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Di, 14:12 Uhr
05.06.2012

nnz-Forum: Hartz IV als Geschäftsmodell

Wie findige Menschen mit und durch Hartz IV betroffenen Personen ein lukratives Geschäft machen. Der Fernsehsender „rbb“ zeigte in seiner Sendung „Die Hartz – Maschine“, wie verschiedene Vereine und Lebensmittelgeschäfte, begünstigt durch die Hartz IV-Gesetze, einen enormen Umsatz erzielen. Dazu die Meinung eines nnz-Lesers...


Die sogenannten Tafeln nutzen viele Lebensmittel Unternehmen um ihren Abfall zu entsorgen. Darunter waren bekannte Lebensmittelketten. Sie stellen den Tafeln verdorbene Lebensmittel bzw. Obst und Gemüse zur Verfügung, dafür verlangen sie auch noch eine Spendenquittung, um die Spende mit der Steuer verrechnen zu können.

Die Tafeln müssen dann diese verdorbenen Produkte auf eigene Rechnung entsorgen und ersparen den noblen Spender, somit die entstehenden Entsorgungskosten. Sollten die Mitarbeiter der Tafeln sich erlauben, dieses Vorgehen zu kritisieren, brauchen sie nicht wieder zu kommen.

Viele sogenannte Bildungsträger verschlingen jährlich Millionen Euro Steuergelder. Da werden unzählige sinnlose Maßnahmen angeboten, um an die begehrten Steuergelder zu kommen. Da gibt es in Berlin einen Verein, der mit Hartz IV-Empfängern eine Theateraufführung probt. Die Theatergruppe besteht jeweils aus 20 Personen.

Durch diese 20 Personen, haben 150 Personen eine Vollbeschäftigung, ja sie haben richtig gelesen, um die 20 Hartz IV-Empfänger zu beschäftigen, verdienen 150 vollbeschäftigte Personen gutes Geld. Es gibt auch Näh- und Strickkurse, dort sitzen Frauen und Männer und stricken für ihre Angehörigen Pullover. Chancen auf eine Festanstellung gibt es in den meisten Fällen nicht.

Das einzige, was durch die vielen sinnlosen Maßnahmen erreicht wird, ist die Schönfärbung der Arbeitslosenstatistik. Des weiteren verdienen sich viele eine goldene Nasen auf Kosten der Hartz IV-Empfänger, denn jeder Cent der für diese Personen gezahlt wird, läuft unter den Kostenpunkt Hartz IV.

Da gibt es auch noch die privaten Dienstleister, wie sie sich hochtrabend nennen. Sie bekommen pro gelungener Vermittlung 2.000 Euro vom Amt. Hier stellt sich die Frage, wozu haben wir überhaut noch ein Arbeitsamt? Sollten nicht die Mitarbeiter des Amtes den Kunden Arbeit beschaffen? Was sie machen ist doch nur ein delegieren der Arbeitslosen an die privaten Vermittler, die dadurch eine gute Existenz haben.

Da werden Bundesweit Gabelstaplerfahrer ausgebildet, die nie eine Anstellung finden werden, weil es so viel Stellen nicht gibt. Man könnte viele solcher sinnlosen Maßnahmen aufzählen, bei denen nur Steuergelder verheizt werden. Davon wollen die Regierung an der Spitze Frau von der Leyen und der Chef des Arbeitsamtes nichts wissen. Für diese Personen, sind diese Maßnahmen ein sinnvolles Unterfangen, bei denen ist allerdings alles sinnvoll, womit man die Arbeitslosenzahlen kaschieren kann, oder Frau von der Leyen?

Übrigens der Verfassungsgerichtspräsident, Herr Voßkuhle, kritisierte erneut das Wahlrecht. Richter hatten 2008 das Wahrecht zum Bundestag für teilweise verfassungswidrig erklärt. Das Zitat für unsere Politiker. „Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben.“ (Bertrand Russell)
Harald Buntfuß
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Nordhäuserin
05.06.2012, 14:32 Uhr
Hartz IV
Ach ja, die armen Hartzer. Die müssen sich dem Diktat von pfiffigen Unternehmern unterwerfen. Im Gegensatz zu ihnen, arbeiten die anderen wenigstens noch. Ach ja, und welchen Zusammenhang hat die Story zu Nordhausen? Das würe mich schon interessieren. Gibt es hier auch solche Unmenschen? Wenn ja, dann bitte mit Namen und Hausnummer, Herr Buntfuß. Fehlen da die Fakten oder ist alles nur pauschal? Wenn Sie Hartz IV abschaffen wollen, dann müssen Sie die LINKE wählen, aber an denen haben sie ebenfalls nur rumzumeckern, wie man ab und zu in der nnz liest.
Retupmoc
05.06.2012, 14:35 Uhr
Auch hier
Aber sicher gilt das auch für hier. Was meinen Sie denn wieviel bestimmte Bildungsanbieter mit sinnfreien Bewerbertrainings oder Kursen verdienen, die den Arbeitslosen nicht helfen? Fragen Sie mal auf dem AA nach, wieviel Gelder da rausgeschmissen werden.
Eckenblitz
05.06.2012, 14:54 Uhr
Komisch??
So einige Personen müssen wirklich mit Scheuklappen durch die Welt laufen. Sie sehen einfach nicht, wo Millionen von Steuergelder verbraten werden. Oder gehören sie zu den Nutzniesern, die Hartz IV Personen als Geschäft sehen??

