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Fr, 12:24 Uhr
01.06.2012

Vom Winde verweht

Zum Kindertag nahm jetzt das Kinderhaus in Nordhausen - Ost seinen Offiziellen Betrieb auf und erhielt den Namen "Regenbogenhaus", der in bunten Lettern über dem Eingang aufgemalt wurde, jedoch nicht enthüllt werden konnte...

Kinderhaus ist offen (Foto: nnz) Kinderhaus ist offen (Foto: nnz)

Dem vorgegebenen Protokoll zufolge hätte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) den Schriftzug enthüllen sollen. Das erledigte jedoch zuvor schon schon der Wind. Nach einem Kulturprogramm der Kindertagesstätte, die ihr Domizil im Haus haben wird, und Kindern der "Lied- und Tanzgruppe" der Grundschule "Am Förstemannweg überbrachte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke die herzlichsten Glückwünsche und dankte allen an Planung und Bau Beteiligten.

Das Haus ist Treffpunkt für den gesamten Stadtteil. Es wird Domizil sein einer Kinderkrippe für 12 Kinder und eines Kindergartens für 63 Kinder. Darüber hinaus zieht die schulvorbereitende Einrichtung des Pestalozzi-Förderzentrums für bis zu 25 Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren ein, der Kindertreff „KatzMaus“ für bis zu 25 Kindern im Alter von 6 - 14 Jahren, - eine sozialdiakonische Beratungsstelle, eine Küche samt Speisesaal mit 100 Sitzplätzen, welche zum Beispiel von der Grund- und Regelschule „Am Förstemannweg“ mit genutzt wird.

Schriftzug (Foto: PSV) Schriftzug (Foto: PSV)

Der Umbau des früheren Kindertagesstätten-Gebäudes zum Kinderhaus wurde gefördert im Rahmen eines Modellvorhabens für eine integrierte Stadtentwicklung sowie eine Anpassung an die demografischen Herausforderungen.

Für das Haus sollte dabei der Grundsatz gelten: „Alles steht allen offen, alle spielen und arbeiten miteinander unter einem Dach.“

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen 3.735.000 Euro, wobei 90 Prozent der Kosten durch Bundes- und Landesmittel gefördert werden. Zusätzlich waren durch die Stadt Nordhausen nochmals 285.000 Euro für die Ausstattung und Möblierung des Objektes aus dem städtischen Haushalt bereitzustellen.

Die Bauarbeiten starteten im Oktober 2010. Nach umfangreichen Abbruch- und Entkernungsarbeiten wurden die Neubauten für den Eingangsbereich und den Speisesaal errichtet. Danach folgte der Innenausbau des Gebäudes, welcher selbst rund 12 Monate dauerte. Einen gravierenden Einschnitt in die Kontinuität der Bauarbeiten stellte der Ausspruch eines Baustopps Anfang 2011 dar. Auf Wunsch der Elternvertreter sollte in die Einrichtung wieder eine Kinderkrippe für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren integriert werden. Diesem Vorschlag stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung am 20. April vergangenen Jahres zu.

Im April 2012 wurden das Gebäude sowie die Außenanlagen fertig gestellt, so dass die Gesamtbauzeit 19 Monate betrug. Um die ökologische Seite des Gebäudes zu stärken, wurde das Flachdach an die Energieversorgung Nordhausen GmbH vermietet, welche auf ca. 800 m2 Dachfläche eine Photovoltaikanlage errichtete. Diese ist seit Ende Dezember 2011 in Betrieb.
Autor: nnz

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