bürger Nordhausen“ und hoffentlich viele, viele Bürger aus Nordhausen und den Gemeinden, die sich durch die bekannten Standorte durch diese Biomethan-Anlage in ihrer Lebensqualität, ihrer Sicherheit, der Ignorierung der Umwelt, der fehlenden Infrastruktur bedroht fühlen, werden am Dienstag zum Punkt 6. der Tagesordnung eine Petition übergeben. Sie ist gerichtet an Sie und die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nordhausen und bringt unseren Unmut gegenüber den Standorten für eine solche Anlage in der Nähe von 60m bzw. 90 m Entfernung von Wohnhäusern und inmitten von angrenzenden Wohngebieten zum Ausdruck! Uns genügt es nicht, wenn Sie zwar schreiben, dass man „die Frage des Standortes von Grund auf neu besprechen müsse…“, aber an anderer Stelle sich dazu äußern, dass wirtschaftliche Gründe für den Standort als wichtig zu sehen sind. Anhand Ihres letzen Absatzes kann ein jeder Bürger erkennen, was auf uns weiterhin zukommen wird, denn Sie selbst schreiben dort, dass bei „der Standortfrage die Belange der Anwohner gründlich abgewogen werden“, aber auch weiter “Das kann ein schwieriger Spagat werden, zumal auf der anderen Seite eine solche Anlage natürlich wirtschaftlich errichtet und betrieben werden muss“. Ich als Bürger lese das so, dass nach wie vor die bekannten Standorte für diese Anlage in NDH-Ost / Himmelgarten und auch NDH-Bielen beim BIC in Frage kommen und Sie selbst vielleicht nur den Gewinn, aber nicht die entscheidenden Nachteile für die Anwohner dieser Region bei Ihrer Entscheidung in Betracht ziehen. Fest steht für die Bürger, dass eine solche Anlage in der Nähe von Wohngebieten, ja sogar angrenzend an Wohnhäusern absolut nichts zu suchen hat, egal wie „wirtschaftlich günstig“ diese Lage ist! Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen genau vor Ihrem Grundstück an der Zorge eine solche Anlage errichten würde? Sicher sind Sie auch nicht darüber erfreut und würden dagegen vorgehen oder? Nur das wäre nichts Anderes, als dass an den bekannten Standorten ja auch Wohnhäuser liegen…, nur wohnen dort sicher keine Abgeordneten!

Ihr Beitrag hat mich einerseits erfreut, aber andererseits auch die Gefährlichkeit aufgezeigt, wie man durch Phrasen versucht, die Bürger zu beruhigen und von weiteren offenen Meinungsäußerungen abzuhalten. Das wird Ihnen nicht gelingen Herr Dr. Zeh! Wir erwarten von Ihnen, dass Sie die Petition mit den vielen Fragen und Bedenken mit vielen Hunderten von Unterschriften von besorgten Bürgern ernst nehmen und Ihnen in der dort genannten Frist auf diese Fragen und Sorgen öffentlich antworten. Wir sind bereit und werden bei Verzögerungen, Hinhalten von Entscheidungen (damit die GmbH schneller handeln kann), am 01.08.2012 eine Bürgerinitiative gründen. Damit können wir alle rechtlichen Möglichkeiten, persönlichen Mittel mit den besorgten Bürgern ausschöpfen und gegen die Errichtung einer solchen Anlage in wohnnahen Gebieten vorgehen!
Sie sagen selbst, dass „die Entwicklung des Projektes von einer Steuerungsgruppe begleitet wird, der neben Vertretern der EVN, der Stadtwerke-Holding und der Stadtverwaltung auch ehrenamtliche Beigeordnete und Stadträte sowie berufene Bürger aus den Ausschüssen angehören sollen.“ Diese Bürger sollten aber nicht Fürsprecher dieser Anlagen sein sollten, sondern diejenigen, die eine solche Anlage nicht in Frage stellen, aber eben gegen die Errichtung in wohnnahen Gebieten sind!

Ich wäre bereit, diesem Gremium anzugehören oder aber zumindest, sollte es zur Gründung der Bürgerinitiative kommen, dass dann ein Vertreter der Bürgerinitiative dabei ist!
Herr Dr. Zeh wissen Sie, warum ich diesem, Ihrem Beitrag sehr skeptisch gegenüber stehe und meine, dass jetzt erst Recht die Bürger reagieren und am Dienstag mit der Anwesenheit sich gegen die Standorte wehren sollten? Sie schreiben im 2. Absatz: „ Die Fraktionen des Stadtrates haben sich prinzipiell positiv zu diesem Vorhaben geäußert. Das ist die Grundvoraussetzung, um jetzt intensiv u.a. die Standortfrage zu diskutieren, auch im Kontakt mit den Bürgern. Das ist im Interesse aller Beteiligten. Die ersten Debatten dazu laufen sehr vielversprechend“.