Schauen sie sich einmal richtig um in Nordhausen, dann werden sie fündig. Sie müssen es nur wollen.
frank der 1.
05.06.2012, 18:12 Uhr
gut und böse
wie ich lesen muß, denken die Kommentatoren sehr in Klischees. Natürlich gibt es in dieser Gesellschaft skrupellose Geschäftemacher die selbst mit Hartz IV profitable Geschäfte machen. Diese haben bei der Gesetzeslage auch leichtes Spiel.

Natürlich gibt es genug Sozialschmarotzer, die aus unerfindlichen Gründen es immer wieder schaffen sich vor einer Arbeit zu drücken. Fehlende Kompetenz der Überwachungsämter fördert dieses noch. Aber alle über einen Kamm scheren ist grundsätzlich falsch. Thüringer Billiglohnpolitik fördert dies alles noch.

Wenn über diese Thematik diskutiert wird bitte ich um Augenmaß. Glaubt mir ich krieg auch einen dicken Hals, wenn ich am Wochenende, nach harter Woche auf Montage, nach Hause komme und höre wie andere sich damit brüsten, "wie ich die wieder gelinkt habe". Und diese Personen kriegen den Zucker noch Hochkant in den Ar... geblasen, wofür, um es mir zu leisten zu können, ich lang und hart arbeiten muß.
Mister X
05.06.2012, 20:10 Uhr
Guter Artikel
Diesem Artikel kann man entnehmen, was unsere Politiker von Menschenwürde halten. Natürlich gibt es jetzt ein paar Schreiberlinge, die dem widersprechen. Für sie sind die Hartz IV-Empfänger alles Schmarotzer.

Ich habe die Sendung gesehen, da ging es unter anderen um einen gehobenen Pizza Imbiss. Dort wurde eine Mülltüte mit Pizzastücken, (man sollte lieber sagen es war Pizzaabfall) an die Mitarbeiter übergeben, der Mitarbeiter der Tafel sagte selber so etwas kann man niemanden anbieten.

Der Mitarbeiter des Imbisses verlangte für diese Müllentsorgung auch noch eine Spendenquittung, um das Ganze von der Steuer absetzen zu können. Frage, wer ist nun wohl der Schmarotzer?
Susi58
05.06.2012, 20:12 Uhr
Herr Buntfuß
Sie sagen aus wovor sich viele Politiker scheuen. Lieber glauben sie den geschönten Zahlen der Agenturen. Man stellt sich lieber Taub und Blind, bevor man gegen diese Missstände vorgeht, das ist auch viel bequemer.

Der Kommentar von der „Nordhäuserin“ zeigt sehr deutlich, wie die Herrschaften so ticken.

Eins möchte ich hier einmal los werden. Laut Spiegel, hat die Familie „Schlecker“ ein Vermögen von 40 Millionen. (Welches sie sich durch sehr harte Arbeit erkämpft haben)
Von diesen Vermögen sollte die Familie 9 Millionen für den Erhalt von Arbeitsplätzen beisteuern. Dieses lehnte die Familie ab.

Nun frage ich, wer ist wohl der größere Schmarotzer? Ja natürlich, es sind die Hartz IV- Empfänger. Die vielen Ingenieure und guten Facharbeiter, die zu faul sind um zu arbeiten,oder?
wirflöha
07.06.2012, 15:32 Uhr
Widerliches über H 4, oder?…
Warum immer rufen, denn vor der Realität verschließen nicht nur die Betroffenen, aus Angst und Scham ihre Augen. Jeden Tag wieder, dank der SOZIALEN Reformen.
Aber die damaligen „Volksvertreter“ handelten nur im Auftrag einiger Weniger und mit Duldung von Millionen, die sich durch Schröders große Worte haben einlu ...lassen, statt weiter zu demonstrieren, bis zur Abschaffung diese Menschenverachtenden und Armut bringenden Gesetzes.

Und die derzeitigen Vertreter.
Wenige Besitzende, oder solche Geldspieler, welche sich dafür halten, geben die Regeln den unterwürfigen, unterbezahlten Bundestagsabgeordneten (Handpuppen in ihren Augen) vor, welche durch ein manipuliertes Wahlgesetz, dorthin gelangten. Solche Geldblasen - Bildner, die nichts mehr mit realer Arbeit zu tun haben, und denen auch der Untergang der Menschheit egal ist. Hauptsache Gewinn, denn man wird schon für sich und seine paar Familienangehörige, dank Geld sorgen. Und dies auch in unsrem Staat.

Erst wenn wieder mehr als zwei Drittel unserer Bevölkerung über diese Abgeordneten entscheiden, sollte ein einigermaßen vernünftiger Volkswille heraus kommen.

