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Do, 07:50 Uhr
05.07.2012

Noch Redebedarf

Immer noch im Nordhäuser Stadtrat über die Errichtung einer Biomethan-Anlage in Nordhausen debattiert. Dabei soll ja erst einmal eine Gesellschaft gegründet werden. Nicht weniger, aber auch nicht mehr...


Gut und vernünftig - so sieht Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU) die Nutzung regenerativer Energien. Wer für den Ausstieg aus der Atomenergienutzung sei, der müsse Alternativen nicht nur aufzeigen, sondern auch unterstützen. Und auch fossile Brennstoffe wie Kohle seien nun mal nur endlich. "Ich bin grundsätzlich positiv gegenüber der Nutzung von alternativen Energien", sagte Zeh in der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses.

Dennoch gab das neue Stadtoberhaupt zu bedenken, dass jeder Stadtrat prüfen sollte, wie er entscheiden würde, wenn ein Windrad, eine Solaranlage oder eben eine Anlage zur Erzeugung von Biogas in dieser Dimension in seiner unmittelbaren Nachbarschaft gebaut werden würde. Jeder müsse das für sich entscheiden, er bat die Stadträte darum, keinen politischen Schnellschuss "abzufeuern".

In der kommenden Woche werden sich alle zuständigen Ausschüsse noch einmal mit diesem Thema beschäftigen. Allerdings hinter verschlossenen Türen. Sollte letztlich das Votum für die Gründung einer solchen Gesellschaft positiv ausfallen, dann müsse dafür gesorgt sein, dass der "Biomethan"-Zug nicht ohne den Stadtrat losfährt. Dieses Gremium müsse jederzeit die Option erhalten, die entsprechenden Weichen zu stellen oder das Signal auf HALT zu regeln.

Fragen gab es im Hauptausschuss natürlich auch. Volker Fütterer (SPD) wartet immer noch auf die Darstellung der Energiebilanz einer solchen Anlage, Barbara Schencke (LINKE) wollte erklärt bekommen, wie sich diese Investition auf die Gewinnausschüttung der EVN an die Holding auswirken werde. Andreas Wieninger (SPD) regte an, dass sich Mitglieder des Stadtrates eines bestehende Anlage ansehen und erläutern sollten und Norbert Klodt (CDU) plädierte grundsätzlich für die Gründung einer Gesellschaft, was ja nicht zwingend ein Beschluss für den Bau einer Anlage darstelle.

Abschließend gab Dr. Klaus Zeh mit auf den Weg, dass sich Fachleute intensiv Gedanken über alternative Standorte zu dem bisher diskutierten in Himmelgarten machen sollten.
Autor: nnz

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Kommentare
Flitzpiepe
05.07.2012, 09:13 Uhr
Heute Infoveranstaltung!
Heute (5.7.12, 19 Uhr) findet zu diesem Thema eine Infoveranstaltung in Himmelgarten, Schwarzer Weg 8 (bei Firma Bösenberg) statt. Wie ich dem Lageplan vom Infoflyer, den ich bekommen habe, entnehmen kann, soll die geplante Biomethangasanlage zwischen dem Neubaugebiet Ost (Zu den Steinkreuzen) und Himmelgarten liegen. Gleich angrenzend an das Erdbeerfeld, also etwa 150m von der Wohnbebauung weg! Wer denkt sich so einen Mist aus bzw. welche Interessen stehen dahinter?
funny
05.07.2012, 10:06 Uhr
Flitzpiepe
Vielleicht hast du ja Zeit um heute an der Infoveranstaltung teilzunehmen und dir diese Fragen beantworten zu lassen!?