Der Initiative „Betroffene Bürger Nordhausen“ ist nichts bekannt, mit welchen Bürgern Sie Kontakt hatten und über die Standortfrage schon sehr vielversprechende Debatten geführt haben…! Haben Sie Angst vor uns und suchen sich andere Fürsprecher für Ihre Debatten und teilen den Bürgern nun sehr gut laufende Gespräche mit oder ist das genauso gelaufen, wie das „Stadtgespräch“ am 17.06.2012 im NDH-Ost im Regenbogenhaus, wo nur einige „ausgewählte“ Bürger eine Einladung erhalten hatten und somit kaum diese Bedenken geäußert und zum Ausdruck gebracht wurden, wie wir Sie in der Petition darlegen werden? Am 12.07.2012 fand eine Bürgerversammlung bei der Fa. Bösenberg in Himmelgarten statt. Glauben Sie mir, da kochte es richtig und es ist dem besonnenen Verhalten der Organisatoren zu danken, dass es letztendlich im Rahmen blieb.

Über 100 z.T. sehr aufgebrachte Bürger hatten Fragen über Fragen, die leider nicht alle beantwortet werden konnten und die wir Ihnen dann in der Petition weitergeben und Antworten erwarten.

Wir, die Bürger der Initiative „Besorgte Bürger Nordhausen“ sind nicht gegen eine solche Biomethan-Anlage, im Gegenteil! Auch wir wünschen uns Alternativen zum Atomstrom, aber nicht zwischen „Pest und Cholera“! Was Atomkraftwerke im Schaden verursachen können, ist hinlänglich bekannt. Was solche Biomethan-Anlagen verursachen können, kann man im Internet nachlesen. Keine solche Anlage ist 100% sicher! Es gab schon Explosionen und genügend Havarien und nur deshalb ist das der Grund, solche Anlagen an solchen Standorten zu errichten, wo sie keinem Menschen zum Nachteil werden kann und der Lebensqualität beraubt. An den bekannten Standorten aber ist genau das der Fall und deshalb an dieser Stelle nochmals unser Aufruf an alle Bürger der betroffenen Standorte und auch Interessierte: Kommt am 17.07.2012 ab 15 Uhr zu den Stadtwerken Nordhausen in der Robert-Blum-Straße und zeigt Gesicht gegenüber den Stadtratsmitgliedern, dass wir gegen die Errichtung einer solchen Anlage an den Standorten in NDH-Ost / Himmelgarten und NDH-Bielen sind.
Und von Ihnen Herr Dr. Zeh erwarten wir, dass wir unser Anliegen im Tagesordnungspunkt 6 vortragen und Ihnen die Petition von Auge zu Auge, von Gesicht zu Gesicht überreichen dürfen und sehr schnell öffentlich dazu Antworten erhalten werden. Wir sind gegen die Errichtung solcher Biomethan-Anlagen in der Nähe von Wohngebieten und sehen uns deshalb am Dienstag in den Stadtwerken mit hoffentlich vielen betroffenen Bürgern von NDH
Bodo Schwarzberg
13.07.2012, 23:20 Uhr
Biomethan - Dr- Zeh und Bürgerinitiative zu kurz gedacht
Als erstes finde ich es katastrophal für den Widerstand gegen diese Anlagen, dass mein Vorredner zwar Dr. Zeh angreift und mit ihm in Dialog über das eigenartige Projekt treten möchte, sich aber wie fast alle anderen nnz-Kommentatoren hinter einem Kunstnamen verschanzt. Dadurch wirken seine Argumente eher unglaubwürdig und er selbst ängstlich. -

Kennen Sie das St. Florians-Prinzip? Verschone mein Haus und zünde andere an. So argumentiert der Vertreter von der Anti-Biomethangruppe. Und das hatten wir schon einmal beim schon wieder längst vergessenen Kampf der Sundhäuser gegen die den Autohof. "Nur nicht bei mir: Woanders stört mich die Anlage aber nicht". Genauso argumentierten die Sundhäuser. Da ist nicht global gedacht, liebe Methangegner, sondern kurzzsichtig und eigennützig.

Ich bin ganz anderer Meinung: Wir brauchen überhaupt keine Biomethananlage. Sie führt überall zur Versiegelung, also zum Flächenverbrauch. Bei 25 ha pro Tag in Deutschland neu versiegelte Fläche, sollten wir darauf verzichten. Zumindest sollte keine bisher nicht gewerblich genutzte Fläche für sie ausgewählt werden. Wir brauchen Energieeinsparung als klima- und flächenschonendste Variante. Beides sollte der alleinige Maßstab sein.

