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Mo, 14:04 Uhr
25.06.2012

Abstraktion trifft Realismus

"Abstraktion trifft Realismus“ heißt die neue Sonderausstellung, die jetzt im Kunsthaus Meyenburg bis zum 9. September zu sehen ist. Am Samstag wurde die Exposition offiziell eröffnet...

Abstraktes und Realistisches (Foto: privat) Abstraktes und Realistisches (Foto: privat)
András Virág und Paul Zeplichal tanzen das von Auke Swen eigens für die Vernissage choreografierte Ballettminiatur „Xim-xim oder Regen auf Mallorca“. (Foto: Caroline Kreipl)

„Ausgehend von verschiedenen Motiven wird in der Sonderausstellung die Vielfältigkeit der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten sowohl in abstrahierten als auch gegenständlichen Stilformen anhand von 120 Kunstwerken aus dem 18. bis 21. Jahrhundert gezeigt“, sagte jetzt Leiterin und Kuratorin der Ausstellung, Susanne Hinsching.

Zusehen sind Werke von William Hogarth, Honoré Daumier, Ernst Barlach, Joan Miró, Horst Janssen, Pablo Picasso, Max Ernst, Otto Dix, René Magritte, Henri Matisse, Joseph Beuys und Mac Zimmermann u.v.a. Die Leihgaben stammen aus der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung und zeigen außer den künstlerischen Highlights der Sammlung die neuesten Erwerbungen der Stiftung.

Im Zentrum der eigens für das Kunsthaus Meyenburg konzipierten Sonderausstellung stehe kein Künstler oder Künstlergruppe, erklärt Susanne Hinsching. Vielmehr beschäftige sich die Ausstellung im eigentlichen Sinne mit Kunsttheorie und mit den allgemeinen Sehgewohnheiten. „Wenn wir Kunst betrachten, stellen wir uns immer zwei Fragen: Was will uns der Künstler damit sagen und was sehe oder erkenne ich?“, so die Kuratorin. „Wenn es sich um gegenständliche bzw. realistische Kunst handelt, fällt es scheinbar leichter, diese Fragen zu beantworten. Wenn es um abstrakte Kunst geht, fällt es uns häufig schwer, einen Zugang zum Dargestellten zu finden.“

Vorrangiges Ziel dieser Ausstellung sei es, diese Vorurteile abzubauen. Denn abstrakte Kunst will nicht nur das Abbilden, was der Künstler sieht, sondern zeigt noch eine zusätzliche Ebene – nämlich die Innenwelt. Deshalb verlange abstrakte Kunst eigentlich noch mehr künstlerische Fähigkeiten, die große Künstler natürlich beherrschen: das gegenständliche Abbilden und die abstrahierte Darstellung. „Das beste Beispiel ist dafür Pablo Picasso“, erklärt Frau Hinsching.
Ein weiteres Ziel der Nordhäuser Ausstellung sei es deshalb auch, anhand der ausgewählten Motive: Köpfe, Menschengruppen, Frauen, Architektur, Landschaften und Tiere zu zeigen, die jeweils in einem Raum zusammengestellt sind.

„Manchmal haben wir ganz bewusst eine provokante Gegenüberstellung gewählt, um die Gegensätze und Gemeinsamkeiten noch deutlicher zu machen.“ So werde in einem Raum mit dem Motiv „Frauen“ die abstrahierten Darstellungen von Joan Miró und Henri Matisse dem sehr wirklichkeitsnahen „Liegenden Akt mit Hummer“ von Richard Müller gegenüberstellt. Allen gemeinsam ist die Umsetzung der wichtigsten Eigenschaften in der Darstellung. Spannend sei auch das Motiv des „Pferdes“, das in der Ausstellung von sechs verschiedenen Künstlern in sehr unterschiedlicher Stilistik und Abstrahierung präsentiert wird, u.a. von Penck, Grieshaber und Kubin.

Kunsthaus Meyenburg, Nordhausen, A.-Puschklin-Straße 31, Di-So 10-17 Uhr, Tel. 03631/881091
Autor: nnz

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