Würde mich auch mal interessieren was darauf geantwortet wird.
Wolfi65
05.07.2012, 10:29 Uhr
Exellent!
Erst ein paar Eigenheime hinbauen lassen und jetzt wird dort in einer Biogasanlage in der direkten Nachbarschaft die Gülle umgerührt! Da bin ich doch glatt froh, das ich im Moment nicht die Mittel habe und hatte, mir dort ein Eigenheim zu bauen.
Auch kann ich mir vorstellen, das bei Nord-Ost,- oder auch Ostwind der Stadtteil Ost durch einen beissenden Geruch heimgesucht wird...
Wo vorher noch die Harzluft inhaliert werden konnte, werden Gasmasken ihren Abnehmer finden.
Wer jetzt noch denkt, dass er beim Verkauf seines Hauses einen Reibach machen kann, den wird die Realität eines volles Gülletanks einholen.
Hoffentlich schaffen die Faulgase es nicht auch noch bis in die Stadtmitte, denn das würde ich hier nicht aushalten.
Die Nordhäuser im Bereich Ost hingegen, haben mein volles Mitgefühl.
Bodo Schwarzberg
05.07.2012, 13:06 Uhr
Biomethananlage ökologisch fragwürdig
Und das aus verschiedenen Gründen: Zum einen wird der verheerenden Flächenversiegelung seit der Wende im Gebiet eine weitere hinzugefügt. Bevor man in diesem zubetonierten und intensiv übernutzten Land weiteren Boden seiner natürlichen Funktion entzieht, sollten alle möglichen Alternative geprüft werden. Das bedeutet in erster Linie Energieeinsparung: Ein wahrhaft noch viel zu wenig beackertes Feld. Warum verfolgt man das ursprüngliche Zehntausenddächerprogramm z.B. nicht konsequent, vielleicht für 100.000 Dächer? Tausende Dächer könnten mit Fotovoltaikanlagen ausgerüstet werden, - ohne weiteren Flächenverbrauch. Dr. Zehs Argument, wer den Atomausstieg usw. will, muss solche Anlagen akzeptieren, ist wie oft in der Politik nicht weit genug gedacht. Es baut auf eigene Unwissenheit und auf die Unwissenheit der Bevölkerung, wie so oft in der Politik. Wir müssen lernen, wirtschaftliche Entwicklung nicht immer auch mit neuen, flächenverbrauchenden Bauten zu erreichen. Sonst sins die ökologischen Sonntagsreden der Verantwortlichen Makulatur. Wenn aber schon eine solche Anlage kommen sollte, warum entstehtsie ganz in diesem, flächenschonenden Sinne nicht am Darrweg Herr Dr. Zeh? Dort wohnen zudem wenige Menschen, das Konfliktpotential wäre in jedem Fall geringer. Industriebrachen gibt es in der Stadt mehr als genug!

Weiterhin muss dringend die Frage nach der ökologischen, d.h. auch nach der Klimabilanz einer solchen Anlage gestellt werden. In irgendeiner Studie las ich, dass z.B. die Herstellung von Biokraftstoffen aus Raps alles andere als klimaneutral ist. Solche Untersuchungen und deren Ergebnisse aber sollten in Zeiten des Klimawandels entscheidend für das Für uns Wider solcher Anlagen sein.Solche Entscheidungen für Biogasanlagen müssen in Zeiten internationaler Bekenntnisse zur ökologischen Wende stets in einen höheren Zusammenhang gestellt werden, nicht nur in lokale. Wir leben im Landkreis nicht unter einer Glasglocke.

Und schließlich: So gut wie jeder Eingriff in den Naturhaushalt hat negative Folgen, wofür wir global ja immer mehr die Quittung erhalten. Der fehlende Willen, wirkliche, z.T. schon "erfundene" Alternativen zu denken, ist in der Politik und in der Bevölkerung erschreckend.
Jörch
05.07.2012, 15:54 Uhr
wie ökologisch sauber sind denn dann solarpanels
Tja lieber Bodo Schwarzenberg, wie ökologisch sauber sind denn dann nach Ihrer Meinung Solarzellen? Werden doch allein bei der Züchung der Kristalle erheblich CO2 Mengen immitiert (chemisch bedingt, je nach Herstellungsprozess).

Zudem ist die reine Energiebilanz der Herstellung der mono- wie polykristallinen Siliziumwafer auch so energiefreundlich. Mitlerweile ist der Strom in Deutschland aufgrund der Ökostromumlage so teuer geworden, dass sich die Produktion für Firmen wie Solarworld etc. in Deutschland nicht mehr lohnt.

Ganz zu schweigen von den Abbaubedingungen der Dotierungsstoffe die für die Zellen benötigt werden und die in sicher ganz umweltfreundlichen Tagebauen in China abgebaut werden. Mal darüber nachgedacht, dass diese Tagebaue mehr Strahlung aus Elementen der Actiniumkette immitieren als weltweit alle KKW zusammen während eines Jahres immitieren?

Übrigens mal so am Rande, ca. 70% des Stromverbrauches in Deutschland gehen auf das Konto der Industrie... Aber die können wir ja auch noch abschaffen....
Peppone
05.07.2012, 19:57 Uhr
Es gibt sicher bessere Plätze
für so eine Anlage als unmittelbare Wohnbebauung und an ein paar Meter Gasleitung sollte so ein Projekt an richtiger Stelle auch nicht scheitern. Ob die Energiebilanz dieser Anlagen stimmt kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass von den Betreibern/Befürwortern zb gerne mal solche Sachen wie Abbau und Erzeugung der nötigen Düngemittel, etc, etc vergessen werden um alles passend für die Fördermittel zu machen.

Was Herrn Schwarzbergs Vorschlag zur Fotovoltaik betrifft bin ich etwas verwirrt. Vor ca. 6 Wochen war Herr Schwarzberg noch vehement gegen ein Pumpspeicherwerk hier bei uns im Steinmühlental. Wir brauchen aber keinen Strom für Licht wenn die Sonne scheint, sondern dann wenn es dunkel ist. Insofern nützt Fotovoltaik ohne Speicher herzlich wenig. Aber vielleicht schaue ich nur nicht über den Tellerrand und denke nicht Global genug.