Hinzu kommt die Blauäugigkeit von Dr. Zeh gegenüber einer solchen Anlage. Die Urteile über die überall wie Pilze aus dem Boden schießenden Anlagen hinsichtlich der Ökobilanz ist desolat. Dr. Zeh ignoriert all das. Da komme ich mir vor, wie bei der Diskussion mit einem DDR-Politiker. Auch die wollten Tatsachen einfach nicht wahrhaben. Wohin das geführt hat, wissen wir. Also: Schauen Sie sich an, was die Nutzung z.B. von Biospritpflanzen auf diesem Planeten anrichtet. Selbst die EU musste zurückrudern.

Die Gefahr eines Anstiegs der Lebensmittelpreise zuungunsten der Ärmsten der Armen war zu groß. Und im Amazonasgebiet und in Indonesien fielen noch mehr Urwaldbäume für den Anbau von Ölpalmen und weiteren Energiepflanzen für unseren Konsumhunger. In Zeiten der Globalisierung aber kann auch ein Anbau von Energiepflanzen bei uns nicht losgelöst z.B. von der weltweiten Entwicklung der Nahrungsmittelpreise gesehen werden. Dr. Zeh lässt das komplett außer Acht.

Zudem unterschlägt er, dass der Anbau von Energiepflanzen Unmengen an Dünger und Pestiziden verbraucht, dass zu ihrer Kultur große Maschinen gebaut und eingesetzt werdenn müssen und dass der intensiv genutzte landwirtschaftliche Boden z.B. Lachgas abgegeb kann, ein vielfach vernachlässigtes Treibhausgas, das aber viel stärer zum Anheizen des Klimas beiträgt als CO2.

Der Anbau von Energiepflanzen ist ökologisch negativ. Sie ist ganz einfach Augenwischerei. Dr. Zeh tut allen Ernstes so, als sei eine Biomethananlage tatsächlich ökologisch neutral! Diese Neutralität aber hört bereits beim notwendigen Flächenverbrauch auf.

Mich wundert bei Ihnen immer, Herr Dt. Zeh, dass Sie als streng gläubiger Christ so wenig den Schutz der "Schöpfung" im Auge haben und als Diplom-Ingenieur so wenig auch naturwissenschaftliche Fakten in Ihre Argumentation einbeziehen. Bitte vergessen Sie nicht: Jeder Eingriff des Menschen in den Naturhaushalt fällt letztlich auf ihn zurück, auch ein Biomethananlage. Bitte haben Sie tatsächlich die Ökologie im Auge und fördern Sie das Energiesparen.

Wirtschaft ist auf Dauer nur in einer intakten Natur möglich und effizient. Ebergiesparen ist auf Dauer das gefahrloseste, effizienteste Experiment. Und bitte holen Sie sich wirklich berufene Fachleute und keine berufenen Ja-Sager an ihre Seite. Mit Demokratie hätte das dann nämlich nichts zu tun. In diesem Punkt gebe ich meinem Vorredner recht. Ich wünsche mir einen breiten Widerstand gegen diese aberwitzige und unökologische Anlage.
Gudrun1974
14.07.2012, 10:07 Uhr
Jawohl: Immer gegen alles - und der Wohlstand fällt vom Himmel!
Immer weiter so, liebe Gutbürger: Nach der Bürgerinitiative gegen das Industriegebiet, gegen den Autohof in Sundhausen nun die nächste Investition wegjammern. Nordhausen kann es sich ja leisten, diese Stadt schwimmt ja im Geld und wir haben hier zig andere Geldquellen.

Dann trifft man sich auch noch auf einer Autoverwertung zur BI.-Gründung. Selbst den könnte es dort heute so nicht mehr geben, da würde Initiative sagen: Pfui, das ganze Öl!

Aufwachen: Irgendwie muss Geld verdient und erwirtschaftet werden. Das geht nicht nur mit Bürojobs. Irgendwo muss auch mal ein Schornstein qualmen. Und, was ist schlimm, wenn zur Erntezeit mal ein paar Traktoren mehr rollen? Otto Normalverbraucher fährt inzwischen auch zwei Autos. Habt Ihr die DDR-Zeiten schon vergessen? Wohlstand braucht eine wirtschaftliche Grundlage.
Bodo Schwarzberg
14.07.2012, 13:01 Uhr
@Lachen: Ja zur Wirtschaft - wenn sie zeitgemäß ist
Ich finde es schlimm, dass viele Kommentatoren nur in schwarz/weiß Kategorien zu denken scheinen. Jemand wie ich, der auf Grund eigener Kenntnisse und Kartierungsergebnisse ökologische Positionen vertritt, ist in den Augen vieler automatisch gegen Wirtschaft.