Aber es geht auch direkter.

Und für die Nordhäuserin, ein paar solcher Nordhäuser Widerlichkeiten, wurden bereits durch den Schreiber benannt. Siehe, nicht bei den vier Buchstaben, sondern in nnz.

Hat antworten, geht auf die Straße und demonstriert friedlich für Änderungen, oder?
Wirflöha
H.Buntfuß
07.06.2012, 23:19 Uhr
Schauen sie sich nur um
in thüringen arbeiten 33% aller beschäftigten prekär, dass heißt, sie bekommen einen lohn, der deutlich unter den durchschnitt liegt.

durch die hartz-gesetze im stil der agenda 2010 wurden die prekäre arbeit auch noch staatlich gefördert.

solche und viele andere sachen werden von den gewerkschaften ans licht gebracht. wie heißt so schön, besser spät als gar nicht.
Alex Gösel
07.06.2012, 23:41 Uhr
Ich glaube nicht...
dass es Herrn Buntfuß um irgendeine Partei geht, sondern vielmehr um die einzelnen Parteimitglieder, beziehungsweise deren Vorstände. Es ist doch mittlerweile egal, ob man SPD, CDU, Grüne oder LINKE wählt: die Parteivorstände sind teilweise sehr untereinander Zerstritten! Auch in den zur Zeit aufkommenden Piraten scheint es Probleme zu geben: fähige Leute, wie die ehemalige politische Geschäftsführerin Frau Marina Weisband oder der ehem. Bundesschatzmeister René Brosig sind wegen Überarbeitung zurückgetreten! Diese Tatsachen kann man beispielsweise auf Wikipedia oder in den Nachrichten von RP-Online nachlesen.

Außerdem braucht man doch nur mit offenen Augen durch Nordhausen zu gehen, dann sieht man genug dieser sogenannten Bildungsträger oder anderer "gemeinnütziger" Vereine und Gmbh's, die sich mit den Arbeitslosen eine goldene Nase verdienen.

@wirflöha: Ich beobachte schon seit einiger Zeit dass Sie zusammenhanglos schreiben! Denken Sie doch bitte vorher nach, bevor wir Ihre geistigen Ergüsse hier lesen können!

Auch ich möchte auch diesmal wieder mit einem Zitat enden, welches man fälschlicher Weise Winston Churchill zugeschrieben hat: "Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe."
Eckenblitz
08.06.2012, 13:17 Uhr
Leynsche Ideen
Wieder einmal werden wir von der Genialität unserer Arbeitsministerin überrascht. Ihre neuste IDEE, sie will aus den Überflüssigen Schleckeritarbeiterinnen Krankenpflegerinnen und Erzieherinnen für unsere Kinder machen.

Ich frage mich ob sie dann auch nach EX-Kanzlers Schröders Modell vorgeht? Dieser Mann hat ja auch aus Hausmeistern und anderen Überflüssigen Angestellten der Post, Bahn und Kreisverwaltungen die so genannten Fallmanager auferstehen lassen.

Wo das hingeführt hat, zeigen die vielen Klagen vor dem Sozialgerichten, diese ersticken förmlich in Arbeit. Nun ist freilich abzuwarten, wie Frau Leyer die Angelegenheit mit den Schlecker-Personal regeln will?

Bekommen diese Personen auch einen Crashkurs und werden dann auf unsere Kinder und Ältere Pflegebedürftige Personen losgelassen? Im Regelfall sollte doch eine Erzieherin einen Jahrelange Ausbildung mit Abschluss vorweisen können, dass Gleiche gilt sicher auch für die Pflegekräfte, oder irre ich da?

Man hört so schon genug über die schlechten Zustände in so manchen Heimen und Kitas. Muss man das jetzt noch auf die Spitze treiben? Aber für Bildung und Altenpflege, haben unsere Regierenden kein offenes Ohr, so wie für die Rüstungsindustrie zum Beispiel?
-Insider-
08.06.2012, 14:35 Uhr
ich
finde diese idee ehrlich gesagt gar nicht so verkehrt. der durschnittsmitarbeiter bei schlecker ist weiblich, zwischen 35-50 jahre jung und künftig arbeitslos. selbstverständlich kann man sie nicht sofort an vorderster front einsetzen, aber ich denke das die überwiegende mehrheit dieser personen bereits selber kinder groß gezogen hat und wohl möglich auch eltern hat, die ihre hilfe benötigen. von daher könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die schlecker damen als hilfskräfte (vernünftig und sozialversicherungspflichtig bzehalt) in der erziehung der kinder eine rolle spielen können.

alternativ können wir es auch einfach nordhisserisch machen und alles schlecht reden und tagelang weinend und schmollend in der ecke sitzen.
Franz Tabak
08.06.2012, 15:34 Uhr
@ -Insider-
Man kann sich aber auch alles schön reden, wie es unsere Politiker, Beamten und Angestellten machen. Die Nordhäuser sind nicht alle dumm!
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