eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mi, 11:58 Uhr
30.05.2012

Wie sieht der Norden künftig aus?

In Nordhausen Nord sollen Wohnungen gebaut werden. Dort, wo einst Schüler das ABC erlernten, dort sollen künftig Wohnungen entstehen. Nicht irgendwelche, sondern im höherpreisigen Segment. Heute wurden erste Entwürfe vorgestellt...

So wohnt man künftig in Nordhausen Nord (Foto: SWG) So wohnt man künftig in Nordhausen Nord (Foto: SWG)

Weimarer Architekten hatten aus 47 Bewerbern innerhalb eines Verfahrens die besten Karten und erhielten den ersten Preis für ihre Ideen. Eigentlich ein nicht allzu schweres Unterfangen, denn laut SWG-Geschäftsführerin Carola Franke ist dieser Standort sehr begehrt. Frei werdende Wohnungen würden keine Probleme in einer Neuvermietung haben und so hatte die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) bereits im Jahr 2006 die entsprechenden Grundstücke erworben. Der Kritik aus dem Kreise anderer Vermieter tritt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) entschieden entgegen. Die SWG habe sich auch in der Altstadt engagiert und werde das auch in Zukunft weiter tun. Im privaten Bereich gebe es auch Interesse an Investitionen, konkrete Anfragen liegen in der Stadtverwaltung nicht vor.

Die Weimarer Planer aus dem Hause „Schettler Architekten“ hatten sich auch Gedanken gemacht, wie weitaus mehr als das eigentliche Wohnungsareal beplant werden kann. Dazu gehören unter anderem die Straßen oder die Schulsporthalle. Aber nun zu den Details. Drei bis vier Stadtvillen mit Fahrstuhl mit je vier Wohnungen pro Etage sollen es werden. Die Wohnungen sind komfortabel, barrierefrei, haben eine Wohnfläche von 60 bis zu 130 Quadratmeter. Die Grundflächen können flexibel gestaltet werden. Bei den Kaltmieten werden sich die Preise zwischen sieben und zehn Euro ansiedeln.

Für dieses Geld wird es ein unterirdisches Parkdeck geben, alle Villen eingebettet in einen Park. Bis jetzt liegen für die maximal 50 Wohnungen mehr als 200 Anträge vor. Bedarf ist also in diesem Preissegment durchaus vorhanden. Anfang kommenden Jahres soll es mit dem Bau losgehen. Acht bis zehn Millionen Euro wird die SWG für den Bau „in die Hand“ nehmen.

Neben diesem Neubau wird die SWG mit einem Magdeburger Büro die letzte Platte am Kornmarkt-Kreisel sanieren. Mehr als vier Millionen Euro wird dieser „Schlag“ kosten, dafür werden den Mietern im innerstädtischen Bereich moderne Wohnungen angeboten. Ein weiteres Vorhaben ist in der Hohensteiner Straße angesiedelt, konkret die Nummer 11. Dabei handelt es sich um ein Anschlussprojekt, das im vorigen Jahr begonnen wurde.

Der erste Neubau der SWG nach der Wende soll in der Stolberger Straße als Lückenbebauung eventuell in diesem Monat starten. Hier werden vier Wohnungen entstehen, im Erdgeschoss soll Handel oder Gewerbe etabliert werden.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
fahrli
31.05.2012, 08:26 Uhr
Unbegreiflich
Nachdem vor einigen Jahren fleißig abgerissen wurde baut man jetzt schon wieder ? Was denken die Verantwortlichen der SWG woher die neuen Mieter kommen ? 200 Anträge - hört sich richtig gut an ! Fakt ist es werden Bestandswohnungen leergezogen!

Es wird niemand zusätzlich nach Nordhausen ziehen um eine dieser schönen Wohnungen zu beziehen ! So macht man nur den über Jahre stabil entwickelten Wohnungsmarkt kaputt . Die zusätzlich schwierige demographische Entwicklung wird hier ebenfalls völlig ignoriert. Fakt ist doch hierbei: wir werden weniger Einwohner - nicht mehr ! Investitionen in bestehende Immobilien z.B. der Einbau von Aufzügen macht da mehr Sinn . Für mich eine klare Fehlentscheidung seitens der SWG!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)