Mit dieser Blockade aber in den Köpfen vieler lösen wir keine Probleme: Wollen wir langfristig Wohlstand, auch für künftige Generationen? Sie sagen ja. Wir wollen aber auch die Umwelt als unsere entscheidende Lebensgrundlage schützen? Sie sagen wieder ja. - In den vergangenen 150 Jahren industrialisierung aber, liebe Kommentatoren, hat uns die Wirtschaft zwar viel materiellen wohlstand gebracht, aber auch die Lebensgrundlagen an fast allen Fronten an den Rand des Kollapses: Fünfte Aussterbewelle, Meeresversauerung, Klimawandel, Auftauen der Permafrostböden, Überfischung, Regenwaldabholzung, Milliardenschäden durch Katastrophen, 1 Mrd hungernde Menschen. Auch das hat die Wirtschaft zu verantworten.

Alles wird auf diesem Planeten verscherbelt: Vom Holz, über den Boden, die letzten Bodenschätze, Elfenbein und Tigerknochen. Aus dieser Beweisführung aber ist zu erkennen, dass ein Weiter so Wirtschaften wie bisher die ökologischen kennzahlen weiter verschlimmern muss. Und das wiederum wird auch die Existenz der Menschheit noch stärker bedrohen.

Vergessen wir nicht: 150 Jahre hatte exzessives Wirtschaften Priorität. Wir haben die Natur der Wirtschaft angepasst - mit den genannten Folgen. Wollen wir auch künftig Wohlstand, dann müssen wir uns aber nun den Erfordernissen unserer natürlichen Existenzbedingungen anpassen - bei Strafe des Unterganges unserer Zivilisation.

Ich sage das nicht als Utopist, sondern als jemand, der internationalen Experten zuhört und sich über diesbezügliche Studien informiert.

Bezogen auf Nordhausen heißt das: Auch hier müssen wir uns den globalen Gegebenheiten stellen: Dezentralisierung, Genehmigung von Projekten nach genauer ökologischer Bilanzierung, Erhaltung der natürlichen Funktionen des Bodens durch einen summarischen Stopp der weiteren Versiegelung, Nutzung von städtischen Industriebrachen für neue Wirtschaftsbauten.

Ich bin nicht gegen Wirtschaft. Im Gegenteil. Sie liegt mir am Herzen. Weil ich aber weiß, dass sich die Wirtschaft selbst beschädigt, schon auf Grund der steigenden Katastrophenkosten,wenn sie weiter so macht, und damit uns alle und unseren Wohlstand (siehe OECD und Munich-Re-Studien), weil also die Tatsachen längst auf der Hand liegen, müssen wir auf neue, wahrhaft nachhaltige Weise wirtschaften.

Es wäre fatal, lieber Voredner, wenn sich dieses Denken erst durchsetzte, wenn es zu spät ist. Vielleicht aber, so sagen manche Klimaforscher, ist es das sogar schon.
Gudrun1974
14.07.2012, 15:23 Uhr
Ist Atom zeitgemäß? Oder Kohle? Oder Öl? Oder Wind? Oder Sonne?
Ist Atom zeitgemäß? - zu gefährlich für alle. Ist wind zeitgemäß? - zu hoch, zu häßlich, zu laut für die Menschen, zu gefährlich für die Vögel. Und bitte: Keine Starkstromtrassen vor meiner Tür Ist Kohle zeitgemäß? - Zu viel CO
Ist Öl zeitgemäß? - zu teuer, sowieso bald alle, zuviel CO
Solar? - zu unsicher in der Gewinnung, keine Stromtrassen

Mein Gott, was denn nun?

Ich finds gut, dass unserer Stadtwerke Geld verdienen wollen und dass sie das mit regenerativen Energien tun, denn ich gehe gern ins Hallenbad und nutze die Straßenbahn, die ohne die EVN schon beide still gelegt wären. Und ich finds gut, wenn die Energie von hier kommt und wenn Nordhäuser Firmen daran teilhaben können - und der Gewinn sogar noch in einem öffentlichen Unternehmen bleibt.

Wir leben in einer hysterisierten Gesellschaft von Wohlstands-Jammerlappen, die glauben, die gebratenen Tauben fallen vom Himmel.

