eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 15:44 Uhr
28.06.2012

Ermittler geht in Ruhestand

Im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen wurde heute Polizeihauptkommissar Klaus Hillmann durch den Leiter der Bundespolizeiinspektion Erfurt, Polizeioberrat Jürgen Geißler, in den Ruhestand verabschiedet. Klaus Hillmann startete seine Karriere als Polizist im Jahr 1972...

In den Ruhestand verabschiedet (Foto: privat) In den Ruhestand verabschiedet (Foto: privat)

Hier fing er nach seiner Ausbildung zum Kfz-Schlosser und absolviertem Grundwehrdienst bei der NVA beim Transportpolizeirevier Nordhausen an. Wie so viele Polizeikarrieren begann auch diese im
Streifendienst. In Nordhausen war Klaus Hillmann auch als Diensthundeführer tätig.

Nach einem von 1984 - 1986 absolviertem Fachschulstudium kamen noch Verwendungen als Abschnittsbevollmächtigter und Sachbearbeiter der Kriminalpolizei hinzu. Letztere sollte für seinen weiteren beruflichen Weg prägend sein. So war Klaus Hillmann Mitarbeiter der erweiterten Morduntersuchungskommission bei der Bezirksbehörde der Volkspolizei in Erfurt, bevor er im Jahr 1990 in den damaligen Bundesgrenzschutz übernommen wurde. Hier konnte er seine kriminalistischen Fähigkeiten fortan im bahnpolizeilichen Bereich einsetzten.

Über viele Jahre war er erste Ansprechperson für alle Fälle, die besondere Ermittlungsfähigkeiten erforderten. Seinen letzten großen Fall konnte er leider nicht mehr abschließen. So war er beim schweren Bahnbetriebsunfall in Bleicherode der zuständige Ermittler. Am 21. September 2011 war im Bahnhof Bleicherode ein Güterzug auf einen bereits im Bahnhof stehenden anderen Güterzug aufgefahren. Teile der Züge entgleisten. Durch den Zusammenstoß gingen zwei Kesselwagen, die mit Benzin beladen waren, in Flammen auf. Auch die Lok des auffahrenden Zuges fing Feuer. Der Lokführer wurde bei dem Unfall verletzt.

Die dabei geleistete Arbeit würdigte auch Polizeioberrat Jürgen Geißler, der dem Pensionär die Ruhestandsurkunde überreichte. Und wie so oft bieten solche Termine Gelegenheit um die ein oder andere Anekdote aus einem langen Polizistenleben zu erzählen. So gestand Klaus Hillmann seinem jetzigen Chef, dass er im Dienst auch einmal Alkohol getrunken habe.

Während seiner Zeit als Schutzpolizist Ende der 70er Jahre erreichte ihn ein Hilferuf der Bahnhofsaufsicht Leinefelde. Eine männliche Person war auf dem Bahnsteig zusammengebrochen. Klaus Hillmann führte im Zuge der Ersten Hilfe die Mund-zu-Mund-Beatmung ordnungsgemäß bis zum Eintreffen des Notarztes durch. Dieser riet dem Beamten die Beatmung einzustellen, da der Mann bereits tot sei. Klaus Hillmann wurde sodann von seinem Diensthabenden aufgefordert, den Mund mit Schnaps in der Bahnhofsgaststätte zu spülen und zusätzlich einen solchen zu trinken. Und das im Dienst. Als ordentlicher Polizist führte er jedoch auch diesen Befehl ohne Murren aus.

Mit Klaus Hillmann scheidet ein Beamter aus, der mit Leib und Seele Polizist war. Freuen wird sich seine Frau, mit der er seit 1977 verheiratet ist. Für sie und die beiden Kinder wird er als Pensionär künftig mehr Zeit haben.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)