Mi, 17:21 Uhr
09.05.2012
Was heißt eigentlich Karst?
Hügelig ist das Gebiet zwischen Petersdorf, Buchholz und Steigerthal. Durch die Bäume, Büsche und Wiesen schlängelt sich der Karstwanderweg. Das Modell zeigt eine Gipsbuckellandschaft, erklärt Sabine Mehne. Gemeinsam mit Andreas Heise sind sie heute als die Vorsitzenden des Fördervereins Karstwanderweg Landkreis Nordhausen in die Ellricher Grundschule gekommen, um Schülern die Besonderheiten der Karstlandschaft näher zu bringen...
Warum zum Beispiel entstehen Hohlräume unter der Erde, aus denen Erdfälle, Seen oder Höhlen werden können? Welche besonderen Tiere und Pflanzen leben in der Südharzer Karstlandschaft? Und was ist eigentlich eine Bachschwinde? Antworten auf diese und andere Fragen bekamen heute die mehr als 40 Jungen und Mädchen der beiden vierten Klassen. Dieser umweltpädogische Unterricht ist Teil des Projekts des Fördervereins Karstwanderweg im Programm zur Entwicklung von Natur und Landschaft, kurz ENL, gefördert vom Land Thüringen und der EU. Bereits im vergangenen Jahr hat der Förderverein ein solches Angebot erfolgreich in der Ellricher Grundschule gestaltet, das nun fortgesetzt wird. Ein Tier stand heute besonders im Mittelpunkt: Fledermäuse. Steffi Pfeiffer, Biologin im Umweltamt der Stadt Nordhausen, unterstützte den Förderverein wie schon im vergangenen Jahr als ausgewiesene Fledermaus-Expertin und erzählte den Kindern viel Wissenswertes über die geflügelten Säuger. Die größten Fledermäuse bei uns werden in etwa so schwer wie eine Tafel Schokolade, sagte Steffi Pfeiffer. Und wie schnell kann eine Fledermaus werden? 150 Kilometer in der Stunde, kam als Antwort aus der Klasse.
Ganz so schnell seien Fledermäuse zwar nicht. Aber sie bringen es auf dieselbe Geschwindigkeit wie ein Auto im Stadtverkehr: 50 km/h. Steffi Pfeiffer kam nicht allein vom Nordhäuser Umweltamt, sie hatte noch zwei Kolleginnen mitgebracht. Beate Gunkel und Carmen Weber hatten ihr naturpädagogisches Puppentheater mit handgemachten Puppen und Kulissen im Gepäck. Mit dabei: Frosch Forbi. Die Schüler wurden schnell zu Akteuren im Puppenspiel, denn wie die Metamorphose eines Frosches verläuft, konnten sie gut erklären. Bei all dem neuen Wissen und Eindrücken sorgte Outdoortrainer Alexander Ibe, der mit seiner Firma 51 Grat bereits ein bewährter Partner des Fördervereins Karstwanderweg ist, für Auflockerung. Er hatte kleine Spiele mitgebracht, bei denen die Jungen und Mädchen nicht nur ihre Beweglichkeit, sondern auch ihren Teamgeist unter Beweis stellen konnten.
Nächste Woche werden die Schüler die Karstphänomene hautnah entlang des ausgezeichneten Karstwanderwegs erkunden. Damit die Wegzehrung beim Waldentdeckungstag im Ellricher Kammerforst nicht nur lecker, sondern auch gesund ist, stand heute auch das vitaminreiche Frühstück auf dem Stundenplan. Andreas Heise hatte frisch vom Markt Obst und Gemüse mitgebracht und die Schüler konnten in einem kleinen Quiz ihr Wissen rund um gesunde Ernährung testen.