Solche Speicher könnte man ja bestimmt bei irgendwelchen anderen Leuten bauen. Dann haben die da schöne Talsperrenseen mit Tourismus, Gewerbesteuern und wir haben weiterhin unsere geliebten 1267 Harztäler und unsere Ruhe!
W.Roßmell
05.07.2012, 22:33 Uhr
Heute "kochte" es im Himmelgarten...
Über 100 interessierte und z.T. sehr aufgebrachte Bürger trafen sich zur Bürgerversammlung in Himmelgarten in der Fa. Bösenberg zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Biomethangasanlage in Himmelgarten /Nordhausen-Ost. Herr Martten leitete von den Initiatoren diese Veranstaltung und hatte es manchmal nicht leicht, alle Bürger nacheinander, die sich zu Wort meldeten und aus Ihrer Sicht die Meinung sagten, in Ruhe ihre z. T. sehr starken Ablehnungen zu diesem "Bauwerk" in der Nähe von Wohngebieten zum Ausdruck zu bringen. Es fand unter dem Beisein des Bürgermeisters von Leimbach, Herrn König, Abgeordneter der CDU und Stadtratsmitglied, von Herrn Bachmann, Abgeordneter der LINKE und ebenfalls Stadtratsmitglied sowie auch eines kompetenten Vertreters der EVN Nordhausen statt.

Zuvor fand ja bereits ein "Stadtgespräch" am 19.Juni zum Bau dieser Biomethan-Anlage in NDH-Ost im Regenbogenhaus statt, wo aber die meisten Bürger gar keine Einladung erhalten hatten. Nun gab es durch eine Initiativgruppe, die gegen den Bau dieser Biomethangasanlage an diesem Standort ist, eine Einladung an alle interessierten Bürger in der Umgebung nach Himmelgarten. Die Teilnahme war aus meiner Sicht überwältigend und eindeutig im Ergebnis, denn kein Bürger möchte in Stadtnähe und noch dazu in angrenzenden Wohngebieten eine solche Biomethangasanlage haben.

Viele der Bürger meldeten sich zu Wort und hatten berechtigte Fragen an die Abgeordneten und auch an die EVN vorgetragen. Diese wiederum brachten ihr Verständnis für die Sorge der Menschen, eine solche Anlage an diesem und auch an einem weiteren Standort zum Ausdruck, versuchten aber auch im Zuge der Energiewandlung und Erzeugung die Notwendigkeit einer solchen Anlage weiterhin im Stadtrat prüfen und rechnen zu lassen und auch zu prüfen, ob es nicht noch andere Alternativen gibt, künftig wirtschaftlich Energie zu erzeugen.

Hauptargumente gegen diese Anlage an den Standorten in Himmelgarten und auch Bielen sind nach wie vor nicht vorhandenen Verkehrswege, sie sind die Hauptbelastung an diesen Standorten und würden den Nordhäusern ihre Wohnqualitäten durch Krach, Auspuffgasen, Straßenschäden aufgrund der Gewichte der LKW und deren Frequentierung in den frühen Morgen- bis in den späten Abendstunden entscheidend einschränken. Es ging echt hin und her, es wurden Fragen gestellt zu dem Nutzen für die Bürger und für den Gewinn durch die EVN.

Es blieb trotz sehr emotionaler Diskussionsbeiträge und Fragen letztendlich eine sachliche Veranstaltung für alle Seiten! Nun wird die Stadt gefordert sein, bis zum 17.07.2012 Zahlen aufs Papier zu bringen, um ein Für und Wider einer solchen Anlage, egal wo der Standort einmal sein soll, zu verantworten oder aber im Interesse der vielen Bürger, auch fallen zu lassen. Die Initiatoren dieser Infoveranstaltung versprachen den Bürgern, am 17.07.2012 zur öffentlichen Stadtratssitzung ihr Veto in einer Protestresolution zum Ausdruck zu bringen und Unterschriften der Bürger, die gegen diese Biomethangasanlage in Nordhausen sind, zu übergeben.

Ich finde das gut und richtig und nicht nur ich hoffe, dass die Abgeordneten der Stadt Nordhausen an ihre Verpflichtung dem Wähler gegenüber denken und nicht vorschnell etwas beschließen, was der Stadt letzendlich ein 2. Stuttgart 21 "bescheren" kann. Und nicht zu vergessen ist dabei, dass viele Bürger sich dann auch gegen die Abnahme der Energie von ihrem heimischen Versorger loslösen könnten, wenn über diese Bürger hinweg entschieden wird.

