Mo, 12:44 Uhr
07.05.2012
Gezielt in Fachkräfte investieren
Unternehmen müssen gezielt in den Fachkräftenachwuchs investieren: Das hat Thüringens Arbeitsminister Matthias Machnig zum heutigen bundesweiten Tag des Ausbildungsplatzes gefordert. Angesichts sinkender Schulabgängerzahlen könne es dabei nicht länger um eine Bestenauslese gehen...
Jeder Jugendliche wird gebraucht, so der Minister. Wir müssen künftig auch Bewerbern eine Chance geben, die nicht die besten Schul- oder Berufsabschlüsse haben oder die schon etwas älter sind. Auch hier gebe es viele motivierte Leute, die nach einer sinnvollen beruflichen Perspektive suchen.
Das beweist nicht zuletzt die am 2. Mai vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gestartete Aus- und Weiterbildungsinitiative Thüringen braucht dich: Bereits 102 Anrufer haben sich innerhalb von drei Tagen bei der eigens geschalteten Hotline der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) gemeldet, mehr als 400mal wurde die Website www.thueringen-braucht-dich.de angeklickt. Das Interesse, sich trotz bislang wenig positiver Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt neue berufliche Perspektiven zu erschließen, ist bei diesen Menschen riesengroß, sagte der Thüringer Arbeitsminister. Im Rahmen der Initiative Thüringen braucht dich sollen in den kommenden Monaten gezielt junge Thüringerinnen und Thüringer unter 35 Jahren ohne Berufsabschluss für eine Aus- oder Weiterbildung im Freistaat gewonnen werden.
Dass sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt gegenüber den Vorjahren komplett gedreht hat, zeigen erneut die aktuellen Zahlen: Insgesamt waren im April in Thüringen rund 7.852 Ausbildungsplätze noch nicht besetzt. Dies ist ein Anstieg von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auf 100 Bewerber kommen gegenwärtig 129 Lehrstellen.
Das wichtigste Argument der Nachwuchswerbung bleibe dabei eine angemessene Ausbildungsvergütung, so der Minister. Thüringen konkurriere auch mit Standorten in den alten Bundesländern um den Fachkräftenachwuchs. Künftig führt deshalb kein Weg mehr daran vorbei, dass die Betriebe ihre Auszubildenden mindestens auf dem Niveau der geltenden Tarifverträge bezahlen. In der Vergangenheit sei dieses Niveau von nicht tarifgebundenen Unternehmen zum Teil um bis zu 20 Prozent unterschritten worden. In manchen Berufen bewegten sich die Gehälter für den Nachwuchs zudem im Niedriglohnbereich. Während Auszubildende in der Baubranche im letzten Lehrjahr immerhin 1.069 Euro im Monat verdienten, gehe ein Elektrikerlehrling im Handwerk mit knapp der Hälfte – 530 Euro – nach Hause.
Autor: nnzJeder Jugendliche wird gebraucht, so der Minister. Wir müssen künftig auch Bewerbern eine Chance geben, die nicht die besten Schul- oder Berufsabschlüsse haben oder die schon etwas älter sind. Auch hier gebe es viele motivierte Leute, die nach einer sinnvollen beruflichen Perspektive suchen.
Das beweist nicht zuletzt die am 2. Mai vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gestartete Aus- und Weiterbildungsinitiative Thüringen braucht dich: Bereits 102 Anrufer haben sich innerhalb von drei Tagen bei der eigens geschalteten Hotline der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) gemeldet, mehr als 400mal wurde die Website www.thueringen-braucht-dich.de angeklickt. Das Interesse, sich trotz bislang wenig positiver Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt neue berufliche Perspektiven zu erschließen, ist bei diesen Menschen riesengroß, sagte der Thüringer Arbeitsminister. Im Rahmen der Initiative Thüringen braucht dich sollen in den kommenden Monaten gezielt junge Thüringerinnen und Thüringer unter 35 Jahren ohne Berufsabschluss für eine Aus- oder Weiterbildung im Freistaat gewonnen werden.
Dass sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt gegenüber den Vorjahren komplett gedreht hat, zeigen erneut die aktuellen Zahlen: Insgesamt waren im April in Thüringen rund 7.852 Ausbildungsplätze noch nicht besetzt. Dies ist ein Anstieg von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auf 100 Bewerber kommen gegenwärtig 129 Lehrstellen.
Das wichtigste Argument der Nachwuchswerbung bleibe dabei eine angemessene Ausbildungsvergütung, so der Minister. Thüringen konkurriere auch mit Standorten in den alten Bundesländern um den Fachkräftenachwuchs. Künftig führt deshalb kein Weg mehr daran vorbei, dass die Betriebe ihre Auszubildenden mindestens auf dem Niveau der geltenden Tarifverträge bezahlen. In der Vergangenheit sei dieses Niveau von nicht tarifgebundenen Unternehmen zum Teil um bis zu 20 Prozent unterschritten worden. In manchen Berufen bewegten sich die Gehälter für den Nachwuchs zudem im Niedriglohnbereich. Während Auszubildende in der Baubranche im letzten Lehrjahr immerhin 1.069 Euro im Monat verdienten, gehe ein Elektrikerlehrling im Handwerk mit knapp der Hälfte – 530 Euro – nach Hause.