Und wenn ihr nächste Woche eine kleine Plastiktüte dabei habt, in der ihr eure Abfälle wieder aus dem Wald mitnehmen könnt, freuen wir uns besonders, sagte der Vorsitzende des Karstfördervereins. Das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz zu schärfen, damit die einmalige Karstlandschaft in der Region erhalten bleibt, ist ein wesentliches Ziel des ENL-Projekts des Karstfördervereins. Nach der Theorie heute folgt nächsten Mittwoch die Praxis in der einzigartigen grünen Karstlandschaft des Südharzes.
Jessica Piper
Autor: nnzWarum zum Beispiel entstehen Hohlräume unter der Erde, aus denen Erdfälle, Seen oder Höhlen werden können? Welche besonderen Tiere und Pflanzen leben in der Südharzer Karstlandschaft? Und was ist eigentlich eine Bachschwinde? Antworten auf diese und andere Fragen bekamen heute die mehr als 40 Jungen und Mädchen der beiden vierten Klassen. Dieser umweltpädogische Unterricht ist Teil des Projekts des Fördervereins Karstwanderweg im Programm zur Entwicklung von Natur und Landschaft, kurz ENL, gefördert vom Land Thüringen und der EU. Bereits im vergangenen Jahr hat der Förderverein ein solches Angebot erfolgreich in der Ellricher Grundschule gestaltet, das nun fortgesetzt wird. Ein Tier stand heute besonders im Mittelpunkt: Fledermäuse. Steffi Pfeiffer, Biologin im Umweltamt der Stadt Nordhausen, unterstützte den Förderverein wie schon im vergangenen Jahr als ausgewiesene Fledermaus-Expertin und erzählte den Kindern viel Wissenswertes über die geflügelten Säuger. Die größten Fledermäuse bei uns werden in etwa so schwer wie eine Tafel Schokolade, sagte Steffi Pfeiffer. Und wie schnell kann eine Fledermaus werden? 150 Kilometer in der Stunde, kam als Antwort aus der Klasse.
Ganz so schnell seien Fledermäuse zwar nicht. Aber sie bringen es auf dieselbe Geschwindigkeit wie ein Auto im Stadtverkehr: 50 km/h. Steffi Pfeiffer kam nicht allein vom Nordhäuser Umweltamt, sie hatte noch zwei Kolleginnen mitgebracht. Beate Gunkel und Carmen Weber hatten ihr naturpädagogisches Puppentheater mit handgemachten Puppen und Kulissen im Gepäck. Mit dabei: Frosch Forbi. Die Schüler wurden schnell zu Akteuren im Puppenspiel, denn wie die Metamorphose eines Frosches verläuft, konnten sie gut erklären. Bei all dem neuen Wissen und Eindrücken sorgte Outdoortrainer Alexander Ibe, der mit seiner Firma 51 Grat bereits ein bewährter Partner des Fördervereins Karstwanderweg ist, für Auflockerung. Er hatte kleine Spiele mitgebracht, bei denen die Jungen und Mädchen nicht nur ihre Beweglichkeit, sondern auch ihren Teamgeist unter Beweis stellen konnten.
Nächste Woche werden die Schüler die Karstphänomene hautnah entlang des ausgezeichneten Karstwanderwegs erkunden. Damit die Wegzehrung beim Waldentdeckungstag im Ellricher Kammerforst nicht nur lecker, sondern auch gesund ist, stand heute auch das vitaminreiche Frühstück auf dem Stundenplan. Andreas Heise hatte frisch vom Markt Obst und Gemüse mitgebracht und die Schüler konnten in einem kleinen Quiz ihr Wissen rund um gesunde Ernährung testen.
Und wenn ihr nächste Woche eine kleine Plastiktüte dabei habt, in der ihr eure Abfälle wieder aus dem Wald mitnehmen könnt, freuen wir uns besonders, sagte der Vorsitzende des Karstfördervereins. Das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz zu schärfen, damit die einmalige Karstlandschaft in der Region erhalten bleibt, ist ein wesentliches Ziel des ENL-Projekts des Karstfördervereins. Nach der Theorie heute folgt nächsten Mittwoch die Praxis in der einzigartigen grünen Karstlandschaft des Südharzes.
Jessica Piper