Was nutzt das dann der EVN, wenn ihnen die Kunden weglaufen? Das brachte diese Veranstaltung hervor und jeder Bürger sollte diesen Termin am 17.07.2012 zur öffentlichen Stadtratssitzung nutzen und dabei sein, wenn es ums Wohl der Bürger oder um die Zerstörung der Lebensqualität von allen Nordhäusern und den angrenzenden Gemeinden geht! Ich werde ganz sicher dabei sein..., denn kein echtes Argument für den Bau einer solchen Anlage an den besagten Standorten gab es von den Personen, die darüber mitentscheiden sollen!

Das macht Hoffnung für uns Bürger, uns gegen diese beiden Standorte einer Biomethangasanlage erfolgreich zu wehren! In diesem Sinne warten wir den 17.Juli ab...
Thomas Fichtner
06.07.2012, 07:09 Uhr
Zu Solarzellenfrage
Es gibts da eine lesenswerte, 17seitige Zusammenfassung des Frauenhofer-Institutes zum Thema.

Titel:
"Photovoltaik in Deutschland – Missverständnisse
in der öffentlichen Diskussion"

unter: http://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/forschungsthemen/energie/Photovoltaik-in-Deutschland_Missverstaendnisse-in-der-%C3%B6ffentlichen-Diskussion.pdf

Dort werden die klassischen Anti-Solar-Argumente einmal aufgegriffen und konkret beleuchtet.

Incl. Aussagen wie: "PV TREIBT STROMPREISE", "PHOTOVOLTAIK IST IN DEUTSCHLAND INEFFIZIEN", "IMPORTABHÄNGIGKEIT DURCH PV" usw.

Wie gesagt: lesenswert.

Ansonsten sei gesagt: die energetische Amortisation von Solarzellen liegt inzwischen bei 1-5 Jahren - je nach Typ und Standort.
Ach so, bei Kohle oder auch Atom wird diese Bilanz mit jeder kWh schlechter - man wirft ja dauernd energetischen Brennstoff nach...
Und wenn man über Radioaktivität bei Gewinnung Dotierungselemente spricht: Wie sieht das den bei der Kohleverbrennung aus? Und wie wir gesehen haben - Fukuschima und die ach so geringe Strahlenbelastung der AKWs ist für Jahrtausende im Arsch.
Übrigens: Phosphor und Bor als Standard-Donatoren muss man nicht im chinesische Raubbau gewinnen.

So, schnell noch eine vorm Geiger-Müller-Zähler radioaktiv gut knackende Banane essen...
Jörch
06.07.2012, 09:18 Uhr
nachts isses dunkel... oder wessen brot ich fress, dessen lied ich sing.
hab mir mal das "lesenswerte" stück papier durchgelesen und muss gerade lachen, da weder form noch inhalt irgendeinen wissenschaftlichen standart halten, geschweige denn dass das papier mit inhalt zu glänzen vermag....

sorry, aber das zitierte papier macht nichts weiter, als dass kritikpunkte nicht mit zahlen und fakten entkräftet werden, sondern, dass versucht wird diese durch hohle phrasen und substanzlose argumenten zu entkräften...

besonders intelligent erscheint mir da besonders der punkt 10... kkw können nicht ausreichend schnell geregelt werden. hmm da frage ich mich gerade, warum mitlerweile alle noch betriebenen kkw in deutschland "lastfolge" fahren, also mit ihrer leistung dem bedarf im netz nachgefahren werden und damit lastspitzen die aus pv und we einspeisung kommen bei ausfall derer auffangen. beispiel gundremmingen b und c werden seit ca. 3 jahren auf 80% leistung gefahren um bei lastfolge schnell und mit einer ausreichend grossen energiemenge den bei dunkelheit fehlenden pv anteil im netz aufzufangen... übrigens der regelbereich beim SWR-78 liegt zwischen 45 - 110 prozent leistung mit kurzen regelzeiten.
Flitzpiepe
06.07.2012, 09:59 Uhr
Ja, es 'kochte'
Ich war also auch bei der Infoveranstaltung.
Zur Zusammenfassung von wiros59 möchte ich noch Folgendes ergänzen:

1. Ich finde es problematisch aus Nahrungsmitteln Energie zu erzeugen. daher bin ich von der bisherigen Kosten/Nutzen Rechnung nicht überzeugt. Ich will damit sagen, dass das Ganze für die EVN schön gerechnet ist. Die EVN trägt ja auch das kleinere Risiko. Ist die Anlage defizitär, wird eben der Preis für die EVN-Kunden erhöht. Für die betroffenen Anwohner ist die Anlage aber katastrophal.

2. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, gibt es nur einen Grund für den Standort Himmelgarten. Und zwar ist das die Nähe zur Erdgasfernleitung, da angeblich jeder Kilometer Neubau einer entsprechenden Gasleitung 230000 Euro kosten würde. Das kann es ja irgendwie nicht sein.

So eine Anlage, sollte sie überhaupt wirtschaftlich sinnvoll sein, muss dann in ein bestehendes Gewerbegebiet. Es darf kein Ackerland dazu verwendet werden. Da das erzeugte Gas ausschließlich in den EVN Blockheizkraftwerken verstromt werden soll, würde sich mAn das Industriegebiet Darre anbieten. Die Verkehrsanbindung wäre besser und größere Wohngebiete sind dort nicht.