Vom Kommentare tippen im Akkord kriege ich jedenfalls meine Bude nicht warm und auch keine Butter aufs Brot.
W.Roßmell
14.07.2012, 17:25 Uhr
Stimmt Herr Bodo Schwarzberg,
ich arbeite hier mit einem Psoudo, wie das viele hier tun, aber wer mich kennt, der kennt auch dieses Psoudo, nur mal so nebenbei! Und ich habe auch schon mit meinem kompletten Namen hier Beiträge verfasst, die erschienen sind, aber das ist ja egal. Fakt ist, dass ich Ihnen zu Ihren Beiträgen meine komplette Zustimmung gebe. Fakt wird es aber auch sein, dass solche Anlagen gebaut werden, egal was sie kosten, was sie für Gewinne oder Verluste erzielen werden, egal wie die Landwirtschaft daran zugrunde gehen kann oder aber auch nicht, soweit denkt man nicht. Nur das darf ich Ihnen fairer weise auch Sagen, dass ich gegen die Standorte einer solchen Anlage in der Nähe von Wohngebieten bin und alles tun werde, gemeinsam mit hoffentlich vielen vielen Gegnern das auch schaffen werde! Klar wäre es nicht verkehrt, wenn solche Anlagen aufgrund Ihrer Anfälligkeiten und schon vorhandenen Haverien und Unglücke komplett gestoppt werden könnten,nur das werden wir Bürger nicht erreichen. Wir brauchen ja Alternativen zum Atomstrom..., darunter wird doch alles aufgebaut bei denen, die darüber entscheiden werden! Ich bin mir auch bewußt, dass es genug Menschen in der Stadtverordnetenversammlung gibt, die halt einfach nur ihre Zustimmung geben werden, obwohl sie absolut keine Ahnung von solchen Anlagen und deren Hintergründe haben! Normalerweise kann man diesen Prozeß wirklich nur aufhalten, wenn die GmbH am Dienstag nicht geründet wird..., aber denen sitzt die Zeit so im Nacken, dass es auf Teufel komm raus passieren wird, dass sich die Mehrheit der Abgeordneten zur Gründung entscheiden werden. Dieser Punkt ist glaube einfach schon zu weit und deshalb sage ich mir, dass man mit allen Möglichkeiten solche Anlagen in NDH-Ost / Himmelgarten oder NDH-Bielen verhindern muss, mehr kann man glaube auch nicht mehr tun! Und von dem Psoudo Lachnummer, ich glaube der lebt ja völlig an allen Dingen der Realität vorbei und wohnt ganz sicher nicht in solche einen Wohnbereich! Deshalb erspare ich mir auch weitere Kommentare zu dieser Person, sorry, aber das tut mir leid und ist einfach nur ein Versuch, Politik zu machen, mehr aber auch nicht!
Gudrun1974
14.07.2012, 18:00 Uhr
Und wenns die Stadtwerke nicht machen, dann eben privat ...
... und die Privaten bauen los, ohne langes Fackeln. Wem´s nicht passt, der geht klagen.

Oder in der schicken teuren Jack-Wolfskin-Jacke durch Sturm und Regen, um zu monatelang demonstrieren (man ist auch froh, mal zu Hause aus dem schicken Häuschen raus zu sein) Zeit hat man ja, man ist ja Rentner oder Beamter (siehe Sundhausen). Nur, wenn am Ende der richtige Volksentscheid kommt (siehe Stuttgart 21), und das Ergebnis nicht passt, dann wird wieder auf die ach so ungebildete Unterschicht geschimpft.

Genau das ist unsozial, Ihr Wohlstands-Weltverbesserer!
undCO
14.07.2012, 20:00 Uhr
Lachen...
...was ist dein Problem? Bild dir deine Meinung, ok, aber so einen Müll zu schreiben ist einfach lächerlich. Wo wohnst du? Bestimmt keine 90m von einer solchen Anlage oder?
dirfido
14.07.2012, 20:21 Uhr
Investieren mit Herz und Verstand!
Und wenn die Gefahr besteht das Andere eine Dummheit begehen – so müssen wir uns beeilen ihnen zuvorzukommen? Dann darf ich auf den Bericht hier in nnz-online vom 4. August 2010 „PROBLEME OHNE ENDE?“ verweisen!!

Es ist doch schon ALLES einmal dagewesen!
„Unsozial“ ist ein Vorwurf der JEDEN für alle weiteren Diskussionen nachhaltig diskreditiert! Ein Gedankenaustausch - ja auch eine Diskussion - in der Sache ist vernünftig und notwendig. Unterstellungen oder gar Beleidigungen nicht!

Brunnenvergifter hat es immer schon gegeben und ihre Ziele und Absichten waren selten ehrenhaft. Bitte lassen Sie uns nicht in sinnlosen Plappereien das eigentliche Anliegen vergessen: Es soll eine Entscheidung herbeigeführt werden, welche nicht im Interesse aller Bürger Nordhausens ist und für einen erheblichen Anteil unserer Mitbürger große Nachteile mit sich bringt (ob von privaten oder öffentlichen Investoren).

Die Auswirkungen von Fehlentscheidungen bei der Investition von zweistelligen Millionenbeträgen sind auch für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt verheerend.

Das einzige Konzept ist: Investieren mit Herz und Verstand und nicht gegen, sondern für die Bürger und die Region!

Alle Menschen die an der Entscheidung (in den entsprechenden Gremien) beteiligt sind sollten sich dieser Verpflichtung bewusst sein und verantwortungsvoll handeln.

