Di, 19:54 Uhr
29.05.2012
Norwegische Waldkatzen in Nordhausen
Die Norwegische Waldkatze wurde erst ab den 1980er-Jahren in Deutschland bekannt. Die Rasse ist groß und kräftig, mit halblangem Haar und ausgeprägtem buschigen Schwanz. Hierzulande ist sie derzeit noch recht selten anzutreffen. Für ihre weitere Verbreitung bemüht sich die Nordhäuser Züchterin Karola Apel, weiß Kurt Frank zu berichten...
Sanft und gutmütig sind Norwegische Waldkatzen, weiß Karola Apel. Die vier kleinen Wollknäuel sind schon vergeben. Foto: Kurt Frank
Seit einigen Jahren schon ist die gelernte Köchin züchterisch tätig. Vier Norsk Skogkatt, wie die Norweger sagen, betreut die 51-Jährige. Drei Damen und einen Herrn, meint sie liebevoll. Gipsy, die siebenfache Mutter mit 41 Nachkommen, ist heute die Seniorin. Aber Bijou brachte vor sieben Wochen vier Welpen zur Welt. Alle Kätzchen sind vergeben. Diesmal nicht bis in die Schweiz. Alle kommen wieder in gute Händen. Zwei erhalten Liebhaber in Nordhausen, ein Kätzchen wird in Göttingen, das andere in Gießen aufwachsen.
Es wird angenommen, sagt Karola Apel, dass einst die Wikinger auch Kurzhaarkatzen nach Norwegen brachten. Man findet Abbildungen auf alten Wikinger-Münzen. Die Tiere mussten sich im Laufe der Jahrhunderte dem rauen Klima Skandinaviens anpassen. Dieser Evolutionsprozess wurde durch die isolierte Lage der norwegischen Wald- und Fjord-Bauernhöfe noch gefördert. Dichte Unterwolle schützt sie gegen Kälte. Relativ große Tatzen mit Haarbüscheln zwischen den Ballen ermöglichen dieser Katze das Laufen über Schneedecken.
Erstmals 1930 wurde ein Zuchtprogramm aufgestellt, die Rasse 1972 als Norwegische Nationalkatze anerkannt. Seit den 1980er-Jahren erfreut sich die Katze der Wikinger auch in Deutschland und Europa zunehmender Beliebtheit. Da nicht künstlich gezüchtet, ist sie widerstandsfähiger und wird daher den natürlichen Rassen zugeordnet.
Wenn auch selten, kann es der Kater auf ein Gewicht bis neun, die Katze bis sieben Kilogramm bringen. In der Literatur ist von einer Schulterhöhe bis 45 Zentimeter und von einer Länge bis 130 cm (Nase bis Schwanz) die Rede. Karola Apel ist begeistert: Die Norsk Skogkatts sind sehr sanft und gutmütig. Unkompliziert und verspielt. Mit enger Bindung zum Menschen.
Kurt Frank
Autor: nnzSanft und gutmütig sind Norwegische Waldkatzen, weiß Karola Apel. Die vier kleinen Wollknäuel sind schon vergeben. Foto: Kurt Frank
Seit einigen Jahren schon ist die gelernte Köchin züchterisch tätig. Vier Norsk Skogkatt, wie die Norweger sagen, betreut die 51-Jährige. Drei Damen und einen Herrn, meint sie liebevoll. Gipsy, die siebenfache Mutter mit 41 Nachkommen, ist heute die Seniorin. Aber Bijou brachte vor sieben Wochen vier Welpen zur Welt. Alle Kätzchen sind vergeben. Diesmal nicht bis in die Schweiz. Alle kommen wieder in gute Händen. Zwei erhalten Liebhaber in Nordhausen, ein Kätzchen wird in Göttingen, das andere in Gießen aufwachsen.
Es wird angenommen, sagt Karola Apel, dass einst die Wikinger auch Kurzhaarkatzen nach Norwegen brachten. Man findet Abbildungen auf alten Wikinger-Münzen. Die Tiere mussten sich im Laufe der Jahrhunderte dem rauen Klima Skandinaviens anpassen. Dieser Evolutionsprozess wurde durch die isolierte Lage der norwegischen Wald- und Fjord-Bauernhöfe noch gefördert. Dichte Unterwolle schützt sie gegen Kälte. Relativ große Tatzen mit Haarbüscheln zwischen den Ballen ermöglichen dieser Katze das Laufen über Schneedecken.
Erstmals 1930 wurde ein Zuchtprogramm aufgestellt, die Rasse 1972 als Norwegische Nationalkatze anerkannt. Seit den 1980er-Jahren erfreut sich die Katze der Wikinger auch in Deutschland und Europa zunehmender Beliebtheit. Da nicht künstlich gezüchtet, ist sie widerstandsfähiger und wird daher den natürlichen Rassen zugeordnet.
Wenn auch selten, kann es der Kater auf ein Gewicht bis neun, die Katze bis sieben Kilogramm bringen. In der Literatur ist von einer Schulterhöhe bis 45 Zentimeter und von einer Länge bis 130 cm (Nase bis Schwanz) die Rede. Karola Apel ist begeistert: Die Norsk Skogkatts sind sehr sanft und gutmütig. Unkompliziert und verspielt. Mit enger Bindung zum Menschen.
Kurt Frank