3. Größter Knackpunkt ist für uns als Gegner die Verkehrsbelastung. Anstatt Durchgangsverkehr in dieser Gegend zu verringern, wird genau das Gegenteil erreicht. Die Verkehrsbelastung für Himmelgarten und Bielener Straße würde unzumutbar. Es wurde zwar gesagt, dass ein Teil des Anlieferverkehrs gleich über die Felder anfahren würde, aber das kann ich irgendwie nicht glauben.

4. Zur Geruchsbelästigung wurde nur soviel gesagt, dass sie im Normalbetrieb gering wäre. Das heißt aber, wenn mal kein Normalbetrieb ist, der Mais z.B. nicht ausreicht, könnte es zu erheblichen Geruchsbelästigungen kommen, da die Gärung anders verläuft. An den Einsatz tierischer Materialien möchte ich erst gar nicht denken.

5. Das entstehende Gas muss erst aufbereitet werden, bevor es in die Erdgasleitung eingeleitet werden kann. Wie aufwendig und problembehaftet das ist, kann ich nicht einschätzen. Wenn ich aber höre, dass dazu Ammoniak abgeschieden werden muss, läuten bei mir die Alarmglocken.

6. Der Alternativstandort hinter dem BIC in Bielen ist nicht viel besser.

Fazit: Eine solche Anlage gehört nicht an diesen Standort!
Thomas Fichtner
06.07.2012, 11:17 Uhr
SWRs wie in Tschernobyl und Fukushima...
Lieber Jörch, das von mir angegebene Dokument gibt nicht vor, den Maßstäben einer wissenschaftliche Arbeit zu entsprechen. Wer auch nur die Titelseite gelesen hat, weiß das.

Es handelt sich lediglich um eine Zusammenstellung zum Thema von Dr. Harry Wirth und Prof. Dr. Bruno Burger, zwecks Handreichung zum allgemeinem Verständnis für den Durchschnittssbürger, der oft genug mit Atom-Lobby-Argumenten konfrontiert wird und damit nicht allein gelassen werden soll.

Wenn man tieferes Interesse hat, kann man sich weiterführend selber informieren, den angegebenen Kontaktdaten folgen o.ä..

Zum Thema Siedewasserreaktor (SWR) allgemein und Grundremmingen - uhhh da fallen mir keine guten Sachen ein.
Nicht nur das alle in Fukushima und auch der Tschernobyl-Reaktor von diesem Typ waren, nein auch der Störfallcounter für Grundremmingen liest sich nicht schön.
Ich sag nur: Da gabs die ersten Toten durch Atomkraftnutzung in Deutschland...
2 Jahre später stand nach einem Leck das Reaktorwasser 3m hoch im Gebäude und hatte gut 80 Grad...

SWRs sind generell etwas kritisch - dieser fehlende Sekundärkreislauf gegenüber DWR, der ja verhindert, das Wasser mit Kernberührung und Teilchen, aus dem Reaktor selbst austritt und dann direkt auf die Turbinen usw. geht und diese damit IMMER mit kontaminiert - macht das System allgemein etwas "unangenehm".

Fragt sich also wessen Brot SIE essen!

Und bekanntermaßen kann man JEDES thermische Kraftwerk als Mittellastkraftwerk fahren. Mittellast ist aber gut planbar, folgt sie doch den üblichen 3 Lastspitzen im Tagesablauf und die üblichen 2% je Minute Laständerung...

Zum Thema Lastwechselfähigkeit bei KKW und den damit verbundenen Problemen - da war was! Muss ich aber nachsehen - glaub irgend ein Artikel im International Journal of Nuclear Power hat sich recht ausführlich damit beschäftigt. Kann aber paar h dauern den zu finden.
Jörch
06.07.2012, 14:51 Uhr
tja man sollte sich informieren
tja fragt sich nur, wer den normalbürger vor den totschlagargumenten der ökolobby schütz???

"Zum Thema Siedewasserreaktor (SWR) allgemein und Grundremmingen - uhhh da fallen mir keine guten Sachen ein.
Nicht nur das alle in Fukushima und auch der Tschernobyl-Reaktor von diesem Typ waren, nein auch der Störfallcounter für Grundremmingen liest sich nicht schön.
Ich sag nur: Da gabs die ersten Toten durch Atomkraftnutzung in Deutschland...
2 Jahre später stand nach einem Leck das Reaktorwasser 3m hoch im Gebäude und hatte gut 80 Grad..."