Jede Entscheidung hat weitreichende Folgen und der Standort einer derartigen Anlage ist für Jahrzehnte nicht korrigierbar!
orsa
14.07.2012, 21:15 Uhr
eine Lachnummer
Darüber kann man nur "Lachen" !

Man sollte erst einmal richtig lesen.
Betroffene Bürger trafen sich, um andere Bürger zu Informieren und nicht um eine Bürgerinitiative zu gründen. Eigentlich war es die Aufgabe der Stadt alle Bürger zu informieren. Leider wurden nur einige betroffene Bürger eines kleinen Ortsteiles benachrichtigt. Betroffen sind aber sehr sehr viele Nordhäuser auf Grund der geplanten Lage bzw.der Zufahrtsstrecken.

Zum Glück gab es nach dem Stadtgespräch am 19.06.2012 Bürger, die Ihre Informationen weitergeben wollten. Ein Zusammentreffen der Bürger mußte kurzfristig geplant werden. Dazu standen uns leider keine Versammlungsräume zur Verfügung ,da öffentliche Räumlichkeiten erst schriftlich beantragt werden müssen.

Die genannte Firma stellte uns dafür einen Raum kostenlos,unbürokratisch und uneigennützig zur Verfügung. Desweiteren dient diese Firma dazu die vorhandenen umweltgefährdeten und überwachungspflichtigen Betriebsstoffe umweltgerecht zu entsorgen bzw.sogar der Wiederverwertbarkeit im Sinne des Abfallwirtschaft-und Kreislaufgesetzes zuzuführen.Oder soll das Öl einfach irgendwohin gekippt werden?

Wir sind ja auch für regenerative Energien !!,aber sie müssen wirtschaftlich vertretbar erzeugt werden und ohne schwerwiegende Nachteile,Gefahren und Umweltschäden für den Menschen,die Natur bzw.die ganze Umwelt.

Wir sollten hier bedenken, Umweltschutz soll dem Menschen und der Natur dienen und nicht auf Teufel komm raus (egal was es kostet und wie viele darunter leiden)durchgesetzt werden,nur um der Umsetzung der Gesetze genüge zu tragen.

Im Mittelpunkt der Energiewende steht der Mensch! Vieles kann hier noch aufgeführt werden,aber in den vielen Kommentaren stehen schon viele wichtige Fakten und Argumente, wenn man sie auch richtig liest Interpretiert und Zusammenhänge versteht.
Leider gibt es auch Menschen,die sich dann unsachlich und ohne Verständnis für Betroffene äußern.

Eigentlich ist die Zeit wegen solcher "Lacher" sich zu angagieren verlorene Zeit. Unbedeutende und unüberlegte Äußerungen. Andere Kommentare sind sachlicher und fundamentierter.
Gudrun1974
14.07.2012, 21:48 Uhr
Grausiges Leben !
Nein, ich habe eine solche Anlage nicht neben mir. Aber eine Bundesstraße vor meiner Tür, und nach Ihrer Kommentatoren-Meinung dürfte ich ja gar nicht mehr leben: (tödliche Abgase, platzende Reifen, die mich erschlage; LKWs, die mich zerquetschen; deren Fahrer aus Osteuropa, die eh nur Finsteres wollen; radioaktive, brennbare, riechende, tropfende, scheppernde Ladung, die mich um meine verdiente Ruhe und letztlich ums Leben bringt).

Doch dem nicht genug: ebenfalls in Sichtweite des Grundstücks ein kleiner Fluss - das dürfte ja nun im Fall der Fälle die nasse Hölle werden.

Aber, oh Wunder: Ich lebe immer noch! Da habe ich ja gewaltig Glück gehabt.
RWE
15.07.2012, 00:49 Uhr
Da kann man wirklich nur lachen...
Auch ein privater Investor kann nicht einfach so losbauen. Das hat man ja beim Thema Autohof in Sundhausen gesehen.
Und die Autohof/Methangasanlageproblematik mit S21 zu vergleichen ist ein Witz über den ich nicht lachen kann. In Stuttgart gab es sicher auch berchtigte Bedenken, aber letztendlich wurde da von den Grünen mobil gemacht-Stichwort Landtagswahl in BaWü.Da waren wirklich Weltverbesserer und Berufsdemonstranten am Werk. Wir leben in Nordhausen in der tiefen Provienz und solche Massenaufmärsche wird es hier nicht geben.

Hier sind es wirklich "nur" ein paar besorgte Bürger, die sich Gedanken um ihr Wohnumfeld machen. Da hat Frau Rinke nach ihrer Abwahl Herrn Dr. Zeh noch ein schönes Abschiedsgeschenk gemacht...
Gudrun1974
15.07.2012, 10:27 Uhr
Na klar - Frau Rinke wars!
Krone der Argumentation: Jetzt haben wir die Schuldige - Frau Rinke! Natürlich, dass man nicht gleich draufgekommen ist.

Aber warum eigentlich nicht Herr Jendricke? Der war doch sonst an allem Schuld? Und einige Ihrer Mitkommentatoren schieben inzwischen Herrn Dr. Zeh die Schuld in die Schuhe. Na, was denn nun?

Ich komm vor Lachen nicht in den Schlaf!
Peppone
15.07.2012, 13:56 Uhr
Es geht doch nur um den Standort!
Das Leute, die dort unmittelbar von dieser Anlage betroffen sind und sich betroffen sehen dagegen aufbegehren, ist doch vollkommen normal. Die Gegen-Argumentation, -ich wohne ja auch an einer Bundesstraße- hilft da wenig.

Es geht nicht darum Elend zu verteilen, sondern möglichst bürgerfreundliche Wirtschaftspolitik zu machen. Es bleibt die Frage: Warum ausgerechnet dieser Standort?

Wer halbwegs vernünftig denkt, sieht so eine Anlage im ländlichen Raum jenseits von Wohnbebauung. So eine Anlage wäre prädestiniert für ein Industriegebiet Goldene Aue. Kurze Transportwege, keine Belästigung von Anwohnern, der Anschluss zur Gasleitung vom Krummbach vs BIC nimmt sich nicht viel! Von der gewollten und guten "Initialzündung" dieses Industriegebietes durch ein städtisches Nordhäuser Unternehmen mal ganz abgesehen.

Es geht den meisten Interessierten und Betroffenen momentan doch nur um die Standortfrage. Solche hier geäußerten extremen Verhinderungs-Positionen von "BUND" Mitgliedern spielen keine wirkliche Rolle in der kritischen Betrachtung der Menschen!

Man sollte im Interesse der betroffenen Anwohner und aller Bürger auch vergessen, dass solche Projekte zwangsläufig an Nordhäuser Agrarbetriebe und die damit verbundene Gewerbesteuer gebunden sind. Ob Windehäuser-, Urbacher-, Heringer-,... da mit nutznießen darf doch kein Ausschlusskriterium sein. Fünfzig Prozent Gewerbesteuer und zufriedene Bürger sind besser als gefrustete Menschen und gar nichts!
W.Roßmell
15.07.2012, 14:02 Uhr
Zum "Lachen" sind Ihre Beiträge nun wirklich nicht oder...
darf man vermuten, dass Sie in Bielen an der Bundesstraße wohnen und nun mobil machen, um indirekt den Standort Bielen (Beim BIC)zu vermeiden, indem Sie sich leider nicht mehr sachlich an der Diskussion beteiligen...??? Für mich sind Ihre Beiträge nicht mal mehr das Lesen wert, aber man sieht auch, es gibt solche und solche Menschen, die einen sind sachlich und vertreten eine klare Meinung dafür oder auch dagegen, aber Sie vertreten eigentlich gar nichts, außer Stunk zu machen!

Schade, das haben weder die "nicht" zu wenigen Bürger, die gegen eine solche Anlage in der Nähe von Wohngebieten sind aber auch "Ihre" Gegner und Fürsprecher nicht verdient, was Sie hier so "loslassen". Aber Sie dürfen ruhig weiter hier rumstänkern und unsachlich werden, ich lese Ihre Beiträge nicht mehr! Sie sind nämlich nicht zum "Lachen"! Mir ist viel wichtiger, auf die vielen Fragen und Probleme der besorgten Bürger, die nämlich in NDH-Ost, Himmelgarten und Umgebung wohnen, aber auch die Bürger in Bielen, wo ja so eine Biomethan-Anlage errichtet werden soll, dass diese Standorte abgelehnt werden.

Ich bin davon überzeugt, dass am Dienstag viele viele Bürger gegenüber den Stadverordneten Ihren Unmut zu diesen Standorten zum Ausdruck bringen und Gesicht zeigen und ich hoffe, dass die Abgeordneten keinen Schnellschuss schießen und die GmbH gründen, ohne ihre Wähler und deren Meinungen gehört zu haben!

Ja klar ist es für den neuen Bürgermeister in der Tat kein schönes "Übergabegeschenk" von Frau Rinke und ihrem eigentlich gleichen Gefolge, wie die des jetzigen Bügermeisters Herr Dr. Zeh, aber er kann und sollte offen seine Meinung sagen und sich gegen diese Standorte in aller Öffentlichkeit äußern, wie es in seinen ersten Beiträgen ja auch zum Ausdruck kam! Nur die letzten Beiträge hier und in den Zeitungen zeigen, dass er schnell eine "Wandlung" vollzieht und in jedem Fall für den Bau einer solchen Anlage steht!

Für mich wäre in erster Linie der Standort entscheidend und erst dann die Frage nach der GmbH Gründung, denn ohne Standort, verschlingt die GmbH schon Geld und macht noch mehr Druck auf die schnelle Standortkläung bzw. -findung! Damit zeigt sich die Gefahr einer solch schnellen "Wandlung im Amt" und wir hoffen wirklich nur, dass er dabei auch an seine Wähler in diesen Gebieten von NDH-Ost / Himmelgarten und Bielen sowie deren angrenzenden Gemeinden denkt.
W.Roßmell
15.07.2012, 19:27 Uhr
Was sagen eigentlich die SWG und die WBG dazu...?
An dieser Stelle frage ich mich echt, was die SWG und die WBG zu so einer Anlage inmitten ihrer zu vermietenden Wohnung in NDH-Ost? Haben die etwa keine Angst, dass durch so eine Biomethan-Anlage die Einwohner gern auf eine Anmietung einer Wohnung in NDH-Ost verzichten werden und der Stadtteil wirklich ausstirbt? Wie wollen sie denn dann ihre wirtschaftliche Entwicklung sehen, wenn sie auf Wohnraum in NDH-Ost sitzen bleiben und gar das Thema Wohnblockabriß wieder zur Debatte stehen wird, denn leere Wohnungen haben einen Grund, warum keiner mehr diese Wohnungen haben will... Am Dienstag müßten eigentlich viele Mieter dieser Wohnungen zusammen mit "Ihren Vermietern" zur öffentlichen Stadtratssitzung erscheinen und auch mal diesen Gesichtspunkt zur Sprache bringen! Die SWG und die WBG haben in den letzten Jahren viele Millionen auch in NDH-Ost inverstiert, die dann leider auch nichts mehr wert sind, so wie die Grundstücke der vielen Häuslebauern im Neubaugebiet NDH-Ost. Knapp 200 m sind die Häuser von der Anlage entfernt, es trennt sie ja nur das Erdbeerfeld... Und die Wohnblöcke der WBG und SWG liegen Luftlinie vielleicht ca. 300 m entfernt! Bin gespannt, ob es auch zu diesen Gedanken Meinungen der betroffenen Betriebe und Bewohner gibt.
Retupmoc
16.07.2012, 08:25 Uhr
Lieber Ostler
Drohen Sie ihrem Vermieter eine Mietminderung in Höhe von 15 % an, falls die Anlage kommt. Dann werden sich die Eigentümer einbringen. Wetten?
RWE
16.07.2012, 19:44 Uhr
Ach lieber Lachen
Zumindest hat Frau Rinke nach ihrer Abwahl verkündet die Anlage noch in ihrer Amtszeit durchdrücken zu wollen. Was ein Herr Jedricke und sicherlich auch andere Personen für eine Rolle spielten kann ich nicht sagen.

Ich freue mich, daß Sie sich in Ihrer Wohnung wohl fühlen.Sicher war aber die Bundestraße schon da, bevor Sie eingezogen sind bzw. war sie schon da während Sie dort aufwuchsen. Sie wußten woran Sie waren und es wurde Ihnen nichts vor die Nase gesetzt.

Egal. So hat jeder seine eigene Meinung und wie es aussieht hat sich die Angelegenheit erstmal erledigt.
Tad
22.07.2012, 17:49 Uhr
Gefahren der Anlage
Dürfte ich mal ganz dumm fragen wo die Gefahren liegen? In einer Explosion oder wie? Ich würde mich freuen da mal was konkretes, sachlich belegtes als Gegenargument zu hören anstatt nur: "bauen? Nicht hier"

Ich war auch nicht begeistert über die Windkraftanlagen bei Hörningen, aber jetzt leben wir mit den Krachmachern und mit dem Diskolicht im Wohnzimmer am Abend, wenn die Blätter über die untergehende Sonne wischen...

Die Dagegen-initiativen sollten mal anfangen andere von ihren (hoffentlich) begründeten Sorgen zu überzeugen, sonst werden sich keine (nicht betroffenen) Unterstützer finden. Ich will jetzt keine Stimmung machen aber mit immer nur "STOP" geht's nicht vorwärts!
Flitzpiepe
22.07.2012, 19:28 Uhr
Gefahren einer Methangasanlage
Hier sind die von Tad gewünschten Gefahren:

Auf folgender Seite -

https://maps.google.de/maps/ms?hl=de&ie=UTF8&msa=0&msid=200680711202586491459.00049b4bea1b3e96a5195&z=6

- sind die bekannt gewordenen Störfälle an solchen Anlagen der letzten 2 Jahre zusammengetragen. Zusammenfassend kann man sagen, dass häufig Flüssigkeiten ausgetreten sind mit nachfolgender Grundwasserverunreinigung/Geruchsbelästigung oder Verpuffungen und Brände.

Diese Gefahren sind aber nicht nur unsere Bedenken gegen den Standort Himmelgarten. Es ist hauptsächlich die Verkehrsbelastung.
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