Der betroffene Störfallreaktor war gundremmingen Block A... vollkommen anderer Bautyp als die blöcke b und c. die lehren aus dem unfall wurden gezogen und sind in entsprechende designs danach eingeflossen.

tschernobyl war kein SWR sondern ein RBMK, also ein Druckröhrenreaktor ohne jegliches containment, prinzipiell in der funktionweise ein swr allerdings in vollkommen anderer bauart. (wassergekühlt, graphitmoderiert welches ja letztlich auch zum versagen und durch den brand zur weitreichenden kontamination beitrug.)

SWRs sind generell etwas kritisch - dieser fehlende Sekundärkreislauf gegenüber DWR, der ja verhindert, das Wasser mit Kernberührung und Teilchen, aus dem Reaktor selbst austritt und dann direkt auf die Turbinen usw. geht und diese damit IMMER mit kontaminiert - macht das System allgemein etwas "unangenehm".

bei jedem DWR mit loop bauweise, also alle westlichen modellen, die ja grundlegend auf dem westinghouse bzw. ge design beruhen wie auch der russische WWER typ sind in pool bauweise ausgeführt, d.h. der primärkreis verlässt immer den rdb und geht über druckhalter auf die dampferzeuger. allerdings ist dieser gesamte bauteil innerhalb des volldruckcontainments eingeschlossen (2,5m stahlbeton mit 50mm stahlliner innen). reaktoren mit pool bauweise, also wo der primärkreis den rdb nicht verlässt sind wärmetechnisch wesentlich kritischer zu handeln da dort aufgrund des geringeren wasserinventars eine wesentlich geringere wärmesenke vorhanden ist.

die kontamination der anlagenteile im primärkreis inklusive turbine sind 3 jahre nach stilllegung so weit abgeklungen, dass diese teile dem wertstoffkreis zugeführt werden können.

und ja, ich gebe zu, dass ich neben konventionellen kraftwerken mit wasser dampf kreislauf auch schon das eine oder andere kkw gebaut habe, bzw. das immer noch tue. sehe ich auch nix verwerfliches darin, denn ich muss nicht mit halbwissen und unwissen glänzen oder fakten und vorallem technische und physikalische grundregeln mit philosophie und theorie ausser kraft zu setzen versuche.

und zurück zum thema, biogas- und ethanolanlage. dies sind genau die auswirkungen des ausstieges aus energieerzeugung im industriellen maßstab, die den bürger nun treffen werden. zum einen wird nach dezentraler energieversorgung geschrien, aber die dann exorbitant höhrere anzahl an anlagen die aufgrund der geringeren energiedichte diese erzeugen müssen will niemand in seiner nachbarschaft haben. da heisst es dann auch opfer bringen für die von muddi ausgelobte grosse transformation.
W.Roßmell
06.07.2012, 15:52 Uhr
Also heißt das doch alles...,
dass es sogar gefährlich ist, wenn ich Ihre Zeilen hier so lese...! Davon hat von den Verantwortlichen z. B. keiner was gesagt, außer es riecht und stinkt nicht, solange alles in den Prozessen abläuft! Na ja, sicher muss man sich um alternative Ernergiequellen bemühen, aber eben nicht angrenzend oder ga in Wohngebieten, das geht nicht und wir werden alles dafür tun, dass das auch so bleibt. Soll die Stadt oder auch die EVN gleich richtig investieren und ein Objekt suchen, wo keiner belästigt und geschädigt wird!

Die Strompreise steigen doch so oder so oder glaubt hier heute noch jemand, dass mit dieser Biomethangasanlage und der Verwertung von Lebensmitteln etwas billiger werden wird??? Das wäre ja gleich wieder ein Wunder auf dieser Welt und genauso nicht nachvollziehbar, wie man den Bürgern eine Biogasanlage vor der Nase setzen will, die sich darüber am besten nicht aufregen sollen....! Nur das wird nicht passieren, das allein hat gestern diese Infoveranstaltung gezeigt dass niemand in und um Himmelgarten, Nordhausen-Ost und auch Bielen mit einer solchen Anlage einverstanden sein wird! Da sollen sich die Köpfe, die das wollen doch so eine Anlage am besten auf ihr eigenes Grundstück bauen..., nur das wollen sie eben auch nicht!

Von den beiden angesprochenen Standorten ist keiner derjenigen "verantwortlichen" Personen auch nur etwa in der Nähe wohnansässig, so dass man es eben ersteinmal auf die sanfte Tour versucht und von den eigentlichen wirklichen Risiken komplett abschalden will! Nur nicht mit uns, das werden wir beweisen und bis zum Letzen dagegen etwas tun oder gar kämpfen!!!
Thomas Fichtner
06.07.2012, 21:41 Uhr
Heute schon Nachrichten gesehen?
Unter anderem über den Untersuchungsbericht zu Fukushima?

Wäre so vermeidbar gewesen, hätte man nicht so sehr geklüngelt und ökonomisch "optimiert" und technisch wie auch menschlich versagt.

Wer glaubt das es hier in der Atombranche anders zugeht als dort ist gelinde gesagt naiv! Die Mängel- und Störungsliste, wie auch die der immer aufgeschobenene Nachrüstungen, Prüfungen und Mängelbeseitigungen spricht Bände!

Sie haben die SWRs als generell super toll und die Lösung angeführt, dabei die Baulinie 72 mit konkreten Werten angegeben - und ich habe ihnen 5 verheerende Unfälle genau dieses Reaktortyps genannt. 5 von den 5 Unfällen! 100%!

Wie sagt man so schön? Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten!

Austritt aus dem Containment, also der Reaktoreindämmung, ist übrigens für mich: Austritt aus dem Reaktor. Natürlich ist Containment was anderes als Reaktordruckbehälter, aber letztlich die eigentliche Eindämmung und Schutzhülle des Systems.

Aber immerhin haben sie gesagt wessen Lied sie singen...
Jörch
09.07.2012, 07:50 Uhr
aha, ein insider also...
wenn man ihren zeilen glauben darf, dann handelt es sich bei ihnen ja anscheinend um einen insider, der sich sowohl im deutschen, als auch im japanischen atomrecht auskennt und nebenbei noch über eine umfassende anlagenkenntnis der deutschen kkw.

oder unterfüttern sie doch mal ihre behauptung, dass notwendige auf- und umrüstungen immer wieder verschoben worden sind.

5 von 5 unfällen? aha, also wenn ich einen todesfall, so tragisch er für den betroffenen und seine familie sein mag als anlass nehme um eine ganze technologie in frage zu stellen, dann dürfte ihre hochgejubelte solarindustrie nach diesem massstab schon gar nicht mehr existieren... informieren sie sich doch mal z.b. über diverse unfälle mit todesfolge infolge silan, boran oder germanvergiftungen etc. übrigens aus japan ist mir bisher kein einziger todesfall bekannt, der kausal mit dem versagen der notkühlung zusammenhängt. es sei denn man vermischt jetzt wieder fakt und fiktion und ordnet die toten infolge des erdbebens dem kraftwerk zu.
bliebe also noch ein einziger unfall mit weitreichenden auswirkungen, und das mit einem reaktortyp, der heute so nicht mehr in betrieb ist geschweige denn gebaut wird.

wessen lied sie singen, haben sie übrigens noch nicht offen kund getan, aber ich glaube ihr lied ist das lieder derer, die sich mittela auf der eigenen scholle installierter solarplatte über den strompreis gütlich tun, während der kleine mann seine stromrechnung nicht mehr zahlen kann. (wenn wir schon polemisieren, dann doch richtig, gell?)
Flitzpiepe
09.07.2012, 09:17 Uhr
Am Thema vorbei
Irgendwie seid ihr beiden (Jörch und Thomas Fichtner) mit eurem Kleinkrieg über AKWs ganz schön vom eigentlichen Thema des Artikels abgekommen. Ich denke mal, dass ihr den auch nicht hier entscheiden werdet, wer denn nun Recht hat.
Jörch
09.07.2012, 10:10 Uhr
jep mag sein.... also back zum thema.
aber wer A sagt zur energiewende, der muss auch B sagen und dann eben die neuen erzeugungsformen in all ihrer pracht in der nähe seines grundstückes dulden und sei es um den preis, dass sein eigenes grundstück dann eben an wert verliert. deutschland ist leider nun mal nicht so groß, dass man die ganzen neuen anlagen schön verstecken kann...

ich denke mal, dass die anlage sicher im normalbetrieb nicht mehr geruchsemmisionen erzeugen wird, als die bereits vorhandenen stallungen in himmelgarten. da halte ich dass, was z.b. van asten aussendet für wesentlich störender als ne biomethananlage. übrigens unsere hauptwindrichtung ist doch aus west... also sollten sich wenn überhaupt mal die leute aus leimbach melden oder?
Flitzpiepe
09.07.2012, 11:44 Uhr
Interessante Webseite
Ich habe eine interessante Webseite gefunden:
http://initiativen-mit-weitblick.de

Das ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Bürgerinitiativen gegen Biogasanlagen. Die haben dort einiges an Material mit Argumenten gegen solche Anlagen gesammelt. Ich konnte mir aber noch nicht alles durchlesen...
Thomas Fichtner
09.07.2012, 18:41 Uhr
Mein letzter Beitrag hierzu.
Sie wollen einen absichtlich nicht verstehen, oder?

Die 5 Unfälle waren:
Tschernobyl - mit definitiv mehr als einem Toten (Nach Zusammenbruch der UdSSR ist die konkrete Zahl der Opfer unter den etwa 500.000-750.000 darauf geworfen Liquidatoren leider nicht zu ermitteln.
Die Lebenserwartung des russisches Mannes von 59,8 Jahren sagt aber genug.)

Übrigens sind vom diesem Siedewasserreaktor Typ RBMK-1000, anders als Sie behaupten, noch etliche am Netz. Im Atomkraftwerk Smolensk beispielsweise.
Es gab dort einige Nachrüstungen nach dem Unglück 1986, aber im wesentlichen sind sie so geblieben.

Fukushima - mit 3 laufenden und 1 in Wartung gewesenen Reaktoren vom GE-Designtyp BWR-3/4 - mit bekannten Sicherheitsproblemen.
Incl. der amerikanischen Reaktorsicherheitsstudie von 1986 (nach Tschernobyl) die zu dem Ergebnis kam, das das Mark I-Containment zu schwach ausgelegt ist und bei einem schweren Atomunfall mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent versagen wird (laut Harold Denton, damalige Sicherheitsleiter der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC)) Darauf gab es halbherzige Nachrüstungen, deren Wirksamkeit bezweifelt wurde (was sich bestätigt hat.)

Vielleicht hätten Sie den Untersuchungsbericht einfach mal lesen sollen. Er enthielt allerlei Ergebnisse zu Nachlässigkeit, Korruption, Versagen und gibt bei weitem nicht dem Erdbeben und Tsunami allein die Schuld.
Todesopfer in der direkten Folge werden wir wohl leider noch sehen. Die Lage am Meer und in nicht all zu dicht bewohnten Gegend hat hier aber vor erst massiv gepuffert.
Auch die massive Zensur der japanischen Behörden und fehlende direkte Anliegerstaaten (Japan ist eine Insel) machen unabhängige Untersuchungen schwierig.
Ja, Japan zensiert dazu die Medien und Webseiten massiv.

Zum Thema Sicherheit bei Deutschen Atomkraftwerken - 1166 meldepflichtige Ereignisse, mit handvoll INES relevanten Ereignissen nur seit 2000 sprechen auch hier Bände.
Allein die Beinah-Katastrophe am 16./17. Dezember 1987 in Biblis und die Verschleppung des Abstellens der im Untersuchungsbericht von 1991 genannten Mängel und Verbesserungen das Jahr 2000 hinaus, erzählen alles. Bis zu dem Jahr und dem dann dort erstellten "20-Punkte-Katalog" tat sich nichts.
Ein geforderter gesicherter Notstand wurde übrigens bis zum Schluss 2011 nicht errichtet.

Im übrigen könnte ich Sie mit mindestens einer weiteren Seite Quellen dazu (nur die offiziellen Berichte der Regierung, der zuständigen Ministerien, Prüfverfahrensergebnissen etc.) beglücken - aber die sind alle frei zugänglich und Interessierten bekannt.

Wie oben gesagt, war das mein letzter Beitrag hierzu. Wäre noch zu erwähnen das z.B. solarerzeugter Strom inzwischen Preisparität erreicht hat und die Strompreisentwicklung von anderen Dingen als EEG-Umlage getrieben wird.
Flitzpiepe
11.07.2012, 11:33 Uhr
Soll da etwa Gen-Mais benutzt werden?
Ich habe gestern mit einem Anwohner an einer Biogasanlage in Nohra/Weimar gesprochen. Sie wird auch mit Mais beschickt. Es ist mitnichten so, dass der Mais nicht stinkt. Es ist je nach Windrichtung sogar erbärmlich. Problematisch ist dabei die Mais-Einlagerung. Bei hauptsächlich Westwind sollten also auch die Leimbacher hellhöriger werden. Egal ob Himmelgarten oder BIC.

Desweiteren machte er mich darauf aufmerksam, dass man die hohen Hektarerträge nur mit Gen-Mais erreichen wird. Das würde also bedeuten, dass rings um Nordhausen überwiegend genmalipulierte Mais-Saat ausgebracht werden würde.

Die EVN muss von allen guten Geistern verlassen sein, so etwas hier errichten zu wollen...
W.Roßmell
15.07.2012, 14:18 Uhr
Genmanipulierter Mais...
ach ja, das wird letztendlich auch so kommen! Baut man als Kleingärtner jedes Jahr auf der gleichen Stelle das gleiche Gemüse an, merkt man spätestens nach 5 Jahren, dass die Ernte ja immer weniger wird und die Qualität nicht mehr passt. Vor der landwirtschaftlichen Situation wurde auch schon oft geschrieben und ich kann die Bauern nicht verstehen, die sich dazu bereit erklärt haben, diese Biomethan-Anlage die nächsten 20 und mehr Jahre mit Mais zu beliefern... Für mich sind das dann keine Bauern mehr, sondern "Maiszüchter" die mit allen Mitteln von Chemie versuchen werden, Ihre gestellten bzw. geforderten Erntemengen zu erreichen, für die sie sich hergegeben und verpflichtet haben. Und das haben sie getan, nur um mehr Geld und damit Gewinn aus ihren Böden zu erzielen. Für mich schlechte Bauern, die sich halt dann nur noch mit der Monokultur in der Landwirtschaft beschäftigen und "Anbauvernichter" von Lebensmitteln sind